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Thema: GdB-MorbusWegener (GPA)


Hallo Ingeborg,
so wie es aussieht, war der Bericht des Neurologen, mit der Gehstrecke am Rollator in der Anamese und nicht im Befund
angegeben und die PNP in der Beurteilung.
Eine Erwähnung im Befund wäre wichtiger gewesen.
Das passiert, wenn man ständig bei zig Ärzten ist und auch nicht
so fit .
Erstmal lege ich einfachen Einspruch ein und werde hoffentlich
mal einen Facharzt mit einem vernünftigen Befund finden.
Das Problem ist halt diese endlosen Ärztemarthons und so weiter.

LG Bernd



Leg doch erst mal Widerspruch ein und schreib: Begründung folgt. Dann hast Du Zeit, diesen mit Argumenten zu bestücken und nachzuholen. Vielleicht kannst Du den Neurologen bewegen, einen neuen Bericht zu schreiben. Manchmal hilft schon das "Nachschießen" eines aussagekräftigen Berichts.
(Als Betroffene und Laie würd ich aber denken, die Art des Gehens, also Gangstörung und/oder Rollator in der Anamnese eines Arztberichts incl. Gehstrecke dürften reichen, um das glaubhaft gemacht zu haben. Aber das Amt liest oft nicht alles, sondern schaut nur auf die Zusammenfassung).
Du kannst auch diesbezüglich um Begutachtung durch das VA bitten. E ist (eigentlich) zur Ab- und Aufklärung des Sachverhalts verpflichtet.
Viel Erfolg.



@slenny
aus Erfahrungen von vielen Bekannten,hat sich gezeigt, wer gegen das VA klagt (mit Anwalt oder VDK), bekommt max. beim Erstenmal
einen höheren GdB.
Bei allen weiteren Anträgen ist das VA eher negativ als positiv
eingestellt.
Bei dem letzen Bescheid vom VA, war der Gutachter extrem clever,
in dem er 4 wichtige Gesundheitsstörungen mit jeweils 0 dem
MW zugeordnet hat.
Da wird klagen eh nur nervenaufreibend.
Von daher werde ich vom Klagen absehen.

@Ingeborg
gegen den Bescheid vom VA habe ich erstmal Widerspruch eingelegt, mit dem Hinweis, das neue Befunde nachgereicht werden.
Der Gutachter war nur damit Beschäftigt,meine 2 seitige Schilderung (aktuelle Beeinträchtigungen) zu filtern und das
1 seitige Gutachten vom Neurologen zu ignorieren.
Nach dem Motto, so wenig wie möglich.
Denn das, was alles nachträglich mit 0 dem MW zugeordnet wurde, steht in keinem Verhältnis zu dem Zeitpunkt
im März letzten Jahres (GdB 40).
Das ist aber nichts Neues,denn in den letzten Jahren, hatte ich
eine Erhöhung von Einzel-GdBs beantragt und immer eine Ablehnung erhalten.
Ob das am VA liegt oder die Fachärzte keine Befunde geschickt
hatten, kann ich so genau nicht beurteilen.

LG Bernd


Zuletzt bearbeitet: 15.01.16 06:01 von bernddmc


Bernd, du hast mich völlig missverstanden. Ich riet dir, für den Widerspruch Hilfe des VdK zu suchen. Eigene Widersprüche werden von den VAs nicht ernst genommen. Dass ich jetzt klagen muss, ist genau die Folge daraus, dass mein Widerspruch nicht ernst genommen wurde, mangels Unterstützung vom VdK. Vielleicht ist das bei dir ja anders...


Zuletzt bearbeitet: 15.01.16 15:56 von slenny


@slenny,
Ein Widerspruch egal ob selbst oder mit Hilfe eingereicht, ist
nicht so entscheident, sondern schriftliche Befunde von den
Fachärtzten. Immer wenn möglich direkt zum VA senden; denn ob der Facharzt das macht und was er schreibt ist immer ein ???
Drücke Dir alle Daumen das du mit deiner Klage ein erfolgreiches
und zufriedenes Ergebnis ereichst.

LG Bernd



Hallo Bernd,
es kommt schon darauf an, wer den Widerspruch einlegt. Ich habe in meinem Fall auf die Anwendung der Einstufungsrichtlinien bestanden, mit Quellenangabe, und das Amt hat sich in seiner Begründung nicht mit meiner Argumentation auseinander gesetzt. Hätte dies ein Anwalt geschrieben, wäre das ganz anders ausgegangen. Und, glaube mir, ich weiß über diese rechtlichen Dinge ziemlich gut Bescheid, habe es schließlich studiert.
Dir viel Glück



@slenny
wenn du nur eine Begründung geschrieben hast in deinem Widerspruch,dann war das fürs VA zu wenig. Auch ein Anwalt
etc. hätte ohne Befunde nichts bewirkt. Da kann man soviel
Rechtswissen haben wie man will. Am Schluss geht es vor Gericht
und wenns gut geht gibt es GdB-Erhöhung.

