Evangelisch in Hof, Diskussionsforum


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Hospitalkirche Hof

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Thema: Plagiatsurteil gegen Diakonie-Chef


Ein paar ausgewählte Statements der Mitglieder des Aufsichtsrates der Diakonie Hochfranken, gefunden unter http://www.diakonie-hochfranken.de/index.php?id=163

Reinhard Gerstner: „Da ich seit vielen Jahren Schatzmeister des Diakonischen Werkes Hof bin und mich dem diakonischen Gedanken sehr verbunden fühle, freue ich mich auf die Tätigkeit im Aufsichtsrat der Diakonie Hochfranken, wobei ich es nicht versäumen werde, auch wirtschaftliche Aspekte in die Diskussion und damit in die Entscheidungen der Diakonie Hochfranken einzubringen.“

Dr. Dorothee Strunz: „ (…) In Zeiten drückender Staatsschulden und immer höher steigender Sozialabgaben können wir uns eine ineffiziente Verwendung öffentlicher Gelder weniger leisten denn je. (…)“

Hans-Werner Schmidt: „Als Betreuungsrichter und früherer Jugendrichter möchte ich meine Erfahrungen gerne im Gremium des Aufsichtsrates einbringen. Daneben glaube ich, dass meine Erfahrungen als „Banker“ ebenfalls der neuen Gesellschaftsform der Diakonie Hochfranken nützlich sein können."

Bernd Hering: „Diakonie ist heute wichtiger denn je, damit unser Gemeinwesen ein freundliches Gesicht bewahrt.“

Passt!




Die Diskussion zu den Diakonie-Artikeln wurde nach 28 Kommentaren geschlossen - aus presserechtlichen Gründen können anonyme Anschuldigungen und Behauptungen nicht veröffentlicht werden. Gerne verfolgen wir die Geschichte weiter – wer etwas dazu zu sagen hat, kann sich bei online-redaktion@frankenpost.de mit Name und Adresse melden.



Bei der Möglichkeit FP-Artikel bei Frankenpost-Online zu kommentieren, handelt es sich um ein sogenanntes "Moderiertes Forum", d.h. die Redaktion der Frankenpost hat alle Zeit der Welt, einen Beitrag auf presserechtliche Implikationen zu prüfen, bevor er freigeschaltet wird und für alle sichtbar wird. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum die FP in diesem Fall die Möglichkeit zur Kommentierung einfach abschaltet - aus presserechtlichen Gründen - während wesentlich ältere Artikel weiterhin kommentiert werden können.

Und schließlich: FP-Online gestattet grundsätzlich die anonyme Anmeldung per Pseudonym, weshalb so gut wie alle Kommentare anonym geschrieben werden. Die Anonymität kann daher kein Grund sein, solche Kommentare bei einem bestimmten Thema auszuschließen. Die Anonymität macht hier ja auch Sinn. Sie kann verhindern, dass dem Kommentator berufliche oder persönliche Nachteile entstehen.


Zuletzt bearbeitet: 05.10.11 15:13 von Administrator


Fragen an die Frankenpost

Geschätzte(r) anonyme(r) Vertreter(in) der Frankenpost: Sie verfolgen ja offensichtlich dieses Forum und können uns allen sicher einige Fragen beantworten, von denen ich hoffe, dass sie nicht auch wieder Ihr Verständnis des Presserechts verletzen: Wer nimmt die Gesellschafterrechte der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft DDVG (die Medienbeteiligungsgesellschaft der SPD) im Frankenpostverlag wahr? Bestehen direkte oder indirekte Beziehungen Ihres 35% (früher 100%) Gesellschafters und seiner Vertreter im Frankenpost Verlag zur SPD Oberbürgermeisterkandidatin Döhla (Öffentlichkeitsreferentin der Diakonie Hochfranken), dem SPD Landrat Hering (Aufsichtsratsmitglied der Diakonie Hochfranken) oder zu den anderen SPD Mitgliedern der Diakonieführung Abt, Mangei und Saalfrank? Wenn ja, welcher Art sind diese Beziehungen? Können Sie ausschliessen, dass politische oder persönliche Interessen Ihres Gesellschafters die Redaktionsfreiheit beinflussen oder beschränken?

