Fingers elektrische Welt
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Thema: Sonnenkollektor für Bastler


Morgen . Optimal ist wenn du einen großen Speicher hast und nur das Heizungswasser aufwärmst. Bei hohem Solareintrag reicht es für die Erwärmung des Brauichwassers , im Winter zur Heizungsunterstützung durch z.B. Rücklaufanhebung . Ich hab so ein komerzielles Teil im Keller mit 950l Inhalt. Angeschlossen sind 22kW Ölbrennwertgerät ( integriert ) , 14m² Solarflachkollektor und ein Kaminofen mit Wasertasche. Solarer Eintrag im Schnitt 8200kWh/Jahr.

Solvis Schema

Grüße Steffen

Wenns im Sommer zu viel wird geht die Zirkulation in den Dauerbetrieb und zusätzlich ein Heizkörper in der Garage !

Frickelpotential gibts an der Steuerung. Mann kann alle Daten auslesen und am PC grafisch darstellen.



Kleine Anmerkung zu diesen automatischen Luftabscheidern (Entlüftungsventile): Ich würde die so einbauen, dass du sie tauschen kannst, ohne die ganze Heizung zu belüften (manuelles Ventil davorsetzen). Denn die Dinger gehen oft schnell kaputt und fangen an zu tropfen. Bei mir musste ich das doofe Ding alle 2 Jahre auswechseln...



Jaa, ein schöner Schichtspeicher. Wenn der Kessel mal ersetzt wird handeln wir sowas evtl. beim neuen Gerät mit ein. Aber derzeit gibt unser einfacher Puffer mit zwei Tauschwendeln das nicht her.

Ich möchte den Heizkessel als quasi-Durchlauferhitzer hinter dem Puffer schalten, und ihm damit die gesamte Steuerung aufgeben. Das ist ein wenig Quick'n'Dirty, aber die Nachteile werden meiner Meinung nach durch Einfachheit und Kostengünstigkeit wett gemacht.



radixdelta:
Jaa, ein schöner Schichtspeicher. Wenn der Kessel mal ersetzt wird handeln wir sowas evtl. beim neuen Gerät mit ein. Aber derzeit gibt unser einfacher Puffer mit zwei Tauschwendeln das nicht her.

Ich möchte den Heizkessel als quasi-Durchlauferhitzer hinter dem Puffer schalten, und ihm damit die gesamte Steuerung aufgeben. Das ist ein wenig Quick'n'Dirty, aber die Nachteile werden meiner Meinung nach durch Einfachheit und Kostengünstigkeit wett gemacht.


Edit: Übrigens, denkt nicht nur an den Sommer. Unsere Solaranlage ist im Winter geplatzt, bei weit über 140°C. Wir vermuteten das die Fühler in den Kollektoren in einer Luftblase hingen und der Entlüfter defekt oder eingefroren war. Und so weder Frostschutz noch normale Steuerung ansprachen und damit der Berstdruck erreicht wurde. Genau lies sich das alles aber nicht erklären. Seit dem fehlt ein Modul in der Anlage.



So, ich hab mal meine bestehende Anlage aus dem Kopf aufgemalt. Rechts in der grauen Umrahmung ist die Heizung (Bildteil copyright Vaillant), links die Solarerweiterung, wie sie jetzt läuft. Hatte auch gerade eine Mail vom Hersteller der Heizung, dass der Schichtspeicher dafür hervorragend geeignet sei. Die sollten nämlich mal nach einer Möglichkeit sehen, einen kleinen, wandhängenden Pufferspeicher aufzutreiben. Hat sich ja nun erledigt, hatten sie sowieso nicht, und die Empfehlung lautet: vorhandenen Schichtenspeicher nutzen.

So muss ich tatsächlich nur noch die Ladepumpe im Sommer auf extern umschalten und kann dann die Heizung an sich komplett abschalten.
Mal sehen im Sommer, ob die Speichermenge ausreicht, um früh zu duschen, oder ob man vor dem Aufstehen einmal kurz mit Gas aufheizen muss.
Derzeit läuft ja beides ständig parallel, ob sich das Zuschalten der Solaranlage signifikant im Gasverbrauch ausgewirkt hat, kann man noch nicht sagen. Erstens läuft das noch nicht so lange, und zweitens fehlt der Vergleich. Ich muss auch unbedingt wieder den Gas-Ablesesensor an der Gasuhr anbringen, um am PC Werte zu haben.

