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Thema: NAK und Ökumene - Die Bemühungen in Darmstadt


Lieber Pater_Brown,

Sie schreiben, in gewisser Weise erstaunt:
Er wollte uns ein Glücksgefühl ob unserer Erwähltheit einreden und hat überhaupt nicht gemerkt, dass viele gute Christen vor seiner Nase sich gar nicht als etwas Besseres fühlen wollen


Für den Außenstehenden ist es schwierig, ohne Kenntnis der eschatologischen Funktions- und Wirkungsweise von NAK-Predigten logische, oder auch nur vernünftige Ableitungen vorzunehmen. Es geht nämlich darum sich vorstellen zu können, dass die Bepredigten das Vorerwähnte glauben, es zumindest ohne nachzudenken konsumieren. Sie hören es schließlich seit Jahren, z.T. seit Jahrzehnten. Nachdenken, kritisieren, zweifeln, fragen, sich als Vernunftbegabtes Wesen, als mündiger Christ einzubringen, gehörte und gehört, trotz gegenteiliger Berichte, noch immer nicht zum Grundkonsens der Kirche.
Wie in der jüngsten dtsch. Diktatur, in der den Menschen das Denken abgenommen wurde (Die Partei hat immer Recht!), wurde auch in der autoritären NAK das Denken als kontraproduktives Element zum Glauben aufgefasst, entsprechend verteufelt und ergo abgenommen. Ein derart "betreutes Denken" hinterfragte nun nicht mehr die Erwählung und das Heil als Präliminarien der Kirche.
Wenn man hinter die mitunter potemkinsch anmutenden Fassaden der Kirche blickt, dann bricht für die, die es tun, Ernüchterung aus (für andere ein Kartenhaus zusammen). Was bleibt, ist eine Geschichte der großen Träume, der großen Trauer und die bittere Erkenntnis: Es war falsch, es ist falsch und es wird falsch bleiben, wenn man sich den schmalen Weg noch schmaler macht, z.B. durch falsch verstandene biblische Aussagen oder unbegründete, ausschließlich systemische "Regeln".
Die Predigt in einem derart geschlossenen Denksystem bepredigt immer nur sich selbst, d.h. der Prediger ist natürlich von dem was er predigt überzeugt. Und die Bepredigten glauben nur zu gern an eine derart erworbene Erwählung, werden sie doch weiterer, vor allem eigener Bemühungen, damit enthoben. Der geschlossene Kreis kann mithin erst durchbrochen werden, wenn jemand vom Wegesrand ruft: "Der Kaiser hat gar keine Kleider an."

LG
Lukas




Lukas, genau auf dem Punkt gebracht. Messerscharfe



@ Zeder

Das war jetzt sehr provokativ......


Nein! Das war - wie man in Bayern sagt - Schmarrn!

cardinalis hat sehr sachlich geantwortet.

Zu Punkt 4 schrieb cardinalis:

In den ACKn wird es keine Kampfabstimmungen zu einer NAK-Aufnahme geben. Die NAK würde dort nicht aufgenommen, wo nur eine Mitgliedskirche die Zustimmung verweigerte.


Ergänzende Anmerkung dazu: Bislang erfolgten entsprechende Abstimmungen auch erst dann, als in den lokalen Vorständen - z.B. in Memmingen, Aschaffenburg und Hameln - ohnehin die Meinung bestand, dass die jeweiligen NAK-Gemeinden als Gastmitglieder aufgenommen werden sollten.

Diese Entwicklung werden konservative Strömungen nicht mehr bremsen können, weil es der Geist Gottes ist, der immer wieder zur Einheit der Christen mahnt!

Daher - so meine Prognose - wird die Liste der lokalen NAK-Mitgliedschaften immer länger werden.


