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Thema: Ist Deutschland pleite?


Sowohl Staat als auch Unternehmen machen jährlich Schulden (Anleihen und Kredite); diese kummulieren zu einer Gesamtverschuldung die bezogen auf das BIP die sog. Verschuldungsquote ergibt. Diese betrug bei nichtfinanziellen Unternehmen (keine Banken, Versicherungen u.ä.) im Jahre 2002 88,5% (Sachverständigenrat Jahresgutachten 2004/05), also nominal 1898,3427 Milliarden Euro. Dagegen war die Verschuldungsquote aller öffentlichen Haushalte im Jahr 2002 60,9% (Statistisches Bundesamt), also nominal 1306,31718 Milliarden Euro. Gemeinsam haben also 2002 Staat und Unternehmen eine Gesamtverschuldung von nominal 3204,65988 Milliarden Euro gehabt oder das 1,494fache des damaligen Bruttoinlandsprodukt.

Die Frage der Pleite unseres Landes wird auch demnächst in einem Artikel im redaktionellen Teil des Newsatelier näher betrachtet.

-> Wie pleite ist Deutschland? - Eine Deutschlandbilanz


Zuletzt bearbeitet: 21.01.06 00:13 von Administrator


bitte VW,

wie hast du die Verschuldungsquote der öffentl. Haushalte, die keinen Gewinn erwirtschaften, errechnet?

wie ermittelt der Handwerksbetrieb und das Handelsunternehmen seine Verschuldungsquote ?

Ich gehe davon aus, dass man beide nicht 1:1 bewerten bzw. beurteilen kann.

Der Handwerker lebt vom Gewinn - und aus dem Gewinn zahlt er Steuern.

Der Staat muss nehmen, was lt Gesetz an Steuern anfällt.

Den Verschuldungs-%-satz "im Durchschnitt" zu bewerten ist m.E. sehr fragwürdig.

Die Bank gibt dem Handwerker nur dann den Kredit, wenn sie eine Tilgung des Kredits erwarten kann. Der Versch.-%-satz ist nicht allein massgeblich.

Der Staat kann seine Schulden nie tilgen - er will es - bzw soll es auch nicht, weil einige Banken von den Zinsen, die der Staat zahlt, ganz gut leben.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 31.10.05 18:42 von blumi


hi blumi,

bei den genannten verschuldungsquoten handelt es sich um aggregate, d.h. die schulden (anleihen/kredite) aller deutschen unternehmen bzw. aller öffentlichen haushalte bei allen gläubigern werden summiert und das ergebnis wird jeweils durch das bruttoinlandsprodukt geteilt; das sind die entsprechenden volkswirtschaftlichen verschuldungsquoten.

gruß
vowi


Zuletzt bearbeitet: 01.11.05 07:06 von Volkswirt


Volkswirt:
hi blumi,

bei den genannten verschuldungsquoten handelt es sich um aggregate, d.h. die schulden (anleihen/kredite) aller deutschen unternehmen bzw. aller öffentlichen haushalte bei allen gläubigern werden summiert und das ergebnis wird jeweils durch das bruttoinlandsprodukt geteilt; das sind die entsprechenden volkswirtschaftlichen verschuldungsquoten.

gruß
vowi


ja aber die Quoten vom Staat u. dem Handwerker, die errechnet werden, haben doch nicht die selben AUSWIRKUNGEN wie Du oben darzustellen versuchst. 88,5 % sei im Handwerk normal - deshalb seien: 60,9% (Statistisches Bundesamt), auch noch lange keine PLEITE ?

blumi


oben steht ein kleiner ausschnitt aus einem artikel. es handelt sich nur um informationen. von einer interpretation steht dort nichts. dies bleibt dem artikel vorbehalten, der schätzungweise in den nächsten 2 wochen in den redaktionellen teil des newsatelier eingestellt wird. dieser artikel heißt "ist deutschland pleite?". die angaben hier sollen nur als diskussionsgrundlage im vorfeld dienen.
das handwerk ist nur ein teil der deutschen unternehmen. es ist deshalb nicht anzunehmen, daß die verschuldungquote des handwerks gleich der genannten quote ist. auch muß nicht jedes unternehmen gleich verschuldet sein, es ist, wie du schon feststelltest, nur ein durchschnitt. zudem handelt es sich um eine quote aus dem jahre 2002, die nur deshalb so hoch war, weil damals sehr viele fussionen stattfanden, wobei sehr viel geld geflossen ist. außerdem mußte die wirtschaft damals den untergang des neuen marktes verkraften. normalerweise ist die verschuldungsquote in der wirtschaft etwa gleich der der öffentlichen hand. aber diese und andere dinge werden im genannten artikel näher benannt.

gruß vowi


Zuletzt bearbeitet: 01.11.05 11:27 von Volkswirt


oben steht ein kleiner ausschnitt aus einem artikel. es handelt sich nur um informationen


es wird aber oben so getan als könnte man beide Verschuldungsquoten vergleichen - weil sie bisher angeblich immer gleich gross seien - oder wozu hast Du beide Zahlen aufgeführt, die doch sehr wenig miteinander zu tun haben ?

