Evangelisch in Hof, Diskussionsforum


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Hospitalkirche Hof

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Thema: vom Lachen der Heiligen und Narren ...


3, 2, 1, - meins: Gebet versteigert
Gebet im Internet versteigert


Per Internet hat der Gründer der „Jesus Freaks“ und Autor der Volxbibel, Martin Dreyer (Köln), ein Gebet versteigert. Auf der Auktionsbörse Ebay bot er an, für den Höchstbietenden sieben Monate lang mindestens einmal wöchentlich zu beten. Die Aktion endete in der Nacht zum 3. September mit einem Höchstgebot von 232 Euro.

Dreyer begründete die Aktion: „Ich wollte Werbung dafür machen, dass Gott Gebet erhört.“ Er hofft, dass der Käufer ihm seine Anliegen mitteilt, um dann konkret für ihn beten zu können.

Den Erlös spendet Dreyer der Missionarin Claudia Bernhardt in Mosambik. Sie betreut in dem südostafrikanischen Land unter anderem Kinder von HIV-infizierten Eltern. Wie der 44-Jährige sagte, habe er auf sein ungewöhnliches Angebot sowohl positive als auch negative Reaktionen bekommen. Das Interesse an der Aktion habe es ihm auch ermöglicht, gegenüber säkularen Medien vom christlichen Glauben zu erzählen.

Kritik an der Aktion übte der Vorsitzende des Pfarrerinnen- und Pfarrergebetsbund, Werner Kenkel (Halver). Zwar sei die Idee äußerst originell, zumal es eine der schönsten Aufgaben eines Christen sei, für andere Menschen zu beten. „Mir widerstrebt allerdings, diese so wichtige Aufgabe für Geld anzubieten, auch wenn es einem guten Zweck zugute kommen soll. Die Gefahr wäre meines Erachtens zu groß, dass jemand meinen könnte, sich die Hilfe Gottes mit Geld erkaufen zu können.“

Inzwischen gibt es mindestens zwei Nachahmer: So bieten der Dortmunder Udo Gregorowski und eine weitere Ebay-Nutzerin ihre Dienste an. Bei Gregorowski kann man die Frist bis zum Auktionsende umgehen und sich für 250 Euro die sieben Monate Gebet sofort sichern. Wohin der Erlös fließt, wird nicht klar. Kurios: Bei der Anbieterin, die sich „Meike Cherry“ nennt, muss man für das Gebet auch den Versand bezahlen.

Quelle: idea (September 2009)

Da zeigt sich doch der Vorteil der Kirche in der Nähe. Dort wird schon ab 5 Euro im Gottesdienst für jemand gebetet und die Versandkosten entfallen. Ab 10 Euro erzählen wir sogar von unserem Glauben (für Heiden und Ausgetretene ab 15 Euro). Mummenschanz 2009!

mit Grüßen
Johannes Taig



Genug ist genug. Der liebe Gott verkündet seinen Abschied.

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich bin's, der Herr, dein Gott! Dies ist ein Abschiedsbrief. Ja, ich höre auf. Mit allem. Ich höre auf, wie auch schon meine Vorgänger Aton, Hunab Ku, Osiris, Zeus und Jupiter aufgehört haben, um nur einige wenige zu nennen, deren Unsterblichkeit und ewige Zuständigkeit verfrüht behauptet wurde. Zu Ostern ziehe ich mich endgültig zurück. Warum ausgerechnet zu Ostern? Nun, zu Ostern habe ich meinen Sohn geopfert, und zweitausend Jahre später sitzt ihr da und malt zur Erinnerung Eier bunt?!! Ich glaube nicht! Bzw. ihr! Und jetzt sehe ich endgültig keinen Sinn mehr in mir. Ich erreiche euch offenbar nicht. Und das liegt nicht daran, dass ich nicht bei Facebook oder Twitter bin. Gott twittert nicht! Ich habe schon in der Vergangenheit Versuche mit direkter Kommunikation unternommen, mittels Tauben und Dornbüschen, was häufig genug zu Missverständnissen geführt hat. Deswegen habe ich mich in meiner Zeit als alleinerziehender Vater mit Hilfe von Ghostwritern (Markus, Lukas u. a.) an euch gewandt und tue das jetzt wieder. Mit diesem Brief hier.