Zuletzt bearbeitet: 06.08.2009 14:17 von jojo


jojo,

derzeit unternimmt die NAK mithilfe ihrer Zeitschrift 'Unsere Familie' Aufklärung der Mitglieder über 'Formen des Umgangs mit der Bibel', im jetzt veröffentlichten Teil II (UF vom 5.8.09) ist der Evangelikalismus behandelt.
Dazu zählen lt. Artikel die Presbyterianer, die Baptisten, die Pfingsbewegung sowie die Methodisten, alle Gemeinschaften sind m.W. mittelbar oder unmittelbar im ACK engagiert.

Der Artikel in der UF macht deutlich, daß die NAK in deren Lehren Defizite sieht. Dort steht zusammenfassend:

'Unbeachtet bleibt bei dieser Sichtweise [gemeint ist die Sichtweise der o.g. Gemeinschaften], daß Jesus Christus das Apostelamt ...gestiftet und die Sakramente zur Erlangung des Heils und ewigen Lebens verordnet hat: "Es sei denn, daß jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen" und "Wer mein Fleisch isset und mein Blut trinkt, der hat das ewige Leben" ...Amt und Sakrament sind zur Erlangung des Heils konstitutiv.' (Fettung durch mich).

Die neuap. Leser der Zeitschrift werden auf diese Weise auf eine sehr kritsche Betrachtung dieser Gemeinschaften eingestimmt, was sicherlich nicht der Förderung von Kontakten mit diesen auf Ortsebene dienlich ist. Im Gegenteil, es steht zu erwarten, daß diese Aktion die latent schon immer vorhandene sehr kritische Sicht und innere Ablehnung der Gemeinschaften durch die NAK unter deren Mitgliedern aktiv aufleben läßt.

Mein Fazit: Die NAK will kein ACK und unternimmt offiziell alles Denkbare dagegen, nunmehr zentral und flächendeckend.

LG
Otto


Zuletzt bearbeitet: 06.08.2009 18:25 von Otto


von Otto
Mein Fazit: Die NAK will kein ACK und unternimmt offiziell alles Denkbare dagegen, nunmehr zentral und flächendeckend.


Sie haben nunmehr 11 Jahr versucht im ACK zu kommen um aus die Sektenecke zu kommen und glaubten dieser Beitritt wäre möglich ohne sich gross verändern zu müssen. Die Exklusivität soll erhalten bleiben. Vielleicht haben sie es begriffen, ein bisschen Makelatur da und dort, half nicht wirklich weiter. Man steht immer noch vor Türe und klopft bittend an und da schon seit 11 Jahren. Vielleicht haben sie eingesehen, ohne wirkliche Veränderungen kein Beitritt. Die Abschaffung der Exklusivität ist auf längere Sicht nicht möglich, weil die NAK sich zur Zeit sonst selbst das Aus einläuten würde. Vielleicht deshalb nun flächendeckend wieder die alte Leier, jetzt aber flächendeckend mit Hilfe NAK Preeserzeugnisse, wir nur wir sind das einzige Werk Gottes.


Zuletzt bearbeitet: 06.08.2009 23:24 von alfonso


GemeindeBlick Darmstadt 08/2009 und Bericht auf der Internetseite www.gemeinden-darmstadt.de
„Nacht der Kirchen“ auf Erfolgskurs
Fast 14.000 Kirchennachtschwärmer lassen sich in Darmstadt inspirieren

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Wer als Besucher der dritten Darmstädter Kirchennacht am Freitagabend, 19. Juni, pünktlich um 21 Uhr zur „Nacht der Lichter“ mit Gebeten und Taizé-Gesängen in die katholische Kirche Sankt Ludwig kam, der hatte ein Problem: In der großen Kuppelkirche in der Darmstädter Innenstadt war es schwer, überhaupt noch einen Platz zu finden.


Bild: © Jens Joachim

„Sehr positive Resonanz“, „Es war ein sehr schöner Abend“, „War ein voller Erfolg!!!“, „Ein tolles Fest“. Viele positive Kommentare gingen bei der Projektleitung der „Nacht der Kirchen in Darmstadt“ in deren Schaltzentrale, dem ökumenischen Kirchenladen „Kirche&Co.“, nach dem Ende der Veranstaltung ein.

