Fingers elektrische Welt
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Thema: Sonnenkollektor für Bastler


Nachdem der Faden "Eure aktuellen Funde" schon zur Diskussion genutzt wurde, hier noch mal fix einen eigenen aufgemacht.

Trotz meinen guten Erfahrungen mit den Luftkollektoren habe ich leider - durch die Verschattung im Sommer - immer noch kein Warmwasser.

Also ist mein Plan:
Sterne:
2 Stück für 4,50€ in der EBucht


Ich bin schon gespannt wieviel die ca. 3m² an solarem Warmwasser bringen werden, wenn ich die mit Solarlack und transparenter, isolierter Kiste verheiratet habe.


Bastl_r:

Au ja mach doch ne kleine Baudoku dazu und stell sie je nach Fortschritt hier ein(halt vielleicht nen extra Thread aufmachen)!
Mir schwebt nämlich auch so was im Schädel rum. Nur komm ich nicht in die Pötte ohne sinnvolle Anregungen.
Einen Speicher hab ich schon und die Leitungen vom Keller aufs Dach sind im Haus auch vorbereitet...

bastl_r


Na da haben wir ja die gleiche Ausgangsposition und ich werde weiter berichten.
Für mich gibt es zu dem Thema eigentlich nur 3 Ansätze:
1. Richtig Basteln und Frickeln - hier ist "Einfälle statt Abfälle: Sonnenwärme" die richtige Vorlage.
2. Fertige, selektive Absorberstreifen kaufen und Kollektor damit selbstbauen. In dem Buch "So baue ich meine Solaranlage, Ausgabe von 1990" ist das super beschrieben. Allerdings unterstützt Wagner & Co diesen Ansatz meines Wissens nach nicht mehr, so das die neueren Ausgaben vermutlich für Bastler weniger spannend sind. So haben mein Vater und mein Schwager ihre Solaranlage gebaut. Die Anlagen sind simpel und sehr effektiv und laufen seit 20 Jahren problemlos. Jedenfalls liegt die Einschaltdauer des Zusatzheizstabes - natürlich nur von Hand zuschaltbar - bei einigen Wochen pro Jahr. Genau diesen Ansatz große Absorberfläche, steil aufstellen (ca. 60°) und simple Differenztemperatursteuerung hätte ich auch verfolgt - leider habe ich bisher noch keine gute, bezahlbare Quelle für die Absorberstreifen aufgetan.
3. Fertige Komponenten kaufen und selber zusammenstricken.

elmo:
@ Sterne und bastl_r

genau so habe ich auch angefangen . jedoch ist der Wirkungsgrat bescheiden.
Wenn Ihr ernsthaft viel warmes Wasser machen wollt ,hm das ist kein Bastelprojekt , aber nehmt fertige Hochvakuumröhren . Die machen auch noch bei bedecktem Himmel so an die 80 Grad im low Flow .
Interessant ist die Technologie die da hinter steckt. Das sind nämlich Heatpipes .
Knifflig wird da wieder die Steuerung. Kollektoren müssen überwacht werden , da sonst bei Anlagenstillstand eine Überhitzung bis 190 Grad mit entsprechenden Drücken entstehen .
Ich verwende die Steuerung UVR1611 von TA , die ist grafisch zu programmieren und steuert alles ;-))
Z.Z. werden die Röhren mit 120€ pro angefangene qm von der BAFA gefördert . In der Bucht kann man den qm für 130 -140 € erhalten . Das Geld gibt es nach Fertigstellung innerhalb 2-3 Wochen zurück . Eine Selbsterklärung ist ausreichend.

Weiteres die www.BAFA.de

BTW: heute war ein guter Solartag.6,5h 76 Grad Warmes Wasser n den Puffer . Hab leider noch nicht den Volumenstromzähler dran ,daher keine KW Angaben

mfg Elmar


Doch hört sich erstmal gut an ... aber
- ich halte nichts davon mein Geld, auch wenn es durch staatliche Subventitionen getarnt wird, direkt nach China zu schicken. Meine Anlage wird sich auch nach kurzer Zeit rechnen und das ist mir wichtiger.
- unabhängig vom größeren Platzbedarf und der ungeklärten Langzeitstabilität sind die hohen Temperaturen für mich ein klarer Nachteil. Meine Kollektoren sollen auch in 20 Jahren sicher noch mein Warmwasser machen - auch wenn im Sommerurlaub mal eine Sicherung geflogen ist.

Im Gegenteil ich werde die Methode Heaterman verfolgen - der hoffentlich hier noch ein paar Detaills seiner Anlage einstellt - und solange Löcher in die Kiste machen bis sie im Sommer sicher nicht mehr kochen kann. Die Dichtung mit "Spiritusfensterhebern" hat großes Frickelpotential auf das ich mich schon freue.