@radixdelta:
Das ist ja ein Ding, dass sich das im Winter so stark aufheizen kann. Da hilft ja dann auch kein Ausdehnungsgefäß und kein Regler.
Ich hab den Sensor da oben außen am Rohr befestigt. Bei gekauften Kollektoren ist das ja anders, klar. Bei mir funkt ein Funk-Temperatursensor die Temperatur auf den Hausserver, der schreit Alarm, wenn es über 110 Grad geht (bisher noch nicht passiert). Bin ja wirklich auf den nächsten Sommer gespannt...



Zum Thema Entlüftungsventile ist das hier lesenswert. Automatikenlüfter sollen demnach nur mit Absperrhahn verbaut werden, da sie durch kleine Schmutzpartikel undicht werden. Früher wurde so oder so empfohlen nach 4-6 Wochen Einfahrzeit das Ding im Solarkreislauf dicht zu schrauben.

Zum Thema kaputte Umlauf-/Heizungspumpe fällt mir eigentlich nur ein , dass in der richtigen Lage, am besten im Rücklauf und mit 2 Pumpenschiebern verbaut sein sollte. Temperaturempfindlich dürften die Dinger von Hause aus nicht sein. Allerdings sollte man sie auch nicht wärmedämmen.

Ein Sicherheitsventil ist eine absolutes Pflichtteil am Kollektor und darf nicht absperrbar sein. Normalerweise sollte es so sicher verhindern, dass Teile bei Übertemperatur beschädigt werden oder gar durch die Gegend fliegen.

@ heaterman ich würde sagen, da hast du doch fast alles für eine schöne Solaranlage zusammen. Allerdings darf die Sonne bisher ja nur die Verluste der Zirkulationsleitung ausgleichen bzw. den oberen Speicherbereich aufwärmen. Bei großen Solarspeichern macht man es eigentlich umgekehrt. Die Heizung darf nur oben heizen und solar geht unten rein. Da ich mal vermute, dass du einen kleineren Speicher hast, wird es mit der Strategie aber eng, wenn die Sonne nicht scheint und man mal mehr Warmwasser braucht. Deshalb ist der Plan mit dem 3-Wege-Ventil wohl besser.
Der Königsweg ist es meiner Meinung nach, aber wenn man es schafft, die Heizung ala Hightech als Durchlauferhitzer zu betreiben. Dann heizt die Heizung nur noch das nach, was die Sonne nicht schafft. Allerdings brauchen dann Heizung und Wärmetauscher auch gute 20 kW.



Moin Sterne,

bezüglich der Solarbeheizung bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob das so Ok ist. Allerdings: der Schichtenspeicher in der Heizung hat gerade 100 l, die sind Ratz-Fatz warm. Die Leistung beträgt 19 kW, und der Solar-Wärmetauscher ist restlos oversized mit bis zu 90 kW Leistung. Ich werde das wohl automatisieren, dass auch im Sommer bei Bedarf die Gasheizung kurz zugeschaltet wird.

Sicherheitsventil - hab ich bis jetzt ignoriert )hab bisher nur einen Entlüfter dran (interessanter Artikel, der Entlüfter kommt schnellstens wieder raus), ich habe nun erst mal nur einen Micro-Luftblasenabscheider vorgesehen wie neulich schon diskutiert, aber man kann ja da oben auch noch ein Sicherheitsventil einschleifen. Leider gibts die Dinger nur mit 1/2 Zoll-Eingang - wieder ein Reduzierstück einbauen...

Mir ist da noch was eingefallen: da ich nicht vernünftig Rohre löten kann (ist mir bisher nur mit den dünnen Rohren der Klimaanlage gelungen), hab ich den Wärmetauscher über dieses Steckfittingsystem angeschlossen. Ist ja alles dicht, hat sich bei Wasser bei mir ja schon jahrelang bewährt. Aber mir kommen langsam Zweifel, ob ich mir da nicht eine Zeitbombe eingebaut habe bezüglich Druck- und Temperaturfestigkeit so einer Konstruktion.




... also das sieht doch stark nach einer Ortsbegehung aus ... wenn du zurück bist.

Diese Baumarkt-Stecksysteme sind vermutlich nicht besonders temperaturstabil und daher für den Solarkreislauf wirklich eine "Notlösung"



Sowas?



Die ausm Baumarkt für max. 10 Bar hats bei mir erst bei 46 zerrissen, genauer gesagt haben die sich vom Rohr getrennt. Bombenfest, wenn manns vernünftig macht. Empfehlenswert!



@Einstein:

Nö, das sind solche Kupfer-Steckfittings von Kirchhoff - und, wenn ich diese Super-Anleitung zum Aufbau von Solarthermieanlagen lese (hab ich eben erst entdeckt), dann weiß ich, die müssen wieder raus, und ich muss schrauben.

