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Thema: Riesen-Windräder in Langel...


Quelle: Express.de
http://www.express.de/koeln/fast-so-hoch-wie-der-dom----kriegt-koeln-bald-zwei-riesen-windraeder-,2856,27014448.html


Kriegt Köln bald die ersten Riesenpropeller zur Erzeugung von Strom aus Wind? Die Stadtentwässerungsbetriebe (StEB) haben in einer internen Studie Langel im Kölner Norden als Standort für zwei Riesenwindräder ausgewiesen.

Die Grünen haben den Bau von Windrädern auf Kölner Stadtgebiet in ihr Kommunalwahlprogramm geschrieben. Das Land hat Zonen ausgemacht, in denen der Wind besonders gut weht – in Köln ist es vor allem der Norden.

Laut der Studie könnten, so StEB, auf dem Klärwerksgelände in Langel zwei Windräder der Firma „REpower“ gebaut werden, davon eins mit 125 Meter Höhe (Leistung: 2,05 Megawatt), ein zweites mit 150 Meter Höhe (3,2 Megawatt). Die StEB würden so die Kläranlage mit eigenem Strom versorgen.

Das einzige Hindernis ist derzeit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Der will die Eigenstromversorgung nicht von der Umlage nach dem „Erneuerbaren Energien-Gesetz“ (EEG) befreien. „Dadurch würde sich das für uns derzeit nicht rechnen“, sagt StEB-Chef Otto Schaaf, der die Angaben aber bestätigt.

„Über die EEG-Umlage wird erst im Sommer entschieden“, sagt der grüne Ratsherr Gerd Brust. „Und dann müssen wir eben neu rechnen. Fest steht: Wir wollen Windräder.“

Für FDP-Fraktionschef Ralph Sterck steht indes fest: „Jetzt eiern sie rum, weil es rausgekommen ist. Sie wollen Windräder bauen, aber sie wollen es den Leuten vor Ort erst nach der Wahl sagen. Das ist ganz mieser Stil.“

Ein Akustik-Ingenieur vergleicht den Lärm der Flügel mit Geschützlärm. Denn die Windräder drehen sich an der Flügelspitze mit Tempo 270 im Wind.


Weitere Informationen:

Schattenwurf von Windkraftanlagen: Erläuterung zur Simulation (PDF; 425 kB) Bayerisches Landesamt für Umwelt:
http://www.energieatlas.bayern.de/file/pdf/1099/Erl%C3%A4uterungen%20zur%20Schattensimulation%20von%20Windkraftanlagen.pdf




Dazu eine Pressemitteilung des CDU-Ortsverbandes Merkenich / Rheinkassel / Langel / Kasselberg / Feldkassel vom 20.05.2014


