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Thema: NAK und Ökumene - Die Bemühungen in Darmstadt


Das Schiffchen Christi hält Kurs

Das gemeinsame Anliegen der Mitgliedskirchen der ACK ist eine lebendige Ökumene. Das griechische Wort Oikumene meint den gesamten bewohnten Erdkreis. Ökumene der Kirchen möchte die Einheit der Kirchen voranbringen, so wie Gott sie will – in versöhnter Verschiedenheit.

Dass im Meer der Zeit und den vielen Strömungen der Wunsch nach größerer Einheit bisweilen eher wie eine Nussschale wirkt, bringt das Logo der ACK zum Ausdruck. Das muss nicht irritieren, solange das Schiffchen Christi Kurs hält.

Der evangelische Pfarrer Dr. Johny Thonipara ist derzeit Vorsitzender des Vorstands der ACK Darmstadt. Stellvertretende Vorsitzende sind der katholische Dekanatsreferent und frühere ACK-Vorsitzende Andreas Reifenberg sowie Frieder Börner von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde.


Pfarrer Dr. Johny Thonipara,
Vorsitzender der ACK Darmstadt

Foto: ACK Darmstadt

Weitere Informationen über die ACK in Deutschland unter www.oekumene-ack.de. Die ACK Darmstadt ist im Internet mit einem eigenen Angebot unter www.ack-darmstadt.de vertreten.

(Selbstdarstellung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt, aktualisiert und ergänzt von Jens Joachim)

Quelle: GemeindeBlick Darmstadt 01/2010, S. 9-11 sowie Beitrag bei www.gemeinden-darmstadt.de, dem gemeinsamen Internetauftritt der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt




Darmstädter GemeindeBlick 02/2010, Bericht auf der Internetseite www.gemeinden-darmstadt.de
Die Charta Oecumenica
Auf Entdeckungsreise zur Ökumene in Darmstadt - Teil 2

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Zum Auftakt unserer Serie „Auf Entdeckungsreise zur Ökumene in Darmstadt“ wurde in der Januar-Ausgabe zunächst darüber berichtet, wie es zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland und in Darmstadt kam, welche Ziele das Ökumene-Gremium verfolgt und auf welch vielfältige Weise sich die ökumenischen Kirchen und Gemeinschaften in Darmstadt engagieren. Dabei wurde auch erwähnt, dass die Grundlage dieser Arbeit die „Charta Oecumenica“ ist. Der eine oder andere mag sich gefragt haben, was es mit dieser „Charta“ wohl auf sich hat.

Vereinbarung der Kirchen Europas

In dieser Ausgabe soll daher über diese Vereinbarung der Kirchen Europas näher informiert werden, die von der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und dem Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) am 22. April 2001 anlässlich der Europäischen Ökumenischen Begegnung in Straßburg feierlich unterzeichnet wurde. Zur KEK gehören die meisten orthodoxen, reformatorischen, anglikanischen, freikirchlichen und altkatholischen Kirchen in Europa. Im CCEE sind die römisch-katholischen Bischofskonferenzen in Europa zusammengeschlossen.

Die Charta Oecumenica enthält die „Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa“. Das Dokument nennt konkrete Selbstverpflichtungen im Verhalten der Kirchen untereinander, gegenüber der Gesellschaft und gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen, insbesondere dem Judentum und Islam.

Alle sollen eins sein

In der Einleitung wird gleich zu Beginn auf das Gebet Jesu nach Johannes 17,21 („…damit sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaube, dass du mich gesandt hast.“) hingewiesen. Das Gebet gilt als Aufforderung, bei dem jetzigen Zustand nicht stehen zu bleiben. „Im Bewusstsein unserer Schuld und zur Umkehr bereit müssen wir uns bemühen, die unter uns noch bestehenden Spaltungen zu überwinden, damit wir gemeinsam die Botschaft des Evangeliums unter den Völkern glaubwürdig verkündigen“, heißt es in dem Dokument. Die Kirchen sehen es als ihre Aufgabe an, gemeinsam dazu beizutragen, „Völker und Kulturen zu versöhnen“.

Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit fördern


Die Charta Oecumenica soll „auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens eine ökumenische Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit fördern und dafür einen verbindlichen Maßstab schaffen“. Sie hat jedoch „keinen lehramtlich-dogmatischen oder kirchenrechtlich-gesetzlichen Charakter“. Ihre Verbindlichkeit besteht vielmehr in der Selbstverpflichtung der europäischen Kirchen und ökumenischen Organisationen. Diese können für ihren Bereich auf der Grundlage dieses Basistextes eigene Zusätze und gemeinsame Perspektiven formulieren, die sich konkret mit ihren besonderen Herausforderungen und den sich daraus ergebenden Verpflichtungen befassen.

Ein Dokument ökumenischer Hoffnung

Die Delegierten der Mitgliedskirchen der ACK in Darmstadt haben daher am 5. November 2006 anlässlich des 15. Jahrestages der Gründung der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Darmstadt die „Darmstädter Verpflichtungen“ unterzeichnet, in denen die „Charta Oecumenica“ als „ein Dokument ökumenischer Hoffnung“ bezeichnet wird. In diesen „Darmstädter Verpflichtungen“ ist Folgendes zu lesen: „Wir stimmen der Charta Oecumenica in ihrer Gesamtheit zu. Wir fühlen uns verpflichtet, uns um ein gemeinsames Verständnis des Evangeliums zu bemühen und auf die sichtbare Einheit der Kirche Jesus Christi im Glauben hinzuwirken.“

Am Ende der „Charta Oecumenica“ steht: „Jesus Christus ist als Herr der einen Kirche unsere größte Hoffnung auf Versöhnung und Frieden. In seinem Namen wollen wir den gemeinsamen Weg in Europa weitergehen. Wir bitten Gott um den Beistand seines Heiligen Geistes.“ Dies soll mit Worten aus dem Römer-Brief zum Ausdruck gebracht werden: Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes. (Römer 15,13)

Der Wortlaut der „Charta Oecumenica“ sowie der „Darmstädter Verpflichtungen“ können im Internet unter www.ack-darmstadt.de abgerufen werden. Die Redaktion stellt gerne auch Ausdrucke zur Verfügung.

Quelle: GemeindeBlick Darmstadt 02/2010, S. 8/9 sowie Beitrag bei www.gemeinden-darmstadt.de, dem gemeinsamen Internetauftritt der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt



Zuletzt bearbeitet: 19.02.2010 09:34 von Redaktion


Darmstädter GemeindeBlick 03/2010, Bericht auf der Internetseite www.gemeinden-darmstadt.de
ACK Darmstadt mit neuem Vorsitzenden
Auf Entdeckungsreise zur Ökumene in Darmstadt - Teil 3

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Rainer Platzek, Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Darmstadt (Baptistengemeinde), ist zum Nachfolger des evangelischen Pfarrers Dr. Johny Thonipara als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt gewählt worden.

Nach einer Mitteilung des katholischen Dekanatsreferenten Andreas Reifenberg, der Mitglied des ACK-Vorstands ist, wird Pfarrer Thonipara die Stadt Darmstadt verlassen. Frieder Börner von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde wollte nach den Worten Reifenbergs aus Altersgründen nicht mehr für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden kandidieren.

Laut der Mitteilung wurde Reifenberg in seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender bestätigt. Zur weiteren stellvertretenden Vorsitzenden wählten die Delegierten Isolde Nees von der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde. Alle drei Vorstandsmitglieder wurden einstimmig in ihre Ämter gewählt.

In einem Vorstellungsbrief schrieb der baptistische Pastor, es sei für „eine große Ehre“ und in der Geschichte der ACK Darmstadt auch das erste Mal, dass ein freikirchlicher Vertreter als Vorstandsvorsitzender einstimmig gewählt worden sei. „Mir ist dieser große Vertrauensvorschuss bewusst und ich möchte mich dieser herausfordernden Aufgabe mit meinen Begabungen, mit Sorgfalt und mit Engagement stellen“, so Platzek. Zugleich sei er sehr dankbar für die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Dr. Johny Thonipara und allen Christen, die sich in der Arbeitsgemeinschaft treu und fleißig eingebracht hätten und weiter dabei seien.

