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Thema: Brauni in Bayern


Als ob das nicht schon alles derart lächerlich ist was die da die ganze Zeit veranstalten haben und nun auch noch zum traurigen Höhepunkt gekommen ist. Nö, jetzt streiten sie sich bald drum wo denn Brauni ausgestopft stehen soll.

*koppschüttel*

Ne mir fällt da nichts mehr ein.

:-(

Schiesse immer auf den Mond.. sollte das daneben gehen...landest du immer noch in den Sternen.. *Sprichwort aus Amerika*


Der Bär ist tot, allgemeines Bedauern nach der Anordnung des Landratsamtes, nach dem Sichten des Bären am Spitzingsee, 3 Jäger auszuschicken um ihn zu töten.
Die vielen Begegnungen mit Wanderern und anderen Menschen ließen erkennen, dieser Bär hat keine natürliche Scheu vor den Menschen, im Begegnungsfalle, frisch bei neuer Beute, sogar für diese extrem gefährlich. Hier wurde zum Schutze der Menschen, dieses unberechenbare Tier getötet.
Die Frage hier war, warum wurde er nicht gefangen? Zitat Ultra: Den Bär konnte oder wollt man nicht schützen, ist doch eigenartig? Das hochspezialisierte Land wie Deutschland kann nicht einmal einen Bären fangen, aber den Bären einfach abschießen!
Genau das ist das Problem, sicher wollte man den Bären schützen und versuchte die Jagd mit Narkosegewehr, doch es wäre wohl nie gelungen, an den Bären auf diese 30 m heranzukommen, der auch der Bär kann unterscheiden zwischen den normalen Touristen und einer Jagdgesellschaft. Die finnischen Hunde konnten hier nicht groß helfen, die Düfte dieses Jagdgebietes waren nicht die vom Heimatland und die Witterung wurde laufend verloren.
Andere Jäger, die diesen Jäger noch jagen konnten, standen nicht zur Verfügung. Allein die Finnen haben 20 000 Euros gekostet, ansonsten ca. 2000 Euros pro Tag fielen wohl an, sogar 2 Polizeihubschrauber mit Wärmebild - und Infrarotkameras haben mitgejagt.
Ich nehme an, hier bei den Forenschreibern ist keiner Jäger oder ausgebildet als Naturschützer oder Ranger, es wurde zuviel aus dem Bauch heraus argumentiert und die Frage von "Adam" nach dem Kuschelbär ist berechtigt. Da Bären keine Mimik zeigen, kann hier ein Missverständnis schnell in einer Tragödie enden. Hinweise, dass Bären woanders in Massen auftauchen, nützen nichts, da dieser Bär die Merkmale eines Problembären hatte. Sogar der WWF hat diese erste Einschätzung so gegeben.
Bären in Gegenden wo sie auch gejagt werden, sind nicht nur scheu, sie sind für den normalen Menschen unsichtbar und legen sich nicht mit dem Menschen an, indem sie dessen Haustiere töten. Dieser harmlose Bär hatte über 50 größere Tiere in der kurzen Zeit getötet und immer nur wenige Innereien gefressen, ein Zeichen, dieser Bär war nicht normal.
Das dieser Bär jetzt gewinnbringend irgendwo ausgestopft stehen soll, warum nicht, die Jagd hat viel gekostet und sollte einmal ein 2. Bär auftauchen, man hat jetzt viele Erfahrungen gesammelt und ich hoffe, diese werden dann zugunsten des Bären auch eingesetzt werden, wenn dieser Bär normal ist. Und das sind die meisten.




Die vielen Begegnungen mit Wanderern und anderen Menschen ließen erkennen, dieser Bär hat keine natürliche Scheu vor den Menschen, im Begegnungsfalle, frisch bei neuer Beute, sogar für diese extrem gefährlich. Hier wurde zum Schutze der Menschen, dieses unberechenbare Tier getötet.


Das ist bislang reine Spekulation, ob der Bär hätte gefährlich werden können. (Erstaunlicherweilse bist gerade Du derjenige, der Vokabeln wie "hätten", "werden" und "können" immer in abrede stellt....)
Wenn Du meinst, man müsse den Bären prophylaktisch töten, weil er für andere Menschen hätte gefährlich werden können, dann musst auch Autos verbieten, da diese nachweislich für den Menschen gefährlich sind (Ein schneller Blick in die Unfallstatistik reicht dazu vollkommen aus). Alles andere wäre ist vollkommen Inkonsequent.

Hier wurde kein Mensch geschützt, sondern einfach nur hecktisch gehandelt..... hysterisch eben.

