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Thema: Rauchverbot in Gaststätten


Schöne Aussichten *gg*.
Aber wo bleiben denn die Forderungen nach Raucherlokalen, in denen Nichtraucher dann nichts zu suchen haben? Jedem Gastwirt muss es in einer Demokratie erlaubt sein, sein Lokal als Raucher- oder Nichtraucherlokal auszuweisen.
Wann ist es denn soweit, dass ein Gastwirt einem Übergewichtigen kein Essen mehr servieren darf? Oder vielleicht ist dann ein Salat noch genehmigt. Wird eine Sahnesosse serviert, muss der Gastwirt dann mit horrenden Geldstrafen rechnen.
Oder Alkohol - der ist ja auch gefährlich. Mit Sicherheit statistisch gesehen bei weitem gefährlicher als Rauchen. Wird ein "Alkoholunfall" mit über 0,0 Promille dann mit Strafen beim Gastwirt oder Gastgeber geahndet, der (zum Essen ein Bier) ausgeschenkt hat?? Werden die Kosten der Unfallopfer dann bei den Gastwirten eingeklagt??
Wie wird das überwacht? Werden IM's in jeder Gaststätte Stammgäste? Merkel dürfte mit IM's ja Erfahrung haben.

Mensch, lasst doch Kirche im Dorf. Als gäbe es nichts wichtigeres, als das Rauchen zu verbieten.

Aber in der Politik braucht man ja Ablenkungsmaöver, um vom Wesentlichen abzulenken. Da gehts nach dem Motto: Es gibt Wichtiges zu tun, lassen wir es liegen und verarschen die bescheuerten Bürger.



Aber wo bleiben denn die Forderungen nach Raucherlokalen, in denen Nichtraucher dann nichts zu suchen haben? Jedem Gastwirt muss es in einer Demokratie erlaubt sein, sein Lokal als Raucher- oder Nichtraucherlokal auszuweisen.


das will der Gastwirt nicht.

die Gastwirte sind m.E. für die Gesundheit ihrer Gäste mitverantwortlich. Und da die Gesundheit des EINZELNEN (als Passivraucher wird der Gast belastet) ein Grundrechts-Anspruch ist, gibt es Verkehrsregeln für den PKW u. LKW und eben auch die staatl. Überwachung von Nahrung, Luft und Wasser. Aber es gibt wichtigere Themen - da hast Du RECHT !

blumi

Zuletzt bearbeitet: 09.08.06 10:38 von blumi


blumi:
Und da die Gesundheit des EINZELNEN (als Passivraucher wird der Gast belastet) ein Grundrechts-Anspruch ist, gibt es Verkehrsregeln für den PKW u. LKW und eben auch die staatl. Überwachung von Nahrung, Luft und Wasser. Aber es gibt wichtigere Themen - da hast Du RECHT !


Dann müsste auch generell das Autofahren verboten werden. (Durch Abgase wird "der Passant" auch belastet.)
Es bleibt doch aber jedem selbst überlassen, ein Lokal in dem geraucht wird aufzusuchen oder auch nicht. Fast jedes Restaurant hat eine Nichtraucherzone. In vielen Läden ist das Rauchen sogar ganz untersagt. Das müsste doch eigenlich genügen.
Und wenn man in Bierkneipen das Rauchen verbietet, sollte man sich nicht wundern, wenn diese dann von der Bildfläche verschwinden. Eine in diese Richtung führende Zielsetzung ist bei den militanten Rauchverbietenwollern allerdings durchaus vorstellbar.
Das sagt übrigens jemand, der mit dem Rauchen aufgehört hat.

Gruß
warschi



Dann müsste auch generell das Autofahren verboten werden. (Durch Abgase wird "der Passant" auch belastet.)


Aber es gibt doch Verkehrsregeln zum Schutz des Lebens, das ist doch etwas - und es gibt Militär zum Schutz gegen Angriffe von feindlich gesinnten Ländern....

in diesem Sinne schaltet sich der Staat für das Wohlergehen des EINZELNEN ein. Die Geschädigten in USA haben da schon Prozesse gegen die TABAK-Industrie geführt.

Es ist bewiesen, dass man der Zigarette nicht ausweichen kann; und dass der Passiv-Raucher geschädigt wird (mehr als durch Autoabgase oder Unwetter, was man wohl hinnehmen muss !)



blumi


blumi:

...Es ist bewiesen, dass man der Zigarette nicht ausweichen kann; und dass der Passiv-Raucher geschädigt wird (mehr als durch Autoabgase oder Unwetter, was man wohl hinnehmen muss !)


