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Thema: Der "mediale" Aufschwung


Na, der kommt gerade recht... dieser mediale Aufschwung! In allen Talkshows von "Illner" bis "Hart aber fair" sitzen die Politiker und schwelgen gerade... mal wieder.
Klar, die Geschäfte laufen gerade etwas besser, besonders im Export natürlich. Aber der Inlands-Konsum stieg ja im Dezember... quatsch, nicht wegen der 19% Mehrwertsteuer, nein, der Bürger traut sich wieder!
Das Bruttoinlandsprodukt wird höher steigen als erwartet in 2007! "Jubel!" Dass allerdings die vermutlich höhere Zahl der Arbeitsstunden, bedingt durch einen milden Winter, hier zufällig die Ursache ist, wird ausgeblendet,
Arbeitslose.. so wenig wie noch nie (in einem Januar! Dank an die Umweltveränderung.
Nein, das ist natürlich das Werk vorausschauender Politiker und Wirtschaftsbosse wie Peter Hartz und Herrn Kleinfeld, die sogar mit Korruption und Bestechung für das Wohlergehen von zigtausenden von Arbeitnehmern gesorgt haben... so sah es der Staatsanwalt und auch die Richterin in Braunschweig.

Fakt ist: wir verlieren jeden Tag im Schnitt 2.874 sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Arbeitsplätze, die ein auskömmliches Leben gewährleisten.
Seit Herr Hartz in 2002 vollmundig erklärt hat, er würde mit seiner Reform bis Mitte 2005 die Arbeitslosigkeit halbieren, weiß spätestens seit heute, dass sich dies nicht bewahrheitet hat, das Gegenteil ist eingetreten.
Allerdings hat man die Zählmethode korrigiert und verschiedene Tricks angewendet, um das nicht sagen zu müssen.
EineuroJobber, ABMler, Praktika bis zu einem Jahr Dauer und sogenannte "58" bilden ein Heer von Leistungsbeziehern ohne Arbeit und werden sogar z.T. noch den neugeschaffenen Stellen hinzugerechnet. Allein 600.000 EEJler sind in deutschen Landen "unterwegs" und nehmen zum großen Teil anderen die Arbeitsplätze weg. Der Niedriglohnsektor boomt und damit schwinden die Einnahmen in den Solidarkassen.
Das Sozial-System wird systematisch demontiert und damit es nicht auffällt, werden die Deutschen schamlos belogen.
In den letzten vier Jahren sind im Schnitt jährlich über 1,04 Mio Arbeitsplätze "verlorengegangen" und der Trend hält unvermindert an.
Aufschwung? Fragt sich nur für wen?



<Ironie>
Lügen ist so ein starkes Wort ... dass die Statistik eben jedes Jahr auf irgend ne andere geschickte Weise erhoben wird ist doch noch lange keine Lüge
</Ironie>

Naja man hätte es auch kurz in den einen Satz fassen können:
"Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast"

Übrigens funktioniert Wirtschaft so dass wenn alle glauben es geht bergauf geht es dann auch tatsächlich bergauf ..zumindest an der Börse.



Rettet eure Mäuse - Esst mehr Katzen!


hajo
Fakt ist: wir verlieren jeden Tag im Schnitt 2.874 sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Arbeitsplätze, die ein auskömmliches Leben gewährleisten.


wie kann man das ändern ? Will das jemand ändern und wer will - bzw soll - die Änderung bezahlen ? Ich habe keine Lösung .

blumi


Hi Blumi,
gefälschte Statistiken sind Lügen. Bei den offiziellen "Arbeitslosenzahlen" die Herr Weise verkündet, fehlen z.B. die Zahlen der Optionskommunen, die die Arbeitslosigkeit in Eigenregie verwalten.

