Forum www.Vaskulitis.org

Seiten: 1 2 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Arztfehler


Frosch, ich verstehe Deinen Einwurf, keine Rechtsstreitigkeiten anzufangen, nicht. Wer (Wolke oder ich?)- hättest Du einen Verdacht- sollte sie denn anzetteln wollen?
Ab und an aber versuche ich, Dich und Deine Beiträge in diesem Forum -aus Deiner Erfahrung heraus- zu verstehen. Selbst wenn Du uns mitteilst, dass wir keinen Rheumatologen brauchen und die Medikamente besser nicht nehmen sollen. Solche Beiträge halte ich allerdings weiterhin für Neulinge gefährlich. Denn es gilt für mich wie für viele andere auch: für den Fragenden hilfreich zu sein.
Wenn Du uns aber auf Gefährliches und Nutzloses wie jetzt hier hinweist, wäre es für uns eventuell doch von Bedeutung. Ansonsten wäre es doch eher konsequent, Dich hier nicht mehr zu beteiligen.
Gruß, Ingeborg
Nachtrag zu Deinem gerade vorangegangenen Post: Wie immer, weichst Du wieder aus.


Zuletzt bearbeitet: 18.02.18 15:01 von Ingeborg


Ich denke, Wolkes Rat, sich die Berichte genau anzusehen, ist gut.

Ich will nur den Rat hinzufügen, sich auch das Geschäftsmodell des Klinikbetreibers genau anzusehen.

Mehr nicht.

Ok. Es geht mir um noch etwas. Nicht jede Form von Vaskulitits bedeutet einen schweren Verlauf. Durch die Anca Tests werden mehr und mehr Patienten als GPA oder einer der anderen Anca-assoziierten Vaskulitis Typen diagnostiziert. Das hat mit den vor 50 Jahren beschriebenen Verläufen von "Wegener" nicht mehr viel zu tun.

Die Chancen und Risiken einer Therapie, die damit verbundene Lebensplanung, muss sich jeder selbst überlegen. Ärzte tun das nicht.


Zuletzt bearbeitet: 18.02.18 15:42 von Frosch


Hey Frosch

leider verlierst Du schnell den Überblick beim Googeln in Netz!

Die Diagnose erfolgt nicht durch den Bluttest auf ANCA - schaue doch in den Leitlinien nach - der Goldstandard ist die Biopsie!

Ich habe im Unispital Ärzte erlebt, die sich mit mir und der Krankheit auseinander gesetzt haben und solche, die es nicht taten - für mich ist der Arzt/die Ärztin der entscheidende Punkt, wie ich wahrgenommen werde und nicht das System - dass ja immer das gleich war.

Schönen Schonntag

Dany



Hi Dany,

nicht immer sind die Nieren betroffen und nicht immer findet eine Biopsie an anderen Stellen etwas ....
Der Bericht meiner Nierenbiopsie hat die Formulierung "Der Befund passt zu einer Mitbeteiligung der Niere bei Anca-assoziierter, pauci-immuner Vaskulitis" also nichts mit genauer Diagnose GPA.

Wie dem auch sei, die Nierenentzündung war zweifelsfrei mit einer Woche 20mg Prednisolon zum Stillstand gekommen und ist das auch noch zwei Jahre später.

Das einzige Risiko, das mir verbleibt, nachdem ich aus dem Prednisolon ausgeschlichen bin, ist ein Rückfall. Dass Ärzte von sich aus nicht zu meiner Methode raten (können), verstehe ich.

Ich habe mir persönlich ausgerechnet, dass das Risiko die Chance wert ist.



Hallo Frosch,

die Rechenformel mit der man das Risiko ausrechnen kann würde mich interessieren ;-).

Ich bin gerade am Herunterfahren der Medikamente, weiß aber noch nicht ob es klappt.

Leider hat man aber nicht immer eine Wahl. Hätte ich mich damals gegen die Behandlung entschieden gebe es mich wahrscheinlich nicht mehr.

Ich bin übrigens im Krankenhaus schon sowohl als Kassen- als auch als Privatpatient behandelt worden. Von der reinen Arztbehandlung her sah ich da keinen Unterschied, ich denke das liegt am jeweiligen Arzt und seiner Einstellung.

LG Wolke



Zitat Frosch: "Nicht jede Form von Vaskulitits bedeutet einen schweren Verlauf. Durch die Anca Tests werden mehr und mehr Patienten als GPA oder einer der anderen Anca-assoziierten Vaskulitis Typen diagnostiziert. Das hat mit den vor 50 Jahren beschriebenen Verläufen von "Wegener" nicht mehr viel zu tun."

Dass seit etwa 30 Jahren mehr und mehr dank Anca-Tests entsprechende Vaskulitiden diagnostiziert werden, hat mit dem Fortschritt in der Diagnostik zu tun. Ebenso haben die Behandlungsmöglichkeiten in dieser Zeit Gott sei Dank zugenommen, so dass die vor 50 Jahren beschriebenen Verläufe von Wegener tatsächlich nicht mehr viel bis gar nichts mit denen von heute zu tun haben. Vor 50 Jahren sind sie mangels Diagnostik und Behandlung nämlich verstorben.
Ein bißchen Unterscheidungsfähigkeit hätte ich Dir schon zugetraut.

