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Thema: + Vorträge und Thesen von Dr. Albrecht Schröter +


In einem Vortrag, den Dr. Johannes Albrecht Schröter, am 14. November 2003 in der Zentralkirche der apostolischen Gemeinde in Düsseldorf-Mitte gehalten hat, nannte der evangelische Theologe drei Thesen für die Zukunft der heutigen apostolischen Gemeinschaften.

Schröter sagte: „Öffnen sie sich, aber bleiben sie dem guten Konservatismus ihrer katholisch-apostolischen Glaubensväter verbunden.“ Für die heutigen apostolischen Gemeinschaften sei es daher „gut und wichtig“, „vom progressiven Konservatismus der Albury-Apostel hin zu einem konservativen Progressivismus zu kommen“.

Zum zweiten vertrat er die Auffassung, innerhalb der Gemeinden sollte man „von der Exklusivität zur Inklusivität“ gelangen. Es sollten möglichst alle Richtungen und Lager eingebunden werden und wie ein Zahnräderwerk miteinander zusammenarbeiten. Und drittens forderte er von den apostolischen Christen, den Blick auch nach außen zu richten, um „von der eigenen Wohnung, in der man sich wohlfühlt, zum gemeinsamen Haus“ zu kommen. Es sei die tiefe Sehnsucht Christi, „dass sie alle eins seien“.

Weitere Details in den Berichten von J. Joachim (http://www.naktuell.de/1103/1103004.html)
und M. Koch (http://www.glaubenskultur.de/relaunch/artikel.php?id=257).

Sind diese Thesen für uns wegweisend?


Zuletzt bearbeitet: 22.01.2010 11:34 von Redaktion


Wer sich einen Live-Mitschnitt des Vortrags von Dr. Schröter anhören möchte, für den bietet die Apostolischen Gemeinde Düsseldorf-Mitte jetzt eine Doppel-CD an, die – inklusive der Versandkosten – fünf Euro kostet. Die CDs können per E-Mail unter der Adresse kontakt@apostolisch.de bestellt werden.

Meinungsbeiträge zu dem Vortrag und den von Dr. Schröter vorgestellten Thesen sind weiterhin gerne erwünscht!

Siehe auch: Tickermeldung vom 29.12.2003 "Vortrag von Dr. Schröter auf Doppel-CD, http://www.naktuell.de/aktuelles/ticker.html

Quelle: Internetseite des Bezirks Düsseldorf der Apostolischen Gemeinschaft http://www.duesseldorf.apostolisch.de/event/index.php




Zuletzt bearbeitet: 30.12.2003 13:24 von jojo


Lieber Jens, Mitleser,

der Mitschnitt vom Schröter-Vortrag lag am Freitag in meinem Briefkasten. Die CD's sind wirklich sehr zu empfehlen, die Aufnahmequalität ist ausgezeichnet.

Seine Ausführungen geben einen Einblick in die reiche Geschichte und Liturgie der katholisch-apostolischen Gemeinden. Vor allem das Bibelverständnis, das Amtsverständnis (mal abgesehen von dem Aussterben des Apostelamtes in der KAG) und der konsequent ökumenische Grundgedanke unserer Glaubensväter, so wie von Schröter dargestellt, haben mich stark beeindruckt. Seine Thesen zur Zukunft der heutigen apostolischen Gemeinschaften, also auch der NAK, sind ebenfalls hochinteressant. Es ist zu spüren, dass er sich mit großer Leidenschaft der apostolischen Bewegung verbunden fühlt.

