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Thema: +++ Die NAK im Nationalsozialismus +++


Am 30. Januar 2008 jährte sich zum 75. Mal der Tag, an dem die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernahmen (siehe Artikel auf der Internetseite des Deutschen Historischen Museums (dhm.de): Etablierung der NS-Herrschaft). Mit dem Amtsantritt Adolf Hitlers als Reichskanzler etablierte sich das NS-Regime.

Wie reagierte die Leitung der Neuapostolischen Kirche auf die »Machtübernahme«?


Rundschreiben an die Amtsträger der neuapostolischen Gemeinden vom 1.12.1933


In einem Rundschreiben an die Amtsträger der neuapostolischen Gemeinden vom 1. Dezember 1933 ließ Stammapostel Johann Gottfried Bischoff das Jahr der Machtergreifung „dankbaren Herzens“ Revue passieren:


»... damit der Führer mit uns keine Sorgen und Arbeit hat«


»Das Jahr geht nun rasch zu Ende, aber nicht das, was es uns gebracht hat. Dankbaren Herzens sehen wir auf die Geschehnisse im Jahre 1933. Deutschland ist von der Zersplitterung befreit, Parteiwesen ist nicht mehr. (...)
Aus diesem allem erkennt man aber, was ein Mann vermag, den die Liebe zu dem deutschen Volke trieb, alles neu zu gestalten. Wir Neuapostolischen wollen alles daran setzen, die vom Führer zum Wohl des Volkes getroffenen Anordnungen gewissenhaft zu befolgen, damit er mit uns keine Sorgen und Arbeit hat. Dadurch, dass jeder Einzelne an seinem Platze seine Stellung gewissenhaft ausfüllt, ist dem Führer und damit dem ganzen Volk am besten gedient.«



Bericht bei Radio Vatikan vom 30.01.2008
Vor 75 Jahren: Die Kirche und die „Machtergreifung“




Bericht auf der Internetseite der NAK International vom 07.02.2003
Vortrag zur Entwicklungsgeschichte: „Suspekt weil unpolitisch“
Von Jens Joachim

Peter Johanning: „Alte und neue Zeit“ - Ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte der Neuapostolischen Kirche
Vortrag zur Akademietagung: „Rückkehr zur völkischen Religion? Glaube und Nation im Nationalsozialismus und heute“ gehalten am 1. Februar 2003 in Rüdesheim am Rhein

-Artikel vom 12.02.2003
„Der Weg der Anpassung war ein Überlebensweg“


Kirchensprecher Peter Johanning hielt während einer Akademieta-
gung am 1. Februar 2003 in Rüdesheim am Rhein einen Vortrag
über das Thema „Alte und neue Zeit - Ein Beitrag zur Entwicklungs-
geschichte der Neuapostolischen Kirche“

Foto: Jens Joachim (naktuell.de)



Zuletzt bearbeitet: 13.10.2009 16:00 von Redaktion


Hallo jojo,
sehr interessantes Thema. Mal sehen, was zusammen getragen wird. Wie schon mal erwähnt habe ich die Verbots- und Repressalienunterlagen gegen die NAK vom Bundesarchiv angefordert. Die bringen auch von der Seite mehr Licht ins Dunkel.

Aber ein Hinweis lese ich hier schon.
damit er mit uns keine Sorgen und Arbeit hat

Das Verbot wurde ja bekanntlich recht schnell wieder aufgehoben, obwohl einzelne Gemeinden während der NS-Zeit komplett geschlossen blieben. Laut Aussage der NAK gelang dies nur, indem man der neuen Regierung Zugeständnisse machte. Von Presseeinschränkungen, Sondersteuern und ähnliches ist die Rede.

Dankbaren Herzens sehen wir auf die Geschehnisse im Jahre 1933. Deutschland ist von der Zersplitterung befreit, Parteiwesen ist nicht mehr

Nun, das ist wohl wahr. Die sehr große innere Unruhe, welche einen nahenden Bürgerkrieg vermuten ließ, war mit der MAchtübernahme Hitlers augenscheinlich vorrüber. Die Propaganda gaukelte dem aufgewühltem Volk vor, dass die Feinde nun besiegt wurden/werden (Kommunisten, Juden, etc.). Somit war die Sicherheit für "Otto-Normalbürger" wieder gewährleistet und das Volk atmete auf. Die echten Probleme kamen ja erst noch...



