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Thema: Wir sollen zahlen für die Luft !!!!


Wenn der 1. April wäre, hätte ich mal herzlich gelacht über den gestrigen Beitrag von Monitor.

Uns Änschie will doch tatsächlich Bürgerbeiträge für die 'verbrauchte' Luft erheben. Bewohner von Reinluftgebieten sollen mehr bezahlen, als Bewohner in belasteten Gebieten.

Der Report kann unter http://www.wdr.de/tv/monitor/beitragsuebersicht.phtml# als Text (PDF) und als Film angesehen werden.

Fängt so die Altersverwirrtheit an? So alt isse ja eigentlich noch nicht.

Auf Eure (bissigen und lustigen) Beiträge freue ich mich schon jetzt

Euer

Selek



Also langsam haben die doch echt einen Schaden..

Da fällt einem doch nichts mehr zu ein..

*koppschüttel*

Was kommt denn noch alles...

Ach ich wills garnicht wissen :-(



Schiesse immer auf den Mond.. sollte das daneben gehen...landest du immer noch in den Sternen.. *Sprichwort aus Amerika*


Hallo Selek,

der Monitor-Beitrag ist eine Satire.

Witzig finde ich jedoch, wieviele Menschen tatsächlich glauben, dass diese Satire Realtität wäre bzw. sein könnte.

Aber spricht nicht genau das ganze Bände, wenn Bürger dieses Landes davon ausgehen, eine solche absurde Steuer könnte tatsächlich von der Bundesregierung in Arbeit sein?!
Erstaunlich, in welchem Zustand sich dieses Land, seine Bürger sowie seine Regierung befinden. Der eine traut dem anderen nicht, wobei der andere dem einen wiederum jeden noch so absurden Blödsinn zutraut.

Scheint so, als würde in diesem Land eine Menge gewaltig aus dem Ruder laufen.....

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Dieser Beitrag besteht aus 100% recycelten Elektronen!



esra:
Hallo Selek,

der Monitor-Beitrag ist eine Satire.

Witzig finde ich jedoch, wieviele Menschen tatsächlich glauben, dass diese Satire Realtität wäre bzw. sein könnte.

Aber spricht nicht genau das ganze Bände, wenn Bürger dieses Landes davon ausgehen, eine solche absurde Steuer könnte tatsächlich von der Bundesregierung in Arbeit sein?!
Erstaunlich, in welchem Zustand sich dieses Land, seine Bürger sowie seine Regierung befinden. Der eine traut dem anderen nicht, wobei der andere dem einen wiederum jeden noch so absurden Blödsinn zutraut.

Scheint so, als würde in diesem Land eine Menge gewaltig aus dem Ruder laufen.....


Genau das ist der Punkt. Der Bürger kann nicht mehr zwischen Satire und Realität unterscheiden, weil der Staat eine Kassierementalität entwickelt hat und als wäre es selbstverständich immer neuen Unsinn verzapft.

lisa


Zuletzt bearbeitet: 19.06.06 00:39 von lisa


Christian Stroebele: "Ich halte in diesem Land mittlerweile alles fuer moeglich." Als Antwort auf die Frage nach einer aehnlich absurden Angelegenheit (iirc).



lisa
weil der Staat eine Kassierementalität entwickelt hat


ich möchte hier etwas mehr differenzieren.
Der Staat sind auch LISA und ich, nur wir beide und viele andere haben keine Chance zu kassieren und müssen sich zurückhalten.

Es geht um die zu vielen Parlamentarier, die sich immer mehr Gesetze ausdenken, deren Umsetzung der "kleine Mann auf der Strasse" bezahlen muss.

Ich behaupte "weniger wäre mehr" im Sinne Vorteil für die "KLEINEN".

blumi


Hallo blumi

Ich bin ganz deiner Meinung.
Es gibt zuviel Vorschriften und Gesetze.

Aber sind es wirklich die Politiker die das wollen?

Das bezweifle ich.
Es gibt kaum ein anderes Land, keine anderes Volk das immer nach Recht und Ordnung schreit.

Alles soll geregelt sein, alles muss seine Ordnung haben.

Wo kommen wir hin wenn jeder machen darf was er will.

Das ist so typisch deutsch, das ich denke dass die Verordnungsflut mehr dem Bedürfnis der Bürger als der Politiker entspricht.




Man braucht nur lange solch Gerüchte bis es wahr ist.

ultra



adam
Wo kommen wir hin, wenn jeder machen darf was er will.


wie definierst Du Freiheit ?

Darauf sind wir doch eigentlich am MEISTEN stolz.