Wie gesagt, es ist Zeit, mich zu verabschieden. Etliche Menschen kommen aktuell schon gut ohne mich klar. Stellvertretend nenne ich hier nur die Buddhisten und die Banker. Die Muslime nenne ich nicht, denn erstens haben die einen Gott, aber zweitens wenig Humor, und das muss ja nicht sein. Für andere bin ich eine Art Wellness-Onkel, den man bei seelischen Verspannungen konsultiert. Manche verleugnen mich längst, andere verleugnen mich nicht, aber den Holocaust. Und Bischof Williamson ist augenblicklich nur eins meiner Personalprobleme. Ich sehe alles, und ich sehe, dass es nicht gut ist. Ich habe mehr als ein PR-Problem. Die Zeitungen sind voll. Nicht von mir, sondern von der Kirche, die sich auf mich beruft.

Vielleicht ist es bei mir so wie bei Michael Jackson. Direkt nach dem Ableben hat man bei ihm nichts mehr von den Kindesmissbrauchsvorwürfen gehört. Plötzlich ging es nur noch um seine Bedeutung für die Menschen und das, was er früher geleistet hat. Das kann auch bei mir so sein, ist aber nicht das Ziel meines Rücktritts. Ich glaube einfach, dass ihr künftig ohne mich besser dran seid.

Die Welt ohne Gott ist so wie die EU ohne Griechenland. Schwer vorstellbar, aber besser für alle Beteiligten. Das ist vielleicht ein schlechtes Beispiel. Es ist eher wie die Welt ohne Dinosaurier: Etwas, das lange da war, fehlt - aber erst sein Fehlen ermöglicht das Entstehen von neuem Leben. Gut, auch das trifft es nicht richtig. Sagen wir so: Ich bin ab jetzt weg wie die D-Mark, ich bin nicht mehr gültig, man kann in meinem Namen keinen Kredit mehr kriegen und keine Schulden mehr machen und keine Kirchensteuer mehr zahlen. Gott mit Geld zu vergleichen ist was, das auch die Kirche versteht. Mein Entschluss aufzuhören steht fest. Das könnt ihr glauben oder nicht. Aber das habt ihr ja ohnehin immer gemacht.

Ralf Husmann, 45, schreibt in seiner Kolumne für andere, diesmal für Gott, den allmächtigen Schöpfer. Husmann wurde als Drehbuchautor der TV-Serien "Stromberg" und "Dr. Psycho" ausgezeichnet und veröffentlichte das Buch "Nicht mein Tag".

(Quelle: Kulturspiegel, Nr.4/2010, S.6)

Lieber Gott!

Wir haben deinen Brief bekommen und können ihn nicht unbeantwortet lassen. Das sind wir dir schuldig. Aber du erlaubst uns, schwerwiegende Einwände gegen deinen Entschluss vorzubringen. Vorher aber möchten wir von etwas wirklich Nebensächlichem sprechen, - dem Bemalen von Ostereiern. Wir geben zu bedenken, dass es ja für die Kinder gemacht wird, die ihre Freude daran haben, und du bist doch ein Kinderfreund! Wie kann dich denn so etwas erbosen? Nein, das können wir nicht von dir glauben. Mit manchen anderen Vorwürfen hast du aber sicherlich recht.

Doch nun zum Wichtigsten. Du schreibst uns einen Abschiedsbrief im Namen Gottes, aber scheinst vergessen zu haben, dass du zwar Einer, aber dreifaltig bist. Was sagt denn dein Sohn dazu, der uns zuliebe Mensch geworden ist? Will er sich auch von uns verabschieden, nachdem er uns so geliebt hat? Oder andersherum: Können wir ihn so ohne weiteres aus unserem Herzen reißen, in dem er nicht nur zu Ostern, sondern immer wieder neu geboren wird? Und wir glauben nicht, dass du dich auch von ihm trennen willst und er deshalb im Weltall vergeblich nach seinem Vater suchen muss. Nein, das kannst du nicht wollen, auch wenn es sich ein Dichter aus unserer Gegend im Traum so ausgemalt hat.

Deinem Brief fehlt also mindestens die Unterschrift deines Sohnes, so dass wir deine Kündigung nicht wirklich ernst nehmen können. Nicht genug damit, - müsste nicht auch der Dritte im Bunde, der Heilige Geist sein Einverständnis erklären? Er war es doch, der die Köpfe und den Verstand nicht nur der Jünger, sondern deiner Gemeinde bis zum heutigen Tag erleuchtet hat. Möchte er uns wieder in die Finsternis des Nicht-Erkennens zurückstoßen, wenn du, der Eine, der denkbar Höchste nicht mehr da bist? Das darf doch nicht wahr sein!