Das Schweigen der Frankenpost ist auch eine Antwort


Zuletzt bearbeitet: 08.10.11 13:36 von KLoener


Schön, dass es so ein Forum gibt. Wieviel es lesen steht auf einem anderen Papier.

Trotzdem:

Ich würde gerne die Diskussion versachlichen. In der freien Wirtschaft kann es durchaus unerheblich sein, ob eine Führungskraft den einen oder anderen Titel hat - WENN diese Führungskraft überragend gut ist und/oder der Titel als solches irrelevant ist.

Wenn man aber als Führungskraft eingestellt wird und gleichzeitig KEINE Leistung dagegensteht (rote Zahlen sind einfach rote Zahlen), so wird man unehrenhaft entlassen.

Quintessenz: Man hats halt einfach nicht drauf.

Die Diakonie ist im Wirtschaftsbetrieb quasi ein schwergewichtiger Mittelständler. Mit frei verhandelbaren Chefgehältern. Größer als z.B. Gealan, Sandler, die Textilgruppe... wenn dort ein Manager rote Zahlen schreibt, ist Schluss.
DAS wird von vielen immer noch nicht verstanden. Am wenigsten von den dortigen Führenden.
Wer über 100.000 Euro fehlenden Zuschuss jammert (siehe Frankenpost oben) und über 1000 Mitarbeiter beschäftigt, hat einfach - mit Verlaub - das Spiel nicht verstanden.

Wenn aber diese Führungskraft sich zudem auf Kosten des Unternehmens einen Titel erschleicht UND keine Leistung bietet, sollte es eigentlich mal richtig krachen. Sonst passt was im System nicht. Und für dieses System ist der Aufsichtsrat zuständig. Und verantwortlich. Aber leider nicht mit dem eigenen Geldbeutel.

Aber von all diesen weltlichen Ergüssen heilt uns ja alle der "diakonische Gedanke".

P.S: an Herrn "Frankenpost": freuen sie sich doch einfach, dass sie einen (schönen) Job haben und genießen sie die Zeit - wer so einen pseudoloyalen Schwachsinn im Internet schreibt hat ihn auch schnell los.


Zuletzt bearbeitet: 07.10.11 00:01 von Steuerzahler


Kontrolle?

Unabhängige Qualitätsprüfungen schützen die Spender und schaffen Vertrauen. Die Diakonie Hochfranken würde eine solche Prüfung wohl kaum bestehen.

Zur Erlangung des anerkannten DZI-Spendensiegels sind folgende Voraussetzungen nötig:

„Leitung und Aufsicht sind angemessen strukturiert, klar voneinander getrennt und werden wirksam wahrgenommen. Interessenkonflikte werden vermieden (…) Angemessene Planung, Durchführung und Kontrolle der Mittelverwendung. Beachtung der Grundsätze der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und der größtmöglichen Wirksamkeit. (…) Über Arbeit, Strukturen und Finanzen wird offen und umfassend berichtet. Anfragen und Beschwerden werden zeitnah beantwortet. Im Jahresbericht wird die Rechnungslegung veröffentlicht und werden unter anderem Mittelverwendung, Wirkungsbeobachtung, Werbeformen und Vergütungspraxis beschrieben.“ (vgl. http://www.dzi.de/downloads.htm)


Das Diakonische Werk Bayern e.V. ist als steuerbegünstigte, gemeinnützige Körperschaft im Sinne der Abgabenordnung anerkannt, zuletzt durch Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid 2008 des Zentralfinanzamtes Nürnberg vom 05.01.2010 (http://www.diakonie-bayern.de/service/impressum.html).

Nimmt der Landesverband überhaupt seine Kontrollpflicht gegenüber den angeschlossenen Trägern wahr? Der Spender, die Spenderin aber auch die Sammler bei der kommenden Diakonie-Herbstsammlung würden es gerne genauer wissen wollen.



Zuletzt bearbeitet: 07.10.11 19:03 von Administrator


Dorothea:
Nimmt der Landesverband überhaupt seine Kontrollpflicht gegenüber den angeschlossenen Trägern wahr?