Um 1.30 Uhr stand am Samstag fest: „Wir haben wieder deutlich zugelegt“, ließen die Projektleiter der Kirchennacht, der katholische Seelsorger Bernd Lülsdorf und die evangelische Pfarrerin Anita Gimbel-Mette, das gespannt wartende Vorbereitungsteam wissen.

„Den Menschen etwas bieten, was ihnen gut tut“

13.800 Besucher ergab die Zusammenfassung und Auswertung des Zahlenmaterials. Das sind 31 Prozent mehr als bei der letzten Kirchennacht 2007. Im Startjahr 2006 hatten 7.500 Menschen das Angebot wahrgenommen. „Das stetige Wachstum zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und den Menschen etwas bieten, was sie suchen und was ihnen gut tut“, äußerte Lülsdorf zufrieden.

Gemeinsam mit Dr. Johny Thonipara, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt, fühlt sich Lülsdorf außerdem in dem Ziel der Kirchennacht bestätigt, „Christen aller Konfessionen zu einem großen ökumenischen Kirchenfest zu vereinen“, wie es in der Mitteilung der Projektleitung weiter heißt. An Darmstadts Kirchennacht nehmen regelmäßig evangelische, katholische, freikirchliche, ökumenische und orthodoxe Kirchengemeinden und Einrichtungen teil.

Vom nördlichen Darmstädter Stadtteil Wixhausen bis zum Stadtteil Eberstadt im Süden sowie in den Ortschaften Malchen und Nieder-Beerbach hatten am 19. Juni die meisten Kirchen von 19 Uhr an ihren Innenraum beleuchtet und die Türen weit geöffnet. Mit ganz unterschiedlichen Programmen empfingen sie die Besucher: Barfußgehen im Sand (Johanneskirche), Trommel-Workshop (Südost-Gemeinde), Geschichtenerzählen (St.Fidelis), Chorgesang, Theater, um nur einige zu nennen.

Die meisten Besucher zählte die Kuppelkirche Sankt Ludwig: 1.700 Menschen ließen sich dort von Pfarrer Dr. Thomas Krenski die Kirche erklären, folgten seinem meditativen, von Regionalkantor Andreas Boltz auf der Orgel begleiteten „Kreuz-Gang“ und genossen zu fortgeschrittener Stunde die „Nacht der Lichter“ mit Gebeten und Taizé-Gesängen. Platz zwei in der Besucherstatistik belegte die evangelische Stadtkirche, in der sich 1.100 Menschen für das Motto „Salz der Erde – Licht der Welt“ interessierten. Die virte „Nacht der Kirchen“ in Darmstadt wird in zwei Jahren stattfinden - Wunschtermin der ACK ist der 17. Juni 2011.

Quelle: Beitrag im Darmstädter GemeindeBlick, dem Gemeindebrief der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt 08/2009, S. 11/12 sowie Beitrag bei www.gemeinden-darmstadt.de, dem gemeinsamen Internetauftritt der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt

Link zum Thema:
Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Darmstadt



Zuletzt bearbeitet: 07.06.2011 15:14 von Redaktion


GemeindeBlick Darmstadt 11/2009 und Bericht auf der Internetseite www.gemeinden-darmstadt.de
Auf Entdeckungsreise zur Ökumene
Artikelserie über Darmstädter ACK-Mitgliedskirchen geplant

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Zweieinhalb Jahre ist es inzwischen her, dass sich Bezirksältester Hans-Jürgen Hendriock, Hirte Jürgen Kramer und Priester Gerhard Nüßle in unserer Kirche in DA-Nord mit dem damaligen Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt zu einem ersten Kennenlern-Gespräch getroffen haben (wir berichteten in der GemeindeBlick-Ausgabe Juli 2007).

Mit dem Gottesdienstbesuch des amtierenden ACK-Vorstands und zwei Delegierten der katholischen Kirche am Sonntag, 10. Mai, in DA-Nord (siehe GemeindeBlick-Ausgabe Juni 2009) wurde die Reihe von Gesprächen und Treffen mit Vertretern anderer christlicher Kirchen und Gemeinschaften fortgesetzt.