Thonipara überreichte seinem Nachfolger nach der Wahl am 20. Januar eine brennende Kerze mit dem Logo der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung, die im September 2007 in Sibiu/Hermannstadt unter dem Motto „Das Licht Christi scheint auf alle. Hoffnung auf Erneuerung und Einheit in Europa." stattgefunden hatte.


Der evangelische Pfarrer Dr. Johny Thonipara (rechts)
übergibt Pastor Rainer Platzek den Vorsitz der ACK
Darmstadt
Foto: © EFG Darmstadt

Der Vorstand der ACK Darmstadt besteht aus dem oder der Vorsitzenden sowie zwei stellvertretenden Vorsitzenden. Die drei Vorstandsmitglieder wählt die Arbeitsgemeinschaft „aus ihrer Mitte“, wie es in der Satzung der ACK Darmstadt heißt, die am 18. Oktober 1991 in Kraft getreten ist. Dabei soll dem Vorstand je ein Delegierter oder eine Delegierte der evangelischen und der katholischen Kirche angehören. Reifenberg zufolge sollen die in der ACK vertretenen Konfessionen im Vorstand zudem „angemessen vertreten sein“.

Die Satzung sieht ferner vor, dass der Vorstand auf die Dauer von zwei Jahren gewählt wird. Eine Wiederwahl ist zulässig. Möglichst abwechselnd sollte überdies jeweils eine der Arbeitsgemeinschaft angehörende Kirche oder Gemeinde den Vorsitzenden stellen. Vor Pfarrer Dr. Thonipara leitete zum Beispiel der Katholik Reifenberg das Ökumenegremium als Vorsitzender.

Der Vorstand bereitet laut der Satzung die Sitzungen der Arbeitsgemeinschaft vor und ist auch für die Durchführung ihrer Beschlüsse verantwortlich. Ferner kann die Arbeitsgemeinschaft die Behandlung bestimmter Angelegenheiten dem Vorstand oder einer besonderen Kommission übertragen. (Jens Joachim)

Weitere Informationen und Veranstaltungshinweise im Internet unter www.ack-darmstadt.de.

Quelle: GemeindeBlick Darmstadt 03/2010 sowie Beitrag bei www.gemeinden-darmstadt.de, dem gemeinsamen Internetauftritt der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt



Zuletzt bearbeitet: 05.03.2010 11:04 von Redaktion


naktuell.de, Artikel vom 01.05.2010
Ökumenische Aktivitäten auch in Südhessen

DARMSTADT (naktuell.de - jj). [...] Bemühungen, in die lokale ACK aufgenommen zu werden, gibt es auch seit einiger Zeit im südhessischen Darmstadt. Im Gemeindebrief der drei Darmstädter NAK-Gemeinden wird inzwischen regelmäßig über die ökumenischen Aktivitäten in Darmstadt informiert und in den Gemeinden dafür geworben, sich dem Thema Ökumene zu öffnen. Um die Arbeit der ACK näher kennen zu lernen, werden sich in den nächsten Monaten Mitglieder der Redaktion des »Gemeindeblick« auf eine ökumenische Entdeckungsreise begeben. Geplant sind Gemeindeporträts aller ACK-Mitgliedskirchen und -gemeinden.

Die Gemeindemitglieder wurden dazu ermuntert, Anregungen, Fragen und Anmerkungen zu diesen »Blicken über den eigenen Tellerrand« einzureichen. Erste Artikel über die Entstehung der ACK Darmstadt, ihre Grundsätze, die Charta Oecumencia und den neu gewählten ACK-Vorsitzenden sind bereits in den Ausgaben Januar bis März erschienen. Herausgeber des Darmstädter »Gemeindeblick« ist Hirte Jürgen Kramer, der Anfang Juli 2010 die Geschäftsführung des kircheneigenen Verlags Friedrich Bischoff in Frankfurt von Dr. Hans-Jürgen Hendriock übernehmen wird. Hendriock leitet den Darmstädter Kirchenbezirk als Bezirksältester und hat auch schon an einem Gespräch mit ACK-Vertretern teilgenommen.