Wer hat das wo bewiesen?
Wenn in sämtlichen öffentlichen Gebäuden (damit meine ich Gebäude, die zwangsläufig von Personen betreten werden müssen)das Rauchen verboten ist, denke ich dass die Belastung für Passiv - Raucher in vernachlässigbarer Intensivität auftritt.
Es ging mir nur darum, dass ich das Rauchverbot in Gaststätten für falsch halte.
Jede/r kann selbst entscheiden, ob er/sie eine verrauchte Kneipe betreten will oder nicht.




Hallo warschi, schön wieder von Dir zu hören. Und muß Dir gleich voll und ganz zustimmen

Mehr Reglementierung, weniger Freiheit, das kann es doch nicht sein.

Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden - meinetwegen in den Rathäusern, in Schulen und auf Bahnhöfen. Einhaltung bzw. Erweiterung der bestehenden Jugendschutzbestimmung in Punkto Rauchverbot. Aber dann muß es auch gut sein.

Ich sage dies als seit einigen Jahren überzeugter Nichtraucher, der allerdings den weitaus größeren Teil seines Lebens mit sich selbst gekämpft hat, Nichtraucher zu werden – Roth Händle, Reval Juno, Ova etc. für alle Kenner der Materie :-)

Nun denn, wie Selektros schon sagte:
Laßt die Kirche im Dorf.
Vermutlich alles Teil des politischen Sommertheaters. Nachdenklich stimmt nur, daß Leute wie der Seehofer es nötig haben, hier stimmgewaltig ein- bzw. anzustimmen.



Mehr Reglementierung, weniger Freiheit, das kann es doch nicht sein.


hallo meini - "es stoert DICH bei Seehofer ??"

ich bin schon immer NICHTRAUCHER - und mir ist es nicht wichtig, ob nun der Gesetzgeber einschreitet.

Aber es gibt viele, die werden durch passiv-rauchen gestört/geschädigt; unsere Gesundheitskosten sind ein riesen Problem im Haushalt, weil vermutlich "Rauchen" Folgekosten (Krebs + Chemo-Th.) hat, die höher sind als die Tabak-Steuer einbringt. Das scheint die Erkenntnis von Seehofer zu sein.

meini, es ist kein Sommertheater - es ist das "Suchen nach einem individuellen Profil der beiden Regierungsparteien".

Sicherheit oder Freiheit

das beschäftigt auch Bosbach (lt FOCUS).

Auch in Deutschland gibt eine „anhaltende Bedrohungslage. „Wir sollten nicht glauben, wir wären auf der sicheren Seite“, sagte CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach.


blumi

Zuletzt bearbeitet: 11.08.06 09:39 von blumi


blumi:


...Aber es gibt viele, die werden durch passiv-rauchen gestört/geschädigt;...


Wo werden heute noch Leute durch passiv-rauchen beeinträchtigt?




blumi:

............ die werden durch passiv-rauchen gestört/geschädigt; unsere Gesundheitskosten sind ein riesen Problem im Haushalt, weil vermutlich "Rauchen" Folgekosten (Krebs + Chemo-Th.) hat, die höher sind als die Tabak-Steuer einbringt. Das scheint die Erkenntnis von Seehofer zu sein.

meini, es ist kein Sommertheater - es ist das "Suchen nach einem individuellen Profil der beiden Regierungsparteien".


Das scheint aber nur die Erkenntnis von Seehofer zu sein. Wo kann man denn nachweislich prüfen, ob das auch so ist?
Wenn ich mal zum Arzt oder Othopäden gehe, sitzt da alles voll von Personen mit Sportunfällen. Und die Zahlen keine Sportsteuer für ihre Krankheiten.



Der Staat braucht die Raucher!

Kleine überschlägige Rechnung:
Lt. Statistik leben Nichtraucher 12 Jahre länger als Raucher.
140.000 Menschen sterben lt. Schätzungen jährlich an den Folgen des Rauchens. Die Durchschnittsrente beträgt z.Zt. 1.176 Euro (lt. Focus). Gäbe es keine Raucher, müssten jährlich 23,7 Mrd. zusätzlich für Renten ausgegeben werden. Hinzu kommt die Tabaksteuer in Höhe von rd. 16 Mrd. Euro, zusammen also rd. 40 Mrd. Euro!

Die Kosten für die Behandlung von Rauchern werden verlagert auf die Behandlung anderer Krankheiten (die wenigsten Menschen - auch Nichtraucher - sterben pumperlgesund!), das dürfte ein Nullsummenspiel sein, durch die längere Überlebenszeit vielleicht finanztechnisch sogar eher ins Negative abwandern.

