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Thema: Literatur-Tipps zum Welttag des Buches


Lesen ist noch lange nicht out!
Und natürlich wird nicht nur am 23. April gelesen.
Jeder hat Lieblingsbücher.

Bücher, die nächtelang ans Sofa fesselten.
Bücher, die zum Lachen bringen oder zum Weinen.
Oder sogar solche, von denen man meint, sie hätten einem das Leben gerettet.

UNESCO-Welttag des Buches
Eine regionale Tradition ist zu einem internationalen Ereignis geworden: 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Über diesen Brauch hinaus hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund eine besondere Bedeutung: Er ist der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Seit 1996 wird der „Welttag des Buches“ auch in Deutschland gefeiert.

Ich fände es schön, wenn ihr hier für Newsatelier-Leser eure ganz persönlichen Literaturtipps einstellen würdet, und jeweils ein paar Sätze dazu schreiben könntet. Danke!

Renie




Ich habe viele "Lieblingsbücher" oder Autoren aus völlig unterschiedlichen Genres, also ist meine Empfehlungsliste sicher ein wenig länger...

Fange ich mal mit neuerer deutscher Literatur an.

Eines meiner Lieblingsbücher aus diesem Themenbereich ist "Sansibar oder der letzte Grund" von Alfred Andersch:

Ein KPD-Funktionär, eine Jüdin, ein Junge, ein Pfarrer mit einer Statue und ein Fischer treffen sich per Zufall in einem Dorf an der Ostsee. Sie haben nur eine einzige Gemeinsamkeit: Nazi-Deutchland zu verlassen.
Dieses Buch ist intensiv geschrieben und meiner Meinung nach eines der besten und wichtigsten Bücher der Nachkriegsliteratur.

Außerdem mag ich die Schriftsteller Christa Wolf (hier besonders: "Der geteilte Himmel" und "Störfall") sowie Thomas Bernhard (hier besonders "Wittgensteins Neffe").

Christa Wolf ist eine politische Schriftstellerin, deren Arbeit immer wieder die Diskrepanz zwischen Staat und Individum thematisiert.

Thomas Bernhard thematisiert in erster Linie den Interessenskonflikt zwischen Individuum und Gesellschaft. Dabei wählt er eine Ausdrucksform, die freundlichstenfalls als zynisch, eher aber als ätzend bezeichnet werden kann. Wer also radikalkritisches lesen möchte, kommt an Bernhard nicht vorbei.

Aus der älteren deutschen Literatur möchte ich "Simplicius Simplissimus" von Jakob Christoffel von Grimmelshausen empfehlen. Angesichts dessen, was man aus dem Irak (Abu Graib, Falludscha etc.) vernehmen kann, bekommt dieses Buch eine fast gruselige Aktualität. Ein für mich zeitloses Werk das zeigt, was Krieg aus Menschen macht, welche Bestie im Menschen steckt und was passiert, wenn diese frei wird.

Mein persönlicher Favorit für ruhige und besinnliche Minuten ist die Manessische Liederhandschrift aus dem 13. Jhd. Alle großen Dichter des Hochmittelalters sind in dieser Sammlung vertreten.

Nun, manchmal braucht man einfach nur gute Abwechslung vom Alltag und will etwas zur Entspannung lesen.

Aus dem Bereich "historische Romane" möchte ich "Die Säulen der Erde" von Ken Follet empfehlen. Eine Geschichte von starken Frauen, widrigen Lebensumständen und natürlich von Bösewichtern (den Erzfeinden, kluger, selbstständiger Frauen), garniert mit Architektur, religiösen Auseinandersetzungen etc. Stark geschrieben.

Clavells "Shogun" dürfte schon als Klassiker in dieser Kathegorie gelten. Beschrieben wird, wie ein holländischer Seefahrer im Japan des 17. Jhd, landet und in die dortigen politischen Verhältnisse verstrickt wird.