Die Satzung des Diakonischen Werks Bayern (http://www.diakonie-bayern.de/uploads/media/2010_03_23_dwb_Recht_DWB_Satzung.pdf) ist in dem Punkt ein Papiertiger. Es gibt zwar die Möglichkeit, Mitglieder zu ermahnen etc. (vgl. § 7,3), die Hofer Diakonieführung kann es aber - falls es überhaupt dazu kommt - getrost an sich abperlen lassen. Der Aufsichtsrat gibt der Geschäftsführung ja sogar bei Gerichtsurteilen und Millionendefiziten noch Rückendeckung und erklärt der gut(kirchen)gläubigen Öffentlichkeit, alles sei in bester Ordnung. Die Presse in Hof stellt auch keine weiteren Fragen. Warum sollte man sich dann um einen vielleicht mal diskret mahnenden Fingerzeig aus Nürnberg Sorgen machen? Durchgriffsrechte gibt es ja für den Verband keine. Aussitzen ist also für Mangei, Abt und Saalfrank die Methode, die sich in bislang jeder Situation bewährt hat.

Zuletzt war aus Nürnberg ein Räuspern zu vernehmen, als man 2010 die Weihnachtsgelder der Mitarbeitenden eigenmächtig kürzte. Eigentlich gibt es nämlich für derartige schwere Eingriffe in die Rechte des kirchlichen Tarifverbundes ein geregeltes Verfahren. Eigentlich - denn es hätte Offenlegung und Prüfung der Bücher durch Externe und schliesslich die offizielle Feststellung einer „Notlage“ bedeutet. Hier in Hof will sich aber niemand in die Karten, bzw. Bücher schauen lassen. Man hat offensichtlich seine Gründe. Also liess sich der Landesverband ein weiteres Mal düpieren.



Zuletzt bearbeitet: 08.10.11 15:29 von KLoener


Transparenz und Aufarbeitung

Dorothea schrieb:
"Über Arbeit, Strukturen und Finanzen wird offen und umfassend berichtet. Anfragen und Beschwerden werden zeitnah beantwortet."


Weder Herr Abt, noch die Pressesprecherin, noch der Aufsichtsrat der DH wollten der Frankenpost gegenüber zugeben, dass sie wissen, wer die Universität St. Gallen auf das Plagiat des Herrn Abt hingewiesen hat ("Die Diakonie Hochfranken hält sich mit Verdachtsäußerungen zurück."). Sie wussten es sehr genau und behaupteten trotzdem öffentlich das Gegenteil. Denn im Urteil des Verwaltungsgerichts St. Gallen heißt es gleich am Anfang:

"B./ M. A. arbeitete während der Ausarbeitung seiner Projektarbeit in der Diakonie H. als kaufmännischer Geschäftsführer und seit anfangs 2007 als Nachfolger von K. Z. als Hauptgeschäftsführer der Diakonie H. gGmbH. Mit Schreiben vom 7. November 2008 an den Rektor der Universität St. Gallen machte K. Z. im wesentlichen geltend, dass die Projektarbeit von M. A. eine textliche Übereinstimmung im Umfang von fünf Seiten mit dem von ihm, K. Z., verfassten Firmenkonzept zur "S. S. GmbH" aufweise."

Es darf die DH dann doch nicht wundern, wenn in diesem Zusammenhang eine andere Affäre der DH wieder zur Sprache kommt, über die die DH ebenfalls versucht hat, den Mantel des Schweigens zu breiten. Auch damals ist erheblicher finanzieller und - was noch schwerer wiegt - "menschlicher" Schaden entstanden - vom Vertrauensverlust in Kirche und Diakonie ganz zu schweigen. Es ist ebensowenig verwunderlich, wenn die Frage gestellt wird, welcher Zusammenhang wohl zwischen der im Nov. 2006 eingereichten Arbeit des Herrn Abt und dem Rauswurf des damaligen leitenden Geschäftsführers K.Z. im Feb. 2007 bestand, von dem (u.a.) nachweislich wesentliche Teile der Arbeit von Herrn Abt stammen.

Die jetzige Reaktion der DH auf das Plagiat des Herrn Abt zeigt, dass die DH nichts gelernt hat. Die Strategien sind diesselben: Alles abstreiten, was nicht schwarz auf weiß nachgewiesen werden kann, bagatellisieren, schönreden, aussitzen und sich auf die innerbetriebliche Verschwiegenheit berufen. Statt die Kritik in angemessener Form zu bearbeiten, werden die Kritiker bearbeitet.

Gundula schrieb völlig richtig:

Es darf jetzt nicht um Schadensbegrenzung gehen, sondern es muss Aufarbeitung erfolgen.


