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Thema: Kontastmittel für MRT


habe es heute gelesen und möchte es hier einstellen
Quelle -Medscape es ist nur ein Auszug
http://deutsch.medscape.com/artikelansicht/4905824

Risiko fürs Gehirn? Die EMA empfiehlt, die Zulassung von 4 Gadolinium-Kontrastmitteln auszusetzen – Prüfung von Valproat
Nadine Eckert
Interessenkonflikte | 13. März 2017

Der Risikobewertungsausschuss der EMA – das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) – empfiehlt, die Marktzulassung für 4 lineare gadoliniumhaltige Kontrastmittel auszusetzen. Der Grund für diese Entscheidung: Es gibt „überzeugende Evidenz“, dass sich kleine Mengen Gadolinium im Gehirn ablagern und diese auch viele Monate nach der letzten Injektion eines gadoliniumhaltigen Kontrastmittels noch nachweisbar sind. Dass diese Ablagerungen Schäden verursachen, wurde bislang nicht gezeigt, aber der Ausschuss will in diesem Fall „vorsichtig vorgehen“.

Es handelt sich um Gadobensäure, Gadodiamid, Gadopentetat und Gadoversetamid, die bei Magnetresonanztomographien eingesetzt werden.

Keine Erkrankungen bekannt, aber es fehlen Langzeitdaten

Es gibt keine Hinweise auf Symptome oder Erkrankungen, die mit Gadolinium im Gehirn im Zusammenhang stehen. Doch der Ausschuss habe sich in dieser Angelegenheit für ein vorsichtiges Vorgehen entschieden, da nur begrenzt Daten zu den Langzeiteffekten auf das Gehirn zur Verfügung stünden, heißt es im Bericht zum März-Meeting des PRAC.

In anderen Organen und Geweben sind Gadoliniumablagerungen mit seltenen Nebenwirkungen wie Haut-Plaques und nephrogene systemische Fibrose in Zusammenhang gebracht worden. Außerdem haben nicht-klinische Laborstudien gezeigt, dass Gadolinium schädlich auf Gewebe wirken kann.

Makrozyklische Kontrastmittel weiter auf dem Markt

Die 4 Substanzen, für die der PRAC eine Zulassungsaussetzung empfiehlt, sind lineare Kontrastmittel. Sie haben eine Struktur, die Gadolinium besonders leicht abgibt, so dass es sich in Körpergeweben ablagern kann.

Makrozyklische Kontrastmittel dagegen sind nicht von der Empfehlung des PRAC betroffen. Sie sind stabiler und neigen weniger dazu, Gadolinium abzugeben. Dennoch empfiehlt der Ausschuss, makrozyklische Kontrastmittel in der geringstmöglichen Dosis einzusetzen, in der das MRT-Bild noch ausreichend für eine Diagnose verstärkt wird – und nur wenn Scans ohne Kontrastmittelverstärkung nicht geeignet sind.

es sollte jeder auch über Nutzen und Risiko nachdenken .



Wegen der Nierenschädigung durch den Wegener achte ich immer darauf, kein Kontrastmittel zu verwenden.
LG
Ralf



Vielen Dank, kletterrose, sehr interessant. Der medizinische Bereich ist eben ein Versuchslabor. Auf der andern Seite: sind wir nicht auch froh, dass er manchmal richtig liegt und weiterhilft? (-bis zum nächsten Schwenk).
Allen noch einen schönen Abend.



Hallo Kletterrose,

gilt das nur für Kontrastmittel beim MRT?

LG Wolke



Hallo Wolke

diese Meldung gilt jetzt für Gadolinium ,der Einsatz ist beim MRT, Für die anderen Kontrastmittel in der Radiologie habe ich nicht geschaut , gibt ja ganz unterschiedliche ,und kommt ja auch auf die Untersuchung an.

Fürs MRT sollte vorab ja immer die Nierenfunktion geprüft werden . Bei nur einem oder 2 MRT's muss man sich nun bestimmt nicht solch Sorgen machen , aber wenn zB das Hirn immer in kleinen Abständen kontrolliert werden soll , dann sollte man doch nachdenken und die Ablagerungen vielleicht hinterfragen.
Muss ber sich jeder selbst schlau machen

Liebe Grüße

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