Wer Fantasy mag, sollte unbedingt die Begarion- (1. Teil) und die Malloreon-Saga (2.Teil) von David Eddings lesen.
Die Sage beschreibt den Kampf zwischen Gut und Böse, in dem Götter, Zauberer und normalsterbliche Seite an Seite oder eben gegeneinander kämpfen. Alle Charaktere sind sehr detailliert, ausgeprägt und interessant beschrieben. Langeweile kommt nie auf. Der Schreibstil ist in erster Linie von einem trockenen Humor durchzogen. Anleihen aus der Geschichte (Römerreich, Wikingerreich, Hochmittelalter, etc) machen die Welt von Eddings kunterbunt.

Wer Fantasy mag und Eddings toll findet, sollte die Pandemia-Saga von Dave Duncan oder mal was von Angus Wells testen.

Wer Fantasy mit eher historischen Bezug mag, sollte es mit Kathrin Kurtz' "Deryni-Zyklus" versuchen. Hier geht es darum, wie Menschen mit magischen Fähigkeiten erst Täter sind (in dem sie die Normalsterblichen unterwerfen) und danach über Jahrhunderte Opfer werden, in dem sie systematisch von der Inquisition gejagt werden. Die Fronten sind nie eindeutig. Es gibt sympatische Menschen und Helden sowohl bei den Normalsterblichen als auch bei denen mit magischen Fähigleiten, so wie es Schurken und Bösewichter und beiden gibt. Kein klassisches schwarz-weiß Schema, sondern wie im echten Leben.
Die Schriftstellerin (die zuerst Chemikerin war und in der Krebsforschung arbeitete) studierte später englische Geschichte des Mittelalters. So spielt der Deryni-Zyklus auch konsequent in einer Welt, die sich historisch ins englische Mittelalter einordnen kann und fast schon realistisch wirkt.

Wer lieber den richtig Thrill haben möchte, sollte es mit "Belladonna" von Karin Slaughter (der Name ist Programm) versuchen.
Ein Blick in tiefe Abgründe der menschlichen Psyche. Nichts für Menschen mit schwachen Nerven.

Wer es doch lieber anspruchsvoll mag, könnte es mal mit Umberto Eco versuchen. Besonders gelungen ist "Der Name der Rose". Für Eco gilt generell: Man sollte sich viel Zeit nehmen, um die ineinander verschlungenen Fäden zu sortieren und dann wieder miteinander zu verknüpfen.

Wer Nachdenkliches mag, sollte es einmal mit Jostein Gaarder versuchen. Sicher ist "Sofies Welt" sein wichtigstes Werk aber ich finde "Durch einen Spiegel, in einem dunklen Wort" am schönsten und persönlichsten.
Ein kleines Mädchen liegt im sterben und sie erhält Besuch von einem Engel. Dieser Engel entspricht nun gar nicht den klassischen Klischeevorstellungen, sondern ist erfrischend frech und pragmatisch. Mit diesem Engel unterhält sich das sterbende Mädchen über Gott und die Welt.
Das Buch ist tottraurig, aber es vermittelt zugleich eine ungeheure Hoffnung. Es macht glücklich und traurig zugleich.

Ich denke an dieser Stelle sollte ich einfach mal Schluß machen und mich meinem derzeitigen Buch widmen......

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Dieser Beitrag besteht aus 100% recycelten Elektronen!



