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Thema: Magengeschwür


Hallo zusammen,

nun habe ich in Folge meiner Medikamente, wie viele von Euch wie ich aus der Suchfunktion weiß, mehrere Magengeschwüre. Ich habe seit 4 Jahren RZA und von Anfang an Pantoprazol genommen. Mit dem Cortison bin ich auf 5 mg runter, viel mehr wird auch nicht gehen denke ich. Die Empfehlung des Arztes der die Spiegelung gemacht hat ,ist Pantoprazol zu verdoppeln. Mit meinem HA habe ich drüber gesprochen das ich da nicht viel Sinn drin sehe, denn nehme ich irgendwann wieder die Hälfte kommen die Geschwüre doch wieder. Er hat mir nicht widersprochen,aber gesagt es gibt nichts anderes. Wir haben uns drauf geeinigt morgens Pantoprazol und abends Rinitidin(?). Bekommt jemand was anderes von Euch? Gibt es natürliche Behandlungsmöglichkeiten? Hat jemand Erfahrung damit das die Geschwüre wieder kommen?

Allen ein schönes Wochenende
maxima



Hallo Maxima,
was mich angeht: ich habe vor 12 Jahren mit Omep begonnen und später jahrelang Pantoprazol genommen. Darunter bekam ich eine Gastritis und eine Entzündung der Speiseröhre. Beides Sachen, gegen die man eben ...Pantropazol nimmt. Man weiß ja, dass die Dauereinnahme zu einer Zunahme der Säureproduktion und damit halt auch, wenn man sich nicht davon trennt, zu einer Abhägigkeit führt. Das freut den Hersteller. Ich habe inzwischen Pantropazol ausgeschlichen und fühle mich nicht besser oder schlechter als früher. Dafür hab ich ein Risiko für Osteoporose weniger.

Vielleicht ist aber der Helicobacter pylori für das Geschwür schuld, und es gibt eine andere Behandlungsmöglichkeit?
Wäre ich an Deiner Stelle, würde ich es sonst vermutlich noch 2-3 Wochen P. doppelt nehmen; das macht´s dann auch nicht mehr.
Danach würde ich es ausschleichen (zunächst die Hälfte, dann nur jeden 2. Tag, dann jeden 3. Tag usw.) und anschließend nach anderen Möglichkeiten schauen.

Denn dass es nichts anderes gibt, stimmt so auch nicht. Ganz natürlich sind der bekannte Haferbrei, der besser ist als sein Ruf und Heilerde (Kapseln gibt es in der Apotheke), und durch sog. Schonkost kann man -und hat man früher- so ein Magengeschwür in den Griff bekommen. Das dauert vielleicht länger als die heute doch effektiveren Medis, ist aber auf jeden Fall nebenwirkungsfrei. Oder z.B. Gaviscon oder Ratinidin, von denen ich weiß, dass es manche nehmen.
Es gibt noch Magen-Gels, die die Magenwand auskleiden und so den Angriff durch die Säure verhindern. Nach Auskunft meiner Apotheke heute nehmen diese jedoch auch manches von der Wirkung der Medis.

Hier sind einige Diskussionen zu "Magenschutz" gelaufen. Schau mal über die SuFu.
Gute Besserung.
Ingeborg



Noch ein Link zu PPI, bei Interesse:
http://www.sodbrennen-welt.de/news/200905-PPI--Millionenfach-eingenommene-Saeureblocker-machen-abhaengig.htm



Hallo Ingeborg,

vielen Dank für Deine Antwort. Heliokobakter ist untersucht und ausgeschlossen. Was ich nicht verstehe , es ist soviel negatives erkannt vom Pantoprazol aber es wird wie verrückt verordnet.Zu dem Ratinidin habe ich in der Suchfunktion nur Deine Antwort gefunden. Wer hat Erfahrung damit? Hat jemand der seine Magengeschwüre mit 2 mal 40 mg Pantoprazol weg bekommen und blieben sie auch weg?
Ich werde jetzt mal morgnes Pantoprazol und abend Ratinidin versuchen. Am 9.11 habe ich Termin bei der Rheumatologin.
Wenn die Geschwüre weg sein sollten werde ich deine Idee, Ingeborg aufgreifen und alles ausschleichen. Evt. mit Heilerdekapseln weiter machen