Du hast RECHT; wir bekommen viele der Politiker ins Parlament, die alles geregelt haben wollen.
"Sie wollen etwas bewegen !" und vergessen die Freiheit, die sie einschränken. Einige FREIDEMOKRATEN u. Grüne erinnern ab und zu an FREIHEIT !

blumi

Zuletzt bearbeitet: 21.06.06 08:30 von blumi


blumi:
Du hast RECHT; wir bekommen viele der Politiker ins Parlament, die alles geregelt haben wollen.


Wieso habe ich "RECHT"?
Das habe ich doch gar nicht gesagt. Ich sagte genau das Gegenteil.

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Die Grünen werden sich über diene Meinung freuen.
Aber auf der Seite der www.gruene.de (site:www.gruene.de freiheit) finde ich das Wort nicht ein einziges mall erwähnt.

Bist du Mitglied der Grünen Partei?




adam, so habe ich es gemeint !
wir bekommen viele der Politiker (durch die Wahl) ins Parlament......... zum REGELN


muss man Mitglied der GRÜNEN Partei sein ?

ich will nicht alles geregelt haben und die GRÜNEN wollen es auch nicht. Wenn sie gegen den ATOM-Strom sind - dann ist das ein Bruchteil der Regelungen in der BRD; was ich begrüße, weil der Atommüll m.E. das grösste Friedensrisiko ist.

dies habe ich mit google zu GRÜNE FREIHEIT gefunden

http://www.gruene-freiheit.de/index.php?name=News&file=article&sid=131&theme=Printer

http://www.stokar.de/index/show/125031.html


blumi

Zuletzt bearbeitet: 21.06.06 18:44 von blumi


Hallo blumi

Ich will auch nicht alles geregelt haben.

Aber ob es die Grünen sein sollen? Da würde ich von dir schon noch gerne ein Argument hören.

Wenn du einfach nur keine Regeln haben willst dann schaue dir doch:
http://www.appd.de an.

Das ist die APPD - Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands

Die wollen gar keine Regeln.

Mag sein das du mich oder andere Leser davon überzeugen kannst das die Grünen für Freiheit stehen. Doch bisher ist, die FDP für mich, mehr eine Partei der Freiheit als die Grünen.

Natürlich die FDP meint sehr oft Freiheit des Geldes, aber auch andere Freiheiten.

Bei den Grünen wird die Freiheit insbesondere die Bewegungsfreiheit sehr schnell eingegrenzt wenn deswegen eine Kröte sterben muss.




Ich war viele Jahre als Vertrauensperson bei der Bundeswehr tätig. Ich war während meiner Bw-Laufbahn sowohl Vorgesetzter als auch Unterstellter. Ich habe damals die Erfahrung gemacht: Viele Einzelregelungen sind ein Zeichen von Inkonsequenz.
Es gibt keine Regelung für die Gesamtheit, die auch nicht einmal zu einem Nachteil für denjenigen führen kann, für dessen gerechte Behandlung sie ursprünglich gedacht war. Führt man dann eine Sonderregelung für diesen Einzelnen ein, dauert es nicht lange bis der Nächste "an die Tür klopft" und auch eine Ausnahmeregelung für sich beansprucht und dies mit dem Recht auf Gleichbehandlung begründet. Wenn man dem dann nachgibt, findet man sich recht bald in einem Gewirr von Einzelregelungen wieder, aus dem man nicht mehr herauskommt.

Die Unzahl von Regelungen in Deutschland hat verschiedene Ursachen:
  • Zum einen ist sie Ausdruck der ausgetragenen Interessenkonflikte der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in diesem Land. Es ist genauso, als wenn sich mehrere Skat-Spieler aus unterschiedlichen Regionen zu einem Spiel irgendwo in einer Kneipe in Deutschland zusammenfinden: Die müssen auch erst mal eine Stunde lang über die Regeln verhandeln, nach denen sie spielen wollen, weil jeder das Spiel bei sich zu Hause anders spielt. Das Gerechtigkeitsempfinden ist bei den unterschiedlichen sozialen Gruppen hierzulande auch unterschiedlich ausgeprägt.

  • Zum anderen haben wir das System der parlamentarischen Demokratie: Viele der gewählten "Volksvertreter" stehen in dem Konflikt zwischen dem Wilen ihrer Wähler und den Interessen der Lobbyisten. Damit nicht sichtbar wird, dass sie eigentlich nicht den Willen ihrer Wähler vertreten, bedarf es komplizierter bürokratischer Regelungen, die die Wähler nicht durchschauen, aber den Auftraggebern der Lobbyisten freie Hand oder Schlupflöcher lassen.
Das beste Beispiel ist die gerade stattfindende, sogenannte "Gesundheitsreform": Da wird etwas konstruiert, was bei flüchtiger Betrachtung plausibel erscheint, was aber im Endeffekt nur dazu führt, dass die normalen Leute stärker zur Kasse gebeten werden, aber die wirklichen Profiteure des Systems weiterhin unangetastet bleiben.