Ich bin gerade mal so durch die Buchreihen gegangen und habe nach den letzten Käufen geschaut, dabei entdeckt, nur Sachbücher waren es. Keine Romane, keine Erzählungen und Geschichten. Früher war’s umgekehrt, aber so ist es auch ok. Da ich sowieso auch noch bezogen auf Afrika was kaufe, finde ich hier auch nicht die richtigen Bücher.
Wer so was wie die von der Corinna Hoffmann kauft, ist selber schuld. Da würde ich eher die Kuki Gallmann empfehlen, oder auch die Kobie Krüger. Das sind Beobachtungen der Natur, Tiere oder Menschen, im Verbund mit eigenen Erlebnissen.
Ich bin vor vielen Jahren mal in Schweden unterwegs gewesen, hatte nichts zu Lesen dabei, da fand ich in einem schwedischen Buchladen ein Buch das in Afrika spielte. Ich kaufte es, es war in Englisch und so hatte ich genug zum Lesen, bis zur Rückkehr. Es war spannend und in jeder freien Minute laß ich darin. Da der Autor Wilbur Smith, noch weitere Bücher geschrieben hatte, gab es immer wieder Nachkäufe und heute habe ich fast alle von ihm, meist auch die doppelte Version, also Englisch und Deutsch, weil es immer länger dauert, bis die Neuerscheinung übersetzt wird. Seine Themen waren mir vertraut, Natur und Tiere und das zusammen spannend aufgebaut, mit ein wenig Geschichtsunterricht, was brauchte ich mehr.
Für mich waren immer die wahren Abenteurer unserer Zeit wichtig, da waren es ein Thor Heyerdahl, Robert Peroni, Rollo Gebhard, Arved Fuchs und natürlich Reinhold Messner, deren Bücher ich kaufte. Deshalb relativiere ich auch meine persönlichen Erlebnisse, als solche und spreche da kaum von Abenteuern, denn die haben andere gemacht.




Micky Maus, Fix und Foxi, Perry Rhodan, Jerry Cotton, Karl May, Jules Verne.

Später Harold Robbins und der gute Simmel *hehe*. Kann man noch zugedröhnt am Strand lesen. Roald Dahl ist auch ne nette Urlaubslektüre.

Mario Puzzo, Umberto Eco, Hermann Kant (v.a. "Die Aula"), Siegfried Lenz (Deutschstunde), Dürrenmatt, John Irving (Garp), aber v.a. Goethes "Faust" und seine "Farbenlehre" haben mich begeistert. Nunja, das sind nur wenige Bücher, die ich jetzt erwähne. Ich habe zuviele gelesen, um mich an jedes erinnern zu können.

Das schrottigste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe, war eindeutig "Sakrileg". Ist bereits in der Papiertonne entsorgt worden.

Mein Lieblingsbuch ist seit langer Zeit "Der kleine Prinz". Ich liebe es wegen der unglaublichen Zärtlichkeit, die die Geschichte rüberbringt.

banana




Alsoooooo...

Ich lese alles von Heinrich Heine, Hermann Hesse.. Sage ich jetzt auch nicht viel zu, muss man einfach lesen und selber entscheiden ob es einem gefällt. Heine und Hesse sind nicht jedermanns Sache..

Hermann Hesse - Über das Glück
Hermann Hesse - Siddharta eine indische Dichtung
Hermann Hesse - Narziß und Goldmund
Hermann Hesse - Der Steppenwolf
Hermann Hesse - Demian

Heinrich Heine - Sämtliche Gedichte in einem Band
Heinrich Heine - Deutschland, ein Wintermärchen
Heinrich Heine - Der Fall Heine
Heinrich Heine - Die Harzreise
Heinrich Heine - Das Buch der Lieder

Sehr empfehlenswert, aber wie gesagt da muss man schon Fan sein bzw. Interesse haben.

Früher habe ich viel von Danielle Steel gelesen. Sie schreibt Liebesromane, aber nicht von kitschiger Natur sondern eher spannend, fesselnd einfach super schön.

Dann ist da noch Goethe. Da kann ich nur Faust empfehlen.

Hm so das wärs dann mal so kurz zusammengefasst. Kurz und knapp..

Liebe Grüsse
Silvia



Die Vorstadtkrokodile von Max von der Grün

Dieses Buch kenne ich noch aus meiner Schülerzeit in den 70er Jahren. Damals haben wir es gelesen und auch den Film dazu in der Schule gesehn. Außerdem kam der Autor, Max von der Grün, damals in unsere Schule zu einer Fragestunde.

