HOME
Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Grüne Gentechnik - der Weg zu Landwirts Wohlstand?


Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) verheißen höhere Erträge bei Resistenz gegen Schädlinge - also der Weg zum Wohlstand für die Landwirte, so scheint es.
Ist er das wirklich?
Oder führt die grüne Gentechnik in eine fatale Abhängigkeit der Bauern?

Wie Saatgut-Weltmarkführer Monsanto die Landwirte unter Druck setzt...

und warum Bauern Lizenzgebühren für das bezahlen sollen, was sie keinesfalls anbauen wollen...

...ist im Artikel "Die Grüne Gen-Technik - Teil 1: Die Mär vom Wohlstand der Landwirte" hier im newsatelier zu lesen.



Dass, entgegen der Beteuerungen der Gen-Firmen nicht alles so unschädich ist, beginnt man erst langsam zu begreifen.

Gen-Mais schadet Tagpfauenauge

Der Erprobungsanbau in Deutschland gefährdet bedrohte Schmetterlingsarten

Auch der Pollen von Gen-Mais enthält das Insektengift Bt und kann dadurch während der Blütezeit Schmetterlingslarven schädigen. Der Wind trägt die Pollen in die Umgebung, wo sie sich auf typischen Schmetterlingspflanzen wie der Brennessel ablagern und von den dort lebenden Larven gefressen werden. Dies haben die Versuche mehrerer Forschungsinstitute bestätigt. Das staatliche Institut für biologischen Pflanzenschutz in Darmstadt hatte unter anderem die Larven von Tagpfauenaugen und Kohlweißling mit Gen-Mais-Pollen gefüttert. Bereits bei 60 Pollen auf einem Brennesselblatt starb die Hälfte der Raupen des Tagpfauenauges. Beim kleinen Kohlweißling genügten 39 Pollen. Besonders junge Raupen waren noch empfindlicher. Geringere Mengen an Gen-Pollen führten zu Gewichtseinbußen und Verhaltensänderungen.

Diese Resultate sind deshalb so bedenklich, weil die Raupen des Tagpfauenauges – eine bedrohte Schmetterlingsart – schlüpfen während der Mais blüht. Sie fressen dann zwangsläufig die Blätter, auf denen in der Nachbarschaft von Gen-Mais-Äckern, giftige Pollen liegen.

Das Institut für Pflanzenschutz an der ungarischen Akademie der Wissenschaften rechnete für einen eigenen Fütterungsversuch damit, dass von einem Hektar Maisfeld etwa 35 Kilogramm Pollen freigesetzt werden. Das würde am Rande des Feldes zu einer Pollenkonzentration von 300 Pollen je Quadratzentimeter führen. Also zu einigen 1000 Pollen je Brennesselblatt. Bei dem Versuch der Ungarn starben bei dieser sehr hohen Konzentration etwa 20 Prozent der Raupen von Tagpfauenauge und Admiral. Dies zeigt, dass verschiedene Gen-Mais-Sorten unterschiedlich giftig wirken können. Nach Angaben der ungarischen Wissenschaftler ist die Mortalitätsrate von 20 Prozent auch für den beim Erprobungsanbau verwendeten Gen-Mais der Sorte MON 810 festgestellt worden. Anders ausgedrückt: In der Umgebung der Gen-Mais-Felder des Erprobungsanbaus wird sich der Bestand an Tagpfauenaugen voraussichtlich um ein Fünftel verringern.

Den Artikel gibt's auf verschiedenen Seiten, ich hab ihn von
http://genfood-nein-danke.de/texte/nachrichten/20040518c.htm

Die neueste Meldung von heute:
Kindergärten verzichten freiwillig auf genveränderte Produkte bei der Verpflegung von Kindern.

Auf Lebewesen und Pflanzen dürfte es keine Patente geben. Wer hat oder bekommt das Patent auf "den Mensch"? . Man muss ja schliesslich wissen, an wen man bei nem 'Unfall' die Lizenzgebühr zahlen muss



HOME