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Thema: Atomstrom – gehasst und notwendiger denn je?




Wenn man aus heutiger Sicht, sich die damaligen Artikel durchließt, hat sich ja nicht viel geändert, doch die deutsche Bevölkerung fängt langsam an, umzudenken. Die Überlegungen gehen dahin, die Laufzeit der AKW s zu verlängern, so zwischen 5 – 10 Jahre, aber nur bei den besseren AKW s, die älteren von den 17 AKW s , so etwas 7 Stück, werden wohl abgeschaltet.

Der Grund der Überlegungen sind die inzwischen gestiegenen Energiekosten, die eine ideologische Betrachtung wohl in eine praktische Überlegung umwandeln lässt.

Der Bau von einigen Kohlekraftwerken geht nun auch weiter, zwar moderner, doch es wird dabei viel mehr CO 2 anfallen, als es einmal geplant war. Tiefensee spricht von 30 Windparks in der Nordsee, die sollen viel Strom erzeugen, egal zu welchem Preis.
Da aber der Strom aus den bisherigen AKW s in der Masse aus abgeschriebenen Kraftwerken kommt, sollte es somit eine massiver Verbilligung der Strompreises geben, doch die Stromenergieindustrie will wohl sich diese 10 Milliarden selber einverleiben. Die Regierung, ist sich ja uneins, macht da relativ wenig, man sollte doch über eine Verstaatlichung der Stromnetze mal nachdenken.

Die Solarindustrie lässt die Solarelemente inzwischen in China fertigen, die deutsche Industrie hat wohl mal wieder geschlafen, denn es ginge auch viel billiger. Sollten noch einige Jahre hier subventioniert werden, d.h. jedes Element, welches ans Netz geht, wird weitere 20 Jahre subventioniert und das wird ein Volumen erreichen, das ein mehrfaches der Kohle entspricht, doch welcher Politiker der das heute so haben will, ist dann noch in der Politik?




Hallo Sarek, ich denke, wenn die Politiker mal ihr Gehirn anschalten würden und aufhören würden, sich von der Atomlobby vollschwallern zu lassen, so würden sich die Legenden vom angeblich billigen Atomstrom sehr schnell auflösen.

Atomstrom ist nämlich nicht billig, sondern schweineteuer. Denn: In den Kosten-/Nutzenrechnungen tauchen weder die Kosten für den Transport ausgebrannter Elemente auf noch deren Lagerung. Die werden schlicht und einfach auf den Steuerzahler abgewälzt, um die tatsächlichen Kosten zu verschleiern. Rechnet man alle in allem zusammen, so ist Atomstrom irrsinnig teuer, aber dass müssen die Energielieferanten ja nicht zahlen, weil es der Steuerzahler übernimmt. Hinzu kommt das Problem der nach wie vor ungelösten Frage der sog. "Endlagerung".

Aber, was die ganze Debatte am bescheuertsten macht: Uran ist ein extrem seltenes Element und wenn die Chinesen und die Inder und die..... alle ernst machen und ihre Kernkraftwerke errichten, dann reichen die Uranvorkommen für maximal 50 Jahre, vermutlich aber nur 30 - 40 Jahre.
Soll heißen, dass dann das selbe Problem debattiert werden muss, welches wir just in diesem Augenblick debattieren. Wie doof ist das denn?
Natürlich kann man sich darauf berufen, das einem das scheißegal ist, was in spätestens 50 Jahren los ist, Hauptsache das hier und jetzt stimmt und das man seinen Enkeln auch noch ein wirklich furchtbares Erbe hinterlässt in Form von unkalkulierbaren Risiken bezüglich des strahlenden Mülls, kann einem ja auch egal sein. Atomkraft ist eine Einbahnstraße, die sich noch schneller verbraucht als Erdöl, soviel ist sicher. Wer darauf setzt, hat aus dem jetzigen sog. "Oil peak" nichts gelernt.

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Dieser Beitrag besteht aus 100% recycelten Elektronen!



esra:
Hallo Sarek, ich denke, wenn die Politiker mal ihr Gehirn anschalten würden und aufhören würden, sich von der Atomlobby vollschwallern zu lassen, so würden sich die Legenden vom angeblich billigen Atomstrom sehr schnell auflösen.

Atomstrom ist nämlich nicht billig, sondern schweineteuer. Denn: In den Kosten-/Nutzenrechnungen tauchen weder die Kosten für den Transport ausgebrannter Elemente auf noch deren Lagerung. Die werden schlicht und einfach auf den Steuerzahler abgewälzt, um die tatsächlichen Kosten zu verschleiern. Rechnet man alle in allem zusammen, so ist Atomstrom irrsinnig teuer, aber dass müssen die Energielieferanten ja nicht zahlen, weil es der Steuerzahler übernimmt. Hinzu kommt das Problem der nach wie vor ungelösten Frage der sog. "Endlagerung".

