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Thema: Wirtschaftsaufschwung (ohne mehr Gehalt für Fans)


das fand ich bei Sabine Christiansen.

4,7 Milliarden zusätzlicher KonsumDem Produktivitätsverlust durch WM-Tratsch stünden jedoch geschätzte 4,7 Milliarden Euro gegenüber, mit denen die Fans den Konsum während der Fußball-WM zusätzlich anheizten. Rund 66 Euro hat der durchschnittliche Bundesbürger über 14 Jahren der Studie zufolge wegen der WM im eigenen Land der Umfrage zufolge zusätzlich ausgegeben.

Profitiert habe vor allem die Getränke-Industrie und die Gastronomie, auf die 2,1 Milliarden Euro und damit 45 Prozent der zusätzlichen Ausgaben entfielen. Erst an zweiter Stelle stünden Fan-Artikel mit 1,3 Milliarden, Kleidung und Sportartikel mit 900.000, Reisen mit 600.000 und Elektroartikel mit 400.000 Euro.

Wen diese Zahlen nicht überzeugen, für den hat Voeth - ganz arbeitnehmerfreundlich - übrigens noch ein Argument bereit: "Nicht ausgeschlossen werden kann dabei aber, dass die Euphorie auf der anderen Seite dazu geführt hat, dass die verbleibende Arbeitszeit produktiver genutzt wurde."


blumi


Hatten wir das Thema Manipulation durch Medien nicht gerade erst?

Originalmeldung

Die vom zitierten Markus Voeth erstellte WM-Studie

Die Studie besteht zu einem großen Teil aus heißer Luft und kann aufgrund ihrer Konzeption schon gar nicht die Frage beantworten, ob durch die WM ein nachhaltiger Wirtschaftsaufschwung stattfinden kann. (Ist auch nicht verwunderlich, da sie aus BWL-Perspektive "gedacht" ist.)
Die Schlußfolgerung "4,7 Milliarden zusätzlicher Konsum" auf tagesschau.de ist unzulässig und falsch, da die Studie nicht untersucht hat, welche Wirtschaftsbereiche durch geringeren Konsum von der WM negativ beeinflusst wurden. Das lässt sich sowieso und wenn überhaupt erst am Jahresende feststellen.
Zur Erläuterung: In der Studie wurde die Frage gestellt: "Haben Sie inspiriert durch die WM zusätzliche Ausgaben getätigt?" Ich glaube manch einem Befragten und auch den Fragestellern war dabei nicht klar, dass man dafür ohne WM vielleicht etwas anderes gekauft hätte oder jetzt nach der WM weniger konsumieren wird, um die zusätzlichen Ausgaben zu kompensieren.
Es handelt sich also einmal wieder um die typische BWL-Kurzsichtigkeit hiesiger "Experten" und das bewusste Handeln von Journalisten, die daraus eine irreführende und manipulierende Meldung machen.

Zwirni



Zur Erläuterung: In der Studie wurde die Frage gestellt: "Haben Sie inspiriert durch die WM zusätzliche Ausgaben getätigt?" Ich glaube manch einem Befragten und auch den Fragestellern war dabei nicht klar, dass man dafür ohne WM vielleicht etwas anderes gekauft hätte oder jetzt nach der WM weniger konsumieren wird, um die zusätzlichen Ausgaben zu kompensieren.
Es handelt sich also einmal wieder um die typische BWL-Kurzsichtigkeit hiesiger "Experten" und das bewusste Handeln von Journalisten, die daraus eine irreführende und manipulierende Meldung machen.

Zwirni


danke zwirni, für die links

Schlagzeilen zur Studie 2006

"Gewinner und Verlierer der WM"
In einem Vortrag vor dem Rotary Club Esslingen-Filder setzte sich Prof. Voeth mit der Frage auseinander, für wen die WM letztlich ein Erfolg war und wer zu den Verlierern zu zählen ist. Die Folien des Vortrags vom 24. Juli 2006 finden Sie hier.



die einen sagen: es ist genug Geld bei den Verbrauchern (Durchschnitt für alle) - es muss nur ausgegeben werden.

die anderen sagen (wie zwirni) : wir brauchen mehr Geld beim "kleinen Verbraucher", um die Wirtschaft anzukurbeln.

bei mir persönlich stelle ich folgendes Kaufverhalten fest:
ich kaufe nur das, was dringend nötig ist, weil ich keinen Zuwachs an Einnahmen aber Zuwachs an Ausgaben in der Zukunft (ich lebe nicht mehr lange) zu erwarten habe; ich muss vermeiden, in eine Zwangssituation zu geraten, also müssen Reserven gehalten werden.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 09.08.06 10:44 von blumi


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