Forum für Rheinkassel

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Thema: Unterstützung Flüchtlinge Fühlinger See


Facebook-Aufruf einer Rheinkasseler Einwohnerin zur Unterstützung der erwarteten Flüchtlinge:

Hallo Rheinkasseler! Wenn das so kommt, schlage ich vor, wir heißen die Menschen anständig willkommen! Hausaufgabenhilfe, Sport, Deutschkurse, Hilfe bei Behördengängen? Ist doch besser als auf Distanz zu gehen, oder? Wer ist mit dabei?

https://www.facebook.com/rheinkassel/photos/a.1515016555397452.1073741828.1515012715397836/1663633683869071/?type=1

Artikel der Rundschau





Ich bin dabei



Ich bin auch gerne dabei!



gute idee. ist nun neben dem parkplatz vom aqualand.



fahre nächste woche mal hin und biete hilfe an. da stand auch was neulich in der zeitung.
für leute die ehrenamtlich was machen wollen....
ich denke ich kann als übersetzer oder so auch mal aushelfen bzw. amtsgängen.

So können Sie den Flüchtlingen in Köln helfen


Was können Kölner tun, die helfen möchten?

Sehr willkommen wären uns Ehrenamtler, die sich kontinuierlich engagieren möchten, also etwa jede Woche Dienste in der Kleiderkammer übernehmen oder bei der Kinderbetreuung helfen. Sachspenden brauchen wir dagegen zunächst nicht. Später werden wir sicher konkrete Spendenaufrufe machen, etwa für Winterkleidung oder Spielzeug. Interessierte können sich wenden an: info.koeln@johanniter.de


Köln.
Voraussichtlich am Wochenende werden die ersten Flüchtlinge in der Zeltstadt in Chorweiler ankommen. Leiterin der landeseigenen Notunterkunft wird Julia Poppitz von den Johannitern.

Frau Poppitz, Sie sind künftig für 800 Flüchtlinge zuständig, Menschen aus verschiedensten Ländern und Kulturen mit einem oftmals tragischen Schicksal – eine riesige Herausforderung. Schlafen Sie noch gut?
Schon, aber im Moment eher wenig. Die Arbeitstage haben derzeit oft mehr als zwölf Stunden, weil neben dem Aufbau des Flüchtlingsdorfs in Chorweiler auch noch der normale Betrieb in der Landesunterkunft in Riehl läuft. Dort haben wir auch schon begonnen, zu packen, weil das Haus in Riehl ja schließt und wir in den nächsten Tagen mit der kompletten Mannschaft nach Chorweiler umziehen.

Die ersten Betten stehen; mobile Trennwände sollen für ein wenig Privatsphäre in den Zelten sorgen. Foto: Christoph Hennes

Kinderbetreuung und Frauencafé

Julia Poppitz (32) ist Sozialarbeiterin und ausgebildete Rettungssanitäterin. Neben ihrer Arbeit für die Johanniter absolviert sie ein Studium in Rettungsingenieurwesen. In den vergangenen fünf Monaten hat sie die Notunterkunft des Landes an der Boltensternstraße in Riehl mit 200 Flüchtlingen geleitet.

Wie viel Personal steht Ihnen denn für die Betreuung der Flüchtlinge zur Verfügung?
Wir werden etwa 50 Mitarbeiter für die eigentliche Betreuung beschäftigen. Tagsüber werden acht Personen als Ansprechpartner vor Ort sein. Hinzu kommt eine ähnliche Zahl von technischen Mitarbeitern wie Hausmeister oder Küchenpersonal. Es wird eine Sanitätsstation mit einem Arzt und einer Krankenschwester geben, in der auch die Erstuntersuchungen stattfinden. Außerdem ist eine Kinderbetreuung durch Erzieherinnen geplant und spezielle Angebote wie etwa ein Frauencafé. Es wird auch einen abgetrennten Bereich als Gebetsraum geben. Und der Kölner Flüchtlingsrat bietet eine Notfallberatung für Asylverfahren an.

Kein ständiges Chaos

Wissen Sie, wer überhaupt kommt?
Nein, das erfahren wir erst am Tag selbst. Wir wissen weder, aus welchen Ländern die Menschen kommen, noch, ob es sich vorwiegend um Familien oder Alleinstehende handelt. Klar ist nur, dass nicht alle 800 auf einmal kommen, sondern in mehreren Schüben.

So viele Menschen auf engstem Raum, sind da nicht Konflikte programmiert?
Viele haben die Vorstellung, dass in einer solchen Unterkunft ständig Chaos herrscht. Das ist nach meiner Erfahrung aber nicht der Fall. Die meisten haben einen langen Fluchtweg hinter sich und wollen erst einmal ankommen und Ruhe finden. Um Konflikten vorzubeugen, werden wir die Flüchtlinge nach Möglichkeit aufteilen: also eigene Zelte für Schwangere, Familien mit vielen kleinen Kindern und alleinreisende Frauen sowie für alleinstehende Männer.

Rangeleien an der Essenausgabe

Und wenn es doch zu Problemen kommt?
Dann spreche ich diejenigen direkt an. Ich habe zum Beispiel einmal erlebt, dass es an der Essensausgabe zu Rangeleien kam, weil jeder der Erste sein wollte. Ich habe dann erklärt, dass es für jeden genug zu essen gibt.

Wie kommunizieren Sie mit den Menschen. Gibt es Dolmetscher?
Dolmetscher sind nicht vorgesehen. Wir haben unter den Betreuern einige, die serbisch, arabisch oder albanisch sprechen, außerdem natürlich englisch. Ansonsten reden wir mit Händen und Füßen. Unter den Flüchtlingen findet sich auch oft jemand, der übersetzen kann oder einen in Deutschland lebenden Familienangehörigen hat. Dann wird auch schon mal übers Telefon gedolmetscht.

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