So mancher Leser mag sich in den vergangenen Monaten gefragt haben, welchem Zweck diese Treffen und Gespräche eigentlich dienen sollen. Vielleicht hat sich jemand in diesem Zusammenhang auch schon mal gefragt:. „Was bringt das überhaupt, die Ökumene?“ „Das dauert doch alles viel zu lange!“ mögen die Ungeduldigen gedacht haben.

„Positive Ansätze vertiefen, Schwierigkeiten geduldig überwinden“ Die Redaktion des GemeindeBlicks möchte auch künftig über die ökumenischen Aktivitäten in Darmstadt sachlich informieren und in den Gemeinden dafür werben, sich dem Thema zu öffnen. Kurz nach seinem Amtsantritt hatte Bezirksapostel Bernd Koberstein am 27. Januar während einer Pressekonferenz in Frankfurt gesagt: „Es gilt, im ökumenischen Miteinander vorhandene positive Ansätze zu vertiefen und auftretende Schwierigkeiten geduldig zu überwinden.“ Der Bezirksapostel sprach sich zudem dafür aus, dass unsere Kirche in der ACK in Deutschland zumindest einen Gast- oder Beobachterstatus erhalten solle, nachdem bereits einzelne Gemeinden in lokale Arbeitsgemeinschaften aufgenommen worden seien.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, was Stammapostel Wilhelm Leber bei der Pressekonferenz dem neuen Bezirksapostel mit auf den Weg gab: „Wir sind als Neuapostolische Kirche mehr und mehr eingebettet in gesellschaftliche Verantwortung. Unser Zugehen auf andere christliche Kirchen und Christen hat zugenommen. Dies ist ein wertvoller Teil der Arbeit: mit Bodenhaftung, respektvoll und demütig auf die zu schauen, die ebenso dem Herrn dienen und sich dem Evangelium verpflichtet fühlen.“

NAK-Gemeinden in sechs lokalen ACK-Gremien aktiv

In Deutschland ist die Neuapostolische Kirche derzeit als Gastmitglied in den örtlichen ACKs in Aschaffenburg (Bayern), Göttingen (Niedersachsen), Halle/Saale (Sachsen-Anhalt), Hameln (Niedersachsen) und Memmingen (Bayern) vertreten. In Marburg (Hessen) hat die NAK einen Beobachterstatus im lokalen Ökumene-Gremium. In der Schweiz wurde die NAK in der Stadt Frutigen bei Bern sowie auf Kantonsebene in Bern als Gastmitglied in die jeweiligen Ökumene-Gremien aufgenommen.

Um die Arbeit der ACK und die ökumenischen Aktivitäten in Darmstadt näher kennen zu lernen, werden sich Redaktionsmitglieder des GemeindeBlicks nun in den nächsten Monaten auf eine ökumenische Entdeckungsreise begeben. Geplant sind Gemeindeporträts aller ACK-Mitgliedskirchen und -gemeinden, die in loser Folge erscheinen werden. Wir laden herzlich dazu ein, Anregungen, Fragen und Anmerkungen zu unseren „Blicken über den eigenen Tellerrand“ einzureichen.

Quelle: Beitrag im Darmstädter GemeindeBlick, dem Gemeindebrief der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt 11/2009, S. 13/14 sowie Beitrag bei www.gemeinden-darmstadt.de, dem gemeinsamen Internetauftritt der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt

Link zum Thema:
Internetseite der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Darmstadt



Zuletzt bearbeitet: 01.02.2010 22:18 von Redaktion


06.12.2009 - Pressemitteilung der NAK Darmstadt vom 30.11.2009
Benefizkonzert für Baby-Notarztwagen
KonzertChor SüdHessen gastiert am Sonntag in der katholischen Kirche Sankt Fidelis

