Evangelisch in Hof, Diskussionsforum


Schreiben Sie Ihre Meinung in unserem Diskussionsforum! Bitte halten Sie sich an die Netiquette.

Sie müssen sich registrieren, damit Sie Beiträge schreiben und nicht nur mitlesen können. Ihre eigenen Beiträge können Sie jederzeit editieren. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich an den Webmaster! Die Kontaktdaten und die Regeln (Netiquette) für die Nutzung dieses Forums finden Sie im Impressum.

Hospitalkirche Hof

Impressum

Seiten: Anfang ... 3 4 5 Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Darf in und über die Kirche auch mal gelacht werde


Katholische Kirche verbietet Gebrauch von Antivirenprogrammen

Montag, 25. Juli 2011

Rom (dpo) - Benedikt XVI. hat die Verwendung von Antivirenprogrammen als unzulässigen Eingriff in die Schöpfung kritisiert. In einer päpstlichen Enzyklika fordert er alle gläubigen Katholiken dazu auf, Firewall, Antivir, Panda Security & Co. von ihren Rechnern zu verbannen.

Sinnvoller Schutz oder Sünde?

In dem Rundschreiben erklärt das Oberhaupt der katholischen Kirche: "Antivirenprogramme führen dazu, dass Computernutzer Datentransfers und das Surfen im Internet nicht mehr als göttliches Geschenk erfahren, sondern als selbstverständlich hinnehmen. So verkommt dieser heilige Akt zu einem belanglosen Freizeitvergnügen."

Besonders schwer wiege zudem, dass – im Gegensatz zum ungeschützten Datenverkehr – der Einsatz eines Antivirenprogrammes auf künstliche Weise verhindern würde, dass sich Trojaner auf dem Rechner eines Users einnisten. Die Verwendung eines Virenschutzes ist daher nach Ansicht der katholischen Kirche genauso verachtenswert wie eine nachträgliche Entfernung solcher Schadprogramme.

Benedikt XVI. weiter: "Wer Angst vor Malware hat, hat immer noch die Möglichkeit, enthaltsam zu leben und ganz auf Internet und Datentransfer zu verzichten." Allenfalls für begründete Einzelfälle sei der Gebrauch von Antivirenprogrammen zu erwägen – etwa wenn ein am Austausch von Daten beteiligter Rechner bereits von einem Virus infiziert ist oder einem homosexuellen Prostituierten gehört.

Weitere Informationen waren von der katholischen Kirche leider nicht mehr zu erhalten, da das gesamte IT-System des Vatikans offensichtlich Opfer einer Hackerattacke wurde.

Gefunden im Postillion. Wer im Bereich Religion stöbert wird fündig und (meistens) heiter: http://www.der-postillon.com/search/label/Religion



Zuletzt bearbeitet: 18.09.11 08:44 von Administrator


Mitglieder werben!

Kugelgrill, Armbanduhr, Bobby Car? Kirche empfehlen und Wunschprämie sichern. Was spricht eigentlich dagegen, neue Mitglieder zu gewinnen und dafür eine Prämie auszusetzen? Statt Streichungen und Kürzungen auf Expansionskurs gehen! Unmöglich, denken Sie? Wir sind Kirche Jesu Christi und leben aus dem Glauben, sagen Sie? Wir sind doch nicht beim ADAC, entrüsten Sie sich?

Aber warum nicht von dem Automobilclub lernen? Schließlich hat der mit seinen ‚gelben Engeln' auch erst einmal eine Anleihe im Religiösen aufgenommen. Und ist damit ziemlich erfolgreich! Auch ich zahle meinen Mitgliedsbeitrag beim Club. Nicht weil ich in allem der unbedingten und umweltschädigenden Mobilität huldige, und auch nicht weil ich überzeugter Automobilist bin. Sondern ich will die Serviceangebote des Clubs nutzen.
So verschieden sind Club und Kirche gar nicht. Beide stellen ihren Mitgliedern viele Angebote zur Verfügung. Beide sind dazu auf Mitgliedsbeiträge angewiesen. Beide sind zur Stelle, wenn's mal nicht richtig läuft. Beide beanspruchen öffentliches Interesse für ihre Anliegen. Beide wollen eine Solidargemeinschaft bilden.
Deshalb kann ich mir Kirche auch so vorstellen: Wir werben Mitglieder. Ja,es gibt sogar Prämien für ein neues zahlendes Mitglied. Sie müssen nicht alle unsere Anschauungen teilen. Aber wir überzeugen sie mit unseren Leistungen. (...) So startet eine dauerhafte Kampagne zur Gewinnung neuer, zahlender Mitglieder. Ausgetretene und Ungetaufte gibt es genug.

