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Thema: Reparaturcafe |
Und irgendwo zwischen ehrenamtlicher Arbeit und der Wegwerf-Markt-Strategie der Hersteller liegt die Normalität begraben, die vielen Menschen eine handwerkliche Existenz ermöglichen könnte - armes Deutschland.
Trotzdem ne schöne Idee.
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Martinek: Und irgendwo zwischen ehrenamtlicher Arbeit und der Wegwerf-Markt-Strategie der Hersteller liegt die Normalität begraben, die vielen Menschen eine handwerkliche Existenz ermöglichen könnte - armes Deutschland.
Trotzdem ne schöne Idee.
Genau das ist einer der schlechten Seiten des Repair Cafe. Gerade Computer und Laptops bekommt man doch heutzutage leicht repariert. Aber ein Großteil derer die da hin kommen wollen genau das repariert haben. An den Mixer, den Zoaster und das Bügeleisen denken die gar nicht.
Das Ganze von der Industrie her in den Griff zu bekommen wird schwer. Meiner Meinung ist eine heraufsetzung der Gewährleistungsfristen auf 5 bis 10 Jahre technisch Möglich. Daran sollte man sich orientieren.
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Gerade Computer und Laptops bekommt man doch heutzutage leicht repariert
PCs (Desktops) werden immer seltener.
Laptops leicht repariert? Hab ich was verpasst?
Ein Wasserschaden, der über einen Tastaturdefekt hinausgeht, ist meistens ein Totalschaden. Defekte Bauteile kriegt man da mit Hausmitteln kaum getauscht.
Sonst sind noch häufig die Grafikkarten kaputt, ne passende kann schnell mal um die 150 Euro kosten wenn man sie überhaupt bekommt.
Klar kann man Keyboard, RAM und Festplatte wechseln oder das Betriebssystem neu aufspielen, das war's dann aber auch schon.
Ansonsten begrüße ich die Idee natürlich, kenne das so ähnlich auch aus mehreren autonomen Zentren (wenn auch mehr im Bereich Fahrradwerkstatt).
Zuletzt bearbeitet: 08.08.12 15:27 von Piotr
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andererseits finde ich, das ganz viele leute eine mangelnde wertschätzung für die arbeit einer reparatur haben.
speziell beim computer wird hilfe gern in anspruch genommen, wenn möglich ohne gegenleistung. beim auto ist es selbstverständlich für eine reparatur zu bezahlen.
auch bei autos, bei denen die reparatur im grunde nicht wirtschaftlich ist.
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Es ist die Pest.
Lauter Reparaturen, die man in der Schule aufgeschwatzt bekommt, was dann nach Dumpingtarif entlohnt wird.
Verlangt man mehr, ist man ein Raffzahn, lehnt man ab, ist man ein Nichtskönner.
Und dann muss man sich noch Gemoser anhören, wenn man zu nem Laptop keinen frei verfügbaren Grafiktreiber mehr findet, dann erklärt, dass der zum Surfen taugt, zum Zocken halt leider nicht.
Auch sehr nett, wenn man sich 9 Jahre um die Technik kümmert und dann an deren Ende vor versammelter Mannschaft nicht mal mit einer Silbe erwähnt wird.
Was bin ich froh, dass der Shice vorbei ist!
Reparaturen bei Lehrern sind lukrativer, die sind i.d.R. anständig und entlohnen auch angemessen.
@Reparaturcafé: Hätte fast Bock, in TR an der FH sowas einzurichten, nur hat man als Student heutzutage vermutlich nicht sonderlich viel Zeit für sowas
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ja. das seh ich auch so.
viele Menschen wollen was repariert haben ohne Gegenleistung.
z.B die Türkin mit ihren vielen Kindern in dem Video,
die hätte auch einfach in nen Fahrradladen gehn können...
ausserdem wenn so viel repariert wird findet man nix mehr aufm
Wertstoffhof!
Dass die heutige Industrie nur Murks produziert würd ich ned sagen. auf den Netzteilen steht die Spannung drauf,
es könnte auch nur "Nokia-Ladeadapter" draufstehen.