DARMSTADT (nak-da.de). Unter dem Motto „Licht für Dich!“ steht am zweiten Advent (Sonntag, 6. Dezember) ein Benefizkonzert zugunsten des Darmstädter Baby-Notarztwagens, das um 17 Uhr in der katholischen Kirche Sankt Fidelis, Feldbergstraße 27, beginnt. Das Konzert werden der „KonzertChor SüdHessen“ sowie Instrumentalsolisten der Neuapostolischen Kirche gestalten. Unter der Leitung von Burkhard A. Schmitt wird der Chor adventliche und weihnachtliche Musik unter anderem mit Werken von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Andreas Hammerschmidt vortragen. Der Eintritt ist frei. Es wird jedoch um Spenden gebeten. Der Erlös soll dem Darmstädter Baby-Notarztwagen zugute kommen. Das Spezialfahrzeug betreibt der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Darmstadt-Starkenburg seit 25 Jahren gemeinsam mit den Kinderkliniken Prinzessin Margaret. Zu dem Konzert bietet der ASB für Bewohner im Stadtgebiet einen unentgeltlichen Fahrservice an. Anmeldungen nimmt der ASB unter 06151/50 50 entgegen.

Der „KonzertChor SüdHessen“ wurde 1997 als Ensemble für öffentliche Konzerte der Neuapostolischen Kirche gegründet. Er besteht aus engagierten Sängerinnen und Sänger, die aus den neuapostolischen Kirchengemeinden in Südhessen stammen. Seit August 2009 wird der Chor von Burkhard A. Schmitt kommissarisch geleitet. Schmitt ist seit 1999 als Städtischer Musikdirektor im westfälischen Lippstadt tätig. Dort leitet er seit 1997 den Städtischen Musikverein. Lehraufträge an verschiedenen Orten ergänzen seine musikalischen Aktivitäten. Gastkonzerte dirigierte Schmitt im polnischen Oppeln, in Wien Salzburg sowie im Opernhaus in Kairo. Neben zahlreichen Konzerten im Rhein-Main-Gebiet folgte der „KonzertChor Südhessen“ in den vergangenen Jahren auch Einladungen nach Luxemburg, Griechenland und Kroatien. Im Juni 2009 trat der Chor in Rom auf.

Informationen im Internet unter www.konzertchor-suedhessen.de.

Die drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt präsentieren sich auf einer gemeinsamen Internetseite unter der Adresse www.nak-da.de.





Zuletzt bearbeitet: 01.12.2009 11:11 von Redaktion


Darmstädter GemeindeBlick 12/2009, Bericht auf der Internetseite www.gemeinden-darmstadt.de
Hoffnungsspuren, Adventskalender und Krippenbummel
Angebote des ökumenischen Kirchenladens Kirche&Co. und der ACK Darmstadt

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ökumenischen Kirchenladens Kirche&Co. laden interessierte Menschen in den nächsten Wochen ein, in Ihrem ganz persönlichen Advent nach Gottes Spuren zu suchen. Dazu bietet der Kirchenladen mit den „Hoffnungsspuren im Advent 2009“ einen elektronischen Adventskalender an, der von Seelsorgerinnen und Seelsorgern aus der evangelischen und der katholischen Kirche gestaltet wird. Die Spuren sollen die Empfänger im Advent auf den je eigenen Wegen im Alltag begleiten, um sich auf die Menschwerdung Gottes einzustimmen und sich so auf Weihnachten vorzubereiten, heißt es in einer Mitteilung des Kirchenladens.

Die Teilnehmer an der Aktion erhalten an jedem Tag im Advent über Ihre elektronische Postadresse einen spirituellen Impuls mit Texten aus der Bibel, ein paar Gedanken oder ein oder zwei persönliche Fragen zum Nachdenken zugesandt. Die Impulse werden durch ein stimmungsvolles Foto unterstützt.

Wer sich jetzt noch anmeldet, kann die bereits gelegten „Hoffnungsspuren“ auf der Internetseite des Kirchenladens herunterladen und nachlesen. Dort ist es auch möglich, den einen oder anderen Gedanken selbst aufzuschreiben sowie an den Autor der jeweiligen Texte Nachrichten zu schreiben.