Hier kurz die Handlung nach Wikipedia:
Die Vorstadtkrokodile sind eine Kinderbande, in die man nur nach Bestehen einer gefährlichen Mutprobe aufgenommen wird. Als der zehnjährige Hannes dabei in eine lebensgefährliche Situation gerät, lassen ihn allerdings die schockierten Bandenmitglieder fast alle im Stich, und er wird nur durch das rasche Eingreifen Marias, die die Feuerwehr ruft, gerettet. Da er wegen seiner waghalsigen Aktion mit Hausarrest, Fernsehverbot und ähnlichen erzieherischen Maßnahmen bestraft wird, hat er in den folgenden Tagen viel Zeit, aus dem Fenster zu sehen und mit seiner Mutter zu reden - vor allem über den durch eine Querschnittslähmung behinderten Kurt, den er vorher nie beachtet hat. Er freundet sich mit Kurt an und möchte ihn schließlich auch in die Bande der Krokodiler einführen. Doch diese sind zunächst nicht bereit, Kurt zu akzeptieren - bis er erwähnt, dass er, da er ja sonst nicht viel zu tun hat, auch einen Einbruch in der Nachbarschaft beobachtet hat. Die Krokodiler versuchen daraufhin herauszufinden, wer die Täter sind, und geraten in einen Zwiespalt, als sich herausstellt, dass einer der Einbrecher der ältere Bruder eines Bandenmitglieds ist.

Ich finde, daß in diesem Buch die Intention des Autors, einen Beitrag zur Integration von behinderten Kindern zu leisten, sehr gut gelungen ist. Zurecht genießt die Verfilmung von 1977 (hier ist die Handlung gegenüber dem Buch ein wenig verändert) bis heute einen gewissen Kultstatus. Allein schon die Liste der Schauspieler macht neugierig zu dieser WDR-Verfilmung: Marie-Luise Marjan (Mutter Beimer in der Lindenstrasse), Eberhardt Feik (Christian Thanner, Assistent von Horst Schimanski im Tatort), Martin Semmelrogge und sein Vater Willy Semmelrogge sowie eine unvergessene Stimme im deutschen Fernsehen, Wolfgang Grönebaum (Aktenzeichen XY...ungelöst, zuletzt Lindenstrasse) machen diese Ruhrpottklamotte authentisch.

Max von der Grün (geb. 1926) war von 1951 bis 1954 als Hauer auf der Zeche Königsborn (Unna) im Ruhrgebiet tätig. Nach einem schweren Unfall unter Tage wurde er zum Grubenlokführer ausgebildet und arbeitete so weiter bis 1963. 1961 war er Gründungsmitglied der „Dortmunder Gruppe 61“, die sich zum Ziel gesetzt hatte, schriftstellerisch tätige Arbeiter zu fördern, um der fehlenden künstlerischen Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt und ihren sozialen Problemen entgegenzuwirken. Seit 1963 arbeitete er als freier Schriftsteller in Dortmund-Lanstrop, wo er am 07.04.2005 starb.
Neben den vielen Auszeichnungen für sein Oeuvre wird sein Name in einem Atemzuge mit Max Frisch, Günter Grass und Günter Wallraff (auch Mitglied der Dortmunder Gruppe 61) u.v.a. genannt.
Die Vorstadtkrokodile schrieb v.d.Grün für seinen behinderten Sohn Frank. Das Buch wird heute noch in der Schule gelesen, vornehmlich Grundschule, jedoch erzählte mir mein Neffe letztens, daß seine Klasse es in der 6. Klasse Gymnasium durchgenommen hat.



Zuletzt bearbeitet: 13.05.06 18:38 von Volkswirt


Hm, da fällt mir, außer den bereits genannten, noch folgendes Buch ein: "A year in the Merde" von Stephen Clarke.

Ein Engländer ist qua Beruf nach Paris berufen worden und soll sich dort jetzt zurecht finden. Herrlich, wie er die Eigenarten der Franzosen beschreibt, zudem sehr zutreffend. Mir wurde dieses Buch im Dez 2004 ans Herz gelegt, als ich in Paris bei einem guten Freund zu Besuch war, welcher mit der Dekadenz der Franzosen ebenso seine Probleme hatte, wie ich ... ist auf englisch geschrieben, aber absolut lesenswert und im Grunde für Leute mit Grundkenntnissen der englischen Sprache durchaus verständlich.