In der anschließenden Diskussion bzw. Fragerunde, die ebenfalls aufgezeichnet wurde, sagte Schröter bezüglich ökumenischer Tendenzen in den apostolischen Gemeinschaften:

„Ich glaube, dass (...) auch die Neuapostolische Kirche überhaupt keine Alleinstellungsmerkmale braucht, sondern dass sie ganz getrost und mutig ihren Weg als eine (...) Freikirche gehen kann, als eine kirchliche Gemeinschaft, die im Vollsinne Kirche Christi ist, als ein Teil der gesamten Kirche Christi, mit einer möglichst großen ökumenischen Offenheit. Niemand will eine Daseinsberechtigung! (...) Ich denke das muss man deutlich machen. Ich habe Gesprächspartner in der NAK, auch in der Kirchenleitungsebene. Ich habe den Eindruck, dass man das dort vielleicht ein bisschen erkannt hat. Aber man sagt mir immer wieder: ‚Das muss man aber behutsam machen; die Menge der Gläubigen fasst das noch nicht – und wenn wir jetzt das Geschichtsbild richtigstellen, dann bricht für viele der Glaube zusammen.‘ Aber da muss man Vertrauen entwickeln und notfalls auch mal sagen: Wenn wir von Buße sprechen, müssen wir jetzt auch mal sagen, dieses und jenes ist nicht gut gelaufen. Das wird befreiend sein – das wird stärken und kräftigen! Diesen Mut muss man haben!“


Dito!

Viele Grüße,
Christian



packy schrieb am 01.10.2004 um 21:48 Uhr unter der Überschrift "Und wieder Dr. Schröter,...":

...der evangelische Theologe, Sprössling einer evangelischen Pfarrerfamilie, der selbst zwölf Jahre eine Pfarrgemeinde leitete und eine Dissertation über das Thema "Die katholisch-apostolischen Gemeinden in Deutschland und der Fall Geyer“ schrieb.

Was möchte die Redaktion mit dem permanenten Hinweis auf das Evangelische an Dr. Schröter eigentlich bewirken/implizieren? Wenn man in Verbindung mit seiner Person das Evangelische gern so oft wie möglich hervorheben möchte, dann fehlt vielleicht nur noch mal, um auch etwas differenzierter zu wirken, die Anmerkung, dass die Evangelische Kirche Deutschlands so einige Glaubensbetrachtungen des Dr. Schröter ziemlich ganz und gar ablehnt.

Gruss
Mike


Antwort von simon vom 02.10.2004 um 20:19 Uhr:

Hallo Mike,

ich glaube, Dr. Schröter gehört auch gar nicht der EKD, sondern wohl eher der SELK (eine ev.-luth. Freikirche) an. Was aber dennoch nicht viel auszusagen vermag, denn auch dort dürften seine Gedanken zu Apostelamt und Versiegelung wohl eher auf verwunderte Blicke treffen. Kenne mich mit der SELK aber eher wenig aus.

Beste Grüße
Simon


Antwort von Christian vom 02.10.2004 um 22:46 Uhr:

Lieber Mike, lieber Simon,

dass Dr. Albrecht Schröter in Halle evangelische Theologie studiert hat und auch viele Jahre als Pfarrer tätig war, ist ein Faktum. Das ist eben jener Teil seiner Biographie, der für uns in erster Linie relevant ist. Darüber hinaus hat er viele weitere Facetten, wie unter http://www.albrecht-schroeter.de nachzulesen ist.

Im weiteren hat er eine religionswissenschaftliche Forschungsarbeit zur Geschichte der katholisch-apostolischen Gemeinden geleistet, die ihres Gleichen sucht. Die von ihm zusammengetragenen Fakten haben wesentlich zur Erhellung der Frühgeschichte der NAK beigetragen. Prof. Helmut Obst schreibt im Klappentext zu Schröters Buch "Die Katholisch-Apostolischen Gemeinden in Deutschland und der Fall Geyer":

"Mit dieser Arbeit wird zum ersten Mal eine umfassende Geschichte der Katholisch-apostolischen Gemeinden in Deutschland unter ausführlicher Berücksichtigung der englischen Entstehungsgeschichte vorgelegt. Sie wurde von der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg als Dissertation mit dem Prädikat "summa cum laude" angenommen... In jahrelangen Recherchen und durch den Aufbau zahlreicher persönlicher Verbindungen hat der Verfasser in Deutschland, England und den Niederlanden ein außerordentlich umfangreiches, teilweise ohne Übertreibung als sensationell zu bezeichnendes, bisher unzugängliches oder unbekanntes gedrucktes und handschriftliches Quellenmaterial erschlossen... Auf die weit über die Kirchen- und Theologiegeschichte hinausreichende interdisziplinäre Bedeutung der Arbeit sei ausdrücklich hingewiesen... Der Arbeit kommt zweifellos auf lange Zeit der Rang eines Standardwerkes zu, nicht nur für die Geschichte der Katholisch-apostolischen Gemeinden, sondern auch für die Frühgeschichte der heute weltweit verbreiteten Neuapostolischen Kirche und anderer apostolischer Gemeinschaften."