Genau das ist das Problem, sicher wollte man den Bären schützen und versuchte die Jagd mit Narkosegewehr, doch es wäre wohl nie gelungen, an den Bären auf diese 30 m heranzukommen, der auch der Bär kann unterscheiden zwischen den normalen Touristen und einer Jagdgesellschaft.


Sarek, tut mir leid, aber bei so einer Argumentation muss ich mir doch vor lauter Lachen auf die Schenkel klopfen.

Auf der einen Seite behauptetst Du, der Bär hätte überhaupt keine Scheu vor dem Menschen (weswegen er ja so gefährlich wäre), aber auf der anderen Seite sagst du, der Bär wäre so scheu, dass man mit einem Narkosegewehr nicht nah genug an ihn heran kommen kann. Das, mein lieber Sarek, ist ein eindeutiger Logikbruch. Ich habe im übrigen diese Argumentation, die ja nicht von Dir stammt, sondern von der bayrischen Landesregierung, bereits heute morgen gelesen. Vielleicht können Politiker Tiere zum Abschuß freigeben, aber mit Logik haben sie scheinbar nichts zu tun (wär ja qauch mal was ganz Neues...). Denken scheint, zumindest diesen Politikern, im allgemeinen wohl eher schwer zu fallen.

Im übrigen hat sich der deutsche Jagdverband vom Abschuß distanziert:

Der Jäger-Präsident Jochen Borchert sagte zudem: "Die Jägerschaft hat sich frühzeitig vom Abschuss eines geschützten Braunbären distanziert, der in Deutschland überhaupt nicht gejagt werden darf". Die Jäger stünden einer natürlichen Zuwanderung der drei Großraubtiere Bär, Wolf und Luchs nach Deutschland hingegen grundsätzlich positiv gegenüber.


Es gibt eben auch Jäger, die durchaus intelligent sind und erst einmal nachdenken, bevor sie schießen.

Die Sache ist damit ganz klar: Wenn man nicht mit einem Narkosegewehr an das Tier heran kommt, dann ist es sehr wohl scheu. Damit jedoch wird der fragwürdige Abschuß ein für alle mal das was er ist: Hystersicher, unausgegorener Aktionismus.

Und das Argument Jäger - Tourist..... ja neeeeee. is klar. Hey, vielleicht hätten die Jäger ja einfach was mit der Aufschrift "harmlos" oder "lecker Beute" trage sollen....... der Bär kann nämlich auch bestimmt lesen......


Ich nehme an, hier bei den Forenschreibern ist keiner Jäger oder ausgebildet als Naturschützer oder Ranger, es wurde zuviel aus dem Bauch heraus argumentiert und die Frage von "Adam" nach dem Kuschelbär ist berechtigt. Da Bären keine Mimik zeigen, kann hier ein Missverständnis schnell in einer Tragödie enden. Hinweise, dass Bären woanders in Massen auftauchen, nützen nichts, da dieser Bär die Merkmale eines Problembären hatte. Sogar der WWF hat diese erste Einschätzung so gegeben.


Mein Großvater war Jäger und hat mich oft genug mit auf die Jagd genommen. Mein Ex war auch Jäger und auch den habe ich oft genug begleitet, (ich selber würde auch gerne Jagen, habe aber das dazu erforderliche Kleingeld nicht).... ich habe überhaupt kein Problem mit der Jagd ansich, so viel mal zu diesem Thema. Und ich argumentiere auch nicht aus dem Bauch raus, sondern ich bin sehr wohl in der Lage, meinen Kopf zu benutzen. Jemanden zu unterstellen, er würde aus dem Bauch raus argumentieren, fällt allenfalls in die Kathegorie "Totschlagargument", und diese haben sich noch nie als besonders argumentativ oder gar sinnvoll erwiesen........ eher in Gegenteil; sie werden nur dann eingesetzt, wenn man selber nicht über logische Argumente verfügt.
Mir ist ebenfalls bewußt, dass der Bär keineswegs ein "Kuschelbär" ist, sondern ein Raubtier und dass ein Bär nicht über Mimik verfügt ist mir ebenfalls bekannt.
Das unterstellen, man hielte ein gefährliches Raubtier für einen Kuschelbär, nur weil man nicht in hysterischen Aktionismus verfällt, fällt ebenfalls in die Kathegorie "Totschlagargument", aber diemal mit hinterhältigen Fußnote, sein Gegenüber lächerlich zu machen. Das sollte unter deinem Niveau sein.....

Es gibt übrigens genug Verhaltensforscher, die sagen, das vermeindliche Problembär gar keiner ist, so viel zum Thema WWF und so weiter und so fort.