Wenn wir über Freiheit reden, dann müssen wir auch immer darüber reden, dass die persönliche Freiheit ihre Grenzen dort findet, wo sie die Freiheit anderer Menschen einschränkt. Leider berücksichtigt unser bürgerliches Rechtssystem nicht den ökonomischen Nachteil, den ein großer Teil der Bevölkerung dadurch hat, dass er nicht über Kapital verfügt.

Und noch eine Bemerkung zum Schluss:
Im Allgemeinen jammern die Menschen immer über irgendwelche gesetzliche Regelungen. Wenn aber irgendeine Katastrophe passiert, dann fragen alle: "Was für gesetzliche Regelungen gibt es in diesem Fall?", "Wurden diese eingehalten?", "Wer hat das überprüft?".

Für ein geregeltes Zusammenleben der Menschen muss es Prinzipien geben, die man auch konsequent durchsetzt. Eine großer Teil der Regelungen hierzulande sind auf Sonderwünsche bestimmter einflussreicher gesellschaftlicher Gruppen zurückzuführen. (Seien es nun aktuell Pharma-Komzerne oder der Marburger Bund.)

Es reicht nicht, allgemein den Abbau der staatlichen Regelungen zu fordern, man muss schon genau sagen, welche Grundprinzipien man alternativ dem gegenüber stellen will.

Zwirni



zwirni
Wenn wir über Freiheit reden, dann müssen wir auch immer darüber reden, dass die persönliche Freiheit ihre Grenzen dort findet, wo sie die Freiheit anderer Menschen einschränkt. Leider berücksichtigt unser bürgerliches Rechtssystem nicht den ökonomischen Nachteil, den ein großer Teil der Bevölkerung dadurch hat, dass er nicht über Kapital verfügt.



genau - und da bedarf es eines gesunden Gerechtigkeit-Gefühls.
Kapital braucht man, "um Prozesse durchstehen zu können" - wenn wir Prozesse vermeiden, kommen wir mit weniger Kapital aus und bleiben frei - ohne gleichzeitig alle über das gleiche EINKOMMEN/Vermögen verfügen zu können.

zwirni
Für ein geregeltes Zusammenleben der Menschen muss es Prinzipien geben, die man auch konsequent durchsetzt. Eine großer Teil der Regelungen hierzulande sind auf Sonderwünsche bestimmter einflussreicher gesellschaftlicher Gruppen zurückzuführen. (Seien es nun aktuell Pharma-Komzerne oder der Marburger Bund.)



das DURCHSETZEN der Prinzipien erfordert heute den Anwalt/das Gericht/die Polizei. Mit Einfluss/Geld macht man sich den Staat mit seinen Organen zum Dienstleister !

Mir reicht das Grundgesetz !

Mag sein das du mich oder andere Leser davon überzeugen kannst das die Grünen für Freiheit stehen. Doch bisher ist, die FDP für mich, mehr eine Partei der Freiheit als die Grünen.

Natürlich die FDP meint sehr oft Freiheit des Geldes, aber auch andere Freiheiten.

Bei den Grünen wird die Freiheit insbesondere die Bewegungsfreiheit sehr schnell eingegrenzt wenn deswegen eine Kröte sterben muss.

Gruß, Adam


du sagst es FDP und Grrüne haben unterschiedliche Klientel.
Wer GELD hat kann den Wohnort wählen - der REST muss sich seinen Wohnort vor dem Atommüll bewahren.

Gut fand ich bzgl. Umweltbewußtsein den FILM gestern (3.Progr. NDR) über den Fluss Hudson (New York) und seine UFER ; ehemals Industrie + Fluss als Kloake / Land vergiftet - heute Naturschutz und sauberer Hudson. Einige ELITEN in USA haben sich der Umwelt am Hudson angenommen - mit erheblichem Privat-Kapital; und haben sich die Freiheit zum gesunden Leben in den Naturschutzgebieten am sauberen Hudson mit Freizeitwert auf den vielen Privatyachten erhalten.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 23.06.06 09:44 von blumi


Der Staat ist ein Dienstleister.
Er erbringt für dich Dienstleistungen die du als einzelner nicht leisten kannst.

Was es bedeutet wenn ein Staat, nicht mehr funktioniert oder sogar ganz abgeschafft worden ist, kannst du jenen Tag in den 20 Uhr Nachrichten sehen.

Ja ja natürlich regiert Geld die Welt. Auch den Staat, ganz klar.

Aber der Staat ist doch nur ein Bilderrahmen das Bild sind die Menschen.

Abzocken wo es nur geht, Geiz ist Geil, das ist doch nicht der Staat, das sind die Bürger.
Jeder klagt nur der Staat, aber hier sollte man sich selber doch erst anschauen.

Ich denke dann würde jeder schnell feststellen dass der Staat genauso arbeitet wie es ihn seine Bürger vorleben


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