Erlaube uns deshalb, eine kühne Vermutung auszusprechen: Der Abschiedsbrief wurde nicht von dir geschrieben, sondern von einem ahnungslosen Engel, der früher einmal vielleicht Journalist gewesen ist. Ob er selig ist und dich wirklich begriffen hat, ist die Frage. Wir jedenfalls wenden uns lieber durch deinen geliebten Sohn mit Hilfe des Heiligen Geistes an Dich selbst und grüßen dich in aller Bescheidenheit als deine dankbare Gemeinde.

Claus Henneberg



Zuletzt bearbeitet: 08.05.10 09:25 von Administrator


Der Künstler Ottmar Hörl und die Installation von 800 "Lutherzwergen" auf dem Wittenberger Marktplatz.


(Bild: epd)

Wir meinen: Endlich wieder eine Aktion der EKD, die 1 zu 1 in dieses Forum passt.

Mit den Lutherzwergen zeigt die EKD, dass Luthers Theologie in der evangelischen Kirche wirklich großgeschrieben wird. Die Zwerge sind zugleich Ausdruck, wie ein evangelischer Idealtyp heute zu sein hat: Harmlos, possierlich, hält die Klappe, passt sich nicht nur farblich jeder Umgebung mühelos an und kann ohne viel Aufwand (auch zu Dekorationszwecken) in jede Ecke gestellt werden. Deshalb findet die Kirchenleitung diese Aktion auch gut (und der Künstler lacht sich schlapp).

Wir schlagen vor, die Lutherzwerge nach Ende der Aktion (die Friedrich Schorlemmer "einfach nur peinlich" genannt hat) nicht für 250 Euro pro Stück zu verkaufen, sondern jeder Gemeinde, der aus Geldmangel eine Pfarrstelle gestrichen wird, einen Lutherzwerg zu schenken. Soviel Großzügigkeit gegenüber der Basis sollte wirklich sein!

meint mit Grüßen
Johannes Taig


Zuletzt bearbeitet: 20.07.15 12:12 von Administrator


Lieber Johannes,

dass die Theologie von Übel, gar ein lästiges ist, das von den wirklich fröhlichen Dingen des Lebens nur ablenkt, sage ich. Weil:

Das Schönste, das der Herr gegeben
das ist das feine Pfarrersleben.
Denn Bacchus, Venus Cypria,
Gambrinus auch, das ist doch klar
hat er wohl sicher mit Bedacht
dazu zu Adjutants gemacht
Drum wollt' ich wirklich nie auf Erden
auch nur'n Deut was andres werden

Und auch nur darum :-)))



Es grüßt hier einmal mehr (vom Soffa)

Sisam Ben


Zuletzt bearbeitet: 20.07.15 12:16 von Administrator


Dann also lieber zu etwas Praktischem:

Im Klingelbeutel Geld wechseln

Geben ist seliger denn nehmen, und so beschenken sich die Menschen im Geschenkemonat Dezember nicht nur gegenseitig, im Austausch miteinander, sondern bedenken auch wildfremde Bedürftige: Die Klingelbeutel sind zu Weihnachten besonders voll. Auch der gebefreudigste Kirchgänger jedoch kann in seinem Portemonnaie schon mal an Geldscheine geraten, die größer sind als sein großherziges Herz.

Was, zur Hölle, kann er dann tun? Was, zum Teufel, kann er tun, wenn er 5 Euro geben will, aber nur 50 Euro dabeihat?

Nun, er kann den Beutel weiterreichen und nächstes Mal mehr geben. Was Selbstbewusstsein verlangt, weil es dem aktuellen Banknachbarn knauserig vorkommt. Alternativ kann er sich sein Wechselgeld aus dem Beutel klauben. Was noch knickriger wirkt und Missverständnisse provoziert. Wer weiß schon, ob der Banknachbar mehr reinwirft als rausnimmt? Perfekt ist auch nicht die Lösung, die das Hörbuch "Kirchenknigge" vorschlägt, eine Art Hausordnung Gottes, die die evangelische Kirche vertreibt: nach dem Gottesdienst ins Gemeindebüro gehen und dort wechseln. Zumal es in dem Benimmführer auch heißt, für Weicheier gebe es in Kirchenkreisen ein Synonym: Kollekten-Wechselgeld-Verlanger.