Dieser harmlose Bär hatte über 50 größere Tiere in der kurzen Zeit getötet und immer nur wenige Innereien gefressen, ein Zeichen, dieser Bär war nicht normal.


Ich zitiere an dieser Stelle mal einen Verhaltensforscher, dessen Forschungsschwerpunkt sich mit Bären beschäftigt:

Es ist doch einfacher, ein Schaf auf der Weide zu töten als im Wald einem Reh hinterher zu jagen. Im Übrigen reißt ein Bär normalerweise im Jahr maximal acht Schafe. Weil ihm die Menschen im deutsch-österreichischen Grenzgebiet keine Ruhe gelassen haben, hat er immer wieder zugeschlagen. Von seiner Mutter hatte er außerdem gelernt, nicht zu einem Kadaver zurückzukehren. Sie war mit Gummigeschossen verjagt worden, als sie noch einmal zu einem toten Schaf ging. Das hat sie sich natürlich gemerkt und ihren Jungen weitergegeben.


Soviel zu Deiner Analyse, der Bär wäre nicht mormal. Ich vertraue in diesem Falle doch lieber einem Fachmann, der sich seit Jahren mit Bären in Österreich beschäftigt und sich mit diesen Bären genauestens auskennen dürfte.

Das dieser Bär jetzt gewinnbringend irgendwo ausgestopft stehen soll, warum nicht, die Jagd hat viel gekostet und sollte einmal ein 2. Bär auftauchen, man hat jetzt viele Erfahrungen gesammelt und ich hoffe, diese werden dann zugunsten des Bären auch eingesetzt werden, wenn dieser Bär normal ist. Und das sind die meisten.


Solange Hysteriker darüber entscheiden, was "normal" ist und was nicht, solange werden wir nie wieder Bären in Deutschland haben.
Die Jagd hätte auch nicht viel kosten müssen, man hätte das Tier einfach mal von Fachleuten über einen längeren Zeitraum beobachten

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Die Jagd hätte auch nicht viel kosten müssen, man hätte das Tier einfach mal von Fachleuten über einen längeren Zeitraum beobachten lassen können....... aber dann hätte man ja dem in einigen Teilen Deutschlands so geliebten, unreflektierten, hysterischen Aktionismus aufgeben müssen und sein Gehirn einschalten müssen. Scheint den einen oder anderen maßlos zu überfordern.

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Wenn man sich die ganze Panikmache um diesen Fall mal so durch den Kopf gehen lässt, kann man unter Umständen zu der Frage gelangen, wie hat es die Menschheit überhaupt geschafft zu überleben?
Vor ein paar Tausenden Jahren gab es hierzulande noch jede Menge von Raubtieren in den weiten Wäldern. Wie konnten damals die Ureinwohner überhaupt überleben, wenn man jetzt wegen eines Bären derart in Panik verfällt?

Das Ganze ist ein Präzedenzfall, an dem man sehr gut erkennen kann, wie bestimmte Probleme in unserer angeblich so zivilisierten Gesellschaft gelöst werden:
"Schießt ab, was euch nicht in den Kram passt, was ihr nicht versteht und (vor allem) was sich nicht an eure 'Regeln' halten will."
Der Bär wurde nicht abgeschossen, weil er das Leben von Menschen hätte gefährden können. Er hat etwas anderes tatsächlich gemacht: Er hat ökonomische Interessen gefährdet!
Seien es die der Bauern, deren Schafe er erlegte, oder die der Touristikbranche, die um ihre Einnahmen fürchten musste.

Es ist ziemlich egal, ob es sich um einen Bären in Bayern oder um einen Streik bei VW handelt: Letztendlich geht es dabei immer um ökonomische Interessen. Immer dann, wenn letztere gefährdet sind, handelt man. - Wenn nicht, dann passiert auch nichts.
Oder kümmert man sich in Bayern (oder anderswo) in dem selben Maße um Menschen, deren Leben aus anderen Gründen gefährdet sein könnte???

Das angebliche Argument der Verhinderung von Unglücksfällen ist also nur ein Scheinargument.

Und dieses Thema ist wunderbar geeignet, um von anderen Dingen abzulenken: Dass sich an einem anderen Ort in Deutschland zur Zeit Menschen im Hungerstreik befinden, um für ihre Arbeitsplätze zu kämpfen, hört man dann mal so "nebenbei" im ARD-Nachtmagazin.