Das Buch war lange Zeit vergriffen und erscheint gerade in einer dritten und verbesserten Auflage. Ich denke, auch darauf werden wir demnächst in einem Beitrag hinweisen.

Dass Schröter als Pfarrer in der SELK Jena tätig war, kann ich nicht bestätigen. Bislang hielt ich ihn für ein Glied der evangelischen Landeskirche. Ob und wie weit Schröter mit seinen Ansichten in der EKD verankert ist, kann ich nicht einschätzen. Das ist auch nicht Teil oder Zweck unserer Berichterstattung.

Er selbst sieht sich als "Christ mit konsequenter ökumenischer Einstellung" (http://www.albrecht-schroeter.de/person.htm, Absatz "Ich über mich"), was auch in seinen bisherigen Vorträgen zur Geschichte der katholisch-apostolischen Gemeinden deutlich zum Ausdruck kam. Von dem Vortrag, den er 2003 in Düsseldorf hielt (siehe http://www.naktuell.de/1103/1103004.html), liegt mir ein Mitschnitt auf CD vor. Wer Interesse daran hat, kann sich per E-Mail bei mir melden. redaktion@naktuell.de

Liebe Grüße,
Christian


Antwort von simon vom 03.10.2004 um 18:08 Uhr:

Lieber Christian,

erstmal ein "super gut" für Eure Website!

Dr. Schröter scheint tatsächlich eher einer selbständigen Freikirche anzugehören - weniger hingegen einer Gliedkirche (Landeskirche) der EKD.

Ich denke, was packy, mit dem ich aus kirchlichen Gründen ja tagtäglich zusammenarbeite, meint, dass ist, dass es auch nicht i. O. wäre, wenn man z. B. einen Bericht über Bezirksapostel Dr. Leber schreiben würde, aus welchem dann hervorginge, dass er Mitglied einer katholische-apostolischen Gemeinde wäre.

Wie Du weisst, ist katholisch-apostolisch etwas anderes als neuapostolisch. Ebenso ist aber auch evangelisch nicht gleich evangelisch. Es gibt die Protestanten (z. B. Lutheraner, Ev.-Luth. Kirchen), es gibt die Reformierten (z. B. Ev-Methodisten), es gibt die Unierten etc., etc., etc.
Welche Glaubenseinstellung Dr. Schröter auch haben mag, eine Tatsache ist, dass er landeskirchlich (die Gliedkirchen der EKD) nicht bekannt ist und man dort mit seinen Ansichten nicht übereinstimmt. Gleichzeitig machen die Landeskirchen der EKD aber den weitaus größten Anteil der ev. Christen in Deutschland aus. Das heisst, wenn man sagt, Dr. Schröter sei evangelisch, dann zieht man sehr viele Menschen damit rein. Wenn sich aber eröffnet, dass er nicht für eben diesen allergrößten Anteil der ev. Christen in Deutschland steht, dann wäre vielleicht eine kleine Anmerkung sinnvoll gewesen. Das ändert ja in der Sache nichts, macht's aber etwas genauer, denn Dr. Leber ist auch nicht katholisch-apostolisch. Deshalb würde sich vielleicht auch jene Gemeinde etwas betreten fühlen, wenn sie lesen müsste, dass Dr. Leber eher neuapostolische Glaubenszüge vertritt, angeblich aber katholisch-apostolisch ist.

Ist ja aber alles nicht bös' gemeint.

Hab' noch einen schönen Sonntag!

