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Thema: Atomstrom – gehasst und notwendiger denn je?


zwirni:
Gibt es eigentlich so etwas wie verbale Effizienz?
Zwirni


Tja, zwirni. Diese Frage müsstest Du vielleicht an den Experten blumi direkt richten.

Zumindest müsste man aber in diesem Fall die Abhängigkeit der Effektivität und Effizienz unter Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen Emittent und Rezipient betrachten. Jemandem, der sich selbst gern reden hört oder unbedingt seinen Senf zu jedem Thema dazu geben muss, reicht das dümmste Blabla aus, um zielgerichtet zu reden bzw. zu schreiben, übrigens eine sehr effiziente Methode, um Kommunikation zu unterbinden.

Ansonsten ist nicht nur der letzte Absatz von vowis posting falsch sondern auch seine Ausführungen zur "Effizienz".
Das Wort "Effizienz" beschreibt das Erreichen eines Zieles mit möglichst geringen Mitteln. Das Wort "Effektivität" beschreibt nur das Erreichen des Zieles ohne Berücksichtigung der Allokation der Ressourchen. Das Wort "effizient" kann als Adjektiv und Adverb genutzt werden und ist selbstverständlich steigerbar (siehe z.B. hier), was sich allein schon dadurch ergibt, dass es eine Relation oder ratio bezeichnet und somit Variablen enthält.

Beispiel:
Ziel ist es, einen Bären zu töten.
Man kann das Ziel z.B. unter Benutzung einer Panzergranate oder eines Jagdgewehres erreichen. Beide Methoden sind effektiv, also erreichen das definierte Ziel (= den Effekt): "BÄR TOT".

Die zweite Methode ist jedoch wesentlich effizienter. Noch effizienter wäre ggf. die Methode, den natürlichen Tod des Bären abzuwarten, weil man dafür nichts tun muss.

Das Ziel selbst kann aber auch v.a. im technischen und wirtschaftlichen Bereich variabel sein wie zum Beispiel der Wirkungsgrad einer Stromerzeugungsmaschine oder die Höhe des Bürgergeldes *lol*.

Letztendlich kann man vowis gesamten Beitrag als uneffektiv und somit auch zwangsläufig als ineffizient bezeichnen. Aaaber, wenn vowi die Leute ver*r*chen wollte,was ich ihm nicht zutraue, so ist ihm das wohl z.T. gelungen. Wie in der Politik, "Rede dummes Zeug und die Menschen folgen Dir!"

banana


Zuletzt bearbeitet: 21.01.07 04:44 von banana


Volkswirt:
nun zwirnio, da muss man nur etwas weiterdenken, um das rätsel zu lösen.
wir wissen aus der mathematik, daß eine optimierung wie nach dem o.g. wirtschaftlichkeitsprinzip nur unter anwendung von nebenbedingungen möglich ist. im beispiel wäre zu fragen, ob eines der beiden zielfunktionen (maximieren oder minimieren) als eine solche nebenbedingung gelten könnte. maximieren fällt aber deshalb aus, weil es sich ins unendliche erstreckt, also keine grenze (nebenbedingung) vorgibt; das maximum an output ist unendlich.
anders beim minimieren. es gibt keinen negativen input, weniger als "nichts" zu investieren geht nicht. also ist dieses nichts die einzig zur verfügung stehende grenze oder nebenbedingung.
sofern man also gleichzeitig minimieren und maximieren will, stößt man dabei auf die einzige grenze null an input, die ein maximieren des output ins unendliche überhaupt erst möglich könnte. wie aber soll es denn zu auch nur einem kleinsten teil an output kommen, wenn man nichts an input investiert. ein maximaler output ist mit einem minimalen input so nicht möglich. dies ist der logische widerspruch, was zu beweisen war:-)

vowi


Das ist genauso falsch und an der Sache vorbei wie dein vorheriger Beitrag, der mathematisch genauso unsinnig ist. Das, was du schreibst würde die Extremwertrechnung* (falls dir diese Rechenmethode bekannt ist) widerlegen. Genauso wären die gesamte Infinitesimalrechnung und Differentialrechnung ad absurdum geführt. Logische Widersprüche gibt es nur in deinem Geschreibsel. Klar kann man in einer Volkswirtschaft oder einem Betrieb "weniger als nichts" investieren. Du solltest dir wohl selbst erklären können, wie so ein Negativwert entsteht. Wenn nicht, naja, meine Aussage dazu will ich nicht wiederholen, sonst nennst du mich wieder A****loch. *heul*

banana

*Die Form einer Dose mit der minimalen Oberfläche ist völlig unabhängig von ihrer Größe und gilt für jede positive natürliche Zahl, es ist also schei*egal, wie groß die Dose ist. Dass der Wert "unendlich" mathematisch undefiniert ist, lernt jeder 4-Klässler bei der Bruchrechnung. Und ich dachte, wir könnten so etwas hier als Basiswissen zugrunde legen. Tja, ist wohl nicht so. Es gibt keine mathematisch gültige Operation, die den Wert "unendlich" als Ergebnis liefert, geschweige denn beinhaltet.


