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Thema: Georgien und Russland


Zitat:
Die georgische Regierung am Pranger: Nach SPIEGEL-Informationen hat die OSZE Hinweise darauf, dass die Führung in Tiflis den Krieg mit Russland verschuldet hat. In Berlin beschäftigte man sich schon vor Monaten in internen Szenarien mit den Folgen einer aggressiveren Außenpolitik Moskaus.
Demnach habe Georgien den Militärschlag gegen Südossetien intensiv vorbereitet und seinen Angriff begonnen, bevor russische Panzer den Verbindungstunnel nach Südossetien befuhren. In den Berichten sei von möglichen georgischen Kriegsverbrechen die Rede. So berichten OSZE-Beobachter davon, dass die georgische Führung die südossetischen Zivilisten zur Schlafenszeit habe angreifen lassen. Ende Zitat

Soweit Spiegel und seine Infos, die ja Null neu sind. Was genau sich da am 7. und 8.8.08 und vielleicht noch am 9.8.08 in dieser Region abgespielt hat, ist von beiden Seiten voll mit Propaganda überlagert, wobei die russischen regierungsamtlichen Medien schon am Freitagmittag von 2 000 toten Südosseten sprachen und das ein Genozid drohte.

Die USA könnten ja ihre Spionagesatelliten heranziehen und aufklären, doch da ist großes Schweigen angesagt.
Die georgische Seite sagt, sie habe angegriffen weil Null Uhr diese vielgenannten 160 Panzer durch den Tunnel nach Südossetien gelangt sind und in Verbindung mit den Streitkräften von Ossetien (lt. Georgien sind das Terroristen mit russischen Pässen) und die Georgier massiv angriffen, auch mit viel Luftunterstützung durch die Luftwaffe der Russen.
Es hatte ja Tage vorher öfter schon Scharmützel gegeben, zwischen Georgien und den ossetischen Freischärlern und die Russen haben einige 10 000 Soldaten mit schwerem Gerät noch in Nordossetien zusammengezogen und darunter waren diese 160 Panzer deren Speerspitze die in der Nacht 7.8. zum 8.8.08 das rollen anfing.
In der Südossetischen Hauptstadt hatten sich dann in den ersten Morgenstunden des 8.8.08 viele Freischärler versammelt und Georgien hat wohl in den ersten Stunden des Tages diese Truppen und Zivilbevölkerung mit Artillerie angegriffen und auch Bomber eingesetzt. Beim Angriff war kein Unterschied ob Zivil oder Militärisch auszumachen.
Die Zivilbevölkerung im Ort ahnte dies alles nicht, da noch in den letzten Stunden des 7.8.08 das georgische Fernsehen einen Beitrag ausstrahlte, der den Präsidenten von Georgien zeigt, als er erklärt, man würde abwarten. Etwas später hat er dann wohl die Meldung erhalten, dass die Panzer rollen.

Nun erklären beide Seiten, sie sind Opfer und wollen das die Welt es auch so sieht und nun muss ja Russland seine Bürger schützen und besetzt große Teile des Landes von Georgien, zerbombt die Stadt Gori und bleibt 35 Kilometer vor Tiflis stehen. Andere Einheiten besetzen die Hafenstadt, wo ja rein zufällig die Ölpipelines vom Kaspischen Meer enden. Die sind auch heute noch da. Wollen aber einmal abziehen!
Am 3. oder 4. Tag des Konfliktes wurde eine russ. Panzereinheit gefragt, wo sie herkommen.
Antwort: Wir sind die 42. Mot.Schützendivision aus Tschetschenien und wenn man mal auf die Karte schaut, nicht gerade nebenan und diese Einheit wurde kurz vor Gori gesehen.
Man hat also die Profis von Tschetschenien geholt, damit sie so wüten wie dort.
Mit dem Einmarsch der Russen kamen im Gefolge auch die Südossetier und auch Nordossetier ins Land und die begannen mit dem Vertreiben der Georgier im großen Stil, die alte bewährte Methode ist ja die, Häuser anzünden damit die Leute auch gehen. Es war die Tage eine Aufnahme aus dem All zu sehen, die überall in der Region die brennenden Häuser der Georgier zeigt.
Gleichzeitig gab es an der Grenze zu Abchasien auch einen Angriff der dortigen Separatisten, natürlich in der Absicht, sich vor den Georgiern zu schützen. Diese Einheiten zogen dann plündernd und auch verjagend durch die Gegend und der große Bruder, also die Russen, zeigten es ihnen, wie das so geht. Fernseher und viele Satz-Anlagen, CD-Player usw. haben nun eine neue Heimat. Sicher meist in russt. Kasernen.