Keine Windkraftanlagen im Kölner Norden
Der CDU-Ortsverband spricht sich vehement gegen jegliche Planung und Bau von
Windkraftanlagen, sogenannter Riesenwindräder, rund um Merkenich, Rheinkassel und Langel
aus.
Unsere Orte sind durch die Rheinauen, Landschafts- und Naturschutzgebiete sowie die
historisch-gewachsene dörfliche Struktur ausgezeichnet. Die Ortslagen besitzen deshalb einen
hohen Wert der Naherholung. Die CDU setzt sich dafür ein, diese Strukturen zu erhalten, zu
schützen und behutsam weiter zu entwickeln. Hierzu passt in keiner Weise die Planung bzw.
ein evtl. Bau von zwei bis zu 150 m hohen Riesenwindrädern auf dem Gelände des Langeler
Klärwerkes, der Stadtentwässerungsbetriebe (StEB). Städtebaulich wurden in den letzten
Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen des Kölner Nordens bereits hinlänglich bekannte
Bausünden begannen, dies sollte nun nicht noch einmal verschärft werden.
Durch die Riesenwindräder muss mit Schattenwurf gerechnet werden. Des Weiteren können die
Riesenpropeller an den Flügelspitzen eine Geschwindigkeit von bis zu 270 km/h erreichen und
demzufolge einen extremen hohen Schalldruck und Lärm verursachen und das nur wenige
hundert Meter vom Ortsrand entfernt. Laut der Zeitung „Express“ vergleicht ein
Akustikingenieur den entstehenden Lärm der Riesenpropeller mit „Geschützlärm“. Eine
Planung und Bau solcher Riesenwindräder lehnen wir deshalb nicht nur am Standort Langeler
Klärwerk, sondern im gesamten Kölner Norden ab.
Wir begrüßen ausdrücklich die Bemühungen von Stadt und Wirtschaft bei der Suche nach
alternativen und regenerativen Energiequellen, fordern dabei jedoch Augenmaß ein. Es muss
der Grundsatz gelten, die Belange der Menschen und die Belange der Natur in den Mittelpunkt
verantwortlichen Handelns zu stellen. Dies ist bei der Planung der StEB jedoch nicht
ausreichend geschehen. Eine derart extreme Belastung wie durch einen Betrieb der
Riesenwindräder ist den Menschen vor Ort, aber auch der Tier-(insbesondere Vögel) und
Pflanzenwelt in den umliegenden Gebieten nicht zuzumuten, da sie in den kommenden Jahren
durch den bereits geplanten Bau der Umgehungsstraße Fühlingen, dem Neubau der Stromtrasse
und den zwingend erforderlichen Neubau der Leverkusener Autobahnbrücke (A1) in ihrer
Lebensqualität bereits genügend eingeschränkt sind.
Für den Ortsverband
Stellvertretende Vorsitzende:
Vorsitzender: Klaus Koch, Marina Longerich,
Rainer Stuhlweißenburg, Alexander Malzkorn, Ursula Schneider




Dazu eine weitere Meldung, diesmal von der FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln vom 05. Mai 2014

FDP kritisiert geplante Windräder in Köln
Houben: Energiewende zu Lasten der Menschen im Kölner Norden
Anfang 2014 rechneten die Stadtentwässerungsbetriebe, dass sich 125- bzw. 150-Meter hohe Windkraftanlagen eines indischen Herstellers auf ihrem Gelände des Klärwerkes in Langel im Kölner Norden lohnen könnten. Dann will die große Koalition etwas an den Spielregeln ändern und angeblich lohnt es sich heute, kurz vor der KölnWahl, dann doch nicht. Je nach Lobbyarbeit kann es sich danach auch wieder lohnen.

Die Rotoren würden eine Fläche von 10.000 Quadratmetern abdecken und an den Spitzen mit bis zu 270 Stundenkilometern durch die Luft pfeifen – ungefähr 300 Meter vom Ortsrand Langel entfernt. Das ist nach dem Erlass des grünen Landesumweltministers völlig legal und sogar gewollt. Wenn es nach der rot-grünen Landesregierung geht, dann soll es auch nicht bei einer Anlage im Kölner Norden bleiben.

Auf eine Wirtschaftlichkeitsrechnung können sich die Menschen im Kölner Norden nicht verlassen, wenn sie keinen Riesenpropeller vor dem Haus haben wollen. „Die Grünen fordern in ihrem Kommunalwahlprogramm den Bau von Windkraftanlagen in Köln“, so Reinhard Houben, Wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Ratsfraktion. Die Umsetzung dieser Forderung werde nun bereits vorbereitet.

Houben weiter: „Die Grünen wollen den Kölner Norden weiter belasten. Die FDP will den Menschen in Langel und ganz Köln die Lärmbelastung – auch mit Infraschall – und den Wechselschatten ersparen. Der Raum für Stadtentwicklung und z.B. Wohnungsbau innerhalb der Stadtgrenzen der Stadt Köln ist so wertvoll, dass er nicht leichtfertig für ideologisch gewollte Nutzungen blockiert werden darf.“

Die FDP unterstützt die Windenergie. Die Liberalen haben allen Investitionen der RheinEnergie in Windkraftanlagen zugestimmt, weil die an sinnvollen Standorten stehen. „Aber wenn Windkraft Wohnungen und Lebensqualität verhindert, dann schaden sie auch der Umwelt mehr als sie je nutzen können“, meint Houben, der auch Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses des Kölner Stadtrates ist.




