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Thema: Jetzt Einweisung als Notfall


Ist schon lustig, jahrelang interessiert es kein Schwein und man bekam nur Knüppel zwischen die Beine geworfen und wurde belächelt und nicht für voll genommen bei der Diagnosesuche und nun geht es per Notfalleinweisung in die Klinik am Montag.
Wenn es sich bewahrheitet, waren die größten Versager die dafür vorgesehenen Fachärzte, der Rheumatologe und die Vaskulitisklinik.
Die Symptome hatte ich ihnen quasi auf dem Tablett serviert, aber am Ende bekam ich nur einen Anruf...“Vaskulitis ist definitiv ausgeschlossen“...und die Vaskulitisklinik verweigert einem aufgrund solcher Aussagen die Aufnahme, auch wider besseren Wissens, denn dort hatte ich ja auch alle Befunde hingeschickt.
Traurig sowas


Zuletzt bearbeitet: 26.01.18 18:10 von Edchen


Hallo Edchen, ja, wenns nicht traurig wär, wär es lustig.
Welche Klinik nimmt dich denn nun, und welcher Sinneswandel steckt dahinter?
Dir noch ein gutes Wochenende zuhause, oder bist du schon im KH?

Gruß, Omega



Hallo,
Hautuniklinik in Minden. Die gehört zur Ruhruniversität Bochum.
Sinneswandel deshalb, weil ich gestern bei der Hautärztin war, die sollte ja im Konsil die Sache weiter untersuchen vom Hämatologen aus.
Ich wollte jetzt eigentlich nach dem ganzen Theater die Sache auf sich beruhen lassen, bekam aber vor ein paar Tagen am rechten Bein unten großflächig rote Flecken, obwohl ich mich nicht gestoßen hatte, deshalb bin ich doch wieder zum Arzt gegangen, ich dachte, ich gehe jetzt den empfohlenen Weg vom Hämatologen und hatte Glück, dass ich kurzfristig einen Termin bekam, dort sind normalerweise auch lange Wartezeiten. Und blaue Flecken überall habe ich ja sowieso immer, aber wenn dir Jeder sagt, das ist normal, glaubt man das irgendwann selber.
Musste mich dort total nackig ausziehen und wurde von Kopf bis Fuß untersucht. Die sagte, es ist zu 99% eine Vaskulitis, höchstwahrscheinlich medikamenteninduziert, ich glaube diese Form nennt man Leukozytoklastische Vaskulitis. Wie ich gelesen habe, ist das wohl die einzige Vaskulitis, die ein guter Facharzt schon per Augenscheindiagnose erkennen kann und sie sagte, sie sieht es an meiner Brust, die ist auch von blauroten Äderchen durchzogen unten. Na ja abwarten, aber wenigstens wird jetzt mal gründlich untersucht.
Die hatte sich richtig Zeit genommen, ausführlich meine Vorgeschichte erfragt.
Dann sagte sie, dass sie mich dringend zu weiteren Untersuchungen in diese Hautklinik einweisen lassen möchte. Das war auch die Ärztin, die quasi bei meiner Mutter damals die Autoimmunen Lebererkrankungen diagnostiziert hatte, nachdem meine Mutter auch jahrelange Arztodyssee hinter sich hatte wegen ihrer Knötchenflechte, die hat es also richtig drauf und ist zu dem noch eine ganz nette Ärztin.

Ich habe dann natürlich selber noch gegrübelt den ganzen Tag und bezüglich des Amlodipins, welches ja das verdächtige Medikament sein soll, war die Geschichte folgendermaßen. Ich nahm bis zum Sommer letzten Jahres zwei Blutdruckmittel, eine halbe Tablette Bisoprolol und eine halbe Tablette Amlodipin. Das Bisoprolol hatte ich aber kreislaufmäßig noch nie besonders gut vertragen. Im Sommer letzten Jahres ging mein Ruhepuls dann bis in den dreißiger Bereich runter und da bekam ich es mit der Angst zu tun und hatte ergoogelt, das das gefährlich werden kann. Deshalb setzte ich die halbe Tablette Bisoprolol endgültig ab und nahm stattdessen eine halbe Tablette mehr vom Amlodipin. Irgendwann fiel mir auf, dass ich immer mehr blaue Flecken überall bekam und die Leukozyten immer mehr stiegen, aus der Norm waren sie ja schon viele Jahre. Ich dachte, ach du Schreck, hoffentlich habe ich keine Leukämie. Ging zum Hausarzt und lies mir eine Überweisung zum Hämatologen geben, bzw. musste mir die mehr oder weniger erbetteln und auch die Hämatologie wollte mich nur sehr ungern untersuchen. Die Sektretärin vom Chefarzt der Hämatologie hat zufällig auch eine autoimmune Leberwerkrankung und war plötzlich doch etwas freundlicher und sagte, ich soll mal die Unterlagen da lassen, wenn der Chefarzt der Meinung ist, es sollte untersucht werden, bleibt es bei dem Termin, den sie mir gab, ansonsten sagt sie mir telefonisch ab. Ich hatte Glück und bekam den Termin, auch ohne Verdachtsdiagnose, die immer drauf stehen muss, es stand drauf, auf eigenen Wunsch der Patientin bla bla. Der Professor machte gründlich Blutbild mit allem Pipapo, Antikörpern und so weiter und da hatte ich AAK für Sjögren und Vaskulitis. Im Befund schrieb er dann, dass im Konsil mit einem Dermatologen Richtung Vaskulitis und Sjögren weiter untersucht werden soll. Danach war dann die Pleite mit dem Rheumatologen und der Vaskulitisklinik. Ist eine echt lange Geschichte. Vor ein paar Wochen ging mein Blutdruck wieder dauernd zu hoch, da habe ich in Absprache mit der Hausärztin, wo ich im Dezember Routinetermin wegen meinem Diabetes hatte beschlossen, nochmal eine halbe Tablette mehr vom Amlodipin zu nehmen. Das ging ein paar wenige Wochen gut, dann bekam ich plötzlich Wasser in die Beine und lies die halbe Tablette zusätzlich wieder weg und vor ein paar Tagen hatte ich flächig am rechten Bein diese roten Stellen, die aber am nächsten Tag schon wieder blasser wurden.
Für mich ergibt das total Sinn, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte.

Ich bin noch zu Hause, ich denke, nun habe ich jahrelang gewartet, da wird es die zwei Tage auch noch gehen. Am Wochenende werden die ja bestimmt nicht viel machen. Theoretisch könnte ich aber auch jetzt sofort hin.

Liebe Grüße
Edchen


Zuletzt bearbeitet: 26.01.18 18:54 von Edchen


Hallo Edchen,
habe Dir eine PN geschickt.
LG, Sasumi

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