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Thema: Interview zum Thema Iran und die Bombe


Noch ein lesenswertes Interwiev. Diesmal zum Thema Iran und der angebliche Kernwaffenbau

Der Physiker und Mathematiker Götz Neuneck leitet am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik (IFSH) der Universität Hamburg die interdisziplinäre Forschungsgruppe Abrüstung, Rüstungskontrolle und Risikotechnologien. Technology Review wollte vom langjährigen Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "Physik und Abrüstung" der Deutschen Physikalischen Gesellschaft wissen, wie hoch es das Risiko einschätzt, dass der Iran Atomwaffen entwickelt.


http://www.heise.de/tr/aktuell/meldung/68590/0



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Dieser Beitrag besteht aus 100% recycelten Elektronen!



Interview
Unglücklicherweise ist die Konferenz zur Überprüfung des Vertrages zur Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen im Mai dieses Jahres gescheitert, weil die Staaten, die auf diesem Gebiet am meisten hätten leisten können – Iran und USA – keinerlei Zugeständnisse gemacht haben.


das Risiko


jedes Kilo radioaktiver Abfall ist in einer Welt, in der sich Selbstmörder nicht kontrollieren lassen, ein unkalkulierbares Risiko. Bin Laden und seine Anhänger brauchen keine Bomben, um z.B. in großen Städten wie London, New York oder Berlin ganz schnell eine atomare Katastrophe auszulösen, die größer ist als die Auswirkungen des Vogel-Grippe-Virus.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 20.01.06 16:01 von blumi


Ich weiß nicht, ob da nicht wieder eine Menge Panikmache der USA dahinter steckt. Natürlich sind die Bush's auch an den Erdöl- und Erdgasvorkommen des Irans höchst interessiert. Um eine Hysterie auszulösen bzw. die Hysterie noch weiter zu verstärken, würde es reichen wenn man in der New Yorker U-Bahn 1 Milligramm Plutonium finden würde. Da braucht es kein kg! Zur Not reichen ein paar mg radioaktiven Abfalls aus medizinischen Geräten.

Vogelgrippe geht mir am Allerwertesten vorbei. Reines Mediengeschwätz, untermauert von "Wissenschaftlern", die sich wichtig machen wollen. Siehe erst diese Tage. Topmeldung sogar im Spiegel: "Türke unter Verdacht der Vogelgrippe in deutsches Krankenhaus eingeliefert!" Der arme Kerl hatte einen Schnupfen! Die Säcke sollten sich in Grund und Boden schämen! Genauso so eine dämliche Blase wie seinerzeit mit SARS! Dies nur am Rande.

Der Kampf gegen Terrorismus ist nicht zu gewinnen, wenn man ihm nicht den Boden dadurch entzieht, dass man endlich beginnt, Reichtum zu verteilen und nicht noch mehr Länder mit großen Bodenschätzen annektiert bzw. sie nicht mehr mit Waffengewalt und der massiven Drohung damit ständig überzieht.

banana



banana
Der Kampf gegen Terrorismus ist nicht zu gewinnen, wenn man ihm nicht den Boden dadurch entzieht, dass man endlich beginnt, Reichtum zu verteilen und nicht noch mehr Länder mit großen Bodenschätzen annektiert bzw. sie nicht mehr mit Waffengewalt und der massiven Drohung damit ständig überzieht.


s. Bolivien - da rührt sich etwas.
Ich weiss nur nicht, wie "die Menschheit Reichtum verteilen soll", weil verteilter Geld-Reichtum nichts wert ist; denn alle, die genug Geld haben, sind NICHT bereit, für Geld zu arbeiten. Geld ist deshalb Anreiz zur Arbeit, weil manche es eben nicht haben.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 22.01.06 23:50 von blumi


Geld ist vor einigen tausend Jahren, nachdem die Menschen die Bäume verlassen hatten, als probates Mittel eingeführt worden, um Warenverkehr und Handel zu vereinfachen. Geld ist nur der symbolische Gegenwert für Waren/Dienstleistungen. Reichtum beginnt dann, wenn jemand mehr Geld hat als er für seinen persönlichen Bedarf an Waren/Dienstleistungen benötigt.

Der persönlich gefühlte Bedarf unterscheidet sich. Aber ich fände es schon ganz okay, wenn man die Grundbedürfnisse Essen, Trinken (Wasser wird immer knapper), ordentliches Gesundheitswesen, Bildung und körperliche Sicherheit weltweit befriedigen könnte.

banana


Zuletzt bearbeitet: 23.01.06 14:33 von banana


banana:
Geld ist vor einigen tausend Jahren, nachdem die Menschen die Bäume verlassen hatten, als probates Mittel eingeführt worden, um Warenverkehr und Handel zu vereinfachen. Geld ist nur der symbolische Gegenwert für Waren/Dienstleistungen. Reichtum beginnt dann, wenn jemand mehr Geld hat als er für seinen persönlichen Bedarf an Waren/Dienstleistungen benötigt.

