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Thema: MW (GPA) Dermatologe-Fingernägel


Neues Thema = Neuer Thread

Seit dem Rezidiv Feb. 2015 haben sich einige neue Veränderungen (körperlich) ergeben.
Deren Ursprung auf die Kortison-Stosstherapien,div. Tabletten und Rituximab-Infusionen zurückzuführen sind.

Dies Betrifft erst einmal hauptsächlich die Fingernägel, welche Anfangs immer weicher (biegsamer) und brüchiger wurden. Dadurch rissen die Nägel oft und schneller an den Kanten ein.
Abhilfe, immer ein Nagelknipser dabei und nachschneiden.

Das sich die Oberflächen zwischendurch veränderten; z.B. Rillen und Dellen (in der Mitte eines Fingernagels) fand ich Anfangs nicht besonders dramatisch.

Jedoch mittlerweile fangen einige Fingernägel an, sich an den Seiten nach unten zu wölben. Mit einem weiteren Effekt, der
nicht sehr angenehm ist, denn bei 2 Nägeln spaltet sich an einer Seite der Nagel komplett bis zum Finger-Nagelende.

Was Tun ?!?
Nahrungsergänzungsmittel Eisen,Calzium etc....
Fingerplege, mit Nagellack (Bio. oder...) den Fingernagel zusammenzuhalten.....etc....


Erst mal schauen, welcher Facharzt ist zuständig.


Dermatologe-OK . Termin vereinbaren!


Der Dermatologe hat sich die Nägel angesehen und ist der Meinung, das Nahrungsergänzungsmittel nicht weiterhelfen würden, da die Veränderungen von den Medikamenten und vor allem dem Rituximab kommen.
Mit Nagellack empfielt er nicht, da die Nägel darunter
mehr austrocknen würden und somit der Effekt noch schlechter werde.
Jedoch könnte ich es ausprobieren und müßte dann nach ca. 8 Monaten schauen, ob es gut oder schlechter ist.
Am Besten soll es sein, die Nägel feucht zu halten (abends mit Liquid- oder Penatencreme) auch gut in den Nagelrändern einzucremen.

Am Ende hat er mir 2 Proben Medizinische Hautpflege (incl. Flyer) Dermasence-Creme Extra Liquidcreme mit Nachtkerzenöl und Panthenol mitgegeben (50 ml - Preis 18,90 Euro).


Meine weitere Vorgehensweise:
Beim nächsten UNI-Termin im Oktober, dieses Problem ansprechen und neue Termine bei anderen Dermatologen nehmen.

Fachlich qualifizierte Informationen oder Empfehlungen zu diesem Thema (Thread) sind erwünscht!

LG Bernd



Dermatologe Nr. 2 :
Empfiehlt erstmal 1 Tablette Biotin Beta 5 (Vitamin B7 / H) täglich und Excipial Protect Creme.

Woher die Dellen und die seitlichen Wölbungen nach unten kommen
kann Sie nicht sagen (keine Rituxi-Mab Erfahrungen).

Es bleibt wohl bei meiner Vermutung, das das Rituximab die
Ursache ist.

Einen Dermatologen zu finden, der sich mit MW (GPA) und Rituximab
in dieser Kombination (Fingernägel) auskennt ist wohl sehr schwierig.

Mal sehen ob es irgend wann mal mehr Infos hierzu gibt.


LG Bernd



Hallo Bernd,
hab mal unter Nagelverformungen gegoogelt. Ursachen können sehr vielfältig sein, von Bakterien, Pilzen, Eisenmangel bis Herz-, Lungenerkrankungen und weiteren. Beispielhaft schau mal hier:
www.manikuere-tipps.de/nagelpflege/nagel-hygiene/nagel-verformungen
Demnach reicht nicht ein Hautarzt. Es müßten wohl weitere Untersuchungen auf verschiedenen Gebieten stattfinden.
Viel Erfolg und gute Besserung.
Ingeborg



Hallo Bernd,
wollte nur noch anfügen, dass ich trotz Rituximab keine Nagelprobleme habe. Lt. Beipackzettel ist dies bei Therapie gegen GPA auch nicht aufgeführt. Natürlich können auch mal neue Nebenwirkungen auftreten, vielleicht ist es bei Dir aber auch eine Folge des geschwächten Immunsystems und somit die von Ingeborg schon genannten Bakterien und Pilze. Hängt vielleicht von der Rituximabgabe ab, solltest Du noch viel Kortison erhalten, wird das Immunsystem nochmal geschwächt.
Die Längsrillen habe ich auch; sie können auch vom Alter abhängen. Ich hoffe, Du sagst jetzt nicht, dass Du 18 bist.
LG
Hope



