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Thema: Unterhaltsaufwendungen nach § 33a Abs. 1 EStG


Hallo,

für den Unterhalt meines volljährigen Sohnes habe ich folgende Beträge bei meiner Einkommensteuererklärung angesetzt:

* 12 x 667 Euro = 8004,00 Euro
* von mir bezahlte Basis-Krankenkassenbeiträge = 1.367,00 Euro
* zusammen = 9371,00 Euro

Die Einkünfte meines Sohnes im Jahr 2012 betrugen 883,00 Euro.

Das Finanzamt hat mir nur 7.735,00 Euro anerkannt. Was gestrichen wurde ist aus dem Steuerbescheid nicht zu entnehmen. M.E. kann nichts gestrichen werden.

Wie kommt das Finanzamt auf die 7.735,00 Euro?

MfG

Steuerbürger



Hallo,

es könnte evtl. mit der "Opfergrenze"zusammenhängen. siehe hierzu unter (oben Steuernetz) Lexikon, "Opfergrenze".

Opfergrenze = siehe auch BGB - Familienrecht- §§ 1360, bzw. 1603.





steuer_007:

Die Einkünfte meines Sohnes im Jahr 2012 betrugen 883,00 Euro.
M.E. kann nichts gestrichen werden.

Dann lies mal § 33 a Abs. 1 S. 5 EStG. Da steht schon mal die erste gesetzlich vorgesehene Kürzung. Die geht D.E. vor.
Und den Rest erklärt Dir Dein Finanzamt gerne.



@Schot

Dann lies mal § 33 a Abs. 1 S. 5 EStG. Da steht schon mal die erste gesetzlich vorgesehene Kürzung


Und weiter ?....



gasti:
Und weiter ?....

was "und weiter"?
eine mögliche stammt von Dir:
gasti:
...Opfergrenze...

und über was und warum das FA gekürzt hat, mag ich mir nicht den Kopf zerbrechen - ein Anruf von 007 beim Finanzamt wäre sicherlich ergiebiger.



Genau! Ich weiß auch nicht, warum man einen Anruf im Finanzamt scheut. Keiner kann besser erläutern aus welchen Gründen denn genau der Betrag zum Ansatz kam, der im Steuerbescheid ersichtlich ist.




...und über was und warum das FA gekürzt hat, mag ich mir nicht den Kopf zerbrechen


Ist ja auch in Ordnung; nur, der Gedankenaustausch bzw. der Lösungshinweis von Experten (und die gibt es ja hier) können oft auch für zukünftige ähnliche Sachverhalte hilfreich sein.

Die individuelle Auskunft des FA. wird meist dann nicht mitgeteilt, es fehlt sozusagen das „Feedback“.

Nichts für Ungut, und frdl. Grüße





Hallo,

mein Eintrag stammte vom 07.04.2012. Da das Finanzamt erst wieder am 10.04.2012 geöffnet hat, werde ich dann dort mal anrufen.

Was mich stutzig macht ist folgendes. Mein Steuerprogramm sagt mir, dass trotz Opfergrenze und Einkommen meines Sohnes 9.112,00 Euro absetzbar sind. Da mich mein Steuerprogramm noch nie "belogen" hat, traue ich dem halt mehr als dem Finanzamt.
Es fehlen somit 1377 Euro, die absetzbar sind.

Da das in etwa die Krankenkassenbeiträge sind, vermute ich, dass diese, trotz eindeutiger Rechtslage, nicht berücksichtigt wurden.

MfG
steuer_007



steuer_007:

Da das Finanzamt erst wieder am 10.04.2012 geöffnet hat...

Also ich finde es auch unglaublich, dass Finanzbeamte an Feiertagen nicht arbeiten müssen!





....müßte nur noch die Frage der Anzahl der Feiertage geklärt werden.....

enJoy



...also ich nehm alle, die mir angeboten werden!



......ich hätte dazu ungefähr 365 Ideen......

enJoy



steuer_007:
Es fehlen somit 1377 Euro, die absetzbar sind.

Da das in etwa die Krankenkassenbeiträge sind, vermute ich, dass diese, trotz eindeutiger Rechtslage, nicht berücksichtigt wurden.

Vielleicht hast Du sie ja in die falsche Zeile eingetragen.
Vermutlich in die Anlage Vorsorgeaufwand statt bei den Unterhaltsleistungen. Dann wurden sie aus Sicht des FA richtigerweise gestrichen, da dort nur Deine eigenen KV-Basisbeiträge zu erklären und damit auch zu berücksichtigen sind.



...könnte auch sein, dass die Voraussetzungen nicht für das ganze Jahr erfüllt waren. Vielleicht bestand für einen Monat noch Anspruch auf Kindergeld?

HG Joy



Hallo,

@Schot
Vermutlich in die Anlage Vorsorgeaufwand statt bei den Unterhaltsleistungen. Dann wurden sie aus Sicht des FA richtigerweise gestrichen, da dort nur Deine eigenen KV-Basisbeiträge zu erklären und damit auch zu berücksichtigen sind.


Die Krankenversicherungsbeiträge für ein Kind, für das kein Anspruch auf Kindergeld besteht, wird m.E. in die Anlage Vorsorgeaufwand Seite 2 Zeilen 38-43 eingetragen und gerade nicht als Unterhaltsleistungen geltend gemacht ...

Gruss
Uwe


Warum muss ich als Laie jedes Jahr dem Finanzamt die Einkommensteuer erklären?

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