Sind da neue Befunde villeicht doch der bessere Weg !?!

Bei Anträgen zum VA muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Wege er bereit ist zu gehen!

LG Bernd



Ich habe alle Anträge und Widersprüche ohne VDK und Rechtsanwalt durchgesetzt , mit Befunden und Attesten von "jedem" meiner behandelden Ärzten.
LG. Hartmut



Habe heute auf dem Versorgungsamt nochmal einen Änderungsantrag
abgegeben.
Diesmal nur neue Befunde von 5 Fachärzten und 2 Befunde vom
Thorax-CT.
Wegen der vielen aktuellen Anträge auf dem VA wird es diesmal
ca.5 bis 6 Monate dauern (Aussage der Sachbearbeiterin).

Bilder und CDs werden vom VA nicht angenommen; sondern nur
Befunde!

Mal sehen was diesmal herauskommt. Hatte das letzemal keinen
Nerv auf einen Einspruch (Jan. 2015).

LG Bernd



Hallo Bernd, wünsche dir viel Erfolg. Zum Zeitpunkt meines Widerspruchs lagen dem VA alle aktuellen Befunde vor. Inzwischen habe ich einen Termin beim Gutachter, wegen meiner Klage, der bekommt die inzwischen angefallenen Befunde zu sehen. Er hat eine 5-Sterne-Bewertung bei Sanego. Bin gespannt. Er ist Gefäßchirurg und sollte sich mit meinem Hauptproblem, der Aortendissektion, auskennen. Die RZA ist Gott sei Dank in Remission.



Danke slenny.



Hallo,

heute den Bescheid vom VA bekommen. Man hat jetzt den Wegener mit Niereninsuffizienz in eine Nierenfunktionseinschränkung geändert und 2 Neue ergänzt (Lungenfunktionseinschränkung und Funktionsstörung beider Kniegelenke).
Die Aufteilung auf die einzelnen Beeinträchtigungen, wurde erstmal nicht mitgeteilt.
Der Gesamt GdB nun auf 80 (von 70) erhöht; Merkzeichen G abgelehnt.
Werde erst mal abwarten wie der Rehabericht von Bad-Aibling aussieht und dann entscheiden, ob ich Einspruch einlege bzgl. dem Merkzeichen G.

Diesmal hatte ich gar nichts an das VA geschrieben und nur Arztberichte mitgegeben.

LG Bernd



Hi Bernd,
wenn in den Arztberichten nicht ausdrücklich auf die erschwerte Gehfähigkeit hingewiesen ist, hast Du wohl schlechte Chancen für das G. Ich vermute, dass Ärzte eher auf die Organbefunde eingegangen sind und nicht darauf, was sich daraus für Dich beim Gehen ergibt. Bei mir war es die Ataxie bei PNP, die zum G geführt hat. Wenn ich mit den Gehhilfen laufe (was bei Dir der Rollator ist), halten mich die in der Spur, sonst... Es geht um rd. 2 km in ca. 30 Minuten -ob Dein Rollator das schafft?:-) Sprich doch nochmal mit Deinen Ärzten, insbesondere dem Neurologen, ob er einen ergänzenden Bericht hierzu schreibt.
Dass sie Dir den Wegener sozusagen gestrichen und es in Brustkorb/Atemwege und Harnorgane unterteilt haben, finde ich merkwürdig. Als existiere die Vaskulitis nicht, wobei ich davon ausgehe, dass Lunge und Niere wegen Wegener angegriffen sind. Unterm Strich kann aber alles hinkommen.
LG Ingeborg



noch zu den Voraussetzungen zum Merkzeichen G:
Entscheidend ist die Einschränkung des Gehvermögens. Dementsprechend ist eine erhebliche Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit vor allem bei Herzschäden mit Beeinträchtigung der Herzleistung wenigstens nach Gruppe 3 und bei Atembehinderungen mit dauernder Einschränkung der Lungenfunktion wenigstens mittleren Grades anzunehmen. Auch bei anderen inneren Leiden mit einer schweren Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit, z. B. chronische Niereninsuffizienz mit ausgeprägter Anämie, sind die Voraussetzungen als erfüllt anzusehen.
http://versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/MERKZEICHEN%20%20Versorgungsmedizinische%20Grunds%C3%A4tze.html



Moin Bernd,
das Kennzeichen G gibt es meines Erachtens wenn man eine Strecke von 2 Km nicht mehr in normalem Tempo hinbekommt.
Ich habe auf meine Angaben dazu das Kennzeichen zu meinen 60% dazubekommen.
LG
Ralf

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