Der Handwerker geht Pleite und die Bank verliert ggf. ihr verliehenes Geld.
Der Staat geht nie Pleite, weil alle Steuerzahler für den Staat haften.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 01.11.05 11:42 von blumi


nun die gebietskörperschaften (brd) sind ein teil unserer nation, die wirtschaft ist auch ein teil unserer nation. die privaten haushalte sind ein weiterer teil, soweit sie nicht unternehmen sind. jeder dieser gesellschaftlichen kräfte u.a. hat einen teil am gesamtschuldenbestand. die wirtschaft besteht aus unternehmen, deshalb sind unternehmen hier gleich der wirtschaft. diese bestehen aus konzernen, dienstleistern, industrie und auch handwerk, eben aus allem, was wirtschaft ist. als volkswirtschaftliche aggregate lassen sich hier die schulden vergleichen.



Zuletzt bearbeitet: 01.11.05 15:04 von Volkswirt


volkswirtschaftliche aggregate lassen sich hier die schulden vergleichen.


was ist gut - was ist schlecht - wenn ich vergleiche ?

sollten die privaten Schulden hoch oder niedrig sein ?
wie kann ich sie verringern - ohne die Zinszahlungen für die VERMÖGEN zu gefährden.

Wenn keiner Schulden macht + alle Schulden zurückgezahlt sind, wo wollen die Banken dann die Zinsen hernehmen, die sie an die Sparer auszahlen wollen ?

blumi


der artikel wird in kürze im redaktionellen teil eingestellt.



Volkswirt:
hi blumi,

bei den genannten verschuldungsquoten handelt es sich um aggregate, d.h. die schulden (anleihen/kredite) aller deutschen unternehmen bzw. aller öffentlichen haushalte bei allen gläubigern werden summiert und das ergebnis wird jeweils durch das bruttoinlandsprodukt geteilt; das sind die entsprechenden volkswirtschaftlichen verschuldungsquoten.

gruß
vowi


Vowi, wenn ich Dich also richtig verstehe, so bedeutet dies, je höher das BIP, desto niedriger die Verschuldung? Wie aber willst Du das BIP steigern, wenn die Geldumlaufmenge immer niedriger wird bedingt durch staatliche Abgaben und die tatsächliche Kaufkraft schwindet?



bitte noch um geduld, bis der artikel eingestellt ist. dort gibt es einen link zu den bip´s von deutschland seit 1950 zum statistischen bundesamt. hieraus geht hervor, daß das bip fast immer gestiegen ist. nur wenige jahre hatten einen minimalen rückgang. seit 1990 war dies aber nur einmal 1993 der fall. das bip steigert sich so gut wie immer, von 2002 auf 2004 z.b. um 105 milliarden euro. selbst politiker sind sich dessen bewußt.


Zuletzt bearbeitet: 05.01.06 01:25 von Volkswirt


Wieviele Staaten gibt es auf dieser Welt?
So knapp über 200?
Mehr als 190 davon wären wohl glücklich, wenn sie unsere Probleme hätten!!!

banana



Volkswirt:
bitte noch um geduld, bis der artikel eingestellt ist. dort gibt es einen link zu den bip´s von deutschland seit 1950 zum statistischen bundesamt. hieraus geht hervor, daß das bip fast immer gestiegen ist. nur wenige jahre hatten einen minimalen rückgang. seit 1990 war dies aber nur einmal 1993 der fall. das bip steigert sich so gut wie immer, von 2002 auf 2004 z.b. um 105 milliarden euro. selbst politiker sind sich dessen bewußt.


Dann ist also das BIP kein wirklicher Gradmesser hinsichtlich dessen, was im Lande läuft?



wieso nicht? wäre es nicht deiner staatlich verordneten sicht entsprechend, daß deutschland ein land voller probleme ist?;-)


Zuletzt bearbeitet: 05.01.06 20:22 von Volkswirt


Volkswirt:
wieso nicht? wäre es nicht deiner staatlich verordneten sicht entsprechend, daß deutschland ein armes land ist?;-)


Nun Vowi, deswegen: je höher das BIP, desto niedriger die Verschuldung! So gesehen kann doch irgendwas nicht stimmen. Oder vertue ich mich da?



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