@Sterne

Ja, müssen wir machen, zweite Meinung ist immer gut. Lad Dir doch auch mal diese Doku vom Kupferinstitut runter - ist die beste Doku, die ich bis jetzt gesehen habe. Ich hab da noch schon beim bloßen Überfliegen ein paar Sachen entdeckt, die bei mir noch fehlen...



Also an unserer Holzbrenner Zentralheizung mit zwei 500l Akkumulatortanks (plus noch einen 120l Hochdruckvorratsbehälter) ist auch ein Sicherheitsventil verbaut. Das ganze System versorgt Heizkörper und dient der Warmwassererzeugung.
Der Kessel ist im Stückholzbetrieb prinzipbedingt nicht gut regelbar.
Da ist so ein Sicherheitsventil absolute Pflicht und wenn man richtig hoch heizt, dann löst das auch schonmal aus, dann geht einiges an heißem Wasser am Druckausgleichsbehälter vorbei in den Ausguss.
Das Ventil ist direkt in der Stichleitung zum Druckausgleich verbaut. Ein Manometer ist auch mit dran.

Vielleicht hilft das auch weiter:
Die Regelung wo das Wasser hin zirkuliert übernimmt ein externes Gerät namens Laddomat.
Siehe hier: http://www.termoventiler.de/

Edit wir haben soetwas hier:
http://www.termoventiler.de/index.php?sida=produkter&undersida=laddomat&produkt=laddomat_21&lang=de

Das dürfte doch für Solaranlagen auch ganz brauchbar sein.


Zuletzt bearbeitet: 15.11.11 18:54 von Sven


Ja, da gibts ja speziell für Solaranlagen vorgesehene Sicherheitsventile - hab heute gleich eins geordert. Man muss ja immer mit den hohen Temperaturen beim Verdampfen kalkulieren, also sollte alles mindestens 200 Grad vertragen, z. B. auch die Rohrdichtungen. Da hab ich auch nur temperaturfeste Dichtungen drin - nur an die Gummidichtungen im Fitting-Stecksystem hab ich nicht gedacht. Das kommt noch mal raus und wird durch Klemmfittings mit Metallklemmen ersetzt.



Kaeferthias:
Kleine Anmerkung zu diesen automatischen Luftabscheidern (Entlüftungsventile): Ich würde die so einbauen, dass du sie tauschen kannst, ohne die ganze Heizung zu belüften (manuelles Ventil davorsetzen). Denn die Dinger gehen oft schnell kaputt und fangen an zu tropfen. Bei mir musste ich das doofe Ding alle 2 Jahre auswechseln...


Die die ich bis jetzt im Baumarkt geholt habe, hatten unten immer ein kleies Fitting dabei.
Schaut aus wie einfach Innen-Aussengewinde. Dort ist ein kleines Federventil verbaut.

Den Topf kann man dann einfach von diesem Fitting abschrauben - Ventil schließt sich - Topf tauschen - Wieder aufschrauben.
Nimmt man die gleiche MArke, drückt der Entlüfter das Ventil dann wieder auf.
Sehr Komfortabel!

@ Einstein 2000 - Genaudieselben Fittings habe ich in Hydraulikanlagen verbaut. Die gibts in 3 Druckausführungen - unterscheiden sich durch die "Mutterngröße".
Gibts von 30 bis 1000bar.

Die Mittleren halten bis ca 600 bar. Sind für Standard 200bar Hydraulikleitungen ausgelegt.
Letztere wurden bei Schmieranlagen verbaut die bis 800Bar Druck erzeugen...





So, ich hol den Fred mal wieder hoch, bin vorhin mal aufs Dach gekrabbelt und hab das Sicherheitsventil eingebaut. Der Entlüfter hat jetzt auch einen Absperrhahn (Hebel abgeschraubt wg. Vögel).
Nun auch die Bilder:

Bild 1 neu mit Sicherheitsventil, Absperrhan und Entlüfter An das Sicherheitsventil kommt noch ein Ablauf und ein Auffangbehälter.

Bild 2

Bild 3

Man sieht den Belüftungsschieber oben drauf, der wird diesen Winter noch motorisiert und öffnet dann automatisch, wenns in der Kiste zu heiß wird.
Die Sprühnebel sind von der nachträglichen Kaltverzinkung der beteiligten rohen Stahlteile.

Die ganze Konstruktion hat die Herbststürme perfekt bestanden - steht wie eine Eins.


Zuletzt bearbeitet: 02.12.11 22:29 von heaterman


Mir erschließt sich der Sinn von dem Ventil an der Stelle nicht. Das sollte doch ins Freie führen um Überdruck aus der Anlage zu lassen. So wie das jetzt aussieht, hast du nur Umlauf in der Solaranlage wenn du eine Pumpe auftreibst, die mehr Förderdruck hat als das Sicherheitsventil

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