Fein dran sind Mitglieder ultramoderner Gemeinden, und die gibt es, in denen gestückelte Kollektenbons verkauft werden oder in denen ein elektronischer Opferstock angeboten wird, in denen also, die Pointe können wir uns nicht verkneifen, Gott einen Geldautomaten hat. Der Vorteil: stets passende Spenden und stets eine Quittung. Denn was für die Kirche gilt - geben ist seliger denn nehmen - gilt noch lange nicht für das Finanzamt.

(Tobias Becker, Kultur SPIEGEL, 12/2010, S. 8)



Noch nichts vor im Sommer? Gehen Sie auf Kultur-Erlebnisreise! Zum Beispiel:

Reise zur Geborgenheit des Lebens

Sie fahren morgens mit einem Mittelklassebus zu einer Glückskeksmanufaktur in Berlin. Hier helfen Sie Margot Käßmann, die kleinen Zettel aus dem Gebäck zu futtern, aus denen die Ex-Bischöfin dann im Laufe des Nachmittags vor Ihren Augen ein Buch macht, das Sie abends schon mitnehmen können.
Dieses Angebot richtet sich an alle Frauen, die ihre besten Jahre immer schon hinter sich hatten, aber jetzt das gute Gefühl suchen, dass doch alles einen Sinn hat. Als zusätzliches Geschenk gibt es für alle eine schöne Flasche Wein. Auch für Frau Käßmann.

Ralf Husmann, Kulturspiegel Juli 2011, Heft 7, S.6



In der Zeitung steht die Wahrheit!

Aus der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“: „Nach der kirchlichen Trauerfeier in Moers waren die frisch Vermählten in eine Pferdekutsche gestiegen, um so stilvoll zu ihrer Hochzeitsfeier nach Duisburg zu fahren.“

Hohlspiegel, Spiegel 37/2011


Zuletzt bearbeitet: 15.10.11 09:53 von Administrator


EinWort, EinName

Wir wissen nicht, wie lange der Arbeitskreis zur Namensfindung getagt hat. Aber es hat sich gelohnt. Das Evangelische Siedlungswerk hat einen neuen Namen. Es heißt jetzt »Evangelischer Bundesverband für Immobilienwesen in Wissenschaft und Praxis« (ESWiD). Das begrüßen wir außerordentlich. Denn bisher gab es, wie der Kenner der Szene weiß, zwei Evangelische Siedlungswerke, beide übrigens mit Sitz in Nürnberg, wofür sie nichts können. Das eine wurde 1952 als Verband der evangelischen Wohnungsunternehmer in Westdeutschland gegründet. Seinem Namen wurde nun der Garaus gemacht. Endlich. Die neue Bezeichnung »Evangelischer Bundesverband für Immobilienwesen in Wissenschaft und Praxis« ist viel schöner. Und leicht zu merken. Damit sind die ständigen Verwechslungen vorbei. Denn das andere Evangelische Siedlungswerk widmet sich nicht der grauen Theorie des bibelfesten Gebäudemanagements, sondern es baut. Wohnungen, die es dann an Menschen vermietet. Leider führt dieses eher praktische Denken dazu, dass das zweite Evangelische Siedlungswerk seinen Namen offenbar nicht ändern will. Wie langweilig. Eine verpasste Chance.

Gerade im evangelischen Wirkungskreis gibt es so schöne Namen. Wir vermuten, dass an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau für angehende Theologinnen und Theologen ein Seminar Pflicht ist: »Der innere und äußere Weg zu neuen Namen im Hier, Jetzt und Morgen«. Seine Absolventen haben uns zum Beispiel das Glück beschert, das alte Missionswerk zur »Mission EineWelt« werden zu sehen. Was für ein Schöpfungsakt. Mission. EineWelt. EinWort. EinName.

Unverzeihlich, dass sich die meisten Leute in NeuenDettelsAu hartnäckig weigern, diese fulminante Bezeichnung zu verwenden. Sie reden trotzig weiter schlicht vom »Missionswerk«. Der knackige Untertitel »Centrum für Partnerschaft, Entwicklung und Mission der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern« hat sich unverständlicherweise ebenfalls noch nicht überall durchgesetzt.

