HOME
Seiten: 1 2 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Die Logik der neuen Rechtschreibung


Logisch, dass somit natürlich auch typische mundartliche Begriffe oder Ausdrücke nach und nach verschwinden und es nicht danach aussieht, dass sie wiederkehren würden. Für mich ist dies durchaus eine Art gewaltsamer Form, durch die die Sprache verändert wird.

nieke


Die Bibel fällt mir als ein Beispiel ein, an der die Sprachveränderungen gut sichtbar wurden.

Wenn man die erste Bibel v. Luther und die Bibel v. heute vergleicht, wird sichtbar, es hat also immer Veränderungen in der Sprache gegeben.

Kann es sein, daß die SCHULE an besseren Ergebnissen der Schüler in der Rechtschreibung interessiert ist (um im europ. Vergleich besser bestehen zu können ) ?

blumi



Tote Sprachen verändern sich wenig oder kaum erkenntlich. Lebendige Sprachen, also auch Deutsch, verändern sich laufend. Man braucht nicht bis zur Luther Bibel zurückzugehen, ein Buch von ca. 1910 zeigt da Unterschiede auf.
Man kann in wenigen Jahren bundesweit erkennen, welche Schule gute Arbeit macht, welche Schule eine Kinderbewahranstalt ist und welche Schule versagt. Da Lehrer aber z.Zt. kaum oder wenig in den Schulen zu sagen haben, wurschteln manche Schulen einfach nur weiter.
Kaum starke Geburtenjahrgänge und in der Masse noch schlecht ausgebildete Arbeitskräfte dringen auf den Markt und es soll noch Berufe geben, wo Deutsch in der NDR-Version, gebraucht wird.
Die Treffen der 16 Kultusminister versuchen hier das Problem zu verschleiern, sie feiern das als Erfolg für Deutschland, wenn eine Verbesserung vom Platz xyz nun um 2 oder 3 Plätze besser erfolgt.
Viele Eltern verlassen mit ihren Kindern das Land, ausgebildete Studenten folgen und auch Arbeitslose gehen diesen schwierigen Schritt. Man hat Deutschland aufgegeben.




blumi:
Logisch, dass somit natürlich auch typische mundartliche Begriffe oder Ausdrücke nach und nach verschwinden und es nicht danach aussieht, dass sie wiederkehren würden. Für mich ist dies durchaus eine Art gewaltsamer Form, durch die die Sprache verändert wird.



Kann es sein, daß die SCHULE an besseren Ergebnissen der Schüler in der Rechtschreibung interessiert ist (um im europ. Vergleich besser bestehen zu können ) ?


Nun Blumi, das könnte durchaus sein, wenngleich ich diesen Grund für Blödsinn halte. Die Schüler waren in Rechtschreibung noch nie so schlecht wie heute, ihre noch viel mehr "dialektelnden" Großeltern hingegen beherrschten diese. So blöd das klingt, aber für mich hat dieser Verfall etwas mit Interesse, Disziplin und Ehrgeiz zu tun.

Grüße
nieke



Nun Blumi, das könnte durchaus sein, wenngleich ich diesen Grund für Blödsinn halte. Die Schüler waren in Rechtschreibung noch nie so schlecht wie heute, ihre noch viel mehr "dialektelnden" Großeltern hingegen beherrschten diese. So blöd das klingt, aber für mich hat dieser Verfall etwas mit Interesse, Disziplin und Ehrgeiz zu tun.

Grüße
nieke



wirklich ?

wie sah es vor 200 Jahren bzw. vor 50 Jahren (über alle Bevölkerungsgruppen bzgl. des Schreibens und Lesens) aus ? Wieviel % der Schüler durfte damals studieren ?

Wer konnte/wollte früher (im Unterschied zu heute) einen Brief schreiben ? Wer hat ein Buch gelesen ? Zeitungen gab es vor 200 Jahren noch nicht; geschweige, dass der kleine Mann einen Vertrag lesen und verstehen mußte.

Schul-Bildung ist heute Voraussetzung für beruflichen Erfolg - das wird immer deuticher sichtbar. Bildung wird auch an fehlerfreier Rechtschreibung gemessen.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 11.02.07 15:44 von blumi


Blumi,Schul-Bildung ist heute Voraussetzung für beruflichen Erfolg - das wird immer deuticher sichtbar. Bildung wird auch an fehlerfreier Rechtschreibung gemessen.


Da muss ich Blumi voll und ganz recht geben, so sieht es aus..

Es ist schwer heutzutage einen Job zu kriegen. Und die die frisch aus der Schule kommen haben es besonders schwer.. Ein Hauptschüler z.B findet so gut wie keine Lehrstelle und warum? Weil er kein Abi hat weil er keinen Notendurschnitt von mindest 1,2 hat, weil er keine 3 Sprachen spricht und vielleicht die neue Rechtschreibung nicht so gut beherrscht.. Das der Schüler sich jedoch trotzdem Mühe gegeben hat das wird nicht gesehen. Finde es persönlich sehr traurig da es genug gute gibt auch wenn se kein Abi oder sonst was haben.. Ich habe damals eine Ausbildung als Zahnmedizinische Assistentin gemacht.. Damals hat ein Hauptschulabschluss gereicht, heute braucht man mindestens mittlere Reife oder Abi..

*** bezieht sich jetzt nicht hauptsächlich auf Hauptschüler***

Ich persönlich finde die neue Rechtschreibung total überflüssig.. Man muss nicht immer alles verändern und solange daran rumfeilen, weil am Ende hat eh keiner mehr den richtigen Durchblick..

Teilweise bin ich ein wenig vom Thema abgekommen, Sorry..

Silvi

Schiesse immer auf den Mond.. sollte das daneben gehen...landest du immer noch in den Sternen.. *Sprichwort aus Amerika*


blumi


wirklich ?

wie sah es vor 200 Jahren bzw. vor 50 Jahren (über alle Bevölkerungsgruppen bzgl. des Schreibens und Lesens) aus ? Wieviel % der Schüler durfte damals studieren ?

Wer konnte/wollte früher (im Unterschied zu heute) einen Brief schreiben ? Wer hat ein Buch gelesen ? Zeitungen gab es vor 200 Jahren noch nicht; geschweige, dass der kleine Mann einen Vertrag lesen und verstehen mußte.

Schul-Bildung ist heute Voraussetzung für beruflichen Erfolg - das wird immer deuticher sichtbar. Bildung wird auch an fehlerfreier Rechtschreibung gemessen.


Hä? Was hat die Anzahl der damaligen Universtiätsabsolventen mit dem heutigen generellen Verfall der Rechtschreibung zu tun?? Mein Kommentar bezog sich zunächst auf banana´s These, die lautete, dass Sprache sich nicht gewaltsam verändern ließe, wovon ich eben nicht überzeugt bin.

Dass Bildung dem beruflichen Erfolg eher förderlich ist (Ausnahmen bestätigen auch diese Regel), ist wohl unstrittig. Mit Sicherheit jedoch wird durch das "Austreiben" sprachlicher Dialekte kaum ein Kind eine bessere Rechtschreibung erlangen. Wäre dem so, hätte die Schweiz 7 Millionen Analphabeten.

nieke

Seiten: 1 2 Zurück zur Übersicht


HOME