Gruß,
Sebastian

http://www.apwiki.de


Dankbaren Herzens sehen wir auf die Geschehnisse im Jahre 1933. Deutschland ist von der Zersplitterung befreit, Parteiwesen ist nicht mehr


Nun, das ist wohl wahr. (...]Die sehr große innere Unruhe, welche einen nahenden Bürgerkrieg vermuten ließ, war mit der MAchtübernahme Hitlers augenscheinlich vorrüber. [...] Die echten Probleme kamen ja erst noch...


Doch die Sprache der NAK änderte sich nicht...




Zuletzt bearbeitet: 31.01.2008 14:24 von Smitty_Werben


Ach Leute...
wir sollten uns nicht an diesen alten Geschichten aufhalten...nach vorne blicken,- wir Christen,,,
die Nak gab im dritten Reich den Geschwistern viel viel
Halt und Geborgenheit...
Stap Bischoff war ein Fels in dieser Zeit--die Kirche wurde
bewahrt durch Ihn.....ihr Jungen habt keine Ahnung..ihr ward nicht dabei....PUNKT



Lieber Sebastian,

Sie schreiben über das Ereignis u.a. wie folgt:

Die Propaganda gaukelte dem aufgewühltem Volk vor, dass die Feinde nun besiegt wurden/werden (Kommunisten, Juden, etc.).Somit war die Sicherheit für "Otto-Normalbürger" wieder gewährleistet und das Volk atmete auf.


Der Satz 'Somit war ...' könnte als Ihre Meinung verstanden werden, und zwar in der Weise, dass Sie rückschauend im Besiegen von Kommunisten und Juden eine Massnahme zur Gewährleistung der Sicherheit für 'Otto-Normalbürger' sehen.

Wollen Sie bitte hier klarstellen, dass ich Sie missverstehen konnte??

Freundliche Grüsse
Peer



Beitrag bei Christ im Dialog vom 31.01.2008 - Ereignis vom 27.01.2008
Die Erinnerung wach halten
Vorsteher der NAK Much beteiligt sich am Gedenktag zum Holocaust / Kommentar von Helmut Züfle-Tunger (Diakon i.R. der NAK)


An einem Gedenkstein wurde am Freitagabend,
25. Januar 2008, in der Gemeinde Much an die
Opfer von Nationalsozialismus, Gewalt und Krieg
erinnert.
Foto: Helmut Züfle-Tunger (CiD)

»Gedenken heißt auch, schmerzliche Wahrheiten anzunehmen
und aus der eigenen Geschichte Verantwortung zu lernen.«


(Zitat von Alfred Haas, Bürgermeister der Gemeinde Much, laut einem Artikel der Kölnischen Rundschau vom 28.01.2008)



Zuletzt bearbeitet: 29.10.2008 14:25 von jojo


Werter rheinufer,

bitte entschuldigen Sie, aber das war in meinen Augen, gelinde gesagt, eine Unverschämtheit! Immerhin, mein Herr, tragen wir "Jungen", die wir nicht dabei waren, heute die Erblast derer, die dabei waren, obwohl wir nichts dafür können, was geschehen ist. Daher besteht ein selbstverständlicher Anlass für diese Erben, die ihnen auferlegten Lasten zu kennen und zu erforschen.

Ihr Benehmen, mit dem Sie uns Jüngere an den Kindertisch mit Schokokusstorte und Apfelsaft verbannen wollen, wird die NAK und andere nicht davor bewahren können, sich ihrer Rechnungen stellen zu müssen, für welche die eingekauft haben, die dabei waren.