Wie kann man die Arbeitsplatzverluste ändern? Sicher gar nicht, denn ändern könnten das nur die Wirtschaftsbosse selbst, also die Wirtschaft und das Kapital.
Alternativen müssen gefunden werden, denn Arbeit gibt es genug, aber keiner will sie bezahlen.
Vowi hat vollkommen recht, wir haben ein Problem der Umverteilung, d.h. Teilhabe an der Produktivitätszunahme und dem Mehrwert.
Das Heer der Arbeitslosen macht den Riesenprofit der Firmen erst möglich. Wir die sind die eigentlichen Helden des Wirtschaftsaufschwunges.



hajo
Alternativen müssen gefunden werden, denn Arbeit gibt es genug, aber keiner will sie bezahlen.
Vowi hat vollkommen recht, wir haben ein Problem der Umverteilung, d.h. Teilhabe an der Produktivitätszunahme und dem Mehrwert.


und wir haben ein zweites Problem, daß die steigende Produktivität mit der Energie-Vergeudung einhergeht und gleichzeitig der KLIMAWANDEL (Erderwärmung mit der Not für viele durch Flutkatastrophen) nicht gestoppt wird.

Umverteilung von Mehrwert mit gleichzeitig mehr KONSUM - scheint mir also nicht der Königsweg zu sein.

blumi


HajoDF:
Vowi hat vollkommen recht, wir haben ein Problem der Umverteilung, d.h. Teilhabe an der Produktivitätszunahme und dem Mehrwert.

Ich bezweifle, dass Vowi das so gemeint hat. Bis jetzt ist er zu diesem Thema immer reichlich unkonkret geblieben, aber er kann das bei Gelegenheit ja mal klarstellen.

blumi:
Umverteilung von Mehrwert mit gleichzeitig mehr KONSUM ...

Ich hoffe sehr, dass wir auch alle wissen, was unter »Mehrwert« zu verstehen ist. *fg*

Zwirni



HajoDF:
Wie kann man die Arbeitsplatzverluste ändern? Sicher gar nicht, denn ändern könnten das nur die Wirtschaftsbosse selbst, also die Wirtschaft und das Kapital.
Alternativen müssen gefunden werden, denn Arbeit gibt es genug, aber keiner will sie bezahlen.
Vowi hat vollkommen recht, wir haben ein Problem der Umverteilung, d.h. Teilhabe an der Produktivitätszunahme und dem Mehrwert.


Unter kapitalistischen Produktionsverhältnissen ist es ein ganz normaler Vorgang, dass ständig Arbeitskräfte freigesetzt werden: Aufgrund der Marktwirtschaft und des Konkurrenzkampfes ist jedes Unternehmen bei Strafe des eigenen Untergangs dazu verurteilt, ständig produktiver zu werden, ständig zu rationalisieren, immer mehr Produkte zu niedrigeren Preisen anzubieten.
Der damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen wurde in der Vergangenheit immer durch Wirtschaftswachstum kompensiert. Wachstum, Wachstum, Wachstum - damit die einen ihren Profit steigern können und die anderen nicht auf die Idee kommen, auf die Barrikaden zu gehen. Aber mit wachsendem Stand der Technologie kann die Zahl der freigesetzten Arbeitskräfte nicht mehr durch Wirtschaftswachstum kompensiert werden. Diese Entwicklung wird in Deutschland fälschlicherweise als »strukturelle Arbeitslosigkeit« bezeichnet.
Es ist daher illusorisch, von den "Wirtschaftsbossen" mehr Arbeitsplätze einzufordern. Es ist das Gegenteil ihres eigenen betriebswirtschaftlichen Interesses. Deshalb sind alle gutgemeinten Appelle der Politik an die Wirtschaft zwecklos.

