Forum www.Vaskulitis.org

Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Cortison und trotzdem Fragen


Hallo
Also ich bekomme nun meine xxxxx Cortison Therapie aber diesmal wohl als Stoss therapie also ich nahm jetzt 80 mg für 3 Tg und gehe in diesem Rhythmus 20 mg bis zu meiner jetzigen Dosis von 5 mg. Kennt das jemand so rapide. ?
Dann bin ich gestern aufgewacht und hätte eigentlich auf Arbeit gemusst mein Gesicht war geschwollen und feuerrot. Uund es brannte . Ich bin dann gleich zum HÄ die mich erstmal krank geschrieben. Kühlung brachte nix zum Glück war abends der Spuk vorbei.
Und ganz ehrlich will ich diesmal auch nicht mehr sooo viel zu nehmen . Deswegen auch Tips. Mir knurrt nur noch der Magen. Ich trinke schon viel viel Wasser..

Und dann noch was gibt es Fälle wo unter dem Aza der Wert nicht im therapeutischen Bereich geht also die Leukos. Wenn dem nicht so ist soll ich nämlich doch nochmals Endoxan nehmen . Eigentlich dürfte ich als alter Hase doch gar nicht so viele Fragen haben? Aber im Moment ist es so das bei mir alle Ärzte was anders sagen ....
Danke Ihr lieben Fories. Und sicherlich auch von Ingeborg. ..meine liebe geschätzte.


Eure Krebsartige Simone



Hallo liebe Simone,
dass verschiedene Ärzte Verschiedenes sagen, daran muß man sich gewissermaßen gewöhnen. Denn die Medizin in nicht so exakt, als dass man für alle und alles das Gleiche nennen könnte. Eine gewisse Spanne wird es immer geben. Dabei kommt das bekannte und berühmte Vertrauen ins Spiel: dass man eben einem Arzt vertraut, der einem plausibel macht, warum es nun so und nicht so sein soll, der den Patienten kennt und der mit diesem Wissen auf die unterschiedlichen Situationen flexibel reagiert.

Mit der Cortison-Stoßtherapie kenne ich ein wenig anders. Z.B. anfangen mit 80 mg für 3-4 Tage, dann auf 40 mg für 3-4 Tage, dann auf 30 usw. Es kann also durchaus schnell gehen. Eine Stoßtherapie macht übrigens keine bleibenden NW; sie ist einfach zu schnell, um sich lange im Körper aufzuhalten. Gleichmäßiges und regelmäßiges Essen ist bestimmt besser, als mal viel und mal wenig.

Was Du mit therapeutischem Bereich der Leukos bei Aza meinst, weiß ich nicht. Die immunsuppressive Wirkung zeigt sich meist an erniedrigten Leukos. Bei mir ist dies allerdings nicht immer der Fall.
Ich wünsche Dir alles Gute, meine tapfere Kämpferin.
Ingeborg



Und übrigens:
auch alte Hasen sind alles mal leid und wissen nicht, ob sie sich jetzt für dieses oder gegen jenes der Möglichkeiten entscheiden sollen. Ärzte können tatsächlich dabei verwirren. Das ist sicher zum Teil auch der grundlegenden Unkenntnis über Seltene Erkrankungen und über das Immunsystem geschuldet.



Oh meine liebe Ingeborg. Wie schön das es dich gibt💚ja das stimmt mit dem Vertrauen aber es war auch ein bissle mehr Verstand nötig gewesen. Zwei Ärzte meinten ok hat ja Zeit bis 28.04. HÄ meinte kommt nicht in Frage wir hauen nun Cortison rein um halt einen sicher drohenden Anfall zu verhindern. Die StoßTherapie glaube ich auch das dies etwas schonendes ist als immer auf Dauer. Auch meinen Augen zu liebe. Leider erhöhten AugenDruck . Ja genau es muss wohl diese Leukos niedriger werden bzgl Wirksamkeit des Aza . So kann man wohl nur davon ausgehen das es bei mir auch hilft (...denn leider kann man ja einen Schub nicht so vorher sehen). Na keine Ahnung am 28.04.weiss ich mehr. Mit Dr Schmitt habe Ich auch lange telefoniert. War sehr unbefriedigend für mich und hinterließ kein gutes Gefühl. Na Schade..aber ist nun mal so.



Ich hab auch mal noch eine kleine kurze Frage. Ich bekomme immer wenn ich cortison nehme und das ist egal wieviel, immer Schmerzen in den Beinen, bzw in den Gelenken. Aber das fühlt sich eher an wie Muskel oder Nervenschmerzen, so als ob man den ganzen Tag auf den Beinen war und nur gestanden ist. Kennt das jemand?



hi Marytrei,
so ähnlich hab ich es auch schon empfunden. Am Beginn der Erkrankung mit hochdosiertem Corti hatte ich das Empfinden von geschwollenen Fußsohlen, pelzigem Gefühl dort und lang andauernden Muskelkrämpfen und hielt das alles für eine NW des Corti. Später, als die Neuropathie feststand, hatte ich bei einer Erhöhung von Corti immer wieder Mißempfindungen und Schwere in den Beinen. Der Arzt verneinte einen Zusammenhang mit Corti. Insgeheim werde ich das Gefühl eines Zusammenhangs aber nicht los. Ich müßte das Corti weit reduzieren,um das auszuprobieren, trau mich das aber nicht. So nehm ich das Ganze seit Jahren als Polyneuropathie hin. Stehen vielleicht solche NW im Beipackzettel?

@Simone,
normalerweise lernt man seinen Körper im Laufe der Zeit kennen und weiß bzw. ahnt zumindest, ob man einen Arzt aufsuchen muß und was zu tun ist. Da mir mein Arzt auch keine Stütze ist, mach ich die Corti-Medikation meist selbst. Was anderes hat mir noch nicht geholfen.
Ich wünsche Dir von Herzen eine ruhige Zeit.
LG Ingeborg

Zurück zur Übersicht


Dieses Forum ist ein Bestandteil von www.vaskulitis.org