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Thema: Bundeswehr in den Kongo


Also zunächst einmal interessiert es mich überhaupt nicht, wer die hübscher angemalten Latrinen im Kongo hatte. Eine Frage der nationalen Ehre (denkt heute noch wirklich jemand in solchen Kategorien?)ist das nun überhaupt nicht.

Ansonsten ist die Sache doch gut gegangen. Es ist nichts passiert, was mich zu der Vermutung bringt, dass der Einsatz ohnehin ohne Sinn war.

banana



banana:
Also zunächst einmal interessiert es mich überhaupt nicht, wer die hübscher angemalten Latrinen im Kongo hatte. Eine Frage der nationalen Ehre (denkt heute noch wirklich jemand in solchen Kategorien?)ist das nun überhaupt nicht.

Ansonsten ist die Sache doch gut gegangen. Es ist nichts passiert, was mich zu der Vermutung bringt, dass der Einsatz ohnehin ohne Sinn war.

banana


muß etwas "schlimmes passieren", damit ein Soldaten-Einsatz Sinn macht ? Ich halte vorbeugende Maßnahmen für sinnvoll.

Aber sind die Soldaten die "Richtigen im KONGO" ?



blumi


Sinnlos deshalb, weil wohl ohnehin schon knapp 20.000 UN-Soldaten im Kongo waren. Die paar hundert Mann der Bw dort hinzuschicken war in diesem Sinne sinnlos.

banana



Das Problem im Kongo war die Hauptstadt Kinshasa, Sitz der Regierung und auch der Opposition. Der Vorfall vom 20.8.2006 zeigte, wie nach dort der Ausbruch des Bürgerkrieges war und die zuerst eingetroffene Kompanie spanischer EUFOR Soldaten griff massiv ein und machte dem Spuk ein Ende.
Genau das war auch die Aufgabe der EUFOR und allein hier haben sie sich von den 17 000 weiteren UN-Truppen unterschieden, die aber bis auf wenige Hundert im Osten stationiert waren und sind, verbunden nur durch eine Straße. Es kann sich jeder auf einer Afrikakarte diese Entfernung ansehen.
Frage? Wer sprach von hübsch angemalten Latrinen und über eine Frage der nationalen Ehre???
Andere Organisationen sind in der Vergangenheit bei der Gewalt im Lande überfordert gewesen, sie hatten Verluste durch Anschläge zu beklagen, es wurden Mitarbeiter entführt und gegen sie generell Gewalt ausgeübt. Daher haben sich viele der Hilfsorg. aus dem Kongo zurückgezogen. Also war die Entscheidung hier Soldaten zu schicken richtig, auch ich hatte Zweifel.
Ob wirklich alles keinen Sinn machte, wird die Zukunft zeigen. Die EU muss nun massiv Druck auf Kabila ausüben,
1. seine Armee zu bezahlen (oft war hier der Sold nie oder nur ab und zu gezahlt worden und die Soldaten plünderten)
2. die internationalen Unternehmen im Land zu zwingen, Steuern zu zahlen und
3. diese Steuern für Infrastruktur und Gesundheit einzusetzen, damit die Millionen im Lande ein wenig Zukunft haben.


Zuletzt bearbeitet: 23.01.07 13:47 von sarek


sarek:
Wer sprach von hübsch angemalten Latrinen und über eine Frage der nationalen Ehre???


DU, sarek! Und zwar lang und und breit!