Und damit bin ich bei der politischen Dimension dieses Vorgangs:
In einer Demokratie soll die Bevölkerung als "Souverän" Entscheidungsträger sein. Das kann sie aber nur dann kompetent sein, wenn sie über die stattfindenden Vorgänge auch objektiv informiert wird. Wenn nun aber dieser angeblich so gefährliche Bär die Nation in Atem hält und damit andere Informationen verdrängt, findet ein Informationsverlust statt.
Bei uns ist vieles relativ gut demokratisch geregelt bis auf eines:
Die Informationsauswahl, nach denen der angebliche "Souverän" (also die Bevölkerung) seine Entscheidung treffen soll, findet nicht demokratisch statt! Denn wer kontrolliert, wie unsere Medien die Bevölkerung informieren? (Ist diese Frage erlaubt?)

So leid es mir um diesen Bären tut, er war ein "dankbares" Objekt der Desinformation der Bevölkerung hierzulande.

Zwirni


Zuletzt bearbeitet: 28.06.06 05:17 von zwirni


esra
Wenn Du meinst, man müsse den Bären prophylaktisch töten, weil er für andere Menschen hätte gefährlich werden können, dann musst auch Autos verbieten, da diese nachweislich für den Menschen gefährlich sind (Ein schneller Blick in die Unfallstatistik reicht dazu vollkommen aus). Alles andere wäre ist vollkommen Inkonsequent.


genau ESRA, "die Kraft des Faktischen" läßt Menschen nicht immer logisch entscheiden - ich hätte kein Problem mit ein paar (vom Bär verletzten) Spaziergängern (weil sie nicht vorsichtig genug waren) - da ich auch kein Problem mit Verkehrstoten habe, die ihr zu schnelles Auto in der Kurve nicht beherrschen und gegen den Baum fahren.

In einer Demokratie soll die Bevölkerung als "Souverän" Entscheidungsträger sein. Das kann sie aber nur dann kompetent sein, wenn sie über die stattfindenden Vorgänge auch objektiv informiert wird. Wenn nun aber dieser angeblich so gefährliche Bär die Nation in Atem hält und damit andere Informationen verdrängt, findet ein Informationsverlust statt.
Bei uns ist vieles relativ gut demokratisch geregelt bis auf eines:
Die Informationsauswahl, nach denen der angebliche "Souverän" (also die Bevölkerung) seine Entscheidung treffen soll, findet nicht demokratisch statt! Denn wer kontrolliert, wie unsere Medien die Bevölkerung informieren? (Ist diese Frage erlaubt?)

So leid es mir um diesen Bären tut, er war ein "dankbares" Objekt der Desinformation der Bevölkerung hierzulande.

Zwirni



lieber zwirni, es gibt m.E. keine objektive Information der Bevölkerung; jeder Artikel stellt die subjektive Sicht des Schreibers dar und da es unterschiedliche Sichten gibt, muss die Bevölkerung sehr viel lesen und abwägen - dazu ist sie in der Mehrzahl nicht fähig.

Das macht die DEMOKRATIE so schwerfällig, weil "D" für zu viele Entscheidung "Mehrheiten benötigt" - von den zwangsweise wenig kompetenten (schlecht informierten) Stimmen-Gebern.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 02.07.06 08:09 von blumi


blumi:
... es gibt m.E. keine objektive Information der Bevölkerung ...

Das ist mir klar. Die Frage ist, welche Art von politischer Sichtweise erreicht effektiv die Mehrheit der Wahlberechtigten.

Es ist z.B. sehr aufschlussreich, wenn man den heutigen politischen Grundtenor in den öffentlich-rechtlichen Medien mit dem von vor 20 oder 30 Jahren vergleicht. (Manchmal werden im Nachtprogramm alte Dokumentationen oder Reportagen aus dieser Zeit gebracht.)

Zwirni



zwirni
welche Art von politischer Sichtweise erreicht effektiv die Mehrheit der Wahlberechtigten.


die Mehrheit freut sich, wenn die eigenen "Vorurteile" in der Presse bestätigt werden.

blumi


blumi:
die Mehrheit freut sich, wenn die eigenen "Vorurteile" in der Presse bestätigt werden.

Und wie enstehen diese "Vorurteile"? Die sind ja wohl nicht "einfach so" da, oder?

Zwirni



Zu diesem Thema würde ich "Alle Kreter lügen - Die Kunst, mit Vorurteilen zu leben" von Alphons Silbermann empfehlen.

Intelligent geschrieben, mit viel Witz, aber denoch den Boden der Soziologie nie verlassend.

"Wenn wir keine Vorurteile hätten, würde es uns nicht soviel Vergnügen bereiten, in anderen welche zu entdecken."