Zuletzt bearbeitet: 21.05.2010 10:22 von Redaktion


Darmstädter GemeindeBlick 06/2010
„Damit ihr Hoffnung habt.“
2. Ökumenischer Kirchentag in München

Quelle: GemeindeBlick Darmstadt 06/2010, S. 14





Darmstädter GemeindeBlick 07/2010, Bericht auf der Internetseite www.gemeinden-darmstadt.de
Beten für Frieden und gegen Mauern
Interreligiöse Veranstaltung in DA-Eberstadt

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Zum Auftakt der diesjährigen Interkulturellen Woche, die im Juni unter dem Motto „zusammenleben – zusammen wohnen“ stattfand, hat der frühere Fluchthelfer und Publizist Wolfgang Welsch am Freitag, 4. Juni, in der katholischen Kirche in Eberstadt aus seinem ereignisreichen Leben berichtet.


Wolfgang Welsch

Vor 31 Jahren war auf Bruder Welsch in Höhe der Autobahnabfahrt Langen zum ersten Mal ein Bombenattentat verübt worden. In den nächsten Jahren überlebte er auch zwei weitere Mordanschläge, die ebenfalls hochrangige Mitarbeiter des Ministerium für Staatssicherheit der DDR in Auftrag gegeben hatten.

In Eberstadt erzählte Bruder Welsch beim „Interreligiösen politischen Nachtgebet“, dass er 1994 vor Gericht seinem Attentäter vergeben habe. Der Stasi-Spitzel, der zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt wurde, hatte jahrelang vorgegeben, sein Freund zu sein. In einer Ver - handl ungspause vor Gericht habe der Attentäter jedoch Reue gezeigt und um Vergebung gebeten.

Sein christlicher Glaube sei die Triebkraft dafür gewesen, dass die Bereitschaft zur Vergebung stärker als Rachegelüste und Hass gewesen seien, erzählte Bruder Welsch in Eberstadt.



In seiner Autobiografie „Ich war Staatsfeind Nr. 1. Als Fluchthelfer auf der Todesliste der Stasi“ heißt es dazu: „Es war nicht leicht etwas zu vergeben, worunter ich jahrelang gelitten hatte, was mein Leben verändert hatte. Dennoch, ich habe es getan. Aus Überzeugung und in dem Bewusstein, das einzige Richtige zu tun.
Als sein Opfer – und nur deswegen – hatte ich ein Recht, so zu handeln. Seine Reue hatte meine Vergebung möglich gemacht. An diesem Tag hörte ich auf zu hassen.“

Nach dem Vortrag konnten die Teilnehmer des interreligiösen Gebets noch Fragen an den Autor richten.


Bilder: © Marcel Felde

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung, die der Interreligiöse Arbeitskreis Darmstadt vorbereitet hatte, von zwei Mitgliedern der alevitischen Gemeinde, die auf dem Sakralinstrument Saz mehrere stimmungsvolle Lieder vortrugen.

Während der Veranstaltung wurde auch für Frieden in Palästina und Israel gebetet und zur Überwindung von sichtbaren und unsichtbaren Mauern aufgerufen. Gedacht wurde auch an ein alevtisch-sunnitisches Liebespaar, das in diesem Jahr in der Türkei ermordet wurde. Ferner wurde an den vor 30 Jahren in El Salvador ermordeten katholischen Erzbischof Oscar Romero erinnert.
Gedacht wurde auch an Flüchtlinge vor den Toren Europas sowie an die nationale Leitung der Bahá’i-Religion im Iran, die seit Monaten ohne Anklage oder Prozess inhaftiert ist. Mit Abendgebeten und Gedanken eines alevitischen Geistlichen wurde das „Interreligiöse politische Nachtgebet“ beendet.