Zuletzt bearbeitet: 21.01.07 05:53 von banana


Offensichtlich gibt es Unterschiede in der Bedeutung von Begriffen abhängig von dem Fachgebiet, in dem sie verwendet werden, und wie umgangssprachlich mit ihnen umgegangen wird, ist dann noch eine andere Frage.

Volkswirt:
es gibt kein effizient, effizienter, am effizientesten, genausowenig, wie es ein tot, toter, am totesten gibt.

Ja Vowi, und in der Mathematik gibt es ebenfalls kein maximal, maximaler, am maximalsten bzw. minimal, minimaler, am minimalsten. Auf eine mathematische Funktion bezogen, gibt es Minima und Maxima, deren Position man nicht verändern kann, außer man manipuliert die gesamte Funktion.

Es ist genau das Gleiche, was Du zur Effizienz geschrieben hast, nur auf einem anderen Gebiet. Und Du benutzt die Begriffe »Minimieren« und »Maximieren« jetzt genauso falsch, wie du es vorher in Deinem Beitrag zur Verwendung des Begriffes »Effizienz« bei anderen Menschen beklagt hast.

Vowi, Du verwechselst »das Minimum finden« (also »Minimieren« oder analog dazu »Effizienz erreichen«) mit »das Minimum einer Funktion nach Null verschieben« (oder analog dazu Dein Begriff von der »Effizienzsteigerung«).

Wirst Du diesen Intelligenztest bestehen, Vowi?

Zwirni


Zuletzt bearbeitet: 21.01.07 07:22 von zwirni


denk nochmal drüber nach zwirnio:-)



Also, ich weiß nicht. Selbst vowis Idol Adam Smith, benutzte den Begriff "more efficient" = "effizienter". Die Steigerung dieses Begriffes ist gerade in den Wirtschaftswissenschaften eine linguistische Notwendigkeit. Ansonsten gäbe es allein schon sprachlich keinen Antrieb dazu, die Effizienz zu erhöhen = effizienter zu arbeiten/produzieren. Wir können es aber dabei belassen, dass es keine allgemeingültige Definition des Begriffes "Effizenz" gibt. Die Behauptung, der Begriff "effizient" sei nicht steigerbar, ist allerdings falsch!

banana




Ich muss nun feststellen, die letzten Artikel hier haben mit einer Effizienz bezüglich Klärung einer Frage zur Energiewirtschaft nichts zu tun, daher bitte ich die Beteiligten, entweder einen neuen Artikel hier anzufangen, oder sich Gedanken zum Thema zu machen.



Hallo Sarek,
wenn man über ein Thema sinnvoll diskutieren will, muss vorher klar sein, was die Beteiligten unter den verwendeten Begriffen verstehen.
Versuche mal über das Thema "Essen Berliner gerne Pfannkuchen?" zu diskutieren, ohne vorher klarzustellen, was man unter "Berlinern" und "Pfannkuchen" versteht. *ggg*

Unabhängig davon ist es jedermanns Recht zu reagieren, wenn er meint, dass ein anderer etwas Unkorrektes geschrieben hat, ob es nun zum Thema gehört oder nicht.

Zwirni



Sarek, ich habe da noch ein paar Nachfragen:

(12.01.) Sarek:
War die Abhängigkeit vom Öl/Gas 1990 noch bei 58.3 %, so ist diese nun auf 73.3 % (Stand 9/06)gestiegen. Also wird ein Weg in die verkehrte Richtung gemacht, noch mehr Abhängigkeit von Russland, dem Nahen Osten und anderen Erzeugerländern.

Wofür stehen diese Prozentzahlen eigentlich? Ich meine, was sind die 100%? Stehen die 100% für die Gesamtheit aller verbrauchten Energieträger in Deutschland oder ist es die Gesamtheit der Energieverwendung. Es könnte sich auch nur um die Gesamtheit der fossilen Energieträger handeln, oder ist es die Gesamtheit der importierten Energieträger?
Eine Prozentzahl sagt nichts aus, wenn man nicht weiß, wofür 100% stehen.