PS: Viele werden sich noch daran erinnern, dass im Film über die"S. S. GmbH", K.Z das Projekt vorstellte (dessen Konzept offenbar von der DH weiterverkauft wurde). Kaum war der weg, wurde der Film überarbeitet. Den Text spricht jetzt Herr Abt.



Zuletzt bearbeitet: 08.10.11 12:48 von Administrator


Schon gelesen?

Wolfgang Lammel schreibt im aktuellen Sonntagsblatt über: Hofer Vertrauensfragen - Die Plagiatsvorwürfe gegen Diakonie-Geschäftsführer Martin Abt reißen alte Wunden auf (Sonntagsblatt, Nr. 41/2011, 09.10.2011, Ausgabe Oberfranken, S. 15)



Wieder mehr Fragen als Antworten

»Für Arbeiten, die im Rahmen des Dienstverhältnisses bei der Diakonie erstellt werden, hat sie auch das Urheberrecht«, beschreibt Saalfrank die Rechtsauffassung.


Nach der Lektüre des oben zitierten Artikels im Sonntagsblatt stellen sich Fragen: Bedeutet das Zitat, dass die Diakonie entscheidet, ob einer ihrer Mitarbeiter sich eines Plagiats schuldig gemacht hat (und wer bei ihr abschreiben darf) oder nicht - und nicht die Gerichte? Wo immer das Urheberrecht der Texte lag, bei Herrn Abt lag es nicht. Er hat aber gegenüber der Universität und aller Welt so getan, als wären diese Texte allein von ihm. Das wurde ihm in 3. Instanz bescheinigt (Plagiat): "Damit wurde die Benotung (seiner Abschlussarbeit) mit dem Notenäquivalent 5.5 erschlichen." (Urteil des Verwaltungsgerichts St. Gallen)

Dekan Günter Saalfrank, zugleich Vorsitzender des Diakonie-Aufsichtsrats, gegenüber dem Sonntagsblatt:
»Wir sehen hier das achte Gebot nicht strapaziert.«


Dass hier das 8. Gebot (Du sollst nicht falsch Zeugnis reden) und nicht zu vergessen das 7. Gebot (Du sollst nicht stehlen) nicht strapaziert wird, erschließt sich dem geradeaus denkenden Christenmenschen in keiner Weise. Luther in seiner Auslegung zum 7. Gebot: "Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten."


Zuletzt bearbeitet: 10.10.11 10:18 von Administrator


Die Frankenpost hat die Kommentarfunktion zum Artikel "Diakonie-Chef ohne Titel" wieder freigegeben.

http://www.frankenpost.de/regional/oberfranken/laenderspiegel/art2388,1761360



Zuletzt bearbeitet: 10.10.11 15:14 von Administrator


Das ist doch zu begrüssen! Hat man vielleicht zwischenzeitlich im Geschäftsbericht des Gesellschafters der Frankenpost gelesen? http://www.ddvg.de/2010_Geschafstbericht.pdf: Vom Standard der Pressefreiheit „sind viele Länder weit entfernt. Doch seit es das Internet gibt, hat es die Meinungsfreiheit leichter. Informationen lassen sich kaum noch unterdrücken. Das Netz ist schnell. Jeder, der einen Zugang hat, kann es nutzen, seine Ideen verbreiten und die anderer lesen.“ Das Internet ist ein Werkzeug, das „autokratische Herrschaft herausfordern und in die Knie zwingen“ kann (ebd., S.4). Dieser Auffassung des Gesellschafters der Frankenpost kann man nur zustimmen.



Zuletzt bearbeitet: 10.10.11 15:53 von KLoener


„Hofer Hochschulkuratoren und ihr unklares Plagiatsverständnis

Drei der Aufsichtsratsmitglieder sind Mitglied im Kuratorium der Hochschule Hof: Reinhard Gerstner, Bernd Hering, Dr. Dorothee Strunz. Ich stelle mir vor, ein Student der Hochschule Hof wird bei einem Plagiat ertappt und würde sich auf die Stellungnahme beziehen, die auch von seinen Hochschulkuratoren unterstützt wird: Alles eine Bewertungsfrage. Strenge Zitierregeln gelten nicht immer. Täuschen wollte ich gar nicht ... Ich wäre gespannt, ob man ihm damit eine Chance bei den Hofer Hochschulgremien geben würde.“