Zum ersten Mal gibt der Kirchenladen in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeitsarbeit im Evangelischen Dekanat Darmstadt-Stadt und dem Katholischen Bildungszentrum NR 30 einen Adventstürchenkalender mit Darmstädter Motiven heraus. Der Kalender „Advent in Darmstadt 2009“ ist gegen eine Mindestspende von einem Euro unter anderem im Kirchenladen, Rheinstraße 31 sowie im Darmstadt Shop im Luisencenter erhältlich.

Der Kalender zeigt 24 Türen evangelischer, katholischer und orthodoxer Kirchen, die an den jeweiligen Dezembertagen auch für Besichtigungen geöffnet sind. Hinter den Türen verbergen sich Detailaufnahmen aus den entsprechenden Kirchen. „Neben dem Adventkalender ist dies für alte und neue Darmstädter auch sicherlich ein anregendes Ratespiel“, freut sich der katholische Cityseelsorger Bernd Lülsdorf, der die Gestaltung des Kalenders übernommen hat. Der Kalender dient zudem einem guten Zweck. Der Reinerlös kommt dem Bezirksverband Darmstadt des Deutschen Kinderschutzbundes zugute.

Im „Ökumenischen Adventskalender 2009 für Darmstadt“ haben die Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt ihre Adventsveranstaltungen aufgelistet. Der Kalender kann auch im Internet unter www.ack-darmstadt.de heruntergeladen werden.

Der 21. Krippenbummel findet am Sonntag, 3. Januar 2010, statt. Von 14 bis 17 Uhr werden viele Darmstädter Kirchen geöffnet sein. Eine Liste mit den Kirchen wird die ACK Darmstadt Anfang Dezember veröffentlichen.

Der ökumenische Kirchenladen Kirche&Co., Rheinstraße 31, besteht in diesem Jahr seit zehn Jahren. Geöffnet: Montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, dienstags nur bis 18 Uhr, samstags bis 15 Uhr. Weitere Informationen im Internet unter www.kircheundco.de.

Quelle: GemeindeBlick Darmstadt 12/2009, S. 15/16 sowie Beitrag bei www.gemeinden-darmstadt.de, dem gemeinsamen Internetauftritt der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt

Links zum Thema:
Kirchenladen Kirche&Co.
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Darmstadt



Zuletzt bearbeitet: 19.02.2010 09:36 von Redaktion


Darmstädter GemeindeBlick 01/2010, Bericht auf der Internetseite www.gemeinden-darmstadt.de
„Einheit in versöhnter Verschiedenheit“
Auf Entdeckungsreise zur Ökumene in Darmstadt - Teil 1

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Zum Auftakt unserer Serie „Auf Entdeckungsreise zur Ökumene in Darmstadt“ über die Mitgliedskirchen der lokalen Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) (siehe Bericht im GemeindeBlick 11/2009) wollen wir zunächst darüber berichten, wie es überhaupt zur Gründung der ACK in Deutschland und in Darmstadt kam, welche Ziele das Ökumene-Gremium verfolgt und auf welch vielfältige Weise sich die ökumenischen Kirchen und Gemeinschaften in Darmstadt engagieren:

Die ACK in Deutschland wurde am 10. März 1948 gegründet. Dass die Kirchen in der Zeit des Nationalsozialismus und des Krieges kein gemeinsames Zeugnis gelebt hatten, war eine schmerzliche Erfahrung. Noch vor der Konstituierung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Amsterdam im gleichen Jahr wollten die christlichen Kirchen Deutschlands mit einer Stimme sprechen. Gründungsmitglieder der ACK in Deutschland waren die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und fünf Freikirchen, unter anderen die Methodisten, Baptisten, Mennoniten und Altkatholiken. In der DDR kam es 1970 zur Gründung einer eigenen ACK.