(12.01.) Sarek:
Die deutsche Regierung hat gleich nach der Übernahme der Macht 1998 durch SPD/Grüne die Energiekonzerne bezüglich des Atomstromes unter Druck gesetzt und es kam im Jahr 2000 zu einer Vereinbahrung, den Atomausstieg für die letzten Atom-Meiler bis 2014 - 2020.

Bis 2020 sind es noch 13 Jahre. Wie alt sind dann eigentlich die jetzt bestehenden Atomkraftwerke? Abgeschrieben sind sie dann sowieso. Man ist seitens der rot-grünen Regierung schon sehr behutsam mit den Energiekonzernen umgegangen. Und auch wenn immer wieder beteuert wird, dass die deutschen Atomkraftwerke angeblich die sichersten der Welt wären, fühle ich mich nicht besonders wohl bei dem Gedanken, dass diese im Jahre 2020 dann mindestens 30 Jahre alt sind.

(12.01.) Sarek:
...und die sehr hohen Energiepreise, die am deutschen Markt zu bezahlen sind, haben auch da eine der Ursachen.
...
Die Konsequenz von viel teurem Strom bürdet sie lieber der deutschen Industrie und natürlich dem deutschen Bürger auf, die ja keinen Handlungsspielraum haben.

Wo bitte ist der Zusammenhang zwischen der aktuellen Höhe des Strompreises und dem Atomausstieg? Wie Du selbst schreibst, wurde bis jetzt erst ein altersschwaches Atomkraftwerk abgeschaltet und es besteht nun wirklich keine Knappheit an Strom in Deutschland, vielmehr sind die Kapazitäten in der Stromerzeugung nicht ausgelastet, was eigentlich zu einer Strompreisverbilligung führen müsste.
Der Grund für die hohen Strompreise liegt vielmehr in den monopolistischen Strukturen auf dem Energiemarkt hierzulande und der mangelhaften staatlichen Einflussnahme darauf.
Hätte es anstatt der rot-grünen Regierung in der Vergangenheit weiterhin eine schwarz-gelbe Koalition gegeben, hätten wir jetzt auch keine niedrigeren Strompreise. Bei den ökonomischen Verhältnissen in Deutschland ist es ziemlich egal, ob eine Regierung nun von der SPD oder der Union gestellt wird. Das sollte eigentlich in den letzten Jahren offensichtlich geworden sein.
Der Unterschied zwischen beiden politischen Lagern besteht nur darin, dass sie je nach bevorzugter Wählerklientel die Belastungen etwas anders verteilen, am Grundprinzip ändert das aber nichts.

(12.01.) Sarek:
Es wurde stark auf die alternativen Energien gesetzt, besonders Wind und Solarenergie. Bei der Windenergie, wo es eine Mindest- und Höchstwindgeschwindigkeit gibt, lockten die Abschreibungsmöglichkeiten viele Investoren, die Einspeisung erfolgte nur zögerlich, der subventionierte Strom wurde auf die Normalkunden aufgeteilt, also bezahlten Alle dafür.

Ich halte dieses Verfahren der Zwangseinspeisung von alternativ erzeugtem Strom, dessen festgelegten Preis dann alle zu bezahlen haben, auch für falsch. Es ist aber wiederum Ausdruck der ökonomischen Macht und der politischen Einflussnahme der Energiekonzerne. Von politischer Seite ist man hier wiederum den scheinheiligen Weg des geringsten Widerstandes gegangen. Aber es ist illusorisch zu glauben, unter einer unionsgeführten Regierung wäre das Resultat für den Verbraucher ein anderes. Es gäbe vielleicht ein paar Tausend Windkrafträder weniger in Deutschland, aber der Strompreis wäre garantiert auch nicht niedriger, weil die Wirtschaftsminister der Länder eine Strompreiserhöhung der in ihrem Bundesland ansässigen Energieunternehmen genehmigen müssen und meistens tun sie das auch widerspruchslos.

(12.01.) Sarek:
Doch was von 1990 mit der Produktion eigener, deutscher Energie geschehen ist, lässt für die Zukunft Schlimmes befürchten. Mit dem Stand von September 2006 wurde der von 1990 von 41.7 % auf 2005 26.7 % reduziert. Die massive Förderung der alternativen Energien unter der rot/grünen Regierung veränderte sich von 1998 mit 26.6 % über 2001 mit 25.3 % auf nun 26.7 % für 2005. Also ist diese Trumpfkarte gespielt, viel mehr wird bei Wind und Wasser nicht dazukommen.