Aber, was die ganze Debatte am bescheuertsten macht: Uran ist ein extrem seltenes Element und wenn die Chinesen und die Inder und die..... alle ernst machen und ihre Kernkraftwerke errichten, dann reichen die Uranvorkommen für maximal 50 Jahre, vermutlich aber nur 30 - 40 Jahre.
Soll heißen, dass dann das selbe Problem debattiert werden muss, welches wir just in diesem Augenblick debattieren. Wie doof ist das denn?
Natürlich kann man sich darauf berufen, das einem das scheißegal ist, was in spätestens 50 Jahren los ist, Hauptsache das hier und jetzt stimmt und das man seinen Enkeln auch noch ein wirklich furchtbares Erbe hinterlässt in Form von unkalkulierbaren Risiken bezüglich des strahlenden Mülls, kann einem ja auch egal sein. Atomkraft ist eine Einbahnstraße, die sich noch schneller verbraucht als Erdöl, soviel ist sicher. Wer darauf setzt, hat aus dem jetzigen sog. "Oil peak" nichts gelernt.


genau ESRA, in Niedersachsen mit dem ASSE-Bergwerk wird es sichtbar !

blumi



Blumi: 4.9.08
genau ESRA, in Niedersachsen mit dem ASSE-Bergwerk wird es sichtbar !

In Asse galt bis heute Bergrecht und kein Atomrecht. Das sind schon Unterschiede, zumal in Asse nachfolgende Beschreibung von Wikipedia ja Gültigkeit hatte. Man sollte dann schon unterscheiden können was schwachverstrahlt und was geringverstrahlt ist. Das ist alles Abfall aus Arztpraxen, die
ja auch entsorgt werden müssen. Das Füllen der Anlage in Assen erfolgte schon einige Jahre her und sogar der Gabriel war mal in Niedersachsen dafür zuständig und nun passen ihm diese Meldungen voll in dem Kram, was die AKW s in Deutschland betrifft. Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Zitat aus Wiki:
In der Zeit von 1967 bis 1978 wurden in der Anlage Asse II rund 125.000 Behälter mit schwachradioaktiven Abfällen in 750 Metern Tiefe und zwischen 1972 und 1977 rund 1300 Fässer mit mittelradioaktiven Abfällen mit etwa 11 Kilogramm Plutonium aus der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe in 500 Metern Tiefe eingelagert. Nach Angaben der Betreiber enthalten die Abfälle zudem 102 Tonnen Uran und 87 Tonnen Thorium. 90 Prozent des radioaktiven Inventars in der Schachtanlage Asse stammen nach Angaben des Betreibers aus dem Jahr 2002 aus der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe. Die Schachtanlage Asse war der Prototyp für ein geplantes Endlager für hochradioaktiven Müll in Gorleben. „Ziel war es, für ein geplantes Endlager im Salzstock Gorleben die entsprechenden Techniken und die wissenschaftlich-technischen Daten zu ermitteln und bereit zu stellen. Ende Zitat

Man sollte schon ein Endlager für Brennstäbe aus den AKW s mit Abfällen a la Asse auseinanderhalten, sonst wird es unseriös.
Doch zu meinem Bericht gab es in der Zwischenzeit ja viele Entwicklungen und es ist Tatsache, die neuen Kraftwerke die Stein- und Braunkohle verarbeiten, werden das nicht ohne CO2 Ausschüttung machen können. Also ist die Zusage von Deutschland zur Klimasituation ernsthaft in Gefahr, die alternativ zur Energieerzeugung herangezogenen Energieformen wie Solar und Wind werden neue Subventionen auf Jahrzente hinaus den Bundeshaushalt belasten, mehr als es die Kohle je war. Geothermie wird es vielleicht im Süden des Landes geben, die Schweiz macht es uns vor.
Erdgas hier einsetzen wär ideal, doch diese kommt in der Masse aus Russland, aus dem Land des großen Demokraten Putin. Was in Georgien geschah sollten wir uns immer vor Augen halten.




sarek 4.9.2008
In Asse galt bis heute Bergrecht und kein Atomrecht


moin sarek, egal welches RECHT gilt - es ging bei ESRA um die KOSTEN des Atomstrom - mit den Folgen aus der Abfallbeseitigung. Da ist es auch ganz egal "wer wann zuständig war" - dieser STAAT (er hat ATOMKRAFTWERKE genehmigt) hat ein Problem mit der Entsorgung des strahlenden Mülls, was die Ingenieure nicht in den Griff kriegen und was jeder von uns mit STEUERN (nicht mit Stromgebühren) zu bezahlen hat.

sarek 4.9.2008
aus dem Land des großen Demokraten Putin

wir sind heute von seinem ERDGAS genauso abhängig wie von den AKWs und Putin will das GELD aus Europa für sein Gas - Rußland braucht das Geld. Darüber wird in Rußland nicht "demokratisch abgestimmt" und auch bei uns entscheiden wir nicht demokratisch in Wahlen über den Strompreis - es sei denn die REGIERUNG in Berlin setzt sich für weniger GEWINN bei den Stromerzeugern der BRD ein - smile.