Viele Grüße
nieke



Hallo, wackere Foraner und Chatter!

Hier ein paar Bücher, die mir sehr gefallen haben:

Percival Everett: Erasure (franz. Titel: Effacement)
(Empört durch den Erfolg eines Buches, das ohne litterarisches Talent über schwarze amerikanische Ghettos berichtet, entscheidet ein schwarzer Autor eine Parodie mit gleicher Thematik zu schreiben, die er seinem Verlag schickt. Der Verlag versteht nicht, dass es sich um eine Parodie handelt, ist von dem Buch begeistert und veröffentlicht es. Das Buch wird zum Riesenerfolg, und der Autor sitzt in der Falle...)

Paul Nizon:
- Untertauchen;
- Hund

Michel Houellebecq:
- Ausweitung der Kampfzone
- Elementarteilchen

Jean Echenoz:
- Ein Jahr
- Ich gehe jetzt




banana:
Micky Maus, Fix und Foxi, Perry Rhodan, Jerry Cotton, Karl May, Jules Verne.

Später Harold Robbins und der gute Simmel *hehe*. Kann man noch zugedröhnt am Strand lesen. Roald Dahl ist auch ne nette Urlaubslektüre.

Mario Puzzo, Umberto Eco, Hermann Kant (v.a. "Die Aula"), Siegfried Lenz (Deutschstunde), Dürrenmatt, John Irving (Garp), aber v.a. Goethes "Faust" und seine "Farbenlehre" haben mich begeistert. Nunja, das sind nur wenige Bücher, die ich jetzt erwähne. Ich habe zuviele gelesen, um mich an jedes erinnern zu können.

Das schrottigste Buch, das ich in den letzten Jahren gelesen habe, war eindeutig "Sakrileg". Ist bereits in der Papiertonne entsorgt worden.

Mein Lieblingsbuch ist seit langer Zeit "Der kleine Prinz". Ich liebe es wegen der unglaublichen Zärtlichkeit, die die Geschichte rüberbringt.

banana


Das ist doch schon mal was, auch Deine andere Seite
kennen zu lernen!
Der kleine Prinz, von Antoine de Saint-Exupery.
Mich verbindet mit ihm das Dichten und das Fliegen.
Auf Korsika gibt es eine Gedenktafel, die an seinen
letzten Flug am 31.07 1944 erinnert.-

Herzlichst
almege

Lieber ein eckiges Etwas,
als ein rundes Nichts.


Ein Buch, das eigentlich zur Pflichtlektüre
gehören sollte ist: Die vielen Gesichter der Dummheit,
von ALFRED ZÄNKER.

almege

Lieber ein eckiges Etwas,
als ein rundes Nichts.


das bündnis

ich ging ein bündnis ein
mit büchern
muss sie fortgeben
manchmal ungern
doch sie kommen zurück
vertraut sind sie mir alle
ob gelesen oder nicht
ich erkenne jedes
sie gehören zu mir
ich habe macht über sie
genauso
wie sie über mich

der grisham muss nach links rücken
aitmatow, belli und coelho dürfen
in der ersten reihe stehn
zu noteboom schüttle ich den kopf
und denke lächelnd
nicht schon wieder
walser drängelt mächtig
bernd-lutz lange auch
ich streichle bambaren, erlenberger, roth, irving, kappeler und kundera
und wische unter nietzsche staub
heut entscheide ich mich für enzensberger, michler und semprun

meine bücher und ich
wir brauchen bewegung
beide leben wir in einer welt der ordnung
manche kennen mein mitleid
sie vergilben etwas
doch wir werden alle älter
sie stehen allesamt versöhnlich da
ordnen sich alphabetisch unter
lehnen sich aneinander
stützen sich gar
die alten wie die jungen

vor mir liegen bücher
die wissen wo sie hingehören
doch sie bekommen erst durch die leser
eine seele - ein gesicht

bücher sind meine freunde
sie teilen mit mir
die erfahrung

@ rachel




Eine Liste meiner Lieblingsbücher:

1. Ivo Andric - Brücke an der Drina

Ein wundervoll gelungener Roman über ein kleines Dorf in Bosnien, wessen Leben eine Brücke voll und ganz beeinflusst. Ein sehr empfehlenswerter Roman für alle, die etwas mehr über das Leben im Balkan erfahren wollen.

