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Thema: Der "mediale" Aufschwung


Fortsetzung

blumi:
Eben war bei PHOENIX ein Bericht, warum es in Rußland und dem ganzen Ostblock (bis zur Wiedervereinigung in Deutschland) mit dem Kommunismus nicht funktioniert hat. In China funktioniert der Kommunismus noch heute - aber geht es dort der Mehrheit so gut, wie bei uns (auch inkl. z.B. der freigesetzten von ALLIANZ ohne richtigen Wohlstand) ?

Nur zur Klarstellung: Im gesamten Ostblock gab es keinen Kommunismus, sondern lediglich Staatssozialismus. Die auf Phoenix ausgestrahlte Dokumentation "Der Kommunismus - Geschichte einer Illusion" ist leider auch nur Propaganda. Diese Doku-Serie ist voll von Halbwahrheiten und sie beschreibt die Geschichte des Kommunismus als Weltanschauung auch nur unzureichend.
Eine seriöse Auseinandersetzung mit dieser Thematik erfordert mindestens eine hinreichende Erklärung des Unterschiedes zwischen Sozialismus und Kommunismus, aber dann müsste man es ja korrekt erklären. Dann aber hätte man ein Argumentationsproblem. *fg*

Weiterhin haben wir heute in China ökonomisch weder Kommunismus noch Sozialismus. Die Produktionsverhältnisse in der Industrie sind dort mittlerweile von weitaus üblerer kapitalistischer Qualität als in Deutschland. Das Einzige was dort sozialistisch sein könnte, aber eher diktatorisch ist, sind beispielsweise bestimmte Reglementierungen für Unternehmen zur Beteiligung an sozialen Aufgaben und die Kontrolle über die Meinungsbildung der Bevölkerung.
China ist zum Beispiel dabei, sein altmodisches Rechtssystem umzustellen, und orientiert sich dabei auch am deutschen kodifizierten Recht oder es gibt z.B. auch eine Kooperation zwischen der chinesischen Staatsbank und der deutschen Bundesbank.

Zwirni


Zuletzt bearbeitet: 24.02.07 05:15 von zwirni


zwirni
Blumi, willst Du damit etwa sagen, dass für Dich das Fehlen von Wohlstand für eine Mehrheit der Gesellschaft akzeptabel ist? Was ist das denn für ein Verständnis von einer menschlichen und gerechten Gesellschaft?


Gerechtigkeit und Menschlichkeit in der Gesellschaft (wie groß wollen wir sie fassen ? nur das Land oder alle Menschen der Erde ?) das sind zwei Gesichtspunkte über die wir lange streiten können.

Ein Anwalt hat mir mal (als ich meinte vom Staat - mit den Scheidungsfolgen - ungerecht behandeln worden zu sein) gesagt "nicht einmal vor dem GERICHT bekommt man Gerechtigkeit - sondern man bekommt ein URTEIL".

Ich beobachte seit vielen Jahren "das Umfeld der Reichen mit Streitereien u. Krankheiten", mit denen ich nicht tauschen kann/will und führe ich ein normales Leben. Ich muß mir nicht viel leisten, um heute zufrieden zu sein. Ich kann auf viel Komfort verzichten - brauche keine Zigarette, keinen Alkohol und auch keinen NEUEN PKW; ich habe in den letzten 20 J. auf Arzt-Besuche verzichtet und gehe ganz locker mit der Tatsache um, daß mein Leben "endlich ist".

Ich mache mir mehr SORGEN für die ZEIT in 20 Jahren (z.B. das Klima in Europa aber auch den Atom-Müll, der in falsche Hände gelangen kann) als darüber, ob ich morgen wieder aufwache. Ich bin nicht so wichtig (mit meinen Ansprüchen an ein menschliches Leben), solange es Gebiete auf der ERDE gibt, die wegen des Wohlstandes in EUROPA und USA erheblich unter AIDS und Hunger zu leiden haben. Bill Gates und Warren Buffett haben m.E. die richtigen Prioritäten gesetzt.

zwirni
Eine seriöse Auseinandersetzung mit dieser Thematik erfordert mindestens eine hinreichende Erklärung des Unterschiedes zwischen Sozialismus und Kommunismus, aber dann müsste man es ja korrekt erklären. Dann aber hätte man ein Argumentationsproblem. *fg*


Wenn es eine Partei verstände, den Unterschied zu erklären und Mehrheiten bei den Wählern für ihre Ziele zu finden, dann ............ wären es keine Probleme ?

Ziele definieren ist "wohl" etwas anderes - als das Erreichen der Ziele und alle Schichten der Bevölkerung "mitnehmen" !

blumi

Zuletzt bearbeitet: 24.02.07 10:23 von blumi


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