Der persönlich gefühlte Bedarf unterscheidet sich. Aber ich fände es schon ganz okay, wenn man die Grundbedürfnisse Essen, Trinken (Wasser wird immer knapper), ordentliches Gesundheitswesen, Bildung und körperliche Sicherheit weltweit befriedigen könnte.

banana


das Ziel ist mir schon klar; aber ich sehe keine Chance "Geld nach irgendeinem Schlüssel an alle zu verteilen" - ohne den WERT einer Währung zu gefährden.

Die armen Staaten sind entschuldet worden; das fiel schon schwer. Was machen wir mit den vielen Insolvenzen in der BRD ?

Ist unsere Sozialhilfe auf die WELT zu übertragen - wenn ja , von wem ?

blumi

Zuletzt bearbeitet: 23.01.06 18:06 von blumi


blumi:

Was machen wir mit den vielen Insolvenzen in der BRD ?


So ganz klar scheint Dir meine Aussage nicht zu sein.

Ich wüsste z.B. nicht, dass bei uns irgendjemand dazu gezwungen wäre, verseuchtes Trinkwasser zu konsumieren.

*kopfschüttel*



doch, das habe ich verstanden - ich weiss nur nicht "wer wen zwingen soll/kann - da wo es nur verseuchtes Wasser gibt bzw andere Elendszustände zu verzeichnen sind - überall unser GELD bzw. unser sauberes Wasser in der Welt zu verteilen".

Das Elend hört ja beim Wasser nicht auf - es betrifft z.Zt. viele Obdachlose in EUROPA, die es ablehnen im WARMEN zu schlafen, weil sie Angst haben beklaut zu werden. AIDS ist eine andere Geissel... usw. usw.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 24.01.06 09:37 von blumi


?????????



banana:
?????????


Der persönlich gefühlte Bedarf unterscheidet sich. Aber ich fände es schon ganz okay, wenn man die Grundbedürfnisse Essen, Trinken (Wasser wird immer knapper), ordentliches Gesundheitswesen, Bildung und körperliche Sicherheit weltweit befriedigen könnte.

banana
Zuletzt bearbeitet: 23.01.06 14:33 von banana


blumi
ich weiss nur nicht "wer wen zwingen soll/kann.......
Deine Wünsche oben zu erfüllen.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 25.01.06 11:06 von blumi


Warum zwingen?

Vielleicht hilft auch mal Vernunft?



banana:
Warum zwingen?

Vielleicht hilft auch mal Vernunft?


"zwingen" und Vernunft sind m.E. keine Alternativen.

Aus der Einsicht zur Vernunft entsteht ein Plan, der mit "mehr oder weniger Zwangsmitteln" im Unterschied zu den freiwilligen Spenden umgesetzt werden muss.

Das Verteilen der Spenden (Erdbeben + Flutkatastrophe) hat schon Probleme bereitet - wie sieht es heute in New Orleans aus, obwohl in USA genug GELD vorhanden ist.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 26.01.06 12:16 von blumi


Vernunft ist immer die EINZIGE Alternative. Auch wenn es noch nicht zu jedem durchgedrungen ist.

Es müssen erst noch einige Generationen an Zynikern aussterben, bevor man da schrittchenweise weiter kommt.



banana:
Vernunft ist immer die EINZIGE Alternative. Auch wenn es noch nicht zu jedem durchgedrungen ist.

Es müssen erst noch einige Generationen an Zynikern aussterben, bevor man da schrittchenweise weiter kommt.


du hast RECHT: trotz der Jahrhunderte Ausbildung in VERNUNFT gelingt es den Menschen nicht Emotionen, Gier, Egoismus usw. usw. auszuschalten.

Ich suche nach dem "vernünftigen Lösungsweg" für eine fairere Weltordnung unter den Menschen. Das ist kein Zynismus, wenn ich den Weg noch nicht sehe.

blumi


Ich gehe nicht auf die vorangegangene Diskussion ein.

Heute abend hat Mr. Perle bei "Sabine Christiansen" recht eindrucksvoll versucht, aus Vermutungen Anschuldigungen zu machen. Das Ganze erinnert mich irgendwie an die Geschichte des letzten Irak-Krieges. Wie dick muss eigentlich das Brett vor dem eigenen Kopf sein, dass man es wieder auf die gleiche Tour versucht??? (Oder glauben diese Leute selbst an diese Geschichten? Dann sollten sie sich vielleicht besser in psychologische Behandlung begeben.)