2. Ernest Hemingway - Wem die Stunde schlägt

Ein sehr guter Roman über einen amerikanischen Freiwilligen im spanischen Bürgerkrieg, über seine "Arbeit" dort für die Republiksanhänger, über seine Liebe, über einen Teil des ganzen Bürgerkrieges. Typisch Hemingway sozusagen.

3. Henryk Sienkiewicz - Quo vadis

Spielt im antiken Rom, in der Zeit im Wirkan von Paulus und Petrus, am Anfang des Aufstiegs des Christentums. Hauptfigur ist ein römischer junger Patrizier, der sich in eine bei der Familie als "Geisel" lebende germanische Prinzessin verliebt, die eine Christin ist. Eine interessante Reihe von psychologischen, philosophischen und geschichtlichen Aspekten. Empfehlenswert.

4. Orhan Pamuk - Schnee

Wohl eines der meistdiskutierten Romane Pamuks. Es beschreibt eine Reise eines aus Deutschland zurückkehrenden türkischen Dichters in seine Heimatregion im Ostanatolien. Es befasst sich mit vielen Themen der heutigen Türkei.

5. Albert Camus - Der Fremde

Nur für philosophisch veranlangte zu empfehlen. Es beschreibt einen Mann dessen Leben sich so kühl gestaltet wie eines Steines. "Mama ist tot." - lautet der erste Satz des Werkes, wessen Kühlheit im ganzem Roman vorhanden ist.

6. Gabriel García Márquez - Hundert Jahre Einsamkeit

Ein - wie soll ich sagen - verzauberter Roman über eine Familie in Kolumbien, wessen Leben 100 Jahre lang verfolgt wird. Familiengeschichte mit den typischen Aspekten südamerikanischer Geschichte vermischt, aber trotzdem irgendwie auch voll mit Hoffnung.

Magyar Grüße,
Rheini


Habe 2 Bücher gelesen die ich richtig Klasse fand .. und war von Sven Regner

Herr Lehmann
+
Neue Vahr Süd


Erstklassige Bücher, einfach grossartig..

Einfach mal lesen

Silvi

Schiesse immer auf den Mond.. sollte das daneben gehen...landest du immer noch in den Sternen.. *Sprichwort aus Amerika*


Zur Zeit "verschlinge" ich Paulo Coelho und zwar alles.
Bin gerade mit ihm auf seinem "Jakobsweg". Zuvor war "das Handbuch des Kriegers des Lichts" dran.

Für einen "Helden der Arbeitslosigkeit" wie mich gerade die richtige Lektüre zur Selbstwertfindung jenseits der Arbeitswelt....
und um das mit dem Helden zu verstehen lese man nebenbei noch die 10 goldenen Regeln des sozialen Abstiegs "Abwärts" (Ziegler/Aichner).



Zur Zeit "verschlinge" ich Paulo Coelho und zwar alles.
Bin gerade mit ihm auf seinem "Jakobsweg". Zuvor war "das Handbuch des Kriegers des Lichts" dran


um die Arbeitswelt der letzten 40 Jahre und viele Erfolge im Job besser verstehen zu lernen, empfehle ich das BUCH:

Die Macht der Freiheit von Hans Olaf Henkel.

Besonders imponiert hat mir die plastische Darstellung des Besuchs von H.O.H. in Cuba bei Castro und seine Vergleiche zwischen dem Umfeld von Castro und Kohl (als Kanzler) am Ende des Buches.

blumi
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