Da Vorurteile nicht ausrottbar sind, versucht Silbermann zu klären, woher sie rühren, welche Wirkung ihnen zu Eigen ist, welche Funktion sie in der Gesellschaft haben und in welcher Schicht welche Vorurteile vorkommen und wann sie zu Gewalt führen.

So, und nun zurück zum eigentlichen Thema: Der arme Brauni alias Bruno alias JJ1, den jetzt sogar Leichenfledderer von Hagens haben will, um ihn scheibchenweise auszustellen.

Übrigens Zwirni, Du meintest ja, der Bär wurde geschossen, um die Einahmen aus dem Tourismus nicht zu gefährden. Dieses Argument scheint mir nicht stimmig, denn viele sind nach Bayern gereist, wo der Bär auftauchte, um einen Blick auf ihn zu erhaschen oder gar ein Foto von ihm zu schießen.
Außerdem werden derzeit jede Menge Buchungen nach Bayern storniert, weil der Rest der Republik bei "Mördern" (kein Witz, der Ausdruck stammt nicht von mir, sondern von Touristen, die ihre Reise nach Bayern storniert haben) keinen Urlaub machen will.

Vielleicht wird das den schießwütigen bayrischen Verantwortlichen eine Lehre sein. Denn wo packt man solche Menschen besser, als an des Geldbörse.

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zwirni:
blumi:
die Mehrheit freut sich, wenn die eigenen "Vorurteile" in der Presse bestätigt werden.

Und wie enstehen diese "Vorurteile"? Die sind ja wohl nicht "einfach so" da, oder?

Zwirni


zwirni, Vorurteile werden an vielen Stammtischen geboren - klar die BILD-Zeitung mit den vereinfachten BILDERN des Geschehens spielt auch eine wichtige Rolle.

Aber die BILD-Ztg ist nicht gleichzusetzen mit der gesamten Presse !

gruss

blumi


esra:
Zu diesem Thema würde ich "Alle Kreter lügen - Die Kunst, mit Vorurteilen zu leben" von Alphons Silbermann empfehlen.


Dieses Buch würde ich auch jedem empfehlen, v.a. auch um seine eigenen Vorurteile zu erkennen, von denen niemand frei ist.

banana



Über das Thema Brauni oder auch Bruno der Bär wurde genug geschrieben. Bruno ist ja neuerdings in Nymphenburg ausgestellt und sehr friedlich.
Bruno hat ja das Kennzeichen JJ1 gehabt und seone Mutter war eine Bärin in Norditalien, die hat ihre Kinder sehr schlecht erzogen.
Das wurde auch einem weiterem Bären aus der Familie zum Problem, der Bär JJ3, also Brunos Bruder, zum Verhängnis. Er hatte längere Zeit alles fressbare aus Müllcontainern gefressen und wurde in seinen Suchen immer zutraulicher. Die Verantwortlichen im Bündner Land, entschieden sich den eingestuften Problembär zu schießen und das geschah dann auch.

Das alles in der Zeit von Knut und Flocke, doch Knut ist ja kürzlich aufgefallen, er hat aus dem Wassergraben 10 Karpfen herausgefischt und teilweise verzehrte. Sehr zum Entsetzen der Zuschauer, die wohl erwartet haben, Knut bekommt laufend ne Pizza vom Pizzadienst geliefert.
Braun oder Eisbären machen dabei nur das was sie können. Z.B. Fische jagen, dabei hätte der Berliner Zoo sicher auch Robben, so auch mal in den Wassergraben lassen und sich dann wundern, wenn auch Knut die sich fängt.



Also kommen wir mal zum Problembären: Es gibt ihn einfach nicht. Wenn jemand ein Problem macht, dann sind wir das und nicht der Bär.
Dann Knut: Ich finde es eigentlich ganz ok, wenn der Eisbär sich ein Paar fette Karpfen angeln darf. Hat was mit natürlicher Haltung zu tun. Schließlich ist der Eisbär ein Raubtier (sogar das gefährlichste Raubtier der Welt). Wenn er also angelt, dann geht er nur seiner Natur nach. Ehrlich gesagt habe ich deswegen auch die Aufregung rund um die geangelten und verspeisten Karpfen nicht verstanden......

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Die Meldung ist zwar schon einige Wochen her, ich wollte es auch schon mal schreiben, hatte es aber wieder vergessen.
Die von mir genannten Bären, der Bruno wurde in Bayern erschossen, sein Bruder in der Schweiz und seine Schwester kam auch ums Leben, als sie auf der Futtersuche in einen See fiel und so ums Leben kam. Die Mutter dieser Zöglinge ist inzwischen eingesperrt und wird nicht mehr freikommen und wohl auch keine Nachkommen mehr haben.

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