Mit ein wenig Aufmerksamkeit konnte man das im Fernsehen verfolgen, man muss nur die Schlüsse daraus ziehen, denn nur die Straße durch den Tunnel stand ja zur Verfügung und mehr als max.30 km/h konnte ja nicht vorgerückt werden. Unter den Truppen beider Seiten gab es wohl einige 100 Tote und sehr viele Verletzte, die Zivilbevölkerung hatte sicher auch einige Hundert Tote und entsprechende Verletzte, nur die Zahl der Toten von der Hauptstadt von Südossetien, also Zchinwali dürfte ungewiss sein. Von einigen Tausend Toten war schon am Freitag dem 8.8.08 die Rede, also reine Propaganda der Russen.

Inzwischen hat ja Moskau die Ministaaten Südossetien und Abchasien anerkannt und Georgien hat seine dipl. Beziehungen zu Russland abgebrochen.
Morgen in Brüssel treffen sich die Regierungschefs der EU auf einer Sondersitzung zum Thema Kaukasus. Mal sehen was da herauskommen wird, doch was sich da in der Nacht vom 7. auf den 8.8.08 abgespielt hat, ist noch in der Klärung.





Inzwischen hat ja Moskau die Ministaaten Südossetien und Abchasien anerkannt und Georgien hat seine dipl. Beziehungen zu Russland abgebrochen.
Morgen in Brüssel treffen sich die Regierungschefs der EU auf einer Sondersitzung zum Thema Kaukasus. Mal sehen was da herauskommen wird, doch was sich da in der Nacht vom 7. auf den 8.8.08 abgespielt hat, ist noch in der Klärung.


bei Maybrit Illner kamen alle Seiten zu Wort; Schollatour hatte m.E. eine sehr realistische Version anzubieten. Unser Außenminister Steinmeier konnte bei einem Besuch im Juni/Juli in Georgien den drohenden "militärischen Konflikt" nicht aufhalten. Es ist also müßig nach SCHULD zu suchen.

EUROPA hat mit den USA u. RUSSLAND eine "politische" und keine militärische Lösung zu suchen.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 01.09.08 09:24 von blumi


Blumi:
bei Maybrit Illner kamen alle Seiten zu Wort; Schollatour hatte m.E. eine sehr realistische Version anzubieten. Unser Außenminister Steinmeier konnte bei einem Besuch im Juni/Juli in Georgien den drohenden "militärischen Konflikt" nicht aufhalten. Es ist also müßig nach SCHULD zu suchen.

EUROPA hat mit den USA u. RUSSLAND eine "politische" und keine militärische Lösung zu suchen.

Die Illner war auf jedenfall besser vorbereitet als gestern die Anne Will, die stellte laufend die falschen Fragen und gab dem Botschafter von Russland nur eine Plattform für seine Propagandashow. Man wird in einigen Monaten wissen, welche Abläufe dort am 7. und 8.8.08 waren, jetzt eine Schuld zu vergeben, ist nicht an der Zeit. Ich habe ja im Artikel genug Ungereimtheiten erwähnt.
Was da Steinmeier gemacht hat, er konnte sowieso nichts aufhalten, denn Russland hat sich voll auf die Besetzung von Georgien vorbereitet, die Lockung der Pipeline war doch zu groß. Europa hat zwar auch Interessen in dieser Region, aber ob Georgien bewusst einen Krieg mit Russland wollte? Georgien hat 4.5 Mio. Einwohner und war es Dummheit oder Größenwahn da einen Waffengang zu suchen oder gab es da noch Abläufe von denen wir nichts wissen.




Was da Steinmeier gemacht hat, er konnte sowieso nichts aufhalten, denn Russland hat sich voll auf die Besetzung von Georgien vorbereitet, die Lockung der Pipeline war doch zu groß. Europa hat zwar auch Interessen in dieser Region, aber ob Georgien bewusst einen Krieg mit Russland wollte? Georgien hat 4.5 Mio. Einwohner und war es Dummheit oder Größenwahn da einen Waffengang zu suchen oder gab es da noch Abläufe von denen wir nichts wissen.


die amerikanischen (US) Militärberater in Georgien sollten wir nicht übersehen. Nein nicht bewußt, der georgische Präsident (s. Illner) glaubte sich stark genug mit USA "im Rücken" seine Militäraktion (ohne Gegenwehr der Russen) durchziehen zu können. GEORGE BUSH hat sich nach der militärichen Reaktion von Putin zu Wort gemeldet und den US-Militäreinsatz in Georgien strikt verweigert.

Was zeigt uns das ?



blumi


Was zeigt uns das ?