Gruß
Sterne



Moin,

das Problem mit dem Kochen im Hochsommer muß bei cleverer Konstruktion nicht unbedingt eins sein.
Ansatz könnte dabei auch sein, daß die beim Kochen entstehende Dampfblase das Wasser aus dem Kollektor herausdrückt (in ein Ausgleichsgefäß) und dieses nach Abkühlung automatisch zurück kehrt.
Die Lösung sollte auch basteltechnisch realisierbar sein.

Spannende wäre die Frage, wie sich ein Frostschutz realisieren ließe, ohne daß besonders teure Trägermedien zum Einsatz kommen müssen?

Grüße

TDI



ICh hab mal vor kurzem über was nachgedacht..

Man könnte 58W Leuchtstoffröhren weiterverwursten..

15mm Cu-Rohr leicht plattieren und Schwarz färben

Die LS-Röhre Leeren
Dann entweder (Je nach Fähigkeiten) 1/2 mit Silbernitratlösung füllen und ausfällen - damit ein Hohlspiegel entsteht - oder aussen Alufolie aufbringen

CU-Rohr rein und mit 2K Silikon Abdichten. Vakuum..

Einfach nur mal so in den Raum geworfen und laut gedacht.
Hagelfest is das Ganze natürlich nicht und Quecksilber is au drin.....




Hallo,

ich grüble auch schon längere Zeit darüber nach wie man sich einen einfachen und doch wirkungsvollen Solarkollektor bauen kann.

Mein Gedanke war der das ich mir mattschwarz eloxiertes Alublech besorge und an dieses unten im Abstand von sagen wir einem Zentimeter eine zweite Aluplatte schweiße. Durch diesen Hohlraum pumpe ich dann das Wärmeträgermedium in der Hoffnung das es warm wird. Das ganze kähme natürlich in ein isoliertes Kastl um den Wirkungsgrad zu erhöhen.

Bisher scheiterete alles daran das ich Aluminium nicht schweißen konnte und daran das irgendwo die Zeit fehlte.

Spannende wäre die Frage, wie sich ein Frostschutz realisieren ließe, ohne daß besonders teure Trägermedien zum Einsatz kommen müssen?

Ich würde auf ein sehr dünnflüssiges Hydrauliköl bzw. Transformatorenöl zurückgreifen.
Bei einem Freund von mir betreiben wir den Motorkühlkreislauf seines BHKW's mit Hydrauliköl. Bisher absolut problemlos.

Grüße
Josef



Wenn man bedenkt was Alu kostet, kannst dir auch nen Billigsdorfer Platten-Heizkörper aus dem Ebä holen und schwarz einfärben.
Der is dann wenigstens druckfest und icht..

Gibts auch oft gebraucht zu erstehen wenn wo renoviert wird...





... also Alu ist wirklich keine gute Idee in Wasserkreisläufen, das gibt das nur Ärger mit anderen Materialien. Wenn schon selberbauen dann so mit dem Hammer in der Hand
Diese Solareigenbauten sind immer lesen-/sehenswert.



Ich habe mal einen Flachkollektor nach einfälle und abfälle gebaut, bei sonnenschein habe ich dran verbrannt, im schatten war er eisig kalt...



Sterne:
Wenn schon selberbauen dann so mit dem Hammer in der Hand

Rohrnetz vom Kollektor weichlöten, geile Idee.



Hab mal ne Solaranlage mit nem Kumpel gebaut.
ca 4m² alte Plattenheizkörper mit Solarlack gestrichen,
in gedämmte Alukisten von ner alten Außenwerbung eingebaut
oben drauf alte Isolierglasscheiben in Rahmen aus Aluschrott
eingebaut
150l Speicher, Stahlrohre, Überdruckventil, Ausdehnungsgefäß
und Pumpe aus Heizungsschrott
Anlage läuft einwandfrei, im Hochsommer Speicher fast bis auf 100°C, an sonnigen Wintertagen reicht es auch noch zum Duschen
Riesenvorteil: Die einzigen Kosten für Silikon, Solarlack und Kleinkram hat man schnell wieder rein
Von den Heizungspumpen sind aber schon zwei gestorben
keine Ahnung warum, eine vielleicht Leckwasser in der Wicklung
sonst zu hohe Temperaturen?
Und man darf die Sache nicht unterschätzen
einmal war die Anlage im Sommer ohne Füllung, weil wir was an der Verrohrung machen mussten, bei 2 alten Fensterscheiben
sind die inneren Scheiben gesprungen, ham wir aber nicht ersetzt, Anlage läuft auch so gut.(:



Moin,
wieviel Frost halten die Flachzeizkörper aus?
Wenn bis -15 C dann ist es egal.. Oder von der PhotoTalk Anlage
den Überschuß über Shunt (Tauchsieder und Pumpe (Beipass))
laufen lassen.
Sollte klappen...Oder?

Dirk



Normalerweise bei ner Sinnvollen Anlage läßt man ja nicht das Trinkwasser zirkulieren sondern ein Trägermedium das die Hitze im Boiler über nen Wärmetauscher abgibt.
Somit kann man da Frostschutz beimengen. Was auch den Vorteil hat, da sind Korrosionsschutzmittel drin.