Quelle: Beitrag im Darmstädter GemeindeBlick, dem Gemeindebrief der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt 07/2010, S. 9/10 sowie Beitrag bei www.gemeinden-darmstadt.de, dem gemeinsamen Internetauftritt der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt



Zuletzt bearbeitet: 07.06.2011 14:08 von Redaktion


Darmstädter GemeindeBlick 9+10/2010, Bericht auf der Internetseite gemeinden-darmstadt.de
4. Nacht der Kirchen
Einladung zur Teilnahme an die NAK Darmstadt

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Die vierte Nacht der Kirchen in Darmstadt am 17. Juni 2011 soll „unsere gemeinsame Hoffnung und unsere gemeinsame gute Nachricht in das Herz dieser Stadt tragen“. So beginnt ein Brief, mit dem die NAK in Darmstadt eingeladen wurde, sich erstmals offiziell an der ökumenischen Veranstaltung zu beteiligen.

Unterzeichnet wurde das Schreiben von Pastor Rainer Platzek, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Darmstadt sowie den Kirchennacht-Projektleitern Anita Gimbel-Mette und Bernd Lülsdorf. Die ACK Darmstadt ist Veranstalter der Kirchennacht, die 2006 zum ersten Mal stattfand. Es folgten weitere Kirchennächte 2007 und 2009.


Bild: © www.nacht-der-kirchen-in-darmstadt.de

Mit dem Brief wurden wir eingeladen, unsere Kirchen in dieser Nacht zu öffnen und mit allen anderen beteiligten Kirchen, Glaubensgemeinschaften und Einrichtungen gemeinsam ein Programm zu entwickeln, „das den ganzen spirituellen und kulturellen Reichtum unserer Kirchen in die Öffentlichkeit trägt“, wie es in dem Einladungsschreiben heißt. Um die vierte Nacht der Kirchen vorzubereiten, werden zwei Personen benannt, die unsere Gemeinden in einem Vorbereitungsgremium vertreten werden.
Darmstadts erste Kirchennacht wurde am 23. Juni 2006 veranstaltet. Es beteiligten sich 40 Kirchen und kirchliche Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet. 7.500 Besucher fühlten sich von der Premiere angezogen. Spontan und außerhalb des offiziellen Programms – jedoch nach vorheriger Rücksprache mit einem Mitarbeiter der Projektleitung – öffnete damals auch unsere Gemeinde DA-Nord ebenfalls ihre Türen.


Bild: © Jens Joachim

Flaggen wurden gehisst, Kerzen am Eingang sowie auf dem Altar entzündet und der Jugendchor traf sich zur Chorprobe, so dass die beiden einzigen interessierten Besucher einen kleinen Einblick vom Gemeindeleben bekamen.
Entgegen unseren Hoffnungen konnten sich unsere Gemeinden dann jedoch nicht an der zweiten und dritten Auflage der Kirchennacht beteiligen, weil der ACK-Vorstand beschlossen hatte, dass sich an der Kirchennacht nur solche Kirchen und Gemeinschaften beteiligen dürften, die einem ökumenischen Gremium angehören. Allerdings unterstützten unsere Gemeinden die Aktion, indem Plakate aufgehängt und Programmhefte ausgelegt wurden.

Unter dem Leitmotiv: »Entdecken Sie Kirche neu, lernen Sie neue Kirchen kennen« machten sich im vorigen Jahr rund 13.800 Menschen auf den Weg in die 41 Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in Darmstadt, Malchen und Nieder-Beerbach. Ab 19 Uhr bis nach Mitternacht ließen sie dort das vielfältige Programm auf sich wirken. Von geistlichen und spirituellen Angeboten über Konzert, Chor, Theater und Dichterlesung bis hin zum Trommelkurs war für jeden Geschmack etwas geboten. Die Besucherzahl konnte gegenüber der letzten Kirchennacht um 30 Prozent gesteigert werden.
Weitere Informationen auf der Internetseite www.nacht-der-kirchen-in-darmstadt.de, die auch im Sozial-Netzwerk Facebook vertreten ist.

