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Thema: Leflunomid - Nebenwirkung ?


Hallo zusammen,

seit ungefähr 2 Jahren nehme ich Leflunomid 20 mg. Jetzt habe ich plötzlich fast immer ein Kribbeln,Stechen wie von ganz winzigen Nadeln und Juckreiz am ganzen Körper besonders aber an Armen und Beinen. Dies wird immer öfter ziemlich schmerzhaft, teilweise wache ich in der Nacht davon auf.
Könnten diese Nebenwirkungen vom Leflunomid sein, hat hier jemand Erfahrung damit? Was macht ihr dagegen?
Es wäre ja beileibe nicht die einzige Nebenwirkung , mir ist auch den ganzen Tag übel, außer beim Essen. Dies ist insofern ein Problem, weil ich mit Übergewicht kämpfe und unbedingt etwas abnehmen sollte.

Ich wäre euch sehr dankbar über Tips.

Danke und einen schönen Abend
Ursula



Hallo Ursula,
ich hatte auch Leflunomid und bei mir wurde es u.a. abgesetzt, weil es die Polyneuropathie verschlechtert hat. Deshalb empfehle ich Dir dringend, mit Deinem Arzt zu sprechen !
Und: Herzlich Willkommen!
LG
Hope



Hallo Ursula,
ich kann Hope nur beipflichten. Siet 9 Jahren nehme ich dieses Medikament und vertrage es eigentlich gut. Bekannte NW von Arava sind Durchfall und Erhöhung des Blutdrucks, auch Übelkeit und Erbrechen u.a. Bekannt ist aber auch, dass es eine periphere Neuropathie verursacht, die nun wirklich niemand haben will und oft zum Abbruch von Arava führt. Das Kribbeln und Stechen bei Dir können erste Anzeichen davon sein. Oft kann man dies am Beginn noch nicht messen.
Was den Juckreiz an der Haut angeht, heißt es unter: https://medikamio.com/de-ch/medikamente/arava/pil > mögliche Nebenwirkungen: ."..ernsthafte allergische Reaktionen sind sehr selten. Die Symptome von schweren allergischen Reaktionen ...sind u.a. Schwäche, Blutdruckabfall, nekrosierende Vaskulitis und erschwerte Atmung. Solche Reaktionen erfordern sofortige medizinische Hilfe."
Es scheint auch mir notwendig, Dich mit Deinen Beschwerden an den Arzt zu wenden, besonders wegen der Parästhesien. (s. hierzu: https://de.wikipedia.org/wiki/Par%C3%A4sthesie). Es gibt auch andere Medikamente. Nicht alle passen für jeden.
Alles Gute
Ingeborg



Liebe/r Hope, liebe Ingeborg,

vielen Dank für eure Antworten, ja das wollte ich sowieso bei menem Arzt ansprechen, nur habe ich den Termin dort erst im Oktober. Vielen Dank und Grüße
Ursula



Moin,

@Ingeborg, sag mal wieviel mg Arava nimmst du? Ich hatte es ja auch 5 Jahre genommen. Täglich 30 mg, 20 würden beim Wegener angeblich nichts bringen. Nimmst du auch die 30?

Lg jens



Guten Morgen Jens,
in der Regel nehme ich 20 mg. Habe aber auch eine Zeit lang 10 mg genommen wegen des Blutdrucks. Es brachte nichts. Bei Schüben habe ich für einige Monate 30 mg genommen, aber immer ohne einen Erfolg. Es gab auch eine Zeit, wo ich 10 und 20 mg im Wechsel nahm. 2 Jahre später hatte ich dann einen Schub, auf den Endoxan -ebenfalls ohne Erfolg- folgte. Danach nahm ich 4 Monate auch kein Arava mehr, der Schub verflüchtigte sich.
Ich habe für mich jetzt den Schluß gezogen, dass sich überhaupt nichts tut, ob ich Arava nun erhöhe oder senke. Ich habe aber in den letzten 6 Jahren selten schwere Schübe gehabt. Ob es doch an Arava liegt, kann ich nicht sagen. Es befördert jedoch wahrscheinlich meine üble Polyneuropathie.

Man kann auch 30 mg geben, wie ich las. Es kann ja sein, dass Du diese Dosierung brauchst.
LG Ingeborg



Hallo nochmal,

@Ingeborg, danke für deine schnelle Antwort. Es war reine Neugierde von mir ob du die 30 mg nimmst. Meine bisherigen Ärzte waren sich soooo sicher das weniger als 30mg nicht bringen beim Wegener.
Nun nehme ich ja MTX und schon wieder bin ich bei 30mg. Bis 25 hatte ich überhaupt keine Wirkung. Jetzt bei 30 hat sich wiedererwartend doch bissel was getan. Zumindest sieht es momentan so aus. Ich scheine wohl auf die Zahl 30 zu stehen.......
Wünsche ein schönes WE.

Lg jens


Zuletzt bearbeitet: 25.08.17 10:57 von jens


Guten Morgen Ursula,
wenn der Termin erst im Oktober ist, würde ich mir an Deiner Stelledie Fachinformation durchlesen und damit den HA aufsuchen. Der kann Dir eine Überweisung für den Neurologen geben zwecks Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bei V.a. Neuropathie. Selbst wenn noch nichts meßbar ist, ist Vorsicht geboten, weil so etwas sehr hartnäckig ist.
Wegen der Parästhesien werde ich besonders hellhörig, weil bei mir wegen der Polyneuropathie nicht mehr viel "läuft" mit brennenden Schmerzen und Gangstörung, weswegen ich Gehhilfen benötige.
Es gibt auch eine Dissertation, die die Ursache von Arava bei Polyneuropathie beschreibt. Kann den Link gerade nicht finden.
LG Ingeborg



www.diss.fu-berlin.de/diss/servlets/MCRFileNodeServlet/FUDISS...

Dissertation zu Leflunomid und Polyneuropathie

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