Leider ist auch der Begriff »Krankenhaus Neuendettelsau« noch zu hören. Dabei heißt es doch schon lange »DiaMed Centrum – Clinic Neuendettelsau«. Das geht so leicht von der Zunge wie die »Gesellschaft für Innere und Äußere Mission im Sinne der Lutherischen Kirche« am gleichen Ort. Oder das »Kompetenzzentrum Fundraising« zu Ansbach, das sich, wie jeder sofort erkennt, dem Glauben an mehr Geld widmet.

Seminarauftrag an die Augustana: Findet neue Namen für Kirche, Dorf, Gott. Als Gastreferenten empfehlen wir die Spezialisten, die in Triesdorf den Kuhstall zum »Milchgewinnungszentrum« machten. Trotzdem ein Glück, dass der Stall nicht in Neuendettelsau steht. Dort hieße er »Gesellschaft für das Innere und Äußere Melkwesen in Wissenschaft und Praxis«. Ersatzweise »Centrum EineMilch«.

Manfred Blendinger, Ressortleiter Fränkische Landeszeitung, Ansbach aus: FLZ vom 2.9.11, mit freundlicher Genehmigung des Verfassers (aus: Korrespondenzblatt Nr. 10/2011, S. 157)




und hier mein Bester:
Petrus und der Chef einigen sich darauf, künftig nur noch Fälle aufzunehmen, die eines besonders spektakulären Todes gestorben sind!
Es klopft an die Himmelstür, Petrus sagt: "Nur außergewöhnliche Fälle!"
Der Verstorbene: "Hör meine Geschichte: Ich dachte schon immer, meine Frau betrügt mich. Also komme ich überraschend drei Stunden früher von der Arbeit - renne wie wild die sieben Stockwerke zu meiner Wohnung rauf, reiße die Tür auf, suche wie ein Wahnsinniger die ganze Wohnung ab, und auf dem Balkon finde ich einen Kerl, und der hängt am Geländer. Also, ich einen Hammer geholt, dem Sack auf die Finger gehauen; der fällt runter, landet direkt auf einem Strauch und steht wieder auf ... die Sau. Ich zurück in die Küche, greif mir den Kühlschrank und schmeiße das Ding vom Balkon. Treffer! Nachdem die Sau nun platt ist, bekomme ich von dem ganzen Stress einen Herzinfarkt."
"OK", sagt Petrus. "Ist genehmigt, komm rein."
Kurz darauf klopft es wieder ...
"Nur außergewöhnliche Fälle", sagt Petrus.
"Kein Problem", sagt der Verstorbene: "Ich mache wie jeden morgen meinen Frühsport auf dem Balkon, stolpere über den beschissenen Hocker, falle über das Geländer und kann mich in wirklich letzter Sekunde ein Stockwerk tiefer am Geländer festhalten. 'Meine Güte,' denk ich, 'was für ein Glück, ich lebe noch!' Da kommt ein völlig durchgeknallter Idiot und haut mir mit dem Hammer auf die Finger, ich stürze ab, lande aber auf einem Strauch und denke, das gibt es ja nicht, zum zweiten Mal überlebt. Ich schau nach oben und plötzlich trifft mich dieser blöde Kühlschrank."
"OK", sagt Petrus. "Rein mit dir."
Und schon wieder klopft es an der Himmelstür:
"Nur außergewöhnliche Fälle", sagt Petrus.
"Kein Thema," meint der Verstorbene: "Also: Ich sitze nach einer echt scharfen Nummer völlig nackt im Kühlschrank..."




Gemeinde verteilt zehn Euro "Wagniskapital" nach dem Gottesdienst

Nürnberg (epd). Eine Kirchengemeinde gibt Geld her, um an Geld zu kommen: In Nürnberg-Worzeldorf können nach dem Sonntagsgottesdienst am 20. Juli die Besucher zehn Euro "Wagniskapital" erhalten, hat Pfarrerin Beate Kimmel-Uhlendorf am Mittwoch bekannt gegeben. 1.000 Euro für 100 Personen werde sie in der Tasche haben. Aus dem Geld sollen die Teilnehmer dann versuchen, etwas zu machen.

"Wir vertrauen den Leuten das Geld an", sagte die Pfarrerin dem epd, "wir kontrollieren das nicht". Es könnte sich jemand durchaus auch einer eine Flasche Rotwein kaufen. Lieber wäre es der Gemeinde aber, die Beschenkten würden kreativ das Kapital vermehren. "Es gibt da schon jede Menge Ideen", erzählt die Seelsorgerin. Eine Frau in der Gemeinde will mit dem Geld Wolle kaufen und Kirchenmäuse aus Filz herstellen, eine andere backt Hundekekse und verkauft sie.