sarek 12.1.2007
Die CDU hatte immer gegen diesen Atomstromausstieg aufbegehrt, bei den Koalitionsverhandlungen 2005 mit der SPD kam es zu keiner Einigung und bis heute ist die Vereinbarung zum Atomausstieg immer noch umstritten und die sehr hohen Energiepreise, die am deutschen Markt zu bezahlen sind, haben auch da eine der Ursachen.


nein, die Ursache für hohe ENERGIE-Preise liegt woanders - bisher werden AKWs nur zeitweise abgeschaltet - also könnten theoretisch niedriegere PREISE wegen der abgeschriebenen AKWs dem Kunden angeboten werden; aber es passiert nicht - weil in der DEMOKRATIE der Stromerzeuger u. Lieferant ein MONOPOL hat und somit fast machen kann, was er will, wenn es um die Verkaufspreise von Strom geht. Man orientiert sich vermutlich am Ölpreis, der stätig gestiegen ist.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 05.09.08 10:29 von blumi


Erdgas hier einsetzen wär ideal, doch diese kommt in der Masse aus Russland, aus dem Land des großen Demokraten Putin. Was in Georgien geschah sollten wir uns immer vor Augen halten.


1. Was hat Georgien damit zu tun? - Nichts.

2. Wir beziehen seit über 40 Jahren Erdgas aus Russland, soll heißen selbst der kalte Krieg hat niemanden davon abgehalten, mit Russland gute Geschäfte zu machen.
Ob es Dir passt oder nicht, Russland hat sich immer als sehr zuverlässiger Handelspartner erwiesen, auch unter den widrigsten politischen Umständen.

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esra:
Sarek:Erdgas hier einsetzen wär ideal, doch diese kommt in der Masse aus Russland, aus dem Land des großen Demokraten Putin. Was in Georgien geschah sollten wir uns immer vor Augen halten.


1. Was hat Georgien damit zu tun? - Nichts.

2. Wir beziehen seit über 40 Jahren Erdgas aus Russland, soll heißen selbst der kalte Krieg hat niemanden davon abgehalten, mit Russland gute Geschäfte zu machen.
Ob es Dir passt oder nicht, Russland hat sich immer als sehr zuverlässiger Handelspartner erwiesen, auch unter den widrigsten politischen Umständen.


In Georgien brauchen wir FRIEDEN - mehr nicht, lieber SAREK !

Beim ÖLPREIS ist endlich die "Spekulationsblase" geplatzt.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 15.09.08 14:36 von blumi


Zitat: "esra vom 14.09.08 «
1. Was hat Georgien damit zu tun? - Nichts.

Soso! Deutschland ist bisher mit 78 % im Gas von Russland bzw. Gazprom abhängig, das sollte Alle zu denken geben. Sowas ist total ungesund für ein System, das die Deutschen glauben lässt, "Ihre Rente ist sicher",laut lachen, das war ne andere Baustelle, nein ich meine "Ihre Gasversorgung ist sicher".
Bayern braucht für die funktionierende Industrie und seine Bewohner Energie, bisher zu 60 % kommt diese aus den AKW s und da ist ja der Ausstieg geplant. 2011 und 2014 sollen ja 2 Atomkraftwerke aussteigen und was kommt dann.
Ich bin vor 2 Wochen in Hessen und Thüringen und auch Nordbayern unterwegs gewesen, ich denke mal das Potential Windkraft dürfte bereits erschöpft sein, da stehen schon massenhaft Windräder.
Bevor aber in einigen Jahren die Geothermischen Kraftwerke Energie produzieren, fehlt ein Zwischenzeitraum von 10 - 15 Jahren. Wer liefer zu diesem Zeitpunkt Ersatz für die abgeschalteten AKW s ??
Man könnte ja in Frankreich anfragen oder in Tschechien. Die liefern dann Atomstrom, egal wie klapprig die Anlagen da sind. Hier geht es doch nicht um eine rot/grüne Ideologie, oder Idotie, die AKW s abzuschalten, sondern diese für diesen Zeitraum die AKW s weiterzubetreiben. Natürlich im Gesetzesrahmen, also technisch Einwandfrei.



Hallo Sarek, ich fürchte, bei Dir geht da so einiges durcheinander.

1. Georgien hat nichts, aber auch gar nichts mit Gazprom zu tun.

2. Wie ich schon vorher anmerkte, hat Deutschland bereits während des kalten Krieges Gas aus der damaligen UdssR bezogen. Hat Russland damals etwa den Gashahn zugedreht? - Siehste!

3. Was, bitteschön, hat Gas mit Atomstrom zu tun??? Strom und Gas sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Auch Du kannst eine Gasheizung nicht mit dem Atomstrom aus dem Reaktor aus Deiner Nachbarschaft in Betrieb nehmen.

Das alles sind vollkommen unterschiedliche Baustellen, die nur dumme Politiker wie vermengen, um dem Volk Sand in die Augen zu streuen. Ich hoffe doch, dass Du auf derlei Geschwätz nicht rein fällst.

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