Alternativen gibt es genug und hat es schon gegeben: Beispielsweise Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich.
Wir stellen einerseits fest, dass diejenigen, die einen Job haben, immer stärker ausgebeutet werden, andererseits sind Millionen von Menschen arbeitslos. Zur Rechtfertigung dieses Zustands wird immer wieder das Argument angebracht, dass die Arbeitskosten in Deutschland zu hoch wären.
Sicherlich sind die Arbeitskosten für ein kleines Handwerksunternehmen ein wirkliches Problem. Andererseits fährt ein Unternehmen wie die Deutsche Bank einen milliardenschweren Rekordgewinn ein, obwohl die Mitarbeiter dort gut bezahlt werden. Wir müssen uns also fragen, welche Mechanismen hierzulande wirken:
Die Arbeitskosten für ein kleines handwerkliches Unternehmen wären überhaupt kein Problem, wenn die durch dieses Unternehmen angebotenen Güter und Dienstleistungen auch zu einem entsprechenden Preis verkauft werden könnten. Dem stehen aber zwei Tatsachen entgegen:
1.) Wenn die Kunden private Haushalte sind, haben diese auch nur ein begrenztes Budget, das entgegen der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung in den letzten Jahren real nicht gestiegen ist.
2.) Wenn die Kunden gewerbliche Unternehmen mit größerer Marktmacht sind (Situation für Zulieferbetriebe), dann können diese ihre ökonomische Position (Monopol- oder Oligopolstellung) zur Preisbestimmung und damit zum Drücken von Löhnen missbrauchen.

Bei rein betriebswirtschaftlicher Sichtweise lautet dann die Antwort: Die Arbeitskosten in Deutschland sind zu hoch. Wenn man aber diese Sichtweise verlässt, lautet die Antwort: Wenn man der Marktwirtschaft freien Lauf lässt, ist das nicht im Interesse der Allgemeinheit.

Wenn einerseits immer weniger Menschen von der privaten Wirtschaft gebraucht werden, diese aber gleichzeitig immer höhere Gewinne erwirtschaftet, andererseits aber gerade im sozialen Bereich eklatante Defizite herrschen, dann muss gegengesteuert werden.
______________________

Als Abschluss stelle ich ein Diagramm der Steigerungsraten von Volkseinkommen (grün), Arbeitnehmerentgelt (rot) und Einkommen aus Vermögen und unternehmerischer Tätigkeit (schwarz) von 1970 bis 2006 dar. (Ausgangsdaten nach Statistischem Bundesamt)
Das Volkseinkommen ist die Summe aus Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus Vermögen und unternehmerischer Tätigkeit und eine wesentliche Größe innerhalb der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR).
Die gestrichelten Linien sind Trendlinien nach der statistischen Methode der linearen Einfachregression. Der absteigende Verlauf dieser Linien ist normal, da bei einer wachsenden Volkswirtschaft konstante Wachstumsraten ein exponentielles Wachstum bedeuten würden. Dem ist aber nicht so - seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland sind die Wachstumsraten langfristig betrachtet immer gesunken.
Was nicht zu akzeptieren ist, ist das unterschiedlich starke Absinken der Trendlinien von Arbeitnehmerentgelt und Einkommen aus Vermögen und unternehmerischer Betätigung. Würde es in Deutschland gerecht zugehen, dann müssten diese beiden gestrichelten Linien (rot und schwarz) parallel verlaufen!


(Zur Vollansicht bitte mit rechts anklicken und dann »Ansicht in neuem Fenster« wählen)

Anmerkung: Die Spitze im Jahr 1991 ist auf die deutsche Wiedervereinigung zurückzuführen. Ansonsten kann man bei genauer Betrachtung den Wechsel von der Schmidt- zur Kohl-Regierung erkennen. Man kann weiterhin auch die in den Medien vielgescholtenen Anfangsjahre der rot-grünen Koalition unter Schröder und Lafontaine erkennen und auch die fragwürdige Entwicklung ab dem Jahr 2002.