Quelle: Beitrag im Darmstädter GemeindeBlick, dem Gemeindebrief der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt 9+10/2010, S. 10/11 sowie Beitrag bei www.gemeinden-darmstadt.de, dem gemeinsamen Internetauftritt der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt



Zuletzt bearbeitet: 07.06.2011 14:46 von Redaktion


Darmstädter GemeindeBlick 12/2010, Bericht auf der Internetseite www.gemeinden-darmstadt.de
„Menschen treffen – Gott begegnen“
Motto der vierten Nacht der Kirchen in Darmstadt steht fest

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Die vierte Nacht der Kirchen in Darmstadt am Freitag, 17. Juni 2011, wird unter dem Motto „Menschen treffen – Gott begegnen.“ stehen. Das hat Bernd Lülsdorf, einer der beiden Projektleiter der ökumenischen Veranstaltung während eines Delegiertentreffens mitgeteilt. Als Vertreter der NAK wurden bei dem Auftakttreffen Annette Weissing und Jens Joachim (beide DA-Nord) herzlich willkommen geheißen.

Wie in der Ausgabe des Gemeindeblicks September 2010 berichtet, werden unsere Gemeinden zum ersten Mal an der Kirchennacht teilnehmen, die von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Darmstadt veranstaltet wird. Zentraler Veranstaltungsort wird die Kirche DA-Nord sein. An der vierten Auflage der Kirchennacht werden von 19 Uhr bis nach Mitternacht in etwa 50 Kirchen und Einrichtungen Gottesdienste, Andachten, Musik-, Tanz- und Theaterveranstaltungen stattfinden.

Der stellvertretende ACK-Vorsitzende Andreas Reifenberg empfahl Ende Oktober den Gemeinde-Delegierten, sich bei den Vorbereitungen für die Kirchennacht am Gleichnis vom Senfkorn zu orientieren: „Sie sollten nicht viel, sondern eher weniger tun“, riet Reifenberg.

Offene Türen – offene Herzen

Es sei ein sehr reizvoller Gedanke, an dem Abend „nicht zu viel an Aktivitäten zu planen“, sondern gemeinsam viele kleine Senfkörner auszustreuen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Reifenberg regte zudem an, in den Gemeinden „das Abenteuer des offenen Dialogs zu wagen“. Besucher sollten „mit offenen Herzen empfangen werden“. Die Nacht der Kirchen lebe „von Herzen, die erwärmt werden.

Der katholische Cityseelsorger Bernd Lülsdorf, der gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Anita Gimbel-Blänkle wieder die Projektleitung bildet, sagte, Ziel der „größten kirchlichen Veranstaltung in Südhessen“ sei es, „gemeinsam Zeugnis für das Evangelium Christi ablegen“.

Das Programm sollen die Gemeinden eigenständig gestalten. Allerdings soll nach den Worten Lülsdorfs „das Trennende für diese Nacht aufgehoben werden, weil wir miteinander unterwegs sind.“ Die beteiligten Gemeinden werden sich mit jeweils 75 Euro an den Kosten beteiligen. Die Projektleitung stellt im Gegenzug Plakate, Flugblätter, Programmhefte, Banner, Fahnen sowie Aufkleber zur Verfügung.

Um dabei zu helfen, die ökumenischen Projekte in Darmstadt – wie die „Nacht der Kirchen“ – finanziell abzusichern, ist im vorigen Jahr der „Förderverein der ACK Darmstadt e.V.“ gegründet worden. Spenden an den als gemeinnützig anerkannten Verein können auf das Konto 2029022 bei der Sparkasse Darmstadt (BLZ: 50850150) eingezahlt werden.