LB Gruß
maxima



Hallo Maxima,

mein Auslöser war der Helicobacter Pylori,ich bekam zwei Sorten Antibiotika über langen Zeitraum und Pantroprazol, denn der Helicobacter hielt sich hartnäckig.Ranitidin ist schwach.
Mir wurde eine gesunde Lebensweise empfohlen : möglichst keinen Streß und keine scharfen Speisen.
Der Keim ist weg und das Geschwür auch. Die ganzen Magenschonmittel helfen bei Magengeschwüren nicht. Versuch es mal mit Bentomed.
Gute Besserung !
LG Xanny



Meine Einstellung zu Pantoprazol, bzw. PPI Medikamenten, geht rauf und runter.

Ich nehme sie hin und wieder seit 2010. Damals wurde eine Gastritis gefunden, die auf das damals noch hochdosierte Cortison geschoben wurde. Das haben aber mittlerweile alle Gastrologen verneint. Die letzte Meinung war, dass Cortison - ganz im Gegenteil - bei Magengeschwüren helfen kann. Aber das nur nebenbei.

Es ist inzwischen unumstritten, dass PPIs übermäßig verschrieben werden. Es gibt auch schon erste Forschungsergebnisse (Langzeitstudien), die darauf hinweisen, dass PPIs das Darmmikrobiom schwächen können. Aber: Darm ist nicht Magen.

Unbestritten ist, dass ein PPI wie Pantoprazol die Produktion von Magensäure beeinflusst. Und als Akutmedikation, wenn zuviel Magensäure ensteht, die dann ein Geschwür verursacht oder verursachen kann, ist es immer noch die erste Wahl. Akutmedikation bedeutet ja auch, nur solange die Symptome anhalten, das Geschwüre abgeheilt ist usw.

In meinem Fall nehme ich es nach Rückspeache mit dem Arzt nur, wenn der Magen so mies beeinader ist, dass ich mit Haferschleim nicht mehr nachkomme. Dann nur für max. sieben Tage mit Ausschleichen.


Zuletzt bearbeitet: 29.10.17 14:44 von dsabine


Hallo xanny,d sabine

der Heliokobakter ist es bei mir nicht , ich esse gesund koche jeden Tag, viel,frisches Gemüse und scharf würzen tue ich auch nicht.Trotzdem!!!!!
Was mir zu denken gibt, das wir Alle die ohnehin schon gebeutelt sind mit Autoimmunerkrankungen, viel mit Magengeschwüren zu kämpfen haben und alle mit Pantoprazol trotz bekannter Nebenwirkungen behandelt werden. Es wirkt gut ,schnell und ist in der Anwendung nicht kompliziert. Für die Ärzte eine schnelle Sache.Gäbe es nicht alternative Methoden die man von Anfang an mit in unser Medi Programm aufnehmen könnte? Für alles gibt es Studien, die ja auch die Probleme belegen, warum nicht mal eine Broschüre die alternativ Methoden aufzeigen. Wir müßen dazu lernen ,aber die Ärzte auch.

LB Gruß maxima



Ich fürchte stark, dass in diesem System, in dem die Schulmedizin dominiert, alternative Methoden keinen Platz finden bzw. haben. Zu sagen, ich möchte lieber Nebenwirkungsfreies, würde wohl nur zu einem müden Lächeln führen. Heißt es doch bei der Schulmedizin: jede Wirkung bringt auch Nebenwirkungen.