Liebe Grüße
Simon




Antwort von syndrome2 vom 29.10.2004 um 18:45 Uhr:

Dr. Schröter gehört der evgl.-lutherischen Landeskirche von Thüringen an. Eine Mitgliedschaft in der SELK ist schwer vorstellbar, da diese eine sehr enge Theologie insbesondere beim Abendmahl hat.

Da Dr. Schröter gerade bei den Jubiläumsfeiern der VAC in der Schweiz die Predigt hielt und auch das Abendmahl mitfeierte spricht das dagegen. Er selbst bezeichnete sich in einem Gespräch dort als lutherisch-apostolisch....





Dr. Albrecht Schröter - Evangelischer Pfarrer und Freund der Apostolischen


19.03.2010 - Bericht bei Christ im Dialog vom 21.03.2010
Seid Ferment-Christen!
Evangelischer Pfarrer Dr. Albrecht Schröter spricht in Hannover über das ökumenische Erbe der Katholisch-apostolischen Bewegung und seine Bemühungen um die innerapostolische Aussöhnung

Den Vortrag von Dr. Albrecht Schröter dokumentiert Christ im Dialog im Worlaut





naktuell.de-Archiv-Berichte:


14.11.2003 - naktuell.de, Artikel vom 19.11.2003
»Von eigener Wohnung zum gemeinsamen Haus kommen«
Vortrag von Dr. Albrecht Schröter in der Zentralkirche der Apostolischen Gemeinschaft in Düsseldorf über das Bibelverständnis der katholisch-apostolischen Gemeinden / Aufruf an die apostolischen Gemeinschaften, sich weiter zu öffnen und sich dabei am konservativ-progressiven Denken der katholisch-apostolischen Apostel zu orientieren


Albrecht Schröter am 14. November 2003 in der Zentralkirche der
Apostolischen Gemeinschaft in Düsseldorf
Foto: Michael Koch


15.-17.10.2004 - naktuell.de, Artikel vom 21.10.2004
»Der NAK die Chance geben, sich als Freikirche zu entwickeln«
Der evangelisch-lutherische Pfarrer Dr. Albrecht Schröter plädiert bei einem Vortrag vor Mitarbeitern der VAC Schweiz dafür, die Neuapostolische Kirche nicht von vornherein als Sekte abzustempeln


Albrecht Schröter am 16. Oktober 2004
am Altar der apostolischen Gemeinde Zofingen

Foto: Christian Roth (VAC Schweiz)

Originalbericht auf der Internetseite der VAC Schweiz vom 21.10.2004
»Ich bin lutherisch-apostolisch«
Originalbericht mit Bildern auf der Internetseite der VAC Schweiz

Weitere Bilder von Christian Roth vom Besuch von Dr. Johannes Albrecht Schröter vom 15. bis 17. Oktober 2004 bei der VAC Schweiz


23./24.06.2007 - Bericht auf der Internetseite der VAC Schweiz vom 26.06.2007
»Niemand hat die ganze Wahrheit für sich!«
Seminar mit Albrecht Schröter im Lokal der VAC-Gemeinde Olten in Trimbach


Albrecht Schröter am 23. Juni 2007 in Trimbach Foto: VAC Schweiz

Ankündigung auf der Internetseite der VAC Schweiz vom 15.06.2007




Zur Person:


Dr. Albrecht Schröter (eigentlich Johannes Albrecht Schröter) stammt aus einer evangelischen Pfarrerfamilie. Geboren wurde er am 7. April 1955 in Halle/Saale geboren. Er ist, wie er 2007 in einem Zeitungsinterview verriet, ein Nachfahre einer Schwester des Komponisten Georg Friedrich Händel.

Schröter besuchte von 1962 bis 1972 die Polytechnische Oberschule bzw. die Erweiterte Oberschule in Nordhausen und Bad Freienwalde (Oder). Aus politischen Gründen blieb ihm das Abitur verwehrt. Nach dem Schulabschluss absolvierte er eine zweijährige Ausbildung zum Krankenpfleger in Eberswalde. Anschließend nahm er ein sechsjähriges Studium der Theologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auf.