In der Bundesrepublik Deutschland wurden die Römisch-Katholische Kirche und die Griechisch-Orthodoxe Metropolie 1974 Mitglied. Derzeit umfasst die ACK in Deutschland 17 Vollmitglieder, drei Gastmitglieder und vier Beobachter. Die ACK ist auf drei voneinander unabhängigen Ebenen organisiert: auf Bundesebene, regional (z.B. Rhein-Main) und lokal (z.B. Darmstadt).

Die ACK Darmstadt ist 1991 aus dem Ökumenischen Ausschuss Darmstadt entstanden. Ihre Mitglieder sind das Evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt, das Römisch-Katholische Dekanat Darmstadt, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptistengemeinde) und die Griechisch-Orthodoxe Gemeinde. Die Russisch-Orthodoxe Gemeinde und die Gemeinde „Leben im Zentrum“ der Freikirche der Siebententags-Adventisten beteiligen sich im Gaststatus an der Arbeit der ACK Darmstadt.

Bekenntnis zu Jesus Christus als Gott und Heiland

Voraussetzung für die Zugehörigkeit zur ACK Darmstadt ist die Anerkennung ihrer Satzung. Im Paragrafen 1 heißt es: „Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Darmstadt ist eine Gemeinschaft von Kirchen, die den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Paragraf 3 beschreibt die Aufgaben der ACK: „Die Arbeitsgemeinschaft soll in gemeinsam gelebter ökumenischer Spiritualität den in ihr vertretenen Kirchen und Gemeinden zu einem besseren gegenseitigen Verstehen, zu gelebter Einheit, zu gemeinsamem Zeugnis und Dienst helfen und Anregungen geben.

Dazu soll sie insbesondere
1. Impulse zu gemeinsam gelebtem Glauben geben;
2. das theologische Gespräch unter den Mitgliedern fördern;
3. gemeinsame Gottesdienste und Veranstaltungen anregen und gegebenenfalls durchführen;
4. in gemeinsamer Verantwortung für Gesellschaft und Welt konkrete Schritte (z.B. für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung) empfehlen und unternehmen;
5. gemeinsame Anliegen der Kirchen und Gemeinden in der Öffentlichkeit vertreten, wo immer dies möglich und sinnvoll ist.“


„Charta Oecumenica“ als Arbeitsgrundlage

Grundlage der Arbeit der ACK Darmstadt ist die „Charta Oecumenica“. Sie ist eine Vereinbarung der Kirchen Europas, die vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen, CCEE (Römisch-katholische Kirche) und von der Konferenz Europäischer Kirchen, KEK (evangelische und freikirchliche Kirchen, Orthodoxe, Anglikaner, Alt-Katholiken) beraten, beschlossen und am 22. April 2001 feierlich unterzeichnet wurde.

In den Jahren seit ihrer Gründung hat die ACK Darmstadt Verantwortung übernommen für den Ökumenischen Kreuzweg (immer am Dienstag vor Ostern), für den Gottesdienst am Europawochenende der Stadt Darmstadt, für die Aktion „Advent ist im Dezember", für die Herausgabe vom „Darmstädter Adventskalender“ mit allen Veranstaltungen der beteiligten Kirchen und Gemeinden in dieser Zeit sowie für den Krippenbummel am Sonntag nach Neujahr. Auch die „Nacht der Kirchen“, die bislang in den Jahren 2006, 2007 und 2009 stattfand, wird getragen von der ACK Darmstadt.

Initiativen ökumenischer Kreise in den Stadtteilen und insbesondere im interreligiösen Dialog werden von der ACK mitgetragen und unterstützt. Hier engagiert sich die ACK für den Frieden in unserer Stadt. Mit ihren Veranstaltungen geht die ACK Darmstadt bewusst in die Öffentlichkeit, um die Gemeinschaft der christlichen Kirchen in der Öffentlichkeit darzustellen und das Verständnis füreinander zu stärken.



Zuletzt bearbeitet: 01.02.2010 22:20 von Redaktion
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