Dieser Hinweis auf die problematische Stellungnahme von drei Hofer Hochschulkuratoren zum Plagiatsfall Abt ist kürzlich von einem Leser der Frankenpost an FP-Online versendet worden. Das Posting wurde jedoch von der Frankenpost zurückgewiesen, wie viele andere Kommentare zuvor. Presserechtliche Gründe kann die Hofer Zeitung dafür nicht geltend machen. Denn es ist wohl kaum eine Beleidigung oder unbelegbare Anschuldigung, die Doppelmitgliedschaft in Diakonieaufsichtsrat und Hochschulkuratorium festzustellen und daraus Fragen abzuleiten. Die oben verkündete Wiedereröffnung der Kommentarfunktion zum Abt-Plagiatartikel war offensichtlich nur ein Scheinmanöver, das die Kritik der Leser dieses Forums beruhigen sollte. Grundsätzlicher ist aber zu fragen: Wer oder was hindert bloss die Frankenpost daran, ihrer Aufgabe einer freien und kritischen Presse endlich nachzukommen?

Link zur Liste der Mitglieder des Kuratoriums der Hochschule Hof: http://www.hof-university.de/index.php?id=3019


Zuletzt bearbeitet: 13.10.11 07:48 von KLoener


Warum tritt Herr Abt nicht zurück?

Diese Frage beschäftigt mich. Würde er in Nürnberg oder München ein Diakonisches Werk mit 1.000 Mitarbeitern leiten und hohe Defizite einfahren, so wäre allein das schon ein ausreichender Grund zum Rücktritt.

In Hof darf man sich hingegen sogar noch ein Plagiat leisten, einen offenen und bewussten Betrug.

Selbst die Prozesskosten muss Herr Abt offenbar erst jetzt, wo öffentlicher Druck entsteht, selbst übernehmen. Vorher trat die Diakonie Hochfranken als grosszügiger Sponsor auf.

Warum geht in Hof etwas, was woanders undenkbar wäre und womit sich Hof als Stadt in ein schlechtes Licht stellt? Schaut man sich die Liste der Aufsichtsräte an, fragt man sich, warum sich diese Persönlichkeiten hinter Herrn Abt stellen, obwohl sie doch eigentlich verpflichtet wären, das Wohl der Diakonie im Auge zu behalten.

Oder bräuchte es einen Aufsichtsrat über den Aufsichtsräten, der einmal nachfragt, wann, wenn nicht jetzt das Vertrauen in Herrn Abt denn endlich schwinden müsste? Wo bleibt Bayreuth? Wo Nürnberg? Wo München? Ist da keiner für zuständig?

Wenn es so weiter geht, wird der Aufsichtsrat noch sein Vertrauen aussprechen, wenn die Diakonie Hochfranken längst insolvent ist.


Zuletzt bearbeitet: 13.10.11 14:58 von Tom


Neben dem betriebswirtschaftlichen Ergebnis spielt bei einem "Sozialleistungskonzern" doch die Ressonanz bei den Kunden und Interessenten eine entscheidende Rolle. Wenn sich die Belegungssituation (betriebswirtschaftlich: Nachfrage) negativ entwickelt, gibt es für die Verantwortlichen keinen Interpretationsspielraum mehr. Dann stimmt etwas nicht. Und dieses "etwas" hat in dieser Branche immer mit Vertrauen zu tun, das die Nachfrager dem Unternehmen und damit seinem Management entgegen bringen. Dies wiederum korrespondiert mit dem Ruf (betriebswirtschaftlich: good will) den das Unternehmen (Träger)in der Öffentlichkeit - und noch bedeutungsvoller: in der FACHöffentlichkeit - genießt.
Ich kann aus jahrzentelanger Praxis als Berater in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft nur davor warnen, einem Vorstand und/oder Geschäftsführung eines belegungsschwachen Unternehmens (das ganz offensichtlich nocht nicht einmal mehr operative Gewinne in einzelnen Betriebsteilen einfährt) das Vertrauen auszusprechen. Zunächst sollten Ursachen und Zusammenhänge für eine abnehmende Nachfragesituation sehr genau und detailgetreu nachgefragt und analysiert werden. Denn wovon soll denn ein Unternehmen leben, wenn die Kundschaft ausbleibt?
B_Trachter aus sicherer Distanz

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