Auch hier ist wieder absolut unklar, was denn bitteschön 100% sein sollen. Was ist mit "eigener, deutscher Energie" gemeint? Strom, Wärme, Energieträger für den Verkehr oder die Summe von allen? Auch die Prozentzahlen für die Förderung alternativer Energien sind nichtssagend, solange man nicht weiß, was die Bezugsgröße ist.

(12.01.) Sarek:
Ein Kernkraftwerk wurde im Rahmen des Atomstromausstiegs in BaWü abgeschaltet, der Rest soll folgen. Was die Kraftwerke dann bereitstellen ist noch umstritten, nur es wird nicht reichen, den Bedarf der deutschen Industrie zu decken. Das führt dann logischerweise zur Abwanderung der Industrieanlagen in die Nachbarländer, die billigen Strom zur Verfügung stellen.

Auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Greifswald war in den letzten Tagen gerade Baubeginn für ein neues Steinkohlekraftwerk, dass dann immerhin 1,5% des deutschen Strombedarfs decken soll. (Auf Initiative eines dänischen Unternehmens!!!)
Nicht, dass ich das jetzt begrüssen würde, aber sollten deutsche Unternehmen wirklich aufgrund zu hoher Strompreise ins Ausland abwandern, liegt das bestimmt nicht an einer zu befürchtenden Stromknappheit.



(12.01.) Sarek:
Zum Schluss noch das Beispiel Schweden mit einem sehr hohen Energieverbrauch. Die Laufzeit der Kernkraftwerke werden verlängert, man denkt über einen Neubau nach, der Anteil von Ölimporten von bisher ca. 10 % wird durch Raps und Weizenanbau und Nutzen derselben auf unter 3 % in den nächsten Jahren gesenkt.

Man kann bei dieser Diskussion Schweden wohl schlecht mit Deutschland vergleichen. Zum einen hat Schweden nur einen Bruchteil der Einwohner Deutschlands. Zum anderen wird ein weitaus größerer Anteil des aufgrund der geringeren Einwohnerzahl sowieso schon niedrigeren Energiebedarfs durch Wasserkraft gedeckt.
Und wie war das doch gleich? Hatten wir nicht gerade vor kurzem ein paar Störfälle in schwedischen Atomkraftwerken???

(16.01.) Sarek:
Wenn bisher in Deutschland 2 große Konzerne sich zusammenschließen wollen, erfordert dies das OK des Kartellamtes. Man will keine marktbeherrschende Stellung, bzw. eine Abhängigkeit von diesem neuem Konzern.

Die Realität sollte einem eigentlich die Augen öffnen. Das Kartellamt ist doch nur ein offizielles Feigenblatt, mit dem man öffentlich guten Willen demonstrieren kann. Tatsächlich ist diese Behörde ein Papiertiger, denn was bewirkt sie denn schon? Würde das Kartellamt wirklich funktionieren, hätten wir jetzt nicht die marktbeherrschende Stellung von ein paar Energiekonzernen. Mir soll niemand erzählen, dass dies ein bedauerlicher Zufall ist.

(16.01.) Sarek:
Übrigens Zwirni, die Temporegelung auf 80 % der Autobahnen ist geregelt, und zwar mit 120km/h.

Ach wirklich? Wahrscheinlich dann, wenn man jede Autobahnauffahrt, jede Zubringerstrecke und jede zur Kraftfahrstraße ausgebaute Bundesstraße zu den "imaginären" 100% dazuzählt.
Ich weiß nur, dass egal, welche Autobahn ich benutze, sei es die A1, die A2, die A7, die A19, A20, A9 und welche auch immer, auf denen ich bislang gefahren bin, es weitaus mehr als 20% der Strecke waren, wo es keine Geschwindigkeitsbegrenzung gab. Und es waren bestimmt auch keine 25% oder 30%, sondern mehr.

(16.01.) Sarek:
Doch was du mit dem Spritverbrauch angesprochen hast, hier liegt seitens der deutschen Automobilwirtschaft ein weiterer Dornröschenschlaf vor. ... Die freiwillige Vereinbarung mit der Industrie hat versagt.