Mit freundlichen Grüßen
Smitty


Zuletzt bearbeitet: 31.01.2008 15:17 von Smitty_Werben


Lieber Peer,

und da haben Sie mich falsch verstanden.
Dass das "Besiegen" der Kommunisten und Juden kein Weg zum Frieden war/ist ist ja wohl logisch. Es war doch nur Zufall das eben diese Gruppen plötzlich als "Feinde" deklariert wurden. Damals hatte es den Anschein, dass das große Deutsche Reich verfallen würde und jeder das macht was er denkt. Die vielen verschiedenen Parteirichtungen wollten jeder das eigene durchsetzen. Somit kam es zu großen (auch militanten) Konflikten. Nun hat Hitler auch einfach nur Glück gehabt, dass er die Gelegenheit hatte, seine Macht durch zu setzen (da er sich mit primitiven Dingen an die Bedürfnisse des einfachen Volkes richtete). Er eliminierte und verbot seine Feinde und konnte so dem Arbeitervolk eine nun wieder heile Welt präsentieren. Dann kam es zu der großen Bewunderung für ihn, weil er als "Vaterfigur" ja angeblich nur das beste für Deutschland will. Die Arbeiter- und Bauernschar sahen in ihn dem ebenbürtigen Deutschen, der für Ordnung sorgt. Denn oftmals verstand man gar nicht, was Kommunisten eigentlich wollen und ob Juden wirklich schlimm für Deutschland sind. Der fehlenden Kenntnis und Einfachheit wegen schloss man sich an. Die Interlektuellen, welche nicht auf der roten Liste standen, merkten zum Teil, das es jetzt besser ist, klein bei zu geben.
Dieses Prozedere meinte ich mit scheinbarer Sicherheit zur damaligen Zeit. Das bedeutet nicht, dass ich es gut heiße. Wo sind wir hier eigentlich?

Gruß,
Sebastian

http://www.apwiki.de


@rheinufer

Ach Leute...
wir sollten uns nicht an diesen alten Geschichten aufhalten...nach vorne blicken,- wir Christen,,,
die Nak gab im dritten Reich den Geschwistern viel viel
Halt und Geborgenheit...
Stap Bischoff war ein Fels in dieser Zeit--die Kirche wurde
bewahrt durch Ihn.....ihr Jungen habt keine Ahnung..ihr ward nicht dabei....PUNKT


Solche Äußerungen bringen mich immer wieder auf die Palme. Ich kann diese Märchenversion aus dem Plagiatwerk von G. Rockenfelder nicht mehr hören (JGB der Steuermann, der das Glaubensschiff in schwieriger Zeit durch die Klippen steuerte...). Warum beschäftigt sich denn die AG Geschichte schon seit Jahren mit dem Thema?

Wir als nachgeborene, jüngere Generation haben die Verantwortung, die Erinnerung an diese Zeit wachzuhalten.

Warum? Weil die Eltern- und Großelterngenerationen über diese Zeit weitgehend geschwiegen haben. Im Gegensatz zu vielen anderen Glaubensgemeinschaften hat die NAK bislang kein Schuldbekenntnis zu dieser Zeit abgelegt.

J.G. Bischoff war ein "Fels in dieser Zeit"?

Historische Fotos aus jener Zeit, auf denen Kinder, Amtsträger und ältere Gläubige zu sehen sind, die dem durch ein Spalier schreitenden imposanten Glaubens-Führer mit zackig-ausgestrecktem rechten Arm (Heil dem Stammapostel!) zujubeln, geben ein beredtes Zeugnis davon ab, auf welchem braunen Untergrund dieser "zeitgemäße Fels" stand!


Zuletzt bearbeitet: 31.01.2008 15:32 von jojo


Lieber Sebastian,

Sie brauchen mir keinen Geschichtsunterricht zu erteilen. Mir ging es lediglich um eine Klärung, weil Ihre Ausdrucksweise dazu Veranlassung gab. Ich nehme zur Kenntnis und freue mich darüber, dass ich Sie missverstanden habe.
Danke.
Sie sehen, wie wichtig klare Ausdrucksweise ist (ob man in seinem Beitrag die Meinung der NS-Leute oder die eigene Meinung wiedergibt).

LG
Peer



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