Ganz einfach, wenn ich Waffen von USA kaufe, brauche ich Leute, die diese Waffen ihren Kunden erklären können, Das die nebenbei auch vieles an die CIA melden, ist logisch. Es waren und sind einige Hundert dieser Militärberater gewesen. Auch die Bundeswehr hatte Militärberater in Chile, als dorthin Leopard Panzer geliefert wurden. Ich gehe davon aus, das Sakasweli mit den USA telefoniert hat und eine Absage für einen Angriff bekommen hat, denn die USA hatten seit Monaten Aufnahmen vorliegen, welche Truppen die Russen in der Region zusammengezogen hat, also war dieser "Angriff" nahe einem Selbstmord.
Doch wie ich geschrieben habe, über diesen "Angriff" gibt es keine verlässliche Quelle, also noch einige Zeit gedulden.



blumi
GEORGE BUSH hat sich nach der militärichen Reaktion von Putin zu Wort gemeldet und den US-Militäreinsatz in Georgien strikt verweigert.


sarek
eine Absage für einen Angriff bekommen hat, denn die USA hatten seit Monaten Aufnahmen vorliegen, welche Truppen die Russen in der Region zusammengezogen hat


ich befürchte "Staatspräsident Micheil Saakaschwili" hat Bush nicht gefragt, er glaubte vermutlich an die Kraft von Fakten und daß ihn Bush nicht hängen liesse.

GERD RUGE bei Beckmann hat das gestern m.E. bestätigt.

blumi

Zuletzt bearbeitet: 02.09.08 11:10 von blumi


Die Sache ist recht einfach: Der Sackarschwilli hat schlicht und ergreifend Scheiße gemacht. Er hat sich total verspekuliert und gewaltig was aufs Maul bekommen.
Wie dämlich muss einer sein, russische Truppen anzugreifen? Die in Südossetien stationierten russ. Truppen waren übrigens Friedenstruppen, die ein UN-Mandat (mit us-am. Zustimmung!) hatten, also nix mit Okkupation oder so.

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Dieser Beitrag besteht aus 100% recycelten Elektronen!



esra:
Die Sache ist recht einfach: Der Saakaschwili hat schlicht und ergreifend Scheiße gemacht. Er hat sich total verspekuliert und gewaltig was aufs Maul bekommen.
Wie dämlich muss einer sein, russische Truppen anzugreifen? Die in Südossetien stationierten russ. Truppen waren übrigens Friedenstruppen, die ein UN-Mandat (mit us-am. Zustimmung!) hatten, also nix mit Okkupation oder so.


Deswegen hat Bush dem Saakaschwili nur "diplomatisch geholfen"; USA will dort Frieden haben, um die Pipelines nutzen zu können.

blumi


Blumizitat vom 15.9.08
"Deswegen hat Bush dem Saakaschwili nur "diplomatisch geholfen"; USA will dort Frieden haben, um die Pipelines nutzen zu können."
Das sehe ich auch so, denn was nützt Krieg in einer Region wo man Öl durch Pipelines vom Kaspischen Meer zum Schwarzen Meer leitet.
Wie ich im Artikel bereits geschrieben habe, ist es nicht bekannt und vieles ist Propaganda von beiden Seiten, was in der Nacht 7.8. zum 8.8.08 im Tunnel Süd zu Nordossetien geschehen ist und welche Truppen dort zuerst massiv geschossen haben.
Bereits am Freitag Mittag (8.8.08) gab es Fernsehaufnahmen zu sehen, wo die 31 Soldaten der russ. Friedenstruppe beschossen wurden.
Auch wenn Esra glaubt, sie hat die Wahrheit erkannt, ist dieses Geschehen noch nicht geklärt.




Sagen wir es mal so, Sarek, ich gucke auch mal in die Medien die nicht unbedingt Mainstream sind. Auf youtube war z. B. ein Video von einem US-Amerikaner zu sehen, der in Ossetien als Reporter unterwegs war. Was der zu erzählen hatte, war gar nicht lustig.
U.a. berichtete er von Osseten - Zivilisten wohlgemerkt -, die versuchten sich in Kellern zu retten, als sie von georgischen Truppen beschossen wurden. Daraufhin zogen Verbände von Georgiern durch die Stadt und warfen Handgranaten in die Keller.

Wenn dieser Reporter die Wahrheit erzählt hat, dann gehört dein großer Held Saakaschwili vor das nächste Kriegsgericht.

Mittlerweile rudern selbst die Außenminister, die zuvor große Solidarität mit Saakaschwili bekundet haben, zurück. Allein das Eingeständnis, man müsse nun erst einmal unabhängig prüfen, spricht Bände, zumindest für denjenigen, der die feine Sprache der Diplomatie versteht.

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Zitat Esra vom 22.9.08
Sagen wir es mal so, Sarek, ...............
Auf youtube war z. B. ein Video ............
von einem US-Amerikaner zu sehen, der in Ossetien.......

Naja, you tube videos als Beweis und als Rechtfertigung heranziehen, ist bestimmt kein toller Gedanke.Aber jeder wie er mag, daher warte ich lieber auf nachprüfbare Handlungsabläufe in der Nacht des 7.8./8.8.08. Die kommen bestimmt, man muss nur abwarten und das Forum hier ist ja geduldig. Sogar bei dem A-Strom haben wir ne Fortsetzung eines Artikels von Anfang 2007. Also Geduld, ich werde es im Auge behalten und egal wie es war, hier auch die nachprüfbare Quelle nennen.
Was irgendein Reporter irgendwo erzählt kann sicher augenblicklich interessant sein, doch bei Kriegsabläufen ist das nicht wichtig.



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