Es ist sowieso absurd: Alle Welt regt sich über die Benzinpreise auf und die Leute überbieten sich damit, an welcher Tankstelle man den Liter Benzin für 3 Eurocent billiger bekommt, aber dass man weitaus mehr sparen kann, wenn man anstatt 140 km/h nur 120 km/h fährt, hat die Mehrheit immer noch nicht begriffen. Ein Motor mit 75 PS würde zur Fortbewegung auch vollkommen ausreichen, wäre da nicht der Drang, mit der »Fortbewegungsprothese Auto« und der damit verbundenen Geschwindigkeit das ganz persönliche Geltungsbedürfnis zu manifestieren.
Die Auto-Industrie befriedigt dieses Bedürfnis lediglich. Appelle an die Pkw-Hersteller, doch nun endlich das »Super-sparsam-Auto« zu produzieren, werden solange sinnlos sein, solange die Menschen glauben, dass es notwendig ist, ihren persönlichen "Erfolg" in der Gesellschaft durch bestimmte Statussymbole zeigen zu müssen.
_______________

(14.01.) Sarek:
Dass der Iran sich illegal Atombomben bauen will, ist das Problem, nicht die friedliche Nutzung der Kernenergie, die würde ja von USA und auch Russland begrüßt werden.

(16.01.) Sarek:
... genauso wie die "friedliche, aber geplante Nutzung der Kernenergie zum Bau von Bomben", siehe das Beispiel Iran.

Das gehört nun eigentlich nicht zum Thema, aber da Du, Sarek, das selbst eingebracht hast, reagiere ich darauf:
Woher kommt eigentlich Deine anscheinend so sichere Annahme, dass der Iran Atombomben bauen will? Das wird doch bis jetzt nur von den Stellen behauptet, die sich auch so "sicher" waren, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gibt, die man bis heute nicht gefunden hat.
Und selbst wenn es so wäre, wenn man die Geschehnisse der letzten Jahre betrachtet, scheint es wirklich ein wirksames Mittel zu sein, dass man, wenn man nicht von einer "Allianz von Willigen" überfallen werden möchte, besser im Besitz von Atomwaffen ist. *fg*
Wenn man den Iran ernsthaft davon abbringen will, Atomwaffen zu bauen, sollte man für eine kernwaffenfreie Zone in dieser Region wirken. Aber da gibt es ja angeblich die "Guten" und die "Bösen" und die einen dürfen Atomwaffen haben und die anderen nicht. Es ist ausgesprochen dumm, dieser "gut-und-böse-Logik" zu folgen.

Zwirni



zwirni:
(12.01.) Sarek:
Es wurde stark auf die alternativen Energien gesetzt, besonders Wind und Solarenergie. Bei der Windenergie, wo es eine Mindest- und Höchstwindgeschwindigkeit gibt, lockten die Abschreibungsmöglichkeiten viele Investoren, die Einspeisung erfolgte nur zögerlich, der subventionierte Strom wurde auf die Normalkunden aufgeteilt, also bezahlten Alle dafür.

Vor allem RWE betreibt übrigens selbst über eine Tochtergesellschaft große Windparks und verdient selbst glänzend damit. Das Unternehmen möchte das aber nicht zu sehr öffentlich machen.

Sarek:
Ein Kernkraftwerk wurde im Rahmen des Atomstromausstiegs in BaWü abgeschaltet, der Rest soll folgen. Was die Kraftwerke dann bereitstellen ist noch umstritten, nur es wird nicht reichen, den Bedarf der deutschen Industrie zu decken. Das führt dann logischerweise zur Abwanderung der Industrieanlagen in die Nachbarländer, die billigen Strom zur Verfügung stellen.

zwirni:
Auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Greifswald war in den letzten Tagen gerade Baubeginn für ein neues Steinkohlekraftwerk, dass dann immerhin 1,5% des deutschen Strombedarfs decken soll. (Auf Initiative eines dänischen Unternehmens!!!)
Nicht, dass ich das jetzt begrüssen würde, aber sollten deutsche Unternehmen wirklich aufgrund zu hoher Strompreise ins Ausland abwandern, liegt das bestimmt nicht an einer zu befürchtenden Stromknappheit.