Platinen und Baugruppen sind meist auch sehr ausführlich beschriftet, also schon sehr reperatturfreundlich.
wo ich das Problem sehe ist, dass bevor neue Geräte rauskommen die alten noch nicht annähernd ausgereift sind. manches ist schon sehr geplant obsoleszent, aber manchmal sieht man dass die
sich Mühe machen. man kann auch bei Oki z.B nach 10 Jahren immer noch den treiber runterladen usw. es wird halt leider immer nach noch mehr Leistung gestrebt, ob die Geräte dafür ausgelegt sin oder ned.
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Das Blöde (oder Gute?) ist, dass insbesondere die robust gebauten Geräte leicht zu reparieren sind.
Hab hier z.b. nen HP4576A, bei dem afaik alle belasteten Lötaugen mit Ösen eingefasst sind.
Die Einstellmöglichkeiten sind sehr ausführlich.
An meinem alten LG-17"er habe ich mich auf der Suche nach der richtigen Konvergenz dumm und dämlich gedreht...
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In einigen Szenen sind die genauso aktiv wie wir hier, ich war in den ersten Jahren, als die bayerischen Mistwagenbauer keine Puseratze von Infos über das eben teuer, aber dennoch nackig gekaufte Auto herausgerückt haben, dankbar, dass da s da so eine aktive Szene gibt. Komisch - da drüben ist man werkseitig viel freigiebiger mit Infos. Den ganzen Elektronik-Vollausbau von der Karre hab ich nur dank der wahnsinnig aktiven Ami-Foren, z. B. Hack the I-Bus usw. bewältigen können.
Genauso ist es in der Apfel-Szene - ohne die Ami-Frickler wären wir hier unter unserem Stein verloren mit den Kisten, wenn da mal was ist. Dank denen hab ich damals meinen G4 mit scheinbar verrecktem Prozessor wieder in Gang gekriegt. Steve`s Truppen hatten damals sowas Ähnliches wie einen End-of-Days-Chip verbaut...
Zurück zum Thema: Das Thema Reparaturcafè ist was für hoffnungslose Enthusiasten auf der einen und schamlose Schnorrer auf der anderen Seite. Wie hier schon gesagt, ist die Gesellschaft so erzogen, zwar 15 € für`s Autowaschen abzudrücken, aber dem Nachbarn, der den Fernseher gerichtet hat, als Dank ein Bier in die Hand zu drücken, ist zu viel verlangt. Daran scheitert sowas.
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Ich persönlich repariere viel für wirklich gute Freunde und Bekannte, allerdings erwarte ich auch keine Gegenleistung, sonst wird man enttäuscht.
Kommerziell ist die Zeit für Reparaturen aller (!) Art wie z.B. Afrika noch nicht gekommen. Will meinen mit einem Reparaturservice über die Runden zu kommen, so wie viele hier (auch ich) das gerne möchten.
Solange alles neu weniger kostet als auch nur einen Hauch daran zu denken es mit Mannstunden zu reparieren UND dann noch Garantie zu geben wird das nix.
Die Problematik mit der Garantie ist ohnehin ein großes Ding. Aber, ohne zu politisch zu werden, die Zeiten werden kommen, da bin ich mir sicher!
Und solange bastel ich an meinen Sachen herum und repariere was ich eben reparieren kann und spar somit Geld und Ressource!
P.S.: Man hat mich auf der Arbeit in Daniel Düsentrieb umbenannt weil ich einen belanglosen, gebrochenen Regenschirm durch löten wieder repariert und eine Antenne für verbesserten Radioempfang gebaut hab. Es können scheinbar nicht mehr viele!
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Das Problem ist ja letztlich "nur" das westliche Gehaltsniveau.
kombiniert mit importierter Ware aus Fernost.
hab neulich ne Doku über Südafrika gesehen, wo jemand sich nicht von
einer einfachen kleinen UHF TV-Antenne trennen konnte,
obwohl man keinen Fernseher hat. sie wurde gehütet wie ein Schatz,
Das Teil hatt mal 100Rand (10 EUR) gekostet.
-extrem viel, wenn man davon 10 Tage überleben kann/muss.