Google, der Freund und Helfer
http://www.niels-stensen-kliniken.de/fileadmin/user_upload/Franziskus-Hospital_Harderberg/03-Medizin/Zentren_uebergreifende_Einrichtungen/Brustzentrum/Dokumente/BRS_Chemo-Nebenwirkungen_V3.pdf

Nagelveränderungen
Durch eine Chemotherapie können die Nägel rissig und brüchig werden, Streifen und Furchen bekommen.
• Reiben Sie Ihre Nägel regelmäßig mit einer fettreichen Creme ein
• Evtl. können Sie schützenden Nagellack auftragen
• Nehmen Sie ggf. kosmetische Hilfe in Anspruch
• rissige/s Finger/Nagelbett mit fetthaltiger Creme einreiben (evtl. über Nacht eincremen und Baumwollhandschuhe überziehen)



Ja, solche Seiten habe ich auch gesehen und auch, dass Rituximab solche Probleme bereiten kann; doch alles im Rahmen einer Tumortherapie und dort werden alle Medikamente in höherer Dosis eingesetzt. Vielleicht melden sich hier noch Andere zu ihren Rituximab-Erfahrungen. Im Idealfall helfen jetzt
bereits die Salben. Ansonsten war ich bei der Recherche i.R. von Rituximab auch noch über Schilddrüsenprobleme gestolpert. Insgesamt gibt es also, falls die Salben nicht ausreichen, noch viele Verdächtige.
Viel Erfolg
Hope


Zuletzt bearbeitet: 31.10.16 23:31 von Hope


@ Alle
Danke für die Infos und Anregungen.
Da diese Veränderungen der Fingernägel erst nach dem Schub 2014/2015 aufgetreten sind, lässt sich der Kreis der Verursacher einschränken.
Rituximab,Lunge/Niere oder Medikamente....

Aber auch hier dürfte es sehr schwierig sein, die Ursache zu finden. Deshalb bleibt im Augenblick erstmal nur Schadensbegrenzung mittels Vitamin B7 und entsprechendem regelmässigem cremen.

Wenn es was Neues hierzu gibt, melde ich mich wieder mit dem Thread.

LG Bernd



Guten Morgen Bernd,

ich habe schon ewig lange (auch wor GPA) Querrillen in den Fingernägeln (aber nur Daumen ..) Hat mich nie gestört, ist aber auch nur ein optischer Mangel. Hab aber mal irgendwann nach der Ursache geforscht: Kann in meinem FAll von Fieberschüben kommen und eine bleibende Reaktion des Körpers sein.

VG
unisono



Hallo,

nachdem ich seit 2 Monaten täglich 5mg Biotin Beta 5 (Vitamin B7) zusätzlich zu meinen Medikamenten nehme, sind die Fingernägel
nicht mehr so brüchig und reissen somit nicht so schnell ein.

Mal sehen, ob ich bei der täglichen Dosis nach insgesamt 3 Monaten bleibe oder auf alle 2 Tage reduziere.

Bin auf alle Fälle mit dem Ergebnis vom Vitamin B7 erstmal zufrieden!!!

Weitere Updates folgen später.

LG Bernd


Zuletzt bearbeitet: 13.01.17 16:42 von bernddmc


danke Bernd für die Mitteilung. So können wir von einander lernen.
Alles Gute.
Ingeborg



Haare und Fingernägel können sicher durch die immunsupprimierenden Medikamente in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine weitere Ursache könnte auch die Einnahme von Antibiotika sein, hast Du das vielleicht in den letzten Monaten genommen?



Hallo Tapa,
Antibiotka (Cotrim 3x Woche) gehört bei mir auch zur Erhaltungstherapie. Die Antibiotika ist es meiner Meinung nach eher nicht.
Vermute das Rituximab als Verursacher.
Mal sehen in wie weit eine dauerhafte Schadenbegrenzung möglich ist (Vitamin B7 + cremen).

LG Bernd



@Info

Der Dermatoge aus der Reha in Bad Aibling und aus Freiburg (Prof) sehen eine Möglichkeit der Ursachen in einer verminderten Sauerstoffzufuhr für die Dellen; bzw. kleine Entzündungen unter dem Fingernagel. Diese sind aber nicht so schlimm und könnten auch wieder verschwinden.
Beim dem seitlichen Abwölben der Fingernägel, konnten beide auch nichts genaues sagen und hatten so etwas bisher noch nicht gesehen.

Solange keine gesicherte Diagnose hierfür gibt; bleibt erstmal das Rituximab als möglicher Hauptverdächtiger.

LG Bernd


Zuletzt bearbeitet: 26.03.17 19:09 von bernddmc
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