Zugunsten der „Nacht der Kirchen“ findet am Sonntag, 12. Dezember, um 17 Uhr ein Benefizkonzert in der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirche, Rabenaustraße 43, statt. Die Künstler verzichten auf ein Honorar. Es wird um Spenden für die Kirchennacht gebeten.

Vorschläge und Ideen für das Kirchennachtprogramm in unserer Kirche in DA-Nord werden gerne unter der Telefonnummer 06151/1541453 oder per E-Mail unter jens.joachim@gmx.net entgegengenommen.

Weitere Informationen im Internet unter www.nacht-der-kirchen-in-darmstadt.de.

Quelle: Beitrag im Darmstädter GemeindeBlick, dem Gemeindebrief der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt 12/2010, S. 11/12



Zuletzt bearbeitet: 11.12.2012 14:41 von Redaktion


Darmstädter GemeindeBlick 01/2011
Konzertchor begeistert bei Auftritt im Vatikan

DARMSTADT (nak-da.de - jk/jj). Der KonzertChor SüdHessen hat vom 21. bis 25. Oktober 2010 abermals eine Konzertreise nach Rom unternommen. Das Ensemble der NAK Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland unter der Leitung von Burkhard A. Schmitt sang auch zu katholischen Messen im Vatikan, so auch im Petersdom. In der Internetausgabe der Kirchenzeitschrift „Unsere Familie“ wurde der Chor als „Botschafter der Ökumene“ bezeichnet.

Die Sängerinnen und Sänger – unter ihnen Sonja Bosch, Judith Fündling, Doris Stephan, Annette und Meikel Weissing sowie Ulrike Wilke aus der Gemeinde Darmstadt-Nord – folgten einer Einladung von Kardinal Giovanni Lajolo, der seit 2006 Präsident der Päpstlichen Kommission für den Staat Vatikanstadt ist. Der Kardinal hatte den Chor schon im vorigen Jahr unmittelbar nach einem Auftritt in einer Basilika eingeladen, abermals nach Rom zu kommen.

Schon am Anreisetag stand diesmal ein Konzert im Pantheon auf dem Programm. Der Auftritt im Governatorat, der Staatsverwaltung des Vatikans, am 22. Oktober stand unter dem Motto „Cantus Gloriosus“ nach dem gleichnamigen Stück von Jozef Swider, einem polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Geboten wurde geistliche Musik mit Werken von Palestrina, Bruckner, Distler, Schubert und Rheinbergers „Cantus Missae“ für zwei vierstimmige gemischte Chöre.

Als Delegation der NAK International nahm an dem Konzert auch die kircheninterne Projektgruppe „Ökumene“ unter Leitung von Apostel Volker Kühnle teil. Bei einem Treffen mit Kardinal Lajolo überreichte Bischof Jürg Zbinden, der
für die neuapostolischen Gemeinden in Italien zuständig ist, einen Silberstich des Doms von Novara. In der Stadt im
Piemont wurde der 75 Jahre alte Kardinal geboren und getauft und Ende April 1960 zum Priester ordiniert.

Der Kardinal betonte, dass Christen alle an den dreieinigen Gott glauben und in der Musik dieser Glaube besonders zur Geltung komme, so dass alle Christen darin einstimmen könnten. Zum Konzert waren neben den Mitarbeitern des Governatorats auch die am Heiligen Stuhl akkreditierten Botschafter sowie die an der Römischen Kurie tätigen Bischöfe und Kardinäle eingeladen. Der Einladung von Kardinal Lajolo folgten neben den Kardinälen Coppa und De Giorgi sowie dem Generalsekretär des Governatorats, Monsignore Viganó, auch Dr. Walter Jürgen Schmid, der deutsche Botschafter im Vatikan.

Am 24. Oktober fand dann auf dem Aventinhügel in der dort ansässigen Benediktinerabtei Sant’Anselmo das Abschlusskonzert der Reise statt. Schon 2009 hatte der Chor dort ein Konzert gegeben. Unter den Zuhörern war auch Dr. Notker Wolf, der als Abtprimas höchster Repräsentant der Benediktiner ist und die Abtei Sant’Anselmo leitet. Dem
ältesten Orden der Christenheit gehören weltweit 7.500 Mönche und 17.100 Nonnen an.