Zwirni


Zuletzt bearbeitet: 06.02.07 09:01 von zwirni


@blumi,
ich sprach nicht von immer mehr Konsum!
Schade, dass Deine Repliken immer abdriften.
Zwirni bringt es auf den Punkt: der Mehrwert kommt immer mehr nur den Unternehmungen, den Wirtschaftsbossen und einer gewissen "Führungselite" zu.
Die maschinelle "Revolution" richtet sich unternehmerisch leider gegen die menschliche Arbeitskraft. Das muss aufhören, denn der Verarmungsprozess breiter Bevölkerungsschichten entwickelt sich rasant (siehe besonders: Kinderarmut in Deutschland.
Die rein betriebswirtschaftliche Profitmaximierung kann also nicht das Konzept der Zukunft sein.
Ebenso ist die betriebswirtschaftliche "Globalisierung" eine Ursache des sinkenden Wertes menschlicher Arbeitskraft.
Doch menschliche Arbeitsleistung ist eben nicht nur die total massenproduktionsorientierte Vernutzung.
Schlimm und völlig falsch ist z.B., dass Maschinen nicht vom Betrieb finanziert werden, sondern über den Entzug von Steuern (AfA), die dem Allgemeinwesen zu Gute kommen müssten.



hajo
Zwirni bringt es auf den Punkt: der Mehrwert kommt immer mehr nur den Unternehmungen, den Wirtschaftsbossen und einer gewissen "Führungselite" zu.


Zu der ungerechten Gehaltsverteilung im Unternehmen kommt es durch das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei bestimmten Fähigkeiten am Arbeitsmarkt. Mancher wird sagen: die Führungselite (10 % der Gehaltsempfänger mit gutem Einkommen) will unter sich sein. Ist die Elite wie eine Partei zu sehen ?

Schlimm und völlig falsch ist z.B., dass Maschinen nicht vom Betrieb finanziert werden, sondern über den Entzug von Steuern (AfA), die dem Allgemeinwesen zu Gute kommen müssten.


was bedeutet hier "Allgemeinwesen" ? Wer soll die Steuern, die durch Afa im Betrieb gespart werden, damit Maschinen gekauft werden können, bekommen ? Vermutlich der Arbeiter, der durch die Maschine ersetzt wurde. Habe ich das richtig verstanden ?

Die Anschaffung einer Maschine oder eines Gebäudes sind Kosten; sollen diese Kosten betriebswirtschaftlich und steuertechnisch unberücksichtigt bleiben ?

