Fingers elektrische Welt
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Thema: Tretbootantrieb


Hallo,
meine Freundin möchte gerne ein kleines Tretboot auf Fahrradbasis basteln. Ich darf mich um die Antriebsmechanik kümmern... und sehe da zwei Möglichkeiten.
1. Ans Hinterrad kleine Schaufeln
2. Winkelgetriebe (Flex?) und ne Schraube
Die Tretboote, die man vom Verleih so kennt, haben ja alle so einen Schaufelradantrieb. Alles was sonst so fährt, kenne ich eigentlich nur mit Schraube. Warum mag das so sein?
Dieser Typ scheint sogar nen Modellbaupropeller zu verwenden:
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=d78162ed-3aaf-423f-bb77-e0b8f698b956



hatte ich letze Woche beim Tretbootfahren auch überlegt...

Schaufelradantrieb wahrscheinlich wegen geringerer Eintauchtiefe. Eine SChraube macht bei Hindernissen oder in Ufernähe größere Probleme.



Moin
ich habe son Tretboot mit Winkelgetriebe und Schraube:
es fährt sich einfach scheiße! Liegt möglicherweise an der fehlenden Schwungmasse, aber man kommt fast nicht über den toten Punkt der Pedale.



Ein Propeller hat einen höheren Wirkungsgrad, verliert aber auch viel durch die 90° Umlenkung.
Sehr erfolgreich sollen auch Schaufelräder mit Exzenter-Verstellung der Schaufeln sein, bei der die Schaufel senkrecht stehend durchs Wasser gezogen wird.
Guckstdu Uni Flensburg

Auch ein Schlagruder (pedalgetriebene Schwimmflosse) könnte eine wirksame Alternative sein.
lese Diskussion oder bestaune mal dieses Schwingflügel-Modellboot


Zuletzt bearbeitet: 01.06.12 16:49 von gnampf


Plotter : Ich meine sogar, sowas schon mal gesehen haben :
Adapter -> Fahrrad zu Tretboot.
An die Speichen ein paar mini-Flossen gesteckt, und schon wurde aus einem 2 Rad, ein Boot, wo links und rechts schwimmkörper dran waren. gelenkt wurde mit einem "massiven" vorderrad.
Ich glaube sogar, als Schwimmkörper wurden alte Surfbretter verwendet...

lg JAn


Zuletzt bearbeitet: 01.06.12 17:25 von Jan_Tuks


Top Gear hat mal Tretboote aus Mofas gebaut. Vllt ne Anregung wie man es nicht machen sollte^^

http://www.streetfire.net/video/tgukvietnam-special_part-1_2203176.htm

Ab Part 7 geht es los. Die Folge ist aber auch so recht sehenwert!



Die Profis von den Hochschulen:

http://www.iwr2012.de/gallery/



So denn,
nach sehr spaßigen Tests im Hafen mit nem Schraubenantrieb ("Was ist das???" "Außenborder!"):



habe ich mich dann doch für den Klassiker mit Schaufelrad entschieden. Dank Schrottsammlung war genug Material vorhanden.
Schrottige Aussichten:



Weil ich keinen teuren Liegeplatz mieten möchte, soll das ganze auch an Land fahrfähig sein. Hier der erste Entwurf:



Wenn man die Radnaben leerräumt, passt ein schwarzes Rohr prima rein. Das wird die Achse.



Ein etwas dickeres Rohr soll dabei eine Rutschkupplung bilden, damit das Ding auch Kurven fahren kann. Mal sehen, ob das hinhaut. Das Tolle ist, dass sich so sogar die Radlager weiterverwenden lassen.



So sieht das ganze Ding nun aus. Jetzt rechts und links nen Auftriebskörper. Ein Schaufelrad in die Mitte und irgendwie muß ich da noch ein Zahnrad festbekommen:



Bisher gilt:



Wenn nicht grad Kieler Woche wäre, dann würde es wohl nächstes Wochenende fertig...





NEtte Idee...

Würde aber empfehlen, einen möglichst tiefen Sitzpunkt - Schwerpunkt anzustreben..

Bei Wellengang ist so ein Velozepaddel sicher nicht angenehm zu fahren, wenn man so hoch sitzt...

Imho - Konzipiers doch eher ala Liegerad...




Schon ein schönes Ding.
Hinten könntest du zwei alte Surfbretter (gekürzt) mit einem Ausschnitt für die Laufräder ranfriemeln, vorne würde ich noch ein drittes anklatschen. Sonst gehst du schneller unter als ein Kanu.

Was hat dein Rohr denn für ein Durchmesser? Evtl. kann man da ein Gewinde raufdrehen und ein passendes Zahnrad mit Freilaufnabe raufmöllern. Dann noch Kettenspanner irgendwo dazwischen und schon dreht sich das alles im Beintakt. Und links und rechts vom Antrieb dann zwei Schaufeln für den Vortrieb im H2O...



Hallo,

ja so ist es sicher ein Schönwetterboot. Ist der Vorversuch für was Größeres, das dann auch einen tieferen Schwerpunkt bekommt. Das Rohr hat 34mm Außendurchmesser. Hab schon überlegt, ein Ritzel auf 34mm aufzubohren und auf die Welle zu schweißen. Leider geht der Kegelbohrer nur bis 30mm...
Ich weiß auch nicht, ob ich nen Freilauf möchte. An Land sicher gut, im Wasser möchte man ja auch rüchwärts können.
Da könnte man notfals zwei Ritzel auf nen Schaltnabe als Zwischenwelle setzen und zwei Ketten (je eine nach vorne und nach hinten) machen.




Hi,
das gefällt mir! Drehmaschine geht bis... jedenfalls größer. Wenn dir die 'Ritzel mit 34mm Loch aufschweißen-Methode' zusagt gib Bescheid, dann mach ich dir das überschüssige Material raus.

Gruß
Thomas



Naja, die meisten Ritzel oder auch Freilaufritzel haben einen Innendurchmesser von 34,8 mm. Da ist nicht viel mit aufbohren...
Ansonsten würde das mit zwei Freilaufritzeln funzen, wenn die auf der Achse verdreht angebracht sind und vorne am Tretlager auf der linken Seite auch ein Kettenblatt sitzt. Ist ein bisschen Frickelig wegen dem Gewinde, aber das ist hinzubekommen.
Und ne Schaltnabe würde ich nicht machen, die sind nicht Wasserdicht und würden nach zwei benutzungen ihren dienst einstellen.



Hallo,

danke für das Angebot und den Hinweis. Die Ritzel, die ich hier hab haben einen kleineren Durchmesser. Vielleicht liegt das daran, dass sie von schaltungslosen Naben stammen. Werde morgen mal im Container beim Fahrradladen tauchen. Mal sehen, was sich findet.
Die Schaltnabe würde ich natürlich so montieren, dass sie über Wasser bleibt :-)

Jens


Zuletzt bearbeitet: 20.06.12 22:32 von plottermeierrrr


Musste irgendwie an diesen Faden hier denken, als ich das Bild sah:


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