sarek:
Wo gab es Fehler und was können die EUFOR Verantwortlichen aus dem Einsatz lernen?
Es war ein Fehler, den Aufbau eines Feldlagers in Gabun (für die Eingreifreserve) und in Kinshasa europaweit auszuschreiben, die billigste Firma kam aus Spanien, die ein „Billigstangebot“ machte und dies dann auch dort ausführte. Die Bundeswehr war da vertragstreu und ließ ihre Soldaten in diesen, eigentlich unzumutbaren Einrichtungen, leben. Das in einem Land, wo die klimatischen Verhältnisse als sehr schwierig angesehen werden.
Spanien und Frankreich wollten dies ihren Soldaten nicht zumuten (beide Länder haben mehr Afrikaerfahrung) und richteten sich selber ein Feldlager ein. Die Bundeswehr konnte es ja nicht, neue Kräfte einfliegen, die das hätten machen könnten, hier wäre die Personalobergrenze überschritten worden. Daher besteht hier Handlungsbedarf für das Einsatzkommando und die Politik, diese bisherige Vorgaben, bei künftigen Einsätzen zu verändern. Es kann nicht sein, das deutsche Soldaten irgendwo hin gekarrt werden, um dort in primitiven Umfeld zu leben, während andere EU Staaten, dies ihren Soldaten nicht zumuten. Ob die spanische Privatfirma hier den vollen Preis dafür erhält, entzieht sich meiner Kenntnis.
Wenn der Verteidigungsminister seine Vorsorgepflicht den Soldaten gegenüber ernst nimmt, muss er hier handeln.





Egal, ob im Kongo, Kosovo oder Afghanistan...
Die Botschaft heißt: "Die Deutschen müssen langsam das Töten wieder lernen" "Zitat eines Kabarettisten)
So ähnlich könnte die Botschaft wohl gelautet haben, die George Bush unserer Angie ins Ohr geflüstert hat. Der Iran wird das nächste Übungsfeld werden.



hajo
Der Iran wird das nächste Übungsfeld werden.


meine US-Freunde wollen es verhindern - ich hoffe sie schaffen es.

blumi


Dein Wort in Gottes Gehörgang, blumi!

Derweil schreien hier die Revisionisten bereits wieder nach Heldendenkmälern für "unsere" Toten - auch wenn sie sich selbst wegen mangelnder Ausbildung umbringen (mit Raketen spielt man nicht... siehe Afghanistan)



Hajo, die Explosionen in Afghanistan, bei der deutsche Soldaten starben, war eine gut getarnte Sprengfalle, es hat da niemand an den Raketen herumgespielt, die ersten Untersuchungen sprachen zwar von menschlichen Versagen, doch kürzlich wurde das neue Ergebnis bekanntgegeben. Dies zur Info.



sarek:
Hajo, die Explosionen in Afghanistan ... war eine gut getarnte Sprengfalle, es hat da niemand an den Raketen herumgespielt, die ersten Untersuchungen sprachen zwar von menschlichen Versagen, doch kürzlich wurde das neue Ergebnis bekanntgegeben. Dies zur Info.


Sarek, darf ich fragen, woher diese Info stammt?

banana

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Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die klar, einleuchtend und plausibel ist - und falsch. - Henry Mencken


Ich werde in den nächsten Tagen die Quelle nachreichen, die zu dieser Info geführt hat. Da ich in den letzten Tagen aber viel bezüglich Bundeswehr und Afghanistan gelesen habe, muss ich dies erst rückverfolgen, es war eine öffentlich Quelle, also nichts, was vielleicht geheim wäre.



Nachstehend der Link zu der "Pforzheimer Zeitung", dort habe ich diese Info auch gefunden, jedoch wo und wann ich das gelesen habe, konnte ich noch nicht nachvollziehen. Doch der Sachverhalt ist identisch. Es gab ja von Anfang an Zweifel an dem Vorwurf des "menschlichen Versagens" und eine Rakete zu manipulieren, war und ist dort üblich.
Link: [/URL]http://www.pz-news.de/blickpunkte/berichte/89229/index.html[URL]


Zuletzt bearbeitet: 09.02.07 17:38 von sarek


Hallo sarek,

vielen Dank für die Quelle. Ich dachte allerdings an den Vorfall aus dem Jahre 2002 als deutsche Soldaten (auch dänische) trotz anderslauternder Befehle versucht haben, eine Rakete zu entschärfen anstatt sie zu sprengen. Insofern hat Hajo schon recht mit seiner Aussage, dass man mit Raketen nicht spielen sollte.

banana

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