Noch Fragen (vielleicht an den Finanzminister), Herr Seehofer?

banana



banana ja, Du hast sicherlich richtig gerechnet.
die wenigsten Menschen - auch Nichtraucher - sterben pumperlgesund
- wie wahr !
Aber eine Partei - wie die CDU - denkt dann wohl nicht nur an die Finanzen.
Das Leben bis zum Tod "in Würde" ohne Krebs-Qualen ist der CDU wichtig bzw. persönliche Erlebnisse können Seehofer dazu ermuntert haben, Kinder u. Erwachsene in der BRD vom Rauchen abbringen zu wollen !

zwirni, rauchen dürfen ist m.E. kein Symbol von Freiheit - smile - das entlastet Seehofer.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 11.08.06 14:09 von blumi


warschi:
blumi:


...Aber es gibt viele, die werden durch passiv-rauchen gestört/geschädigt;...


Wo werden heute noch Leute durch passiv-rauchen beeinträchtigt?


es müssen die Gaststätten sein, sonst wäre es kein Thema

selektros
Wenn ich mal zum Arzt oder Othopäden gehe, sitzt da alles voll von Personen mit Sportunfällen. Und die Zahlen keine Sportsteuer für ihre Krankheiten.


viele werden gesund / wenige leiden nach dem Sport-Genuß - das ist wirkungsvoller als Steuern.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 11.08.06 14:06 von blumi


blumi:
banana ja, Du hast sicherlich richtig gerechnet.
die wenigsten Menschen - auch Nichtraucher - sterben pumperlgesund
- wie wahr !
Aber eine Partei - wie die CDU - denkt dann wohl nicht nur an die Finanzen.
Das Leben bis zum Tod "in Würde" ohne Krebs-Qualen ist der CDU wichtig bzw. persönliche Erlebnisse können Seehofer dazu ermuntert haben, Kinder u. Erwachsene in der BRD vom Rauchen abbringen zu wollen !


Tja blumi,

die Krebsqualen sind kein Privileg von Rauchern. "Nur" knapp 20% der Krebserkrankungen sind mittelbar oder unmittelbar auf das Rauchen als Verursacher zurück zu führen. Alzheimer oder andere tödliche Erkrankungen sind sicherlich auch kein Zuckerschlecken und bedeuten eine lange quälende Leidenszeit. Wohingegen eine "ordentliche", spät erkannte Krebserkrankung meist nur ein paar Wochen oder maximal Monate Qualen verursacht, die man heutzutage durch geeignete Opioide stark minimieren kann. Wobei man dazu bemerken muss, dass die Palliativ-Medizin induLa verglichen mit anderen Staaten auf deutsch gesagt "für den Arsch" ist!!! 80% der Krebspatienten in D sterben unter unsäglichen Schmerzen und Qualen. In ALLEN anderen EU-Staaten geht diese Quote gegen NULL PROZENT!

Warum? Weil es bei uns völlig schwachsinnige BTM-Gesetze gibt und die Ausbildung der Ärzte bei uns diesbezüglich GROTTENSCHLECHT ist. THC-Präparate, die NACHWEISLICH eine große Hilfe für Krebs- und Aidspatienten sind, dürfen bis auf ganz wenige Ausnahmen in Studien gar nicht verschrieben werden. In allen Ländern längst eine anerkannte Therapieform, sogar in den USA.

So muss z.B. auf ALLEN BTM-Beipackzetteln der Hinweis stehen, dass die Einnahme süchtig macht, was absoluter Unsinn ist. Wenn der Patient nach Absetzen der Medikation wieder unter Schmerzen leidet, heißt es, er ist süchtig. Was ist mit Diabetes-Patienten, denen man das Insulin entzieht? Sind die süchtig, weil ihr Blutzuckerspiegel dann auf lebensgefährliche Werte steigen kann?

DARUM sollte sich Seehofer mal kümmern, wenn es ihm um Lebensqualität von Kranken geht und nicht das Sommerloch mit seinem Schwachsinn füllen. Ein Loch stopft kein Loch.

Ich kann nur jedem Patienten (bzw. den Angehörigen) empfehlen, einen Arzt wegen unterlassener Hilfeleistung bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen, wenn er die entsprechenden nützlichen Opioide oder Morphinderivate einem Schwerstkranken zur Schmerzbefreiung nicht verschreibt (die übrigens meist kaum teurer als Aspirin sind). Da muss nicht einmal Krebs als Ursache vorliegen, auch schwere rheumatische Erkrankungen können ein Beispiel für die Notwendigkeit einer BTM-Therapie sein.

Ansonsten sollte man sich umgehend an speziell ausgebildete Schmerztherapeuten wenden, die mit der Thematik meist vertraut sind.

banana

Anm.: Bei dem Thema weiß ich wirklich, wovon ich rede.



banana:
Wohingegen eine "ordentliche", spät erkannte Krebserkrankung meist nur ein paar Wochen oder maximal Monate Qualen verursacht...