Es erscheint mir recht fadenscheinig, aus der Tatsache einer technologisch möglichen Urananreicherung auf die Fähigkeit einer Herstellung einer Atombombe zu schließen.

1. Argument:
Es ist technologisch weitaus schwieriger, den für eine Atombombe notwendigen Anreicherungsgrad zu erreichen, als den, den man für Atomkraftwerke braucht.

2. Argument:
Selbst wenn man das für den Bau einer Bombe entsprechend angereicherte Uran erzeugt hat, hat man deshalb noch lange nicht die Technologie, dieses Uran auf eine Art und Weise zusammenzubringen, dass dadurch ein funktionierender nuklearer Sprengsatz entsteht.

Gut, angenommen die Iraner kriegen das hin. Warum regt man sich eigentlich nicht über Pakistan auf??? Oder über Israel?

Es geht bei dieser Frage nicht um Atomwaffen. Es geht darum, wer sie hat.

Einmal angenommen, der Iran würde über Atomwaffen verfügen. Gemessen an dem Arsenal von Atomwaffen der anderen Atommächte wären eine Handvoll iranischer Atombomben nicht von existentieller Bedeutung seitens der großen Atommächte, aber von strategischer!

Gegenüber dem Iran war es nicht notwendig, dass der französische Präsident vor einigen Tagen verdeutlichte, dass auch Frankreich eine Atommacht ist. Das wissen die Iraner sowieso. Diese Botschaft war nach meiner Ansicht an die USA gerichtet und sollte sagen: "Wir sind auch noch da."

Es geht nach meiner Meinung bei dieser ganzen Geschichte der Verfügbarkeit von Atomwaffen in den Händen eines iranischen Regimes nicht um die Verhinderung einer angeblichen Gefahr für die restliche Menschheit sondern um die Verhinderung einer Änderung des bestehenden strategischen Ungleichgewichts.
Auch wenn es nicht ausgesprochen und offiziell dementiert wird, allein schon der Besitz von Atomwaffen erfolgt in der Absicht, sie auch im Zweifelsfall zu benutzen. (Sonst könnte man sie ja gleich abschaffen.)
Angenommen ein sogenannter "Schurkenstaat" hätte eine oder ein paar Atomwaffen. Was könnte er damit letztendlich ausrichten gegen das atomare Waffenarsenal der bekannten Atommächte? Sollte er wirklich einen Einsatz durchführen, würde dieser Staat im Zuge eines Gegenschlages ausradiert werden. Also was sollte ein Einsatz einer oder einiger weniger Atomwaffen ausrichten, wenn der militärische Gegenschlag auf jeden Fall vernichtend ist?
Anders sieht es allerdings aus, wenn eine Supermacht, die Atomwaffen in der Hinterhand hat, aber ansonsten gerne mit konventionellen Mitteln eingreift, um unerwünschte Regierungen zu beseitigen oder deren Politik nachhaltig zu beeinflussen, Gefahr läuft, dass das Regime, dass sie zu beseitigen versucht, in einer letzten Verzweiflungstat seine paar vorhandenen Atomwaffen in die westliche Welt schickt.

Es geht bei dieser Diskussion um vermeintliche Atomwaffen im Iran nicht um die Gefahr für die Menschheit. Es geht um die Aufrechterhaltung eines strategischen Ungleichgewichtes zugunsten der USA.

Noch eine Anmerkung zum Thema Androhung von militärischer Gewalt:
Jemand der sagt, dass er den Einsatz militärischer Mittel nicht will, aber behauptet, dass man zur Erreichung bestimmter politischer Ziele trotzdem damit drohen müsste, ist unglaubwürdig!!! Die Drohung mit gewaltsamen Mitteln ist nur dann glaubwürdig, wenn dies auch bewiesen wird.
Über die militär-strategische Situation auf dieser Welt dürfte jede Regierung ausreichend informiert sein. Das bedeutet: Jeder Staat oder jedes Regime, der oder das es bewusst auf eine Konfrontation mit den Supermächten anlegt, noch lange bevor es zum Thema im UN-Sicherheitsrat wird, ist sich der möglichen Konsequenzen bewusst. Und jeder, der behauptet, man müsste zwar Gewalt androhen, würde sie aber nicht befürworten, weiß auch ganz genau, dass man sich unglaubwürdig machen würde, würde man die angedrohte Gewalt im Zweifelsfall nicht auch anwenden.
Das bedeutet: Jeder, der die Androhung von Gewalt befürwortet, befürwortet auch ihren Einsatz.
Und deshalb ist bereits die Androhung von Gewalt selbst schon Gewaltanwendung.

Zwirni

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