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Thema: Autobahnbrücke - Sperrung Auffahrt


Eine Information des Wirtschaftsforums Köln-Nord


Sehr geehrte Damen und Herren,

viele von uns haben am letzten Montag Kenntnis davon erlangt, dass die Autobahnauffahrt Niehl/ Merkenich in Fahrtrichtung Leverkusen im Rahmen der anstehenden Arbeiten zur Installation der sog. LKW-Sperren für den gesamten Kfz-Verkehr gesperrt wird. Außer den wenigen Informationen im Stadt-Anzeiger gab es leider keine weitergehenden Hintergründe.

Wir von Wirtschaftsforum Köln-Nord e.V. haben uns dieses zentralen Themas für die Bürger und Firmen im Kölner Norden dann angenommen und versucht weitergehende Informationen zu erhalten. Nach zweitägiger Recherche können wir Ihnen einige Informationen weitergeben. Quelle hierfür ist ein leitender Mitarbeiter der Fa. Ford, der seit ca. 6 Wochen in engem Kontakt mit der Stadt Köln und Straßenbau NRW steht. Anders als im Artikel des Stadt-Anzeigers behauptet, hat es wohl offenkundig keine weitergehende Information des Bezirks Chorweiler gegeben.

Warum also diese Sperrung?

Die Leverkusener Autobahnbrücke ist wohl technisch in einem wesentlich bedenklicheren Zustand, als öffentlich bekannt gegeben wird. „Bundesstatiker“ sollen das Land NRW darauf hingewiesen haben, dass es für die Autobahnbrücke noch zwei Lösungsoptionen gäbe, damit diese noch eine gewisse Zeit überlebe. Option 1 sind Maßnahmen, die es nachhaltig verhindern den täglich Durchschlupf von ca. 150 LKW´s zu verhindern. Aus diesem Grunde auch das nun angedachte System der LKW-Sperren. Option 2 wäre wohl eine Vollsperrung der Autobahnbrücke auf unbestimmte Zeit. Aufgrund dieser beiden aufgezeigten Optionen haben sich Land und Stadt entschieden, die Option 1 zu konzeptionieren und umzusetzen.

Um eine entsprechende LKW-Sperre einrichten zu können, benötigt man wohl aber eine Strecke von ca. 300 Meter, um die Sensoren und die nachfolgende Sperre einrichten zu können. Diese Strecke sei aber im Anschluss an die Auffahrt von der Anschlussstelle Niehl nicht mehr gegeben. Deshalb müsse man eine Vollsperrung einrichten. Diese Maßnahme soll angeblich nur vorrübergehend bis Ende 2017 gelten.

Warum kann man keine mechanischen Sperreinrichtungen einrichten, z.B. die sog. „Idiotenbrücken“?

Dies soll rechtlich nicht zulässig sein. Eine Höhenbegrenzung soll nur dann rechtlich zulässig sein, wenn nachfolgend auch ein Bauwerk folgt, welches die angegebene Durchfahrtshöhe aufweist. Fehlt es an einem solchen höhenbeschränkten Bauwerk, ist eine vorherige festinstallierte Höhenbeschränkung rechtlich nicht zulässig und könnte im Schadenfall zu Regressforderungen gegen das Land NRW führen.

Es ist darauf hinzuweisen, dass die vorstehenden Ausführungen von uns nur widergegeben werden, ohne dass der sachliche Inhalt auf rechtliche und fachliche Richtigkeit überprüft worden ist.

Was ist nun als Alternativmaßnahmen geplant?

Das aktuelle Handlungspacket von Stadt und Land sieht vorerst 5 Einzelmaßnahmen vor.

1. Den Verkehrsteilnehmer steht eine erste Abbiegemöglichkeit direkt unmittelbar nach der Absperrung zur Verfügung. Man fährt dort rechts ab Richtung Merkenich. Am Ende der Abfahrt biegt man rechts unter die Industriestraße ab. Dort fährt man dann direkt in den „Turbokreisel“ in Merkenich ein, umrundet diesen einmal zu dreiviertel und fährt dann wieder auf die Industriestraße auf und biegt sofort auf die A 1 in Richtung Leverkusen ab.
2. Die Verkehrsteilnehmer können die Abfahrt Geestemündener Str. benutzen am Ende links abbiegen unter der Industriestraße herfahren und danach wieder links auf die Industriestraße auffahren in Fahrtrichtung Auffahrt A 1 von Merkenich aus. Die auf der Geestemündener Str. vorhandenen Ampeln sollen eine Vorrangschaltung für den abfließenden Verkehr erhalten.
3. Es soll auf der Industriestraße zwischen Abfahrt Geestemündener Str. und Niehler Ei eine Abbiegemöglichkeit auf die Gegenfahrbahn geschaffen werden.
4. Last but not least, sollen die Verkehrsteilnehmer durch eine Umrundung des Niehler Ei´s wieder zurückfahren können.
5. Die Auffahrt von Merkenich auf die A1 soll als alleinige Spur angelegt werden, so dass der auffahrende Verkehr nicht mehr einfädeln muss. Damit will man einen schnelleren Abfluss auf die A 1 schaffen und den Rückstau auf der Industriestraße minimieren.

Seitens Stadt und Land will man die geplanten Maßnahmen und deren Auswirkungen kontinuierlich überprüfen und wenn das Verkehrschaos zu groß wird mit weiteren Maßnahmen nachsteuern. Hierzu will die Stadt und das Land mit der Fa. Ford in ständigen Kontakt bleiben.

Wir haben angeregt, dass dies auch in Abstimmung mit anderen betroffenen Firmen im Gewerbegebiet erfolgen soll. Es wurde zugesagt, dass das Wirtschaftsforum Köln-Nord e.V. zum nächsten Gespräch miteingeladen werden soll. Soweit Sie also Anregungen für dieses Gespräch haben sollten, melden Sie sich doch bitte bei dem Unterzeichner. Dieses Thema werden wir auch schwerpunktmäßig auf unserer Jahreshauptversammlung am 17.11.2016 referieren. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor.

Mit freundlichen Grüßen



Wirtschaftsforum Köln-Nord e.V.
1. Vorsitzender Matthias Weber
Geschäftsstelle Neusser Landstr. 80
50769 Köln

Tel. 0221/ 7089730
Fax. 0221/ 992221640
Mobil 0172/ 261 73 77
Email wkn@wirtschaftsforum-koeln-nord.de




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