Und: Zitat: "Die Chancen und Risiken einer Therapie, die damit verbundene Lebensplanung, muss sich jeder selbst überlegen. Ärzte tun das nicht.", wie auch, dass die Verläufe unterschiedlich sind, sogar innerhalb der gleichen V-form, ist so wahr wie selbstverständlich und braucht an dieser Stelle nicht erwähnt zu werden.



Ja, ich hatte unwahrscheinliches Glück, dass mein Hausarzt mir die 20mg Prednisolon sofort verschrieben hat und ich eine Option hatte.

Die Rechenformel geht ungefähr so:

Zukünftige Lebensjahre * durch Alter wahrscheinlich abnehmende Lebensqualität / Einschränkung der Lebensqualität durch potentielle Nebenwirkungen + Risiko des Rückfalls

Ich habe an diesem Punkt die Mathematik durch mein Bauchgefühl ersetzt :-))



Hey Frosch

jetzt hast Du es geschnallt :-)

"Der Befund passt zu einer Mitbeteiligung der Niere bei Anca-assoziierter, pauci-immuner Vaskulitis"

=> die Diagnose ist Vakulitis (=Endzündung der Blutgefässe).
In weiteren Schritten wird nach den CHCC/ARC-Kriterien die Art der Vaskulitis bestimmt - in deinem Fall für GPA - das kennst du ja schon:

1. Nasale oder orale Entzündung
2. Pulmonale Veränderungen im Röntgenbild
3. Nephritisches Urinsediment
4. Bioptisch nachgewiesene granulomatös-entzündliche Veränderung in der Arterienwand, peri- oder im extravaskulär.

Das Vorhandesein von mindestens zwei dieser vier Kriterien macht eine Wegener‘sche Granulomatose wahrscheinlich - durch die Biopsie ist die Diagnose gesichert - und das gilt als Goldstandard - aber wie du ja selber schreibst, reicht die Biopsie alleine nicht aus - und das habe ich auch nicht geschrieben.

So nun allen einen schönen Abend mit dem Tatort
Dany


Zuletzt bearbeitet: 18.02.18 18:53 von Dany_CH


Ja, klar, Dany, nur sind das Indizien und keine hieb- und stichfeste Diagnose

In meinem Fall:


1. Nasale oder orale Entzündung
Ja - vermutlich zurückzuführen auf Allergie - 5fach erhöhtes IGE
2. Pulmonale Veränderungen im Röntgenbild
Nein
3. Nephritisches Urinsediment
Ja bei Erstdiagnose, eventuell verursacht durch Medikamenten-Einnahme - Aspirin
Nicht mehr vorhanden (Blut im Urin) beim zweiten "Vaskulitis-Zentrum" je nachdem, ob ich der ärztlichen Untersuchung glaube oder dem Laborergebnis
Inzwischen zweifelsfrei nicht mehr vorhanden
4. Bioptisch nachgewiesene granulomatös-entzündliche Veränderung in der Arterienwand, peri- oder im extravaskulär.
Nein

Preisfrage: Ist es möglich, dass GPA mit 20mg Prednisolon innerhalb einer Woche zum Stillstand kommt?


Zuletzt bearbeitet: 18.02.18 19:35 von Frosch


Das ganze läuft jetzt am eigentlichen Thema vorbei.

Sei kein Frosch, wer quarkt....Ach nein, das heißt ja wer gackert muss auch legen. Nenn uns wenigstens die Privatklinik, du brauchst ja nicht den Arzt zu nennen.



Ich denke wir sind beim Thema.

Wenn die Diagnose zwangsläufig so ungenau sein muss, und die Therapie entsprechend von Eckdaten sowieso immer gleich ist, achten die Ärzte nicht mehr wirklich auf die einzelnen Untersuchungsergebnisse.



Schade dass du unserer Frage nach der Klinik immer ausweichst.



Frosch, wenn Du es selbst nicht merkst, dass Du bei nem anderen Thema (durch Verallgemeinerungen, Ausweichen pp.) bist, dann laß es Dir wenigstens sagen. Auf jedes Wort, das Du in einen falschen Zusammenhang setzt, könnte man antworten, weil es nicht stimmt. Doch dann hat man womöglich 387 neue Themen, die nicht weiterhelfen. Wer will das denn. Deshalb antworte ich hier nicht mehr.



Hallo,

noch etwas das unter dieses Thema passt:

Aufpassen dass man immer die richtigen Medikamente verschrieben bekommt.

Ich lasse mir auch ab und zu den Medikamentenplan ausdrucken um nachzusehen ob noch alles stimmt.

Am besten wir machen gleich alles selbst 🙄. Aber es gibt ja zum Glück auch gute und gewissenhafte Ärzte.

LG Wolke

Seiten: 1 2 Zurück zur Übersicht


Dieses Forum ist ein Bestandteil von www.vaskulitis.org