Man beachte dabei, dass dieses Kraftwerk als erstes weltweit keinen CO2-Ausstoß haben wird! Da wird deutsche Ingenieurkunst in Zukunft noch sehr gefragt sein!

banana



Man beachte dabei, dass dieses Kraftwerk als erstes weltweit keinen CO2-Ausstoß haben wird! Da wird deutsche Ingenieurkunst in Zukunft noch sehr gefragt sein!

banana



das ist die bessere Energie-Effizienz, die Gabriel meinte !

blumi


Viele Fragen, die jeder auch selber beantworten kann. Bei Google gibt es dazu viele Seiten über Energieproduktion. Doch die Zahlen hier habe ich weitgehend von: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,459243,00.html [Link angepasst - Walter]

Die 100 % beziehen sich auf den % Anteil bei der Produktion von Energie in Deutschland, was ja auch im 1.Satz bei der 5. Zietierung von mir erwähnt wird.
Beim Nachlesen oder auch bei der weiteren Suche zu diesem Thema werden sich wohl einige Fragen damit erübrigen.
Niederlande und Schweden wollen die Laufzeit ihrer Kernkraftwerke auf 60 Jahre ausdehnen, die deutschen Werke wohl um 50 % davon.
Den Bau der Kernkraftwerke finanzierten die Stromkonzerne, umgelegt auf den Strompreis dann die Bürger und da sehe ich den Unterschied auf beim Preis, unabhängig von der Zeit der Abschreibung.
Das Steinkohlekraftwerk in Greifswald, wie auch weitere Braunkohlekraftwerke sollen Null % CO2 Emissionen haben. Wohlgemerkt "sollen", doch bis dahin ist es ein weiter Weg, klappt es nicht, dann werden die Kraftwerke nicht abgeschaltet, die Baukosten kann man ja sowieso wieder aufs Volk umlegen. Die Fabriken die viel Strom benötigen, sind dann sowieso schon aus Deutschland weg.
Die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie wird weiter abnehmen, doch weniger aus globalen Gründen, denn selbstgemacht.


Zuletzt bearbeitet: 23.01.07 19:22 von Administrator


sarek:

Das Steinkohlekraftwerk in Greifswald, wie auch weitere Braunkohlekraftwerke sollen Null % CO2 Emissionen haben. Wohlgemerkt "sollen", doch bis dahin ist es ein weiter Weg, klappt es nicht, dann werden die Kraftwerke nicht abgeschaltet, die Baukosten kann man ja sowieso wieder aufs Volk umlegen.


Ochjeh, der große Verfahrenstechniker sarek kann das beurteilen? Glaube mir sarek, die Pläne zu diesem Kraftwerk sind nicht nur von einem FACHMANN kontrolliert worden.

Bist DU Kraftwerksspezialist? Wenn nicht, dann mache bitte nicht so blödsinnige Aussagen!




Nein, ich bin kein Kraftwerksspezialist, doch ich kann lesen, Auszug aus einem Artikel:

"Proteste gegen den neuen Kraftwerksbau kamen von Umweltschützern und Oppositionspolitikern. Eine Bürgerinitiative hat eine Unterschriftenaktion gegen das Projekt gestartet, das nach ihrer Ansicht vor allem den Tourismus auf der Insel Usedom gefährdet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) monierte, das Kraftwerk Lubmin werde bei voller Leistung jährlich rund sieben Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre abgeben. Dong-Projektleiter Peter Gedbjerg sagte dazu: "Das ist ein bisschen zu hoch." Auf eine konkrete Zahl wollte er sich jedoch nicht festlegen. Moderne Kohlekraftwerke hätten eine 25 Prozent geringere Schadstoffemission als alte Werke, sagte er."
Das Kraftwerk ist in Lubmin, bei Greiswald, Baubeginn 2008 und Ende 2012, doch ich kann erkennen das zwischen "Null" und 7 Mio. Tonnen Kohlendioxid" ein gewisser Unterschied ist.
Der ganze Artikel ist da zu finden:

http://www.nordclick.de/artikel/2040401/Steinkohlekraftwerk_entsteht_ab_2008_in_Lubmin.htm [Link angepasst - Walter]



Zuletzt bearbeitet: 23.01.07 19:20 von Administrator


sarek
Den Bau der Kernkraftwerke finanzierten die Stromkonzerne, umgelegt auf den Strompreis dann die Bürger und da sehe ich den Unterschied auf beim Preis, unabhängig von der Zeit der Abschreibung.

Die Kernkraftwerke wurden in der Entwicklung vom Staat (Steuerzahler) gefördert. Die Entsorgung des Atom-Mülls bleibt der Genehmigungsbehörde - sprich dem Land Niedersachsen - als Dauerlast , wenn es so kommt, wie Du es Dir zu wünschen scheinst.


blumi
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