Bei dieser Aussage bekomme ich wirklich Bauchschmerzen. Sie ist an Zynismus kaum zu übertreffen (vor allem, wenn fast die ganze Familie an Krebs geradezu verreckt ist...). Wenn ich auch die anschließenden Aussagen zur Schmerztherapie sehr interessant finde.

Aber zum Thema. Hier schlagen tatsächlich zwei Herzen in meiner Brust. Ich schicke voraus, dass ich relativ starke Raucherin bin.

Der Unterschied zu allem Aufgeführten (Alkohol z.B.) ist, dass mit diesen "Genussmitteln" tatsächlich keinem anderen, der daneben sitzt, geschadet wird. Mit meinem Qualm schade ich aber unmittelbar meinem Nachbarn, abgesehen mal davon, dass es für einen Nichtraucher sicher unangenehm ist, von meinem Qualm belästigt zu werden.

Wenn es nur mir selbst schaden würde, fände ich das Verbot ohnehim unmöglich. Aber da es eben unbestritten das Risiko des Passivrauchens gibt bzw. die daraus resultierenden Schäden, kann ich das Verbot schon nachvollziehen und auch irgendwie verstehen. Obwohl ich eine der "Leidtragenden" sein werde.
Es wird also ein weiterer Schritt in Richtung "Ausgrenzung der Raucher" sein, der vielleicht aber auch einfach notwendig ist.

Seit vielen Jahren schon darf ich an meinem Arbeitsplatz nicht mehr rauchen. Ich treffe mich also ab und zu mit ein paar Kollegen vor der Tür. Fast alle der Raucher in meinem Freundes- und Bekanntenkreis haben inzwischen aufgehört (oder haben noch nie geraucht), so dass ich zunehmend zum Exoten werde, eigentlich schon bin. Es gibt nur eine einzige Freundin, bei der ich im Haus rauchen darf (und sie war schon immer Nichtraucherin), bei allen anderen muss ich ebenfalls vor die Tür.

Natürlich finde ich das geradezu diskriminierend. Andererseits kann ich das aus nichtrauchender Sicht auch verstehen. Denn für Nichtraucher ist der Qualm einfach nur unangenehmer Gestank, der so leicht auch nicht wegzulüften ist, jetzt mal abgesehen von den gesundheitlichen Aspekten.

Das nun offenbar kommende Rauchverbot in Lokalen (ist das eigentlich schon definitiv?) habe ich nur als logische Folge dieser Entwicklung begriffen und geradezu stoisch akzeptiert. Es passt mir nicht - aber ich verstehe es.



Tina:
banana:
Wohingegen eine "ordentliche", spät erkannte Krebserkrankung meist nur ein paar Wochen oder maximal Monate Qualen verursacht...


Bei dieser Aussage bekomme ich wirklich Bauchschmerzen. Sie ist an Zynismus kaum zu übertreffen (vor allem, wenn fast die ganze Familie an Krebs geradezu verreckt ist...). Wenn ich auch die anschließenden Aussagen zur Schmerztherapie sehr interessant finde.


Hallo Tina,

die Aussage ist sehr zynisch und auch so gemeint, sollte aber nur als Provokation zur Vorbereitung meiner anschließenden Argumentation zur Palliativ-Medizin in Deutschland dienen, die sich im Ergebnis in Nichts von brutalster Folter in Ländern unterscheidet, die staatlicherseits Folter betreiben und von uns (den sog. westlichen Staaten) herablassend und vorwurfsvoll betrachtet werden. Bei uns wird täglich in ganz erheblichem Maße brutalste Folter an Schwerstkranken betrieben! Das ist ein Faktum! Den Menschen wird durch Nichtbehandlung der Schmerzen, die so leicht wäre, jeglicher Lebenswille ausgepustet. Ich habe das oft genug gesehen, GEHÖRT und miterlebt. Hast Du mal einen Krebskranken im Endstadium vor Schmerzen schreien hören?

Nicht ich bin wirklich zynisch! Zynisch und mörderisch ist der Umgang mit den Patienten! Da sollte unsere Politik endlich wach werden und nicht weiter wie eine Bananenrepublik öffentlich-rechtliche Folterinstitutionen betreiben.

Und zum Thema. Wenn du dreimal täglich als nichtrauchender Fußgänger den Stachus in München überquerst, hast du mehr Schadstoffe eingeatmet, als ein Raucher auf dem Land, der täglich 3 Packungen pieft!

Erstaunlicherweise sind nur etwa 40% der Lungenkrebstoten Raucher.

banana


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