Neben den Konzertauftritten umrahmte der Chor auch zwei katholische Messen in der Gemeinde St. Anna im Vatikan sowie im Petersdom. Der Chor hatte hierfür extra ein liturgisch-musikalisches Programm auf Italienisch erarbeitet, das während der Messen vorgetragen wurde.
Bischof Zbinden begleitete den Chor auch zu diesen Anlässen.

Die Konzertreise ging am Montag, 25. Oktober, nach anstrengenden, aber auch freudigen und ereignisreichen Tagen zu Ende.

Die Mitglieder des Chores hoffen nun, dass sich künftig weitere Gelegenheit bieten, in Rom aufzutreten. Sonja Bosch
sagte rückblickend, man habe sich bei den Konzerten in Rom „nicht fremd gefühlt“. Annette Weissing äußerte, sie habe „die Begeisterung der Zuhörer gespürt“. Und Judith Fündling meinte: „Es war einfach wunderbar, zur Ehre Gottes
zu singen und den Herrn zu loben.“

Quelle: Beitrag im Darmstädter GemeindeBlick, dem Gemeindebrief der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt 01/2011, S. 10/11



Zuletzt bearbeitet: 11.12.2012 14:45 von Redaktion


Darmstädter GemeindeBlick 01/2011
ACK-Kirchen und NAK: Fachleute empfehlen intensiven Dialog

DARMSTADT (nak-da.de - jj). Gespräche und Begegnungen zwischen der NAK und den anderen christlichen Kirchen sollten auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene fortgesetzt und intensiviert werden. Diese Kontakte dienten „dem Kennenlernen und dem Abbau von Vorurteilen und gegenseitiger Unkenntnis“. Der „Aufbau einer Dialogkultur
und die Suche nach respektvollen Umgangsformen“ sei „auch abgesehen von der Frage der Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ein wichtiges Anliegen“. Das ist das Ergebnis eines Treffens von rund 40 Fachleuten für Ökumene und Weltanschauungsfragen, die Anfang Dezember in Berlin stattfand.

Der Weg zu einer ökumenischen Gemeinschaft mit der NAK sei jedoch „nicht vorgezeichnet“, heißt es in einer Mitteilung des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim, das gemeinsam
mit der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (Berlin) zu der Fachkonsultation eingeladen hatte. Ziel des Treffens sei der „Austausch über
Erfahrungen von Begegnungen mit der NAK und die Verständigung über weitere Schritte“ gewesen.

Die NAK wird von den evangelischen Kirchen als „christliche Sondergemeinschaft“ bezeichnet. Als ein besonderes Hindernis für eine gleichberechtigte ökumenische Zusammenarbeit mit den etablierten Kirchen gelte vor allem ihr „exklusives Verständnis als einzige heilsvermittelnde Gemeinschaft“. Erschwerend für eine theologische Verständigung sei auch, dass der seit langem angekündigte neue Katechismus noch immer nicht vorliege.

Die Leiter der einladenden Institute appellierten an die Vertreter der NAK, „Möglichkeiten der Begegnung zu nutzen und ihren Gemeindegliedern gegenüber auf Kenntnis und Akzeptanz der anderen Kirchen hinzuwirken“. Der Vorsitzende der ACK, Landesbischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel) ermutigte ebenfalls zu „Sondierungsgesprächen und Begegnungen im Sinne guter religiöser Nachbarschaft“. In diesem „innerchristlichen Dialog“ müsse sich zeigen, ob und inwiefern einzelne Sonderlehren der NAK trennenden Charakter hätten.

Quelle: Beitrag im Darmstädter GemeindeBlick, dem Gemeindebrief der drei neuapostolischen Kirchengemeinden in Darmstadt 01/2011, S. 12



Zuletzt bearbeitet: 11.12.2012 14:47 von Redaktion
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