Da wird von den Pharmaunternehmen produziert, wo sich ein Markt ergibt. Und von den Ärzten verschrieben, dann nicht mehr nachgefragt, weil´s keine Zeit und Reflexion erfordert und weil sie nach meinem Verständnis sich mit all dem "Gift" selbst nicht mehr auskennen. Früher rezeptierten sie selbst, das geht schon lang nicht mehr, heutzutage erst recht nicht. Darüber ist das System zu einer Hybris geworden.
Also wir müssen wohl oder übel selbst mitdenken. Einen Heilpraktiker nebenher aufsuchen? Wenn, solange es noch geht,
s. unter: http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/heilpraktiker-den-gegenwaertigen-irrsinn-nicht-laenger-hinnehmen-a-1163792.html

Aber, seien wir ehrlich: es ist nicht alles nur Schrott, wie es erscheint. Seien wir froh wegen mancher Medis, die uns ein einigermaßen Leben ermöglichen, wenn es auch nicht immer leicht ist -denn etwas anderes, eine Sichtweise auf die Natur, ist nicht in Sicht. Ich z.B. würde wohl mit meinem Wegener ohne Cortison seit 12 Jahren nicht mehr leben. Dafür nehme ich -noch- Bluthochdruck, Diabetes und Osteoporose in Kauf, wenn auch ungern. Das Geschöpf Mensch ist eben anfällig für Krankheiten.
Allen einen angenehmen Abend.
Ingeborg



Pantoprazol gehört meiner Meinung nach zu den Medikamenten, die einfach routinemäßig "mitverordnet" werden, da gibts auch bei den Ärzten viel Gewohnheit. Mir wurde das damals einfach dazuverordnet, als ich begann Prednisolon zu nehmen. Ein paar Tage habe ich es genommen, da ging mir so schlecht, da war mir alles egal, aber dann habe ich es direkt abgesetzt und schwöre seitdem darauf, dass ich meine Tabletten morgens wirklich mit einem ganzen Glas Wasser nehmen. Falls der Magen doch mal rumzickt, dann Haferbrei, Banane und Co.

Auch andere Medis werden einfach "dazuverordnet", so sollte ich bspw. nach den Geburten meiner Kinder Abführmittel nahmen, obwohl ich gar keine Verdauungsbeschwerden hatte, habe ich auch verweigert. Also im Zweifelsfall immer wieder nachfragen, ob auch wirklich jedes einzelne Medikament tatsächlich sinnvoll ist. Außerdem erhöht Pantoprazol geringfügig das Risiko einer Leber- oder Nierenschädigung und das Osteoporoserisiko. Also wenn möglich besser ohne.



Meine Magengeschwüre setzen mir doch zu, also werde ich jetzt erstmal Pantoprazol doppelt nehmen bis die Geschwüre weg sind und dann versuchen ohne Pantoprazol auskommen. Gute Ideen von euch sind ein ganzes Glas Wasser, Haferbrei und Banane. Eventuell Rinitidin wenn es nicht anders geht. Ich habe mal geschaut ob und wie eine Schonkost was bringt. Das ist wohl eine alte Idee die man heute nicht mehr favorisiert. Im Gegenteil die Empfehlung ging sogar Richtung Chili wegen dem Capsanthin. Das würde meine letzte Maßnahme sein :-)))



Mir hat man seinerzeit zu einer Ernährung reich an natürlichen Polyphenolen geraten. Die findest du in hohen Mengen u.a. in Äpfeln (ungeschält), Heidelbeeren und Olivenöl.
Ich esse oft einen ganzen geriebenen Apfel im Haferschleim.

Dazu gibt es einige wiss. Studien, z.B. die hier (engl.):
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4458761/



Maxima, nimm Dir Zeit beim Rausschleichen. Es ist wie mit dem Corti: kann Wochen-Monate dauern, bis sich der Körper, der Magen an die reduzierte bzw. fehlende Zufuhr gewöhnt.
In Streßzeiten z.B. greife ich schon mal nach 20mg Pantropazol für einen Tag. Dann reicht mir schon eine Tabl. -und das für mehrere Monate.



Und jetzt auch das noch:

"PPI: Langzeiteinnahme verdoppelt Magenkrebsrisiko"

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=72461



Hallo,

wenn ihr Magenprobleme habt laßt auch mal einen HNO in euren Hals sehen! Durch die aufsteigende Magensäure kann dort eine Entzündung und Hautveränderung entstehen. Mein HNO will da regelmäßig kontrollieren.

LG Wolke

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