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Thema: Welche Heilpflanzen darf man nehmen


Hallo zusammen,

bei mir wurde ja eine MPA mit Nierenbeteiligung diagnostiziert. Ich habe oft gelesen, dass man Heilpflanzen und Naturheilmittel nur eingeschränkt nutzen darf. Mein Hausarzt meint, dass es eh nicht hilft. Aber ich empfinde das anderes und brauche Feedback, ob ihr wisst ob man die folgenden Sachen einnehmen darf und wie eure Erfahrung damit ist.
Mich interessiert u.a. der Cistus Incanus Tee, Angocin, Gelomyrtol und der Manuka Honig. Freue mich auch auf Tipps über zusätzliche Alternativ Methoden.
Nächsten Monat bekomme ich meine vorerst letzte Cyclophosphamid Dosis und bekomme auch weiterhin Corti. Mir wurde auch dazu geraten, mich danach mit der 4-fach Impfung versorgen zu lassen.
Wie ist da eure Erfahrung?
Lieben Dank und euch einen schönen Tag.



Hi Skipo,
generell gilt, nichts zusätzlich an Naturheilmitteln einzunehmen, die das Immunsystem stärken. Das ist insofern einleuchtend, als wir mit Mühe und unter NW durch Medikamente versuchen, dass überschießende Immunsystem zu dämpfen.
Cistrose-Tee ist hier im Forum als brauchbar für uns angesehen, auch schwört ein Mitglied auf Manuka Honig. Gelomyrtol hab ich selbst schon genommen und lebe noch. Angocin scheint antibakteriell zu wirken, da hätte ich kein Problem.
Die Natur hält meiner Ansicht nach vielerlei Möglichkeiten bereit, Beschwerden zu lindern und sogar zum Verschwinden zu bringen. Man sollte deswegen keine Grabenkämpfe führen. Inwieweit diese Mittel auf die Dauer bei starken schulmedizinischen Mitteln noch wirken, kann ich nicht sagen.

Zu Impfungen: ich bin ein Impfmuffel. Bei ziemlich runtergefahrenem Immunsystem wäre wohl daran zu denken. Nach Deiner letzten Infusion rate ich aber zu einem gewissen Abstand, damit eine Impfantwort erwartet werden kann. Es gibt hier viele Beiträge dazu.
Alles Gute.
Ingeborg



Manukahonig und Cistus nutze ich schon länger bei Morbus Wegener. Nebenwirkungen konnte ich bisher nicht feststellen.
Neuerdings hilft mir auch Hanftee gegen die rheumatischen Gelenk - und Muskelschmerzen.
Was die Impfungen betrifft sollte Dein Rheumatologe sagen was verträglich ist. Ich hatte dieses Jahr die Grippeimpfung (nur 3-er), danach hatte ich eine Woche leichte Probleme...
Nach der Zyclo-Therapie ist nach meinen Erfahrungen das Immunsystem sehr schwach, da würde ich erst einmal ein paar Wochen warten mit Impfungen.
Wegen der Grippewelle meide ich momentan Menschenansammlungen und wasche mir sehr oft die Hände, nach dem Einkaufen werden mit Sterilium Virugard die Hände desinfiziert.
LG
Ralf



Vorab: Die von Dir genannten Produkte kenne ich nicht. Ich weiß, dass man immer vorsichtig sein muss bei Johanniskraut, weil es die Wirkung von Medikamenten nicht unerheblich beeinflussen kann. Ich bspw. darf auch kein ASS nehmen, d.h. dass ich auch auf Produkte mit Weidenrinde verzichte, da der Wirkstoff ASS entspricht. Honig gehört in die Gruppe der Rohkost, da muss man überlegen, ob der Organismus das verträgt. Als ich noch höher dosiertes Kortison genommen habe, durfte ich keine Rohkost essen. Jetzt esse ich wieder Honig. Bei entzündlichen Krankheiten gehen auch "kühlende" Kräuter wie etwa Pfefferminze gut.



Ich bekämpfe die restliche Verschleimung im HNO-Bereich gerade mit Kurkuma. Ich würze den Tee damit, man kann es wohl auch in warmen Wasser auflösen und gurgeln.

Es wirkt fantastisch bei mir.

Außerdem: ndr Ernährungsdocs Sinusitis.

Aus Kortison ausgeschlichen bin ich mit einer Anti-Entzündungsdiät

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Entzuendungen-mit-gesunder-Ernaehrung-lindern,entzuendungshemmer100.html

Generell bin ich bei Naturheilmitteln/Nahrungsergänzungsmitteln skeptisch - letzlich sind es Medikamente mit Nebenwirkungen. Und oft weniger kontrolliert und untersucht als Arzneimittel.

Bei Ernährung gebe ich dem Körper mindestens die Chance, einen Ekel zu entwickeln oder zu erbrechen.



Kurkuma und ingwer helfen mir sehr. Ich merke, dass ich besser mit denen gehe.



Aber bei zuviel Ingwer, z.B. als reiner Ingwertee, habe ich auch schon einmal einen Schub bekommen.
Ich empfehle kleine Dosen, wie z.B. beim Kochen, bis es grade mal gut rausschmeckt.



Vorsicht mit Ingwer - den meide ich weil er das Immunsystem triggert und das ist bei Immunsuppression genau das Gegenteil des Erwünschten! Das gilt auch für Johanniskraut, Grapefruit und Sternfrucht.
LG
Ralf



Ingwer wirkt ähnlich wie Aspirin. Es verdünnt das Blut und beeinflusst so das Gerinnungsgleichgewicht. Das kann bei Vaskulitis unangenehme Folgen haben.

http://www.deutschlandfunk.de/ingwer-kein-wundermittel-aber-ein-breites-spektrum.709.de.html?dram:article_id=353186

Wie immer ist das Dosis-abhängig. Der Körper baut in sein System ein, was man zu sich nimmt. Plötzliche Ernährungs- und Medikamentenänderung kann immer zu Problemen führen.



Ach je, heißt das, ich muss jetzt auf Ingwer verzichten?

Ich esse ihn ja nicht oft. Aber manchmal findet er den Weg in die Guacamole, den Tee oder die schöne Hühnchengemüsepfanne.

Noch ein Ding mehr, dass wir nicht dürfen? Reicht doch mal oder. :D
Die Liste mit Dingen, die wir im Allgemeinen dürfen, ist kürzer als umgekehrt.
Ich esse von Haus aus gewisse Produkte nicht. Zum Teil, weil ich sie nicht mag und zum anderen, weil sie nicht darf. Bald esse ich nur noch Gurken und Tomaten. Oder sind die jetzt auch verboten? Kanns ja mal mit Pappe versuchen. Die darf ich doch sicher oder? :D

LG Lotta



Hi Lotta,
es gibt zu Ingwer hier im Forum einige Beiträge (SuFu), dass Ingwer das Immunsystem angestachelt hat und Betroffene von einem Schub berichteten. Deshalb die Vorsicht. Ob Ingwer das Blut verdünnt oder nicht, hat hier keine Bedeutung.
LG Ingeborg



Nein Lotta, so ein bißchen Ingwer beim Kochen macht nichts. Muss ja nicht jeden Tag sein. Ich würde auch keine Kürbissuppe ohne Ingwer machen wollen.
Bei mir kam der Schub weil ich über zwei Wochen hin täglich 2 Tassen Ingwertee (selber gerieben usw.) getrunken habe, um mir "was gutes zu tun". Hat übrigens grauenhaft geschmeckt.

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