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Thema: Plagiatsurteil gegen Diakonie-Chef


Geistiger Diebstahl an mehreren Mitarbeitern

Wer das Gerichtsurteil aufmerksam liest, wird erkennen, dass sich Herr Abt am geistigen Eigentum gleich mehrerer Personen bedient hat. Von Abts ehemaligen Geschäftsführerkollegen K. v. Z. stammt die wortgleiche Vorlage zum fünfseitigen Schlusskapitel des Plagiats. Den weitaus grösseren Teil hat Herr Abt aber aus den Texten anderer Mitarbeiter übernommen. Den juristischen Unterlagen ist zu entnehmen, dass es sich bei den betroffenen Mitarbeitern um Ernst Diebel, Volker Riedel und Christa Funke handelt.

Christa Funke war Leiterin der Altenpflegefachschule der Diakonie Hochfranken und ist die alleinige Verfasserin eines Ausbildungskonzepts für die Alltagsbegleiter der Sela-Seniorenhäuser. Auch diesen Text hat Herr Abt ohne jede Quellenangabe als eigenen Text ausgegeben. Ernst Diebel hat 2006 zusammen mit Volker Riedel, seinem damaligen Pflegedienstleiter und heutigem Nachfolger, das Betriebskonzept zum Konradsreuther Sela-Seniorenhaus verfasst.

Das Deckblatt der Konzeption nennt allein diese beiden leitenden Mitarbeiter aus Schwarzenbach als Verfasser - nicht Herrn Abt! Dass er doch auf irgendeine unbestimmte Weise Mitverfasser der Konzeption gewesen sei, wie kürzlich wieder von ihm behauptet, ist offensichtlich durch nichts zu belegen. Immerhin 17 Seiten sind aus dieser Arbeit wortwörtlich und ohne Verweis übernommen worden. Ein solches Vorgehen nennt man gemeinhin geistigen Diebstahl. Die bislang nicht erfolgte Ahndung der vorliegenden Urheberrechtsverletzung könnte Gegenstand eines eigenen, strafrechtlichen Verfahrens werden. Auch die Anwaltskammer hat sich mit der falschen eidesstattlichen Erklärung des Anwalts Abt bislang noch nicht befasst.

Was lernt der normale Mitarbeiter daraus? Vor Willkür und rechtlichen Übergriffen der Geschäftsführung ist bei der Diakonie Hochfranken niemand geschützt. Auch nicht in Zukunft, der Aufsichtsrat übt sich ja weiterhin im Bagatellisieren. Du kannst dich als Mitarbeiter mit Leib und Seele den Idealen der Diakonie verpflichtet haben, ob dir die Wahrheit gesagt wird oder ob deine elementaren Bürger- und Mitarbeiterrechte von Geschäftsführung und Aufsichtsrat geachtet werden, steht auf einem ganz anderen, eben einem machtpolitischen Blatt.



Zuletzt bearbeitet: 17.10.11 14:45 von KLoener


Geschäftsführer Abt nahm Stellung

Herr Abt hat bei der Dekanatssynode am 15. Oktober zum Plagiatsurteil Stellung genommen: http://www.dekanat-hof.de/download/Deksynokt2011abt.pdf



Urheberrecht

"Mein Verständnis war, dass ein Konzept der eigenen Firma, an dem ein halbes Dutzend Menschen mitgearbeitet haben, einschließlich mir selber und das permanentes Thema in Besprechungen war, kein zitierfähiges Werk ist."


Manches muss man sich erklären lassen: Es ist falsch, dass namentlich gekennzeichnete Arbeiten innerhalb einer Firma kein Urheberrecht genießen. Selbst wenn die Diakonie Hochfranken Herrn Abts "eigene Firma" wäre, würde dies gelten. Eine Firma kann ein von Mitarbeitern erstelltes Konzept verkaufen. Aber selbst dann bleibt die Urheberschaft erhalten. Wenn das Urheberrecht bei der Diakonie Hochfranken liegt, dann hat Herr Abt mit seinem Plagiat die Urheberrechte seines Arbeitgebers verletzt. Dies wird offenbar von diesem unterstützt.





Zuletzt bearbeitet: 31.10.11 11:43 von Administrator


Neuer Thread "Schieflage"

Wer einen rechtskräftig Verurteilten um die Interpretation seines Urteils bittet, wird am Ende immer hören, dass es sich eigentlich beinahe um einen Freispruch handelt, das Gericht auch ganz anders hätte urteilen können und alles letztlich nur ein Missverständnis sei. Die Ausführungen von Herrn Abt überraschen deshalb nicht. Um sich ein objektives Bild machen zu können, muss man eben das Urteil selber lesen.

Eine wichtige Frage bleibt allerdings offen: Wer hat zu welchem Zeitpunkt die Prozesskosten übernommen? Dazu stehen weiterhin widersprüchliche Aussagen im Raum.

Herr Abt sagt am Schluss seiner Stellungnahme: „An dieser Stelle wende ich mich jetzt dem zu, um was es eigentlich geht, nämlich um unsere diakonische Arbeit.“ Wir meinen auch, dass sich die Öffentlichkeit in verstärkter Weise der Arbeit der Diakonie Hochfranken zuwenden sollte. Für Fragen, die über den Plagiatsfall Abt hinausgehen, wurde deshalb ein neuer Thread im Diskussionsforum eröffnet: „Diakonie Hochfranken in „Schieflage“– und laden herzlich zur Lektüre und zur offenen und freien Diskussion ein.

Link zum neuen Thread: http://f3.webmart.de/f.cfm?id=16134&r=threadview&t=3887033&pg=1


Zuletzt bearbeitet: 01.11.11 14:38 von KLoener
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