Nach dem Abschluss seines Theologiestudiums 1980 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Sektion Theologie, bis er 1984 ein Pfarramt in Jena übernahm. 1996 folgte die Promotion zum Dr. theol. in Halle-Wittenberg (summa cum laude) über das Thema »Die katholisch-apostolischen Gemeinden in Deutschland und der Fall Geyer«.

Nach einer zwölfjährigen Tätigkeit als Gemeindepfarrer war er von 1997 bis 2000 als Beauftragter des Freistaates Thüringen für Neureligiöse Bewegungen und Sondergemeinschaften sowie als Fachreferent am Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien in Bad Berka tätig.

Von 2000 bis 2006 war Schröter hauptamtlicher Dezernent für Soziales und Kultur der Stadt Jena. Seit dem 1. Juli 2006 ist er Oberbürgermeister von Jena.

Weitere Informationen bei Wikipedia und www.albrecht-schroeter.de




Zuletzt bearbeitet: 15.06.2010 00:16 von Redaktion


Heute können wir vom Netzwerk Apostolische Geschichte bekannt geben, dass Dr. Schröter am Gesprächskreis mit Volker Kühnle, Gert Loose und Dr. Utsch teilnehmen wird. Diese wird im Rahmen des ÖKT 2010 in München auf dem STand des Netzwerkes statt finden.

Dabei soll es gerade um diesen genannten Vortrag 2005 in Halle, bzw. 2010 in Hannover gehen. Wo stehen die apostolischen in der Ökumene?

Neben dem Gesprächskreis wird es sicherlich noch Gelegenheit geben die Gesprächspartner mit ein paar Fragen zu löchern. Das Ganze soll nach unserer Planung auch als podcast im Internet zur Verfügung stehen.

Mehr Infos auch im Netz unter Netzwrk Apostolische Geschichte

Gruß,
Sebastian

http://www.apwiki.de



Netzwerk Apostolische Geschichte beim Ökumenischen Kirchentag in München



apostolische-geschichte.de, Meldung vom 15.05.2010
Theologische Hausaufgaben notwendig

München, 15.05.2010 (apostolische-geschichte.de). Zum dritten und letzten Agoratag auf dem Ökumenischen Kirchentag in München konnte das Netzwerk Apostolische Geschichte prominente Diskutanten begrüßen. Fast 70 Zuhörer lauschten der ursprünglich geplanten Ökumene-Gesprächsrunde. Schon nach wenigen Minuten entwickelte es sich in eine deutliche Aufgabenstellung an die Neuapostolische Kirche. Diese solle erst mal noch ihre Hausaufgaben machen, so Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister von Jena, ordinierter evangelisch-lutherischer Pfarrer, mehrfacher Fachbuchautor und Kenner der apostolischen Gemeinschaften.


Gesprächskreis »Apostolische Ökumene«: Apostel Volker Kühnle (NAK),
Apostel Gert Loose (AG), Moderator Dr. Michael Utsch (EZW) sowie
Dr. Albrecht Schröter (von links)
Bild: apostolische-geschichte.de

> Tonaufzeichnung Gesprächskreis »Fünf Jahre nach Halle - Ökumene« (MP3, 63 MB)
> Videoaufzeichnung Gesprächskreis »Fünf Jahre nach Halle Ökumene« (Flash)
> Bildershow vom Stand des Netzwerk Apostolische Geschichte




Zuletzt bearbeitet: 15.06.2010 00:41 von Redaktion


Am 02.09.2011, 19.00 Uhr wird Dr. Albrecht Schröter in der neuapostolischen Gemeinde Hannover-Mitte einen Vortrag mit anschließendem Gespräch zum Thema "Ökumenische Thesen zur Kirche Jesu Christi" halten.

http://www.mitteinander.de/archiv/31-einladung-zum-vortrag-und-gespraech




Zuletzt bearbeitet: 26.07.2011 15:06 von Carlaugust


Thesen zur Einheit der Christenheit (Dr. Albrecht Schröter)


1. Jesus Christus ist der Begründer, das Leben und die Zukunft der Kirche. Die Kirche ist die Kirche
Jesu Christi – sie gehört keinem anderen als IHM. Die Einheit der Christenheit ist in Christus bereits
vorgegeben – sie kann daher nicht „gemacht“, sondern nur ermöglicht werden.
Der Weg zur Einheit der Christenheit gelingt nur dann, wenn die Mitglieder der einzelnen Kirchen aus dem Geist des Evangeliums leben, denken und handeln und Jesu Wunsch nach Einheit (Joh. 17,21) über alles Trennende stellen.