blumi

Zuletzt bearbeitet: 07.02.07 10:58 von blumi


die sache ist so einfach und simpel, daß es eigentlich verwunderlich ist, wie viele sich gegen ihre zwingende logik stellen.
menschliche arbeit bedeutet risiko für die unternehmung. risiko auf allen ebenen bis hin zum unternehmensuntergang. der mensch ist nunmal keine maschine und deshalb auch nicht so zuverlässig und genügsam wie eine solche. trotzdem wünschen sich viele menschen, weiter an der arbeit an der naturgrundlage und an der materie (produktion) beteiligt zu sein, obwohl maschinen und methoden dies viel besser können. maschinen und methoden, diese 5. schöpfung (1. mineralische natur; 2. pflanzliche natur; 3. tierische natur; 4. menschliche natur) wird deshalb diskreditiert. dabei könnte der mensch sich in anderen bereichen viel besser einsetzen. in bereichen, in denen die arbeit eigentlich unbezahlbar ist, die man nicht bezahlen, nur ermöglichen kann, die zu einem wirklichen arbeitsplatz und nicht nur zu einem einkommensplatz führen. in die kulturarbeit, d.h. die kinderarbeit, altenarbeit, kunstarbeit, umweltarbeit, sozialarbeit usw. usf., das, wo arbeit in massen vorhanden ist, die dem menschen zugewand ist, die dringend getan werden müßte. aber diese arbeit läßt sich nicht anweisen wie in der weisungsgebundenen erwerbsarbeit. diese arbeit erfordert initiative beim einzelnen. und deshalb wird es von vielen unterstützt, das bedingungslose grundeinkommen, das diese initiative arbeit dem einzelnen erst ermöglicht. vom stifter des alternativen nobelpreises bis zu vorstandsvorsitzenden auch von banken wird diese idee angenommen und diskuttiert. die leute, in deren namen politiker wie oscar lafontän sich selbstverwirklichen, suchen keinen arbeitsplatz. sie suchen einen einkommensplatz. dies und nur dies.
die ursachen der widerstände sind klar: „Das Grundeinkommen ist eine Zumutung an professionelle Politiker, als damit das Ende der Stellvertreterpolitik eingeläutet wird“ so prof. dr. georg vobruba, universität leipzig. schicken wir unsere politiker nach hause, sie sind „natürlich“ nicht in der lage, die durch das heutige einkommensbasierte steuersystem, entstanden aus der jahrtausende währenden selbstversorgung, entstandenen probleme der heute gegenwärtigen vollständigen fremdversorgung zu meistern. trotzdem versuchen sie es ohne ende, weil sie nur so ihren sicheren arbeitsplatz behalten. dabei sind gerade diese in hohem maße rationalisierungsfähig. sie weigern sich beharrlich, das zu akzeptieren, aber noch nie hat solcher starrsinn lange gehalten.
arbeitslosigkeit hat nicht ihre ursache in der verbindung von technischem fortschritt und globalisierung. die ursache ist eher die verbindung von technischem fortschritt, globalisierung mit den institutionen unseres heutigen passiven sozialstaats (beschützung der arbeiter und transferleistungen für arbeitslose). die eine lösung wäre deshalb, die abschaffung des sozialstaates, was aber niemand will. um den heutigen passiven sozialstaat hin zu einem aktiven sozialstaat zu konvertieren, bestehen zwei gegensätzliche möglichkeiten. das workfare (zwangsarbeit, wird mit hartz4 heute schon versucht) oder das bedingungslose grundeinkommen. es wird in deutschland zu einem bedingungslosen grundeinkommen kommen müssen, um den heutigen passiven sozialstaat hin zu einem aktiven, d.h. aktivierenden sozialstaat zu konvertieren, d.h. zu retten. die alternative wäre das becksche workfare im sinne der arbeitshäuser des 19. Jahrhunderts aber, herr beck, das will niemand, niemand außer einem politiker, der zum persönlichen vorteil sein volk versklaven will. schade, sie werden ihren job verlieren „ssssssfg“.

vowi

p.s. @erweisschon: es hilft auch nichts, sich gegen den technischen fortschritt zu stellen und z.b. die dsl-technologie zu ignorieren;-)



Zuletzt bearbeitet: 07.02.07 20:07 von Volkswirt


Ich habe es irgendwie geahnt. *fg*

Vowi: Der Bürgergeld-Thread ist nebenan, nicht hier!

Es ist im Interesse einer vernünftigen Diskussion nicht besonders hilfreich, an allen möglichen Stellen immer nur notorisch das bedingungslose Grundeinkommen zu propagieren.

Im Übrigen wäre es vielleicht nett gewesen, wenn jemand, der sich so gerne auf die "Aura" seines Nicks beruft, seriös zitiert hätte, damit man bestimmte Aussagen verifizieren kann.
Man kann allerdings auch ohne konkrete Stellenverweise die "Glaubhaftigkeit" eines Prof. Dr. Georg Vobruba im Internet nachprüfen. *fg*

Ich antworte im Bürgergeld-Thread auf die verschiedenen Aussagen, um die Diskussion hier nicht vom Thema abzubringen.

