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Thema: ohne Wucherzinsen in Bangladesch


der Friedensnobel-Preis...
Doch 1974 raffte nach der Unabhängigkeit von Pakistan eine Hungersnot Hunderttausende Menschen in Bangladesch dahin. Da wachte er auf. "Ich fing an, mich selbst zu hassen, die Arroganz, in der ich tat, als wüsste ich mit meinen eleganten Wirtschaftstheorien die Antwort."

Also machte er sich mit seinen Studenten auf in die Dörfer. In der Ortschaft Jobra hatte er die schicksalshafte Begegnung mit Sofia Katun - von ihr berichtet Yunus seitdem immer, wenn er nach dem Ursprung seiner Idee gefragt wird. Sie zeigte ihm, dass schon Summen, die sich im Kopf ausrechnen lassen, reichen, um Armut zu bekämpfen.


das ähnelt der Idee von zwirni "auf hohen Gewinn verzichten".

blumi

Zuletzt bearbeitet: 14.10.06 09:44 von blumi


Also wenn ich das jetzt bei einer kurzen Internet-Recherche richtig mitbekommen habe, werden für diese Mikro-Kredite immerhin ca. 20% Zinsen verlangt. Das sollen keine Wucherzinsen sein? Da kann ich nur sarkastisch sagen: Kleinvieh macht offensichtlich auch Mist!

Nein! Ich halte diese Preisvergabe für ausgesprochen daneben.
Mein Denkansatz ist ein grundsätzlich anderer. Es mag durchaus anerkennenswert sein, dass dieses Kreditvergabekonzept dazu führen kann, Menschen ein wenig aus der Armut zu helfen. Nur wenn der angeblich wohltätige Bankier dadurch eine Rendite erwirtschaftet, die höher ist, als die vieler kleiner Unternehmen hierzulande, dann darf die "Wohltätigkeit" wohl angezweifelt werden.

Für mich ist eine ganz andere Frage entscheidend:
Wie kann man es erreichen, dass Menschen gar nicht erst in die tragische Situation kommen, dass sie auf solche zweifelhaften "Wohltätigkeiten" angewiesen sind.
Für mich ist dieser Friedensnobelpreisträger ein zweifelhafter Nutznießer der bestehenden Verhältnisse. Er trägt nicht wirklich dazu bei, die ungerechten Verhältnisse auf dieser Welt grundlegend zu beseitigen. Er mildert sie nur ein wenig ab und macht dabei selbst ein gutes Geschäft. So etwas widert mich an.

Zwirni


Zuletzt bearbeitet: 15.10.06 03:20 von zwirni


blumi:

das ähnelt der Idee von zwirni "auf hohen Gewinn verzichten".


Nicht, dass ich es ihm vorwerfe, aber Yunus ist milliardenschwer und gehört zu den reichtsen Männern in der Region. Das Kreditzinsniveau seiner Bank liegt bei ca. 20%, bei einer moderaten Inflationsrate von 4-6% (Ukraine weit über eintausend Prozent), die momentan kurzfristig durch die hohen Ölpreise auf knapp über 7% gestiegen ist. Die Kreditausfallrate liegt bei unter 2%, davon würde jede deutsche Bank träumen! Der Hauptgrund dafür ist, dass mindestens fünf Frauen gemeinsam einen Kredit beantragen müssen, das bedeutet fünf Schuldner und es entsteht ein sozialer Druck unter den Frauen, die Kredite auch pünktlich zu bedienen.

Männer bekommen von Yunus grundsätzlich keinen Kredit. Clever man! Ist wie in Europa und sonstwo in den unteren sozialen Schichten, die meisten Männer versaufen, verhuren oder verzocken die Knete sofort.

Längst sind die großen internationalen Banken und Investoren in das Mikrokreditgeschäft mit hohen Renditen eingestiegen, über die Yunus sich preiswert refinanziert, wenn er es überhaupt braucht. Wenn das den Menschen hilft, habe ich nichts daran auszusetzen. Aber Friedensnobelpreis? Never ever!

Einen Anti-Nobelpreis hätte die Weltbank verdient, die Kredite ausschließlich an Staaten vergibt, wohlwissend, dass diese Gelder in Militärausgaben und in den Taschen der herrschenden korrupten Kaffer (sorry für den Ausdruck) verschwinden.

banana

@zwirni
Schreib nicht immer fast gleichzeitig und nahezu kongruent wie ich.
Wobei du meist die härteren Formulierungen benutzt.


Zuletzt bearbeitet: 15.10.06 03:55 von banana


@banana:

Das war absolut nicht beabsichtigt von mir, aber es ist schon witzig, wenn zwei fast gleichlautende Beiträge zeitgleich erstellt werden.

Zwirni



zwirni:
@banana:

Das war absolut nicht beabsichtigt von mir, aber es ist schon witzig, wenn zwei fast gleichlautende Beiträge zeitgleich erstellt werden.

Zwirni


das ist positiv zu bewerten, wenn IHR die gleichen Gedanken habt. Ist also der Preis "eine Bestätigung für einen Weg", weil der Intelligenz nichts anderes für INDIEN einfällt ?

War es nicht ähnlich in der BRD nach dem 2. Weltkrieg.
"Aus dem NICHTS läßt sich viel machen".

blumi
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