Ansonst muß zum Frostschutz immer warmes Wasser aus dem Speicher draussen zirkulieren in den Kollektoren, was Kontraproduktiv ist. Oder es muß abgelassen werden

Aushalten tun die Frost GAR NICHT.

Desselbe Problem habe ich bei meiner Luft-Wärmepumpe die im Freien steht.
Da zieh ich auch das Wasser aus den Heizungskreis durch. Deswegen muß die Umwälzpumpe auf kleinster Stufe laufen, auch wenn ich bei Temps unter -7C mit Öl heize.

Aber da is alles Super Isoliert und keine "IR-Strahler" in m² größe...

Warum man das tut? - So muß die WP um 2-4°C weniger für dieselbe Heiztemp erzeugen. Das rechnet sich.



schrottsammler:
Hab mal ne Solaranlage mit nem Kumpel gebaut.
ca 4m² alte Plattenheizkörper mit Solarlack gestrichen,
in gedämmte Alukisten von ner alten Außenwerbung eingebaut
oben drauf alte Isolierglasscheiben in Rahmen aus Aluschrott
eingebaut
150l Speicher, Stahlrohre, Überdruckventil, Ausdehnungsgefäß
und Pumpe aus Heizungsschrott
Anlage läuft einwandfrei, im Hochsommer Speicher fast bis auf 100°C, an sonnigen Wintertagen reicht es auch noch zum Duschen
Riesenvorteil: Die einzigen Kosten für Silikon, Solarlack und Kleinkram hat man schnell wieder rein
Von den Heizungspumpen sind aber schon zwei gestorben
keine Ahnung warum, eine vielleicht Leckwasser in der Wicklung
sonst zu hohe Temperaturen?
Und man darf die Sache nicht unterschätzen
einmal war die Anlage im Sommer ohne Füllung, weil wir was an der Verrohrung machen mussten, bei 2 alten Fensterscheiben
sind die inneren Scheiben gesprungen, ham wir aber nicht ersetzt, Anlage läuft auch so gut.(:


Na das hört sich doch genau nach meiner Anlage an allerdings habe ich nur gute 3 m². Und bei der Abdeckung schwanke ich allerdings noch ein wenig zwischen Einfachglas und Doppelstegplatten, die aber leider nur bis ca. 110°C halten.

In welchem Winkel/Ausrichtung habt ihr die Kollektoren aufgestellt?



@Sterne:

Meiner steht jetzt auf ca. 60 Grad, im Sommer auf ca. 45 Grad. Ich hab mein Gestell verstellbar gebaut.

Doppelstegplatte: das wird wohl zu heiß werden im Sommer. Ich hatte ja jetzt im Oktober bei 20 Grad schon die Belüftungsöffnungen vor Angst aufgemacht, weil da mittags plötzlich 80 Grad in der Kiste waren. Mit heißem Sommer hab ich noch keine Erfahrungen, ich hab das Ding ja erst in diesem Sommer gebaut.
Ich hab 6-mm-VSG drin, hab da noch keine Erfahrungen wegen Hagelsicherheit, aber der Glaser meinte, die hält das aus, allenfalls würde ein Sprung drin sein wie bei einer Autoscheibe. Hatte schon mal nachgedacht, sicherheitshalber groben Karnickeldraht mit Abstand davor zu bauen.
Wie sind da andere Erfahrungen mit Glasabdeckungen?


Zuletzt bearbeitet: 11.11.11 14:20 von heaterman


... also mein Vater hat 60° und mein Schwager 45° Kollektorwinkel. Beide haben stinknormales Gewächshausglas (ca. 3..4 mm) genommen. Klassisch eingekittet und seit 20 Jahren kein einziger Schaden. Hagel scheint in Norddeutschland bei dem Winkel kein Problem zu sein.
Nach deinen Temperaturerfahrungen ist dann wohl auch bei mir Einfachglas erste Wahl. Wieviel m² zieren eigentlich dein Garagendach?
Verstellbarer Winkel wird bei mir zäh. Ich musste jedenfalls bei der Dach-/Ortsbegehung zweimal tief Luftholen
Wobei Spiritus-Selbstbau-Gewächshausfensterheber wären eigentlich die optimale Ergänzung für jeden Kollektor



Bis jetzt sind es gerade 1,5 qm, hab ja testweise erst mal einen Heizkörper verbaut, zum Schluss werden es dann 3 qm sein. Bin sowieso mal auf den nächsten Sommer gespannt, der Heizkörper ist so ein doppelter mit Stegen zwischen, daher allerhand Volumen und auch ein wenig interne Ausgleichmöglichkeit. Wenn ich mich auf die gerade 9000 km Entfernung recht erinnere, geht der Vorlauf erst durch die vordere und der Rücklauf durch die hintere Platte.

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