Zwirni



ohman, schon wieder....
also 1. erinnert mich zwirni hier an kauder bei illner, wenn er zu der frau, die sich über hartz4 aus eigenem erleben beschwert sagt, er würde doch viel lieber über "bildung" reden, so nach dem motto, die realität, bitte nicht mit mir.
2. zwirnio, du brauchst mich nicht über meine kompetenzen aufzuklären. wir schreiben hier in einem internetforum. korrekte wissenschaftliche arbeit ist sicherlich nicht in solchen foren zu finden und auch nicht verlangt. wie immer fehlt dir hier die verhältnismäßigkeit, du schießt mit kanonen auf spatzen. das ist jedenfalls meine meinung und ich will damit nichts diskreditieren:-) denn ich bin volkswirt und nicht zwirnio;-)



Hallo zusammen,
ich würde hier nur ungern die bBG-Diskussion verlängern. Dies nämlich jetzt gebetsmühlenartig zu fordern, ist für die augenblickliche reale Situation nicht hilfreich.
Da stimme ich banana zu
Ich würde aber stringent die Diskussion, die du angestossen hast vom BG trennen und zunächst einmal menschenwürdige Lösungen für die von dir angesprochenen Probleme suchen. Bei dem Gedanken, dass das BG bedingungslos für Jeden, also auch die Superreichen gelten soll, dreht sich mir nur der Magen um. Sonst nichts! Das ist doch nichts anderes als eine weitere Verteilung von unten nach oben, die immer mehr Menschen die Existenzgrundlage entreißen würde.


In der Tat haben wir etwa 15 Mio Menschen in Deutschland, die in irgendeiner Weise am sozialen Tropf hängen.... und es werden mehr.
Wenn nun der "Aufschwung" Fakt ist (und die Gewinnberichte oder "Deutschland wieder Exportweltmeister" zeigen das auch an), dann wird dieser ganz offensichtlich erreicht, ohne dass die Arbeitslosen davon profitieren.

Schlimm genug, dass uns die Politiker und die untergeordnete Erfüllungskaste vormachen, dass sozialversicherungspflichtige Jobs im Aufwind sind. Dazu muss man wissen, dass hier alle Niedriglohnjobs mitgezählt werden und ebenso die die Job-Pendler aus dem eurpäischen Ausland.



hajo
In der Tat haben wir etwa 15 Mio Menschen in Deutschland, die in irgendeiner Weise am sozialen Tropf hängen.... und es werden mehr.
Wenn nun der "Aufschwung" Fakt ist (und die Gewinnberichte oder "Deutschland wieder Exportweltmeister" zeigen das auch an), dann wird dieser ganz offensichtlich erreicht, ohne dass die Arbeitslosen davon profitieren.



ich drehe die Argumentation mal einfach um und frage:

sind wir Exportweltmeister, weil wir die vielen Arbeitslosen haben ? Wären wir Exportweltmeister mit allen "mehr oder weniger" für einen JOB geeigneten (heute Arbeitslosen) in den EXPORTFIRMEN ? Das war auch die Frage von Götz Werner !

zwirni wird es bestätigen: der Export (mit Arbeitslosen in "LOHN der sich für Arbeit lohnt") müßte teurer vermarktet werden. Machen die KUNDEN im Ausland da mit oder verlieren wir Kunden im Ausland an andere Lieferanten z.B. in China oder in Irland ?

blumi

Zuletzt bearbeitet: 10.02.07 10:07 von blumi


vowi
die ursachen der widerstände sind klar: „Das Grundeinkommen ist eine Zumutung an professionelle Politiker, als damit das Ende der Stellvertreterpolitik eingeläutet wird“ so prof. dr. georg vobruba, universität leipzig.


vowi, das ist ein interessanter Gedanke, der auch erklärt, was unser LW-Minister Seehofer auf einer Versammlung in Bayern an der EUROPA-Bürokratie kürzlich kritisierte. Er sagte: es ist leichter ein NEUES GESETZ durchzuboxen - als ein Gesetz zu streichen, weil an jedem Gesetz "Personal und sichere Planstellen hängen".



blumi

Zuletzt bearbeitet: 10.02.07 13:47 von blumi
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