Die Gemeinde braucht für die Sanierung der Osterkirche und den Neubau des Gemeindezentrums 512.000 Euro. Soviel muss sie selbst zu dem zwei Millionen Euro teuren Vorhaben beisteuern. Am 11. Januar 2015 wird die Aktion enden und die Worzeldorfer werden sehen, wieviel Kapital sie von den 100 Personen zurückerhalten, erklärt die Pfarrerin.

Die Idee der Nürnberger Gemeinde beruht auf dem biblischen Gleichnis von den Talenten. Darin vertraut ein Herr seinen Dienern Vermögen an, während er auf Reisen ist. Die Diener gehen mit dem Geld unterschiedlich um, einer vermehrt es stark, während es ein anderer nur vergräbt. (01/2093/03.07.2014)

Das kommt davon, wenn man bei der Deutschen Bank Theologie oder Publizistik studiert hat. Aber im Ernst: Im Gleichnis von den Talenten (Matt. 25/14ff.) geht es um den Schatz des Evangeliums und nicht um Geld.



Der Erzbischof von Köln hätte auch ganz anders heißen können. Leider wurde die im ökumenischen Geist abgegebene Bewerbung nicht berücksichtigt.



Hier gibt's die Bewerbung als PDF: http://www.hospitalkirche-hof.de/downloadforum/Bewerbung.pdf



Inspirierende Innovationen in Kirchlinden

Dieser völlig ernst gemeinte Artikel von Pfafo erschien zufälliger Weise zur Fastnacht, was zu einer völlig abwegigen Einschätzung der geschilderten Sachverhalte führen könnte.

Kirchlinden machte bereits in der Vergangenheit durch die Umsetzung zukunftsweisender und innovativer Ideen auf sich aufmerksam. Ein mutiges Presbyterium zeichnete sich dadurch aus, dass es gemeinsam mit den beiden Pfarrern Detlev Mausbart und Hartmut Hastemich ohne Zögern Reformimpulse aufgriff und segensreich umsetzte. Angeleitet vom EKD-Impulspapier „Kirche der Freiheit“ (KdF) und zwingend notwendigen Umbauprozessen wie der Einführung des „Neuen kirchlichen Finanzwesens“ (NKF) wurde in Kirchlinden eine erstaunliche Kreativität freigesetzt. Mit Leidenschaft entwickelte man die Blaupause einer wahrhaft zukunftsfähigen Kirche, bei der der effiziente Einsatz finanzieller Ressourcen, unorthodoxe Methoden des Fundraising sowie die Implementierung nachhaltiger medialer Aufmerksamkeit im Dienste der Kommunikation des Evangeliums kennzeichnend sind.

„Kirche mit leichtem Gepäck“ vor Ort

Dass die Finanzkraft der Kirche dauerhaft und unabweisbar zurückgeht und sich periodisch immer wieder halbiert fließt seit langem in die strategischen Überlegungen der kirchlindener Verantwortlichen mit ein. So bekam auch das Leitmotiv eine „Kirche mit leichtem Gepäck“ in Kirchlinden eine zielführende und durchaus verheißungsvolle Perspektive. So steht in Kirchlinden eine das Ortsbild prägende spätbarocke Kirche. Nach der ersten halbfertigen NKF-Eröffnungsbilanz war allerdings dem Presbyterium ganz schnell klar, dass die Kirche dauerhaft nicht zu finanzieren ist.

Nach intensiven Verhandlungen wurde das Gebäude an ein Konsortium bestehend aus dem örtlichen Lions-Club, dem Heimatverein, den Rosenkreuzern und einer finanzkräftigen Gruppe von Ufologen übergeben. Das neue Nutzungskonzept kann sich sehen lassen: in der Krypta wurde z.B. eine vom Heimatverein betriebene Kegelbahn angelegt, im Altarraum entsteht ein Gastronomiebetrieb, der den gehobenen Ansprüchen der Mitglieder des Lions-Clubs Rechnung trägt und die Ufologen richten im Glockenturm eine Sternwarte ein.

Lesen Sie mehr unter: http://www.zwischenrufe-diskussion.de/pages/satire/nkf---helau-und-alaaf.php


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