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Thema: ANA und ENA


Hallo,

ich habe Fragen zu ANA und ENA.

Ich schreibe mal meine Erkenntnisse, die ich durch Nachlesen gesammelt habe, bitte korrigiert mich falls ihr das anders seht.

Wenn ich die Infos über ANAs richtig verstanden habe können sie auch bei Gesunden vorhanden sein. ANAs kommen in erster Linie bei Kollagenosen vor, jedoch auch bei anderen Erkrankungen.

Sind ANAs vorhanden werden die ENAs bestimmt. Es gibt aber auch positive ENAs bei negativen ANAs.

Wie ist das mit den ANA-Mustern? Ändert sich das? Bei zwei Untersuchungen hatte ich zwei verschiedene Muster. Bedeutet dies der Körper reagiert autoimmun, doch er ist sich noch nicht so ganz sicher gegen was? Dann könnte er es vielleicht auch von alleine wieder regulieren?

Alle gefundenen Werte soll man in Verbindung mit den Krankheitszeichen sehen um eine Diagnose zu stellen. Es können manchmal schon sehr viel früher ANAs nachgewiesen werden, die Krankheit bricht erst später aus.

Das ist für mich alles sehr unsicher! Ist, könnte oder auch doch nicht?

Was bedeutet eine unspezifische Erhöhung?

Was heißt undifferenziert?

Es gibt Überlappungen bei den Kollagenosen. Es gibt scheinbar auch Krankheiten mit etwas von jeder der verschiedenen Kollagenosen.

Kann man manchmal vielleicht nur noch nichts finden weil man gar nicht weiß nach was man sucht? Man kennt doch noch gar nicht alle Antikörper. Und somit finden sich mit den noch unbekannten Antikörpern dann auch neue Krankheiten?

Gibt es bei RZA ANAs?

Viele Fragezeichen! Habt ihr Erklärungen?

Danke Wolke.



hallo wolke,

also ja, ANA`s können auch bei gesunden vorhanden sein ABER:

positiv ist dies in aller regel erst bei personen ab 60 jahren der fall!

ich habe auch bei zwei untersuchungen zwei muster gehabt. das liegt am ehesten daran, wieviel erfahrung der untersucher hat. da wird viel fehlgedeutet.

undifferenziert inwiefern?

wie hoch ist deine unspezifische erhöhung und gehr es dabei um den ANA?



Ich weiß nicht, was ANAs und ENAs sind. Wird das regelmäßig beim Doc geprüft?



Antikörper Immunologie
Antinukleäre Autoantikörper

Ps. ANA Wert sagt das man eine Autoimmunerkrankung haben kann
Mit ENA wird gesucht welche das sein könnte

LG.HARTMUT


Zuletzt bearbeitet: 23.03.18 09:07 von Hartmut


@GeNeRaL

Ich hatte gelesen, dass sich die Muster überlagern können, deshalb sicher auch manche Fehldeutungen?

"undifferenziert" allgemein in diesem Zusammenhang, ich denke es heißt, dass man durch die fehlenden eindeutigen Kennzeichen nichts zuordnen kann?

ANA 1:320

@Hartmut

Dankeschön! Du bist ja die reinste Bibliothek ;-).



Nix zu Danken

LG. Hartmut



Hallo Wolke

bin nun nicht gerade der ANA-Spezialist, aber was ich im Internet "Labor Enders" und "Labor Bad Bramstedt" gelesen habe, fasse ich mal kurz zusammen:

"ANA stellen sich auf äthanolfixierten Granulozyten in der Regel wie p-ANCA dar. Bei ausschliesslicher Verwendung äthanolfixierten Granulozyten können in der Regel ANA nicht von p-ANCA und x-ANCA unterschieden werden."

Deshalb können die überlagerten Muster (ANA und p-ANCA) zu Fehldeutungen führen und es ist wichtig, dass die p-ANCAs bzw. x-ANCAs negativ sind, um eine sichere ANA-Wert zu erhalten.

Weiter ist die ENA-Differenzierung sehr umfangreich. Nichts desto trotz sind die ANA mit gewissen Krankheiten assoziiert, d.h. sie treten bei gewissen Krankheiten vermehrt auf - wie du schon schreibst - zB bei Kollagenosen aber auch Tumorerkrankungen und andere.

Herzliche Grüssen
Dany



Hallo Wolke,
zu Beginn meiner Erkrankung hieß es zunächst: V.a. ANA-assoziierte systemische Vaskulitis. Denn während ANCA und PR3 nur gering erhöht waren, war ANA ziemlich erhöht und damit führend. Es wird immer mal wieder mitkontrolliert und ist mal auf >10.000 gestiegen. Das Fluoreszenzmuster war bei den Messungen oft unterschiedlich, ENA immer negativ.
Als ich einen Arzt fragte, was ANA zu bedeuten habe, hieß es, dass ich eine Autoimmunerkrankung habe. Das war mir aber auch ohne ANA bekannt.

In der darauf folgenden Zeit habe ich folgendes aus verchiedenen Quellen entnommen:
Mit ANA schaut man bei Verdacht auf Autoimmunerkrankungen. Auch andere Erkrankungen sind möglich. Niedrige Titer kommen auch bei Gesunden vor, ab 1:320 sucht man weiter. Man schaut zunächst nach dem Fluoreszenzmuster, die einen ersten Hinweis auf die mögliche Erkrankung geben. Von hier aus sucht man nach den dazugehörigen Untergruppen (ENA), die jeweils auf eine bestimmte Krankheit hindeuten.
Die Untersuchungen setzen viel Erfahrung voraus. M.W. wird auch mitunter eine andere Methode als ENA angewandt.


Guckst Du: www.labor-enders.de/165.html
und: http://www.imd-greifswald.de/einsender-fachpublikationen-labinfos-ana1.html



dany_ch`s beitrag kann ich mich anschliessen.

p-anca, und meiner meinung nach nur diese, können durch ana`s überlagert werden, welche ein homogenes muster zeigen. dies kann man aber auseinanderhalten, indem man die p-anca mit beiden verfahren untersucht.

hat man denn die ena`s nicht gleich untersucht? denn wenn die ana`s positiv sind, schliesst sich normal direkt die differenzierung durch ein ena-screening an..



Danke an Alle!

Die ENAs, die untersucht wurden, sind negativ.

Werden Ancas bei ANA- und ENA-Untersuchungen mitbestimmt? Sicher nur wenn angefordert, oder? Dann wären sie bestimmt bei den Laborwerten aufgeführt.



sie werden nicht zusammen bestimmt, sondern getrennt. entsprechend wären sie aufgeführt, wenn sie untesucht worden wären

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