Nun höre ich den Aufschrei: „Das ist der Ausverkauf von Kirche!". Vielleicht haben Sie dann andere Ideen, wie wir dem Schwund unserer Gemeinde entgegenwirken können. Durch Todesfälle und Wegzüge sank die Zahl unserer Gemeindeglieder von 5.751 im Jahr 2011 auf heute 5.195. Das bedeutet weniger Einnahmen. Dafür steigen die Kosten für Personal, Gebäude, Energie und Verwaltung. Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Kirche ist immer Kirche im Aufbruch – es bleibt spannend und aufregend, Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Helmut Schneider-Leßmann
Quelle: http://www.kirche-lechenich.de/index.php/mitglieder-werben

PS: ... und der CEO (früher: Gott der Allmächtige) dieses tollen Serviceunternehmens (früher: Die Gemeinschaft der Heiligen) legt noch eine Eintrittskarte zum himmlischen Abendmahl (all you can eat, früher: Die Ewigkeit) drauf! Ein klarer Fall von Realsatire. Freuen wir uns, dass es in unserer Kirche immer lustiger zugeht und danken wir allen, die uns dabei so tatkräftig und kreativ geholfen haben.



Zuletzt bearbeitet: 27.03.14 09:03 von Administrator


Aus: Zwischen digitaler Revolution und administrativer Wende. Der Protestantismus der Jahre 2017 bis 2045: Auszug aus dem Handbuch der Neueren und Neuesten Kirchengeschichte, Band II: Der Protestantismus im 21. Jahrhundert – von Holger Pyka

Stefan Große-Gschaftlhubers Stegreifrede und die administrative Wende

Ein Meilenstein in der weiteren Entwicklung des landeskirchlich verfassten Protestantismus war die Einrichtung des Evangelischen Zentralinstituts für theologische Verwaltungsfragen, mit dessen Leitung Oberkirchenrat Stefan Große-Gschaftlhuber betraut wurde. Große-Gschaftlhuber selbst hatte die Gründung angeregt: In seiner Stegreifrede auf dem Stuttgarter Kirchentag, deren Eingangsfeststellung „Wir können als Menschen Verwaltung nicht verstehen, wir dürfen als Theologen mit Verwaltung leben“ in die Geschichtsbücher eingegangen ist, erläuterte Große-Gschaftlhuber anhand u.a. der Tora-Übergabegeschichten des Alten Testaments und des Augustinischen Volkszensus im Prolog der Weihnachtsgeschichte Lk 2, in welchem Maße die Heilsgeschichte seit jeher von höchstinstanzlichen Verwaltungsentscheidungen abhängig gewesen sei. Zahlreiche neutestamentliche Figuren, wie der Apostel Paulus, die sprichwörtlichen Zöllner oder der äthiopische Hofbeamte galten Große-Gschaftlhuber als exemplarische Vertreter des antiken Beamtentums, die selbstverständliche Gesprächs- und Kooperationspartner, ja bedeutende Trägerkreise des Urchristentums darstellten. In den Verwaltungsentscheidungen und –strukturen der Kirche sah Große-Gschaftlhuber demnach nicht nur die Verwirklichung der neutestamentlichen Forderung nach „guter Haushalterschaft“, sondern auch, unter Rekurs auf den priesterschriftlichen Schöpfungsbericht und 1 Kor 14,33 („Gott ist kein Gott der Unordnung“), das auch in der Confessio Augustana aufgenommen wird, eine imitatio des ordnenden Schöpfungshandelns Gottes, mithin ein Instrument der creatio continua. Die Aussage, dass den Texten und Strukturen kirchlicher Verwaltung damit neben der Bibel Offenbarungscharakter zukäme, findet sich expressis verbis in Große-Gschaftlhubers Stegreifrede noch nicht, wird jedoch, u.a. in seiner Forderung nach einer „kultürlichen“, „bürokratischen“ oder „administrativen Theologie“, hier schon vorweggenommen und in der EKD-Denkschrift „Die gute Haushalterschaft – Das Verhältnis von Theologie und Verwaltung“ von 2019 entfaltet.

Lesen Sie den gesamten Text unter: http://kirchenbunt.de/zwischen-digitaler-revolution-und-administrativer-wende/ (Achtung Satire!)




Bitte beachten Sie: Wenn Sie in der Übersicht auf "Neues Thema" klicken, eröffnen Sie eine neue Gesprächsrunde. Um in einer Gesprächsrunde auf einen Beitrag zu antworten, rufen Sie das Thema auf und klicken Sie dort in der ersten Zeile eines Beitrags auf "Antworten". Über den Link "Empfehlen" können Sie Beiträge in Ihr soziales Netzwerk posten. Alle Beiträge stellen die Meinung des Verfassers dar. Mehr zu den Regeln des Forums finden Sie im Impressum.