2. Zwischen der Einfachheit der ersten Christen und den Machtinsignien von Kirchenleitungen und ihrer Apparate liegen Welten. Das geistliche Amt hat den Auftrag, zu dienen - nicht zu herrschen.
Der Weg zur Einheit der Christenheit gelingt nur dann, wenn Hierarchien und Traditionen keine Mauern der Macht mehr gegenüber den eigenen Mitgliedern und anderen Kirchen verkörpern.

3. Die geistliche Wahrheit des anderen schmälert nicht die eigene Wahrheit, sondern macht sie im Sinne Christi reicher. Diese Offenheit ist ein Zeichen der Wirksamkeit des göttlichen Geistes.
Der Weg zur Einheit der Christenheit gelingt nur dann, wenn Kirchen auf Exklusivitätsansprüche verzichten und echte Brüderlichkeit leben, in dem sie allen Christen vollen Zugang zu den Sakramenten gewähren.

4. Die Christenheit lebt vom Grundkonsens im Sinne von Eph. 4,2b-6 (Anm. 1), wie er in den oekumenischen Glaubensbekenntnissen und in der Basiserklärung des Oekumenischen Rates der Kirchen von 1961 (Anm. 2) formuliert ist.
Der Weg zur Einheit der Christenheit gelingt nur dann, wenn Kirchen und christliche Gemeinschaften das stärken, was diesem Grundkonsens entspricht und auf Sonderlehren verzichten.
Unterschiedliche Kulturen und Traditionen gehören zu den „vielen Wohnungen“ im Hause Gottes (Joh. 14,2) und dürfen nicht trennen.

5. Kirchen und christliche Gemeinschaften sind im Laufe ihrer Geschichte schuldig geworden: an ihren Mitgliedern, an Unbequemen und Andersdenkenden.
Der Weg zur Einheit der Christenheit gelingt nur dann, wenn Kirchen bereit sind, ihre Schuld zu erkennen, zu bekennen und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Nur wo das geschieht, hat Gottes Geist Raum, zu wirken.

6. Das größte Hindernis auf dem Weg zur Einheit der Christenheit, ist die Furcht ihrer leitenden
Amtsträger vor dem Verlust von Macht und Einfluss. Dieser wird meist mit dem Hinweis auf die Tradition und die Hauptdogmen der jeweiligen Einzel-Kirche begründet.
Der Weg zur Einheit der Christenheit gelingt nur dann, wenn Kirchen nicht mehr darauf beharren, dass sie Recht haben, sondern im Sinne Jesu das suchen und voranbringen, was der Einheit dient. Wahre Apostolizität zeigt sich im Sinn für das Ganze der Kirche.

7. Wer allein darauf vertraut, dass insbesondere die leitenden Amtsträger der Kirchen die Einheit der Kirche wollen und schaffen, wird Enttäuschungen erleben.
Der Weg zur Einheit der Christenheit gelingt nur dann, wenn „die Glut von unten wächst“. Je mehr Menschen die eine Kirche als die „geschmückte Braut“ (Apk. 21,) Jesu ersehnen und sich für sie einsetzen, umso eher wird sie möglich.



Anmerkungen

(1) „Ertragt einer den andern in Liebe und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen.“ (Eph. 4,2b-6)

(2) "Der Ökumenische Rat der Kirchen ist eine Gemeinschaft von Kirchen, die den Herrn Jesus
Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen, trachten, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes."
(Basiserklärung der Ökumenischen Rates der Kirchen, Neu Dehli, 1961)


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