Quelle: Kölnische Rundschau (06.05.2014)
http://www.rundschau-online.de/koeln/-in-langel-windkraftanlagen-im-norden-der-stadt-,15185496,27041658.html


Windkraftanlagen im Norden der Stadt?

Die FDP hat den Grünen vorgeworfen, den Kölner Norden weiter belasten zu wollen. Die Umsetzung der Forderung zum Bau einer Windkraftanlage in Langel werde bereits vorbereitet. Die Rotoren könnten viel Lärm machen, der die Bürger stört.
Köln.

Die FDP hat den Grünen vorgeworfen, den Kölner Norden weiter belasten zu wollen. Die Umsetzung der Forderung zum Bau einer Windkraftanlage in Langel werde bereits vorbereitet.

Anfang des Jahres hätten die Stadtentwässerungsbetriebe verlauten lassen, 125 beziehungsweise 150 Meter hohe Windkraftanlagen könnten sich auf dem Gelände des Klärwerks in Langel im Kölner Norden rechnen, so Reinhard Houben, wirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. Er mutmaßt, dass die Befürworter aus der Politik kurz vor der Wahl abwinken, um dann später den Bau doch zu befürworten. Houben sagt, die Rotoren könnten an den Spitzen eine Geschwindigkeit von 270 Stundenkilometern erreichen und damit viel Lärm machen - „ungefähr 300 Meter vom Ortsrand Langel entfernt“.

Die FDP sei gegen Windräder. „Der Raum für Stadtentwicklung innerhalb der Stadtgrenzen der Stadt Köln ist so wertvoll, dass er nicht leichtfertig für ideologisch gewollte Nutzungen blockiert werden darf.“




ENTWARNUNG - die Sache hat sich laut einer Antwort von Herrn Möbius (CDU) auf eine Anfrage des hiesigen Bürgervereins erledigt:

Sehr geehrter Herr Metz,

mir liegt nun eine Antwort von den Stadtentwässerungsbetrieben vor.
Danach hatte man im Zuge eines Klimakonzeptes überlegt, wie die Stadtentwässerungsbetriebe energieautark werden könnten. Dabei ist u.a. auch die Nutzung von Windkraft überlegt worden. Mögliche Standorte der Steb wurden daraufhin in Betracht gezogen, u.a. auch Langel.
Mittlerweile steht fest, dass keine weitere, eingehendere Prüfung des Standortes Langel vorgenommen wird, weil die Stadtentwässerungsbetriebe von der Nutzung von Windkraft Abstand genommen haben.
Es wird also nicht zu einer Windkraftanlage in Langel kommen.

Ich freue mich über diese Nachricht, die sicher auch in Ihrem Sinne ist. Gerne können Sie diese Mitteilung auch kommunizieren.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Möbius

Vorsitzender des Haushalts-
und Finanzausschusses im
Landtag von Nordrhein-Westfalen

Platz des Landtags
40221 Düsseldorf
Telefon : 0211 / 884 - 2569
Telefax: 0211 / 884 - 3027
Email: christian.moebius@landtag.nrw.de




Stürmischer Protest gegen Windrad

Nach einer Reform des Gesetzes für Erneuerbare Energien sehen die Stadtentwässerungsbetriebe vorerst vom Bau eines Windkraftrades in Langel ab. Mittelfristig könnte die Anlage am Klärwerk trotz der Anwohner-Kritik jedoch entstehen...

http://www.ksta.de/chorweiler/-erneuerbare-energie-stuermischer-protest-gegen-windrad,15187566,27345068.html

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