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Thema: Die Ausgrenzung des P. - ein Beispiel für Willkür


Aus fadenscheinigen Gründen wurde dem bereits eingebürgerten P. sein bereits seit Jahrzehnten bestehender staatsbürgerschaftlicher Status entzogen.
P. ist ein anerkanntes, etabliertes Mitglied der Gesellschaft. Sein Leben verläuft in ausgesprochen ruhigen, wenn auch exzentrischen Bahnen. Im Mittelpunkt stand er nie, eher befand er sich meistens weit draußen, am ruhigen und unauffälligen Rand der Gesellschaft.

Doch jetzt schlug plötzlich, wie ein Blitz aus heiterem Himmel, die amtliche Verfügung ein: P. wurde ohne jede Vorwarnung die Staatsbürgerschaft aberkannt.

Nach Auffassung der Behörden sei zugunsten von P. berücksichtig worden, dass er sich ausschließlich in der Umgebung seiner Heimat bewegt habe. Er habe auch seine Existenz rundum aus eigener Kraft gesichert. Beides war bisher die Bedingung für einen Erhalt des staatsbürgerschaftlichen Status – gegen P. konnte also nichts unternommen werden. Um P. dennoch die Staatsbürgerschaft zu entziehen, bediente sich die zuständige Behörde eines Tricks: sie änderte in einer umstrittenen Abstimmung die entsprechenden Vorschriften. Diese wurden um eine neue, zusätzliche Bedingung erweitert. Man fügte als Bedingung für das weitere Bestehen der Staatsbürgerschaft hinzu, dass der Eingebürgerte sein Umfeld in Ordnung halten muss. Fremdmaterial und Abfälle in der Umgebung seien ein Argument für die Aberkennung des Status, und P. habe sich um die Umgebung nicht gekümmert und diese nicht freigeräumt.
Auf Grundlage dieser neu eingeführten Bedingung wurde dann sofort der Entzug der Staatsbürgerschaft verfügt, ohne dass P. ein Bestandsschutz zugebilligt wurde.

Man fragt sich, wo hier die Verhältnismäßigkeit liegt.

P. sieht sich zu Unrecht diskriminiert. "Man wollte ihn aus dem Establishment der Großen drängen und zu den Zwergen abschieben, auf eine ganz hinterhältige Art", war die Meinung aus dem Freundeskreis.

Doch inzwischen zieht die Affäre internationale Kreise. Die willkürliche Änderung der Vorschriften rief entrüstete Kommentare hervor:
"Das ist ein schrecklicher Entschluss, das ist schlampige Wissenschaft und würde keinem Peer-Review-Verfahren standhalten", sagte Alan Stern gegenüber BBC Online. […]"Die Definition stinkt", erklärte er der Webseite Space.com.


"Das wird keinen Bestand haben", erklärte Stern. Es zirkuliere bereits eine Petition, in der die Rücknahme der Entscheidung gefordert wird.


Robin Catchpole vom Institute of Astronomy in Cambridge sagte BBC Online: "Nach meiner persönlichen Meinung hätte man alles so belassen sollen, wie es war.
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Man kann nur den Kopf schütteln über solcherlei Willkür. Es ist kaum zu glauben, wie hier (womöglich aus persönlichen Animositäten) durch einen möglicherweise manipulierten Beschluss ein Mitglied der Gesellschaft ausgegrenzt und degradiert wird. Hoffen wir das beste für "Pluto", wie P. im Freundeskreis genannt wird. Sobald die Adresse einer Online-Petition bekannt ist, wird diese hier veröffentlicht.

Quelle: Artikel bei Spiegel-online
Weiterführende Informationen: Eintrag bei wikipedia.de




Wenn die Kategorien der Dinge für einteilungswütige Wissenschaftler wichtiger werden als die Dinge selbst, dann sind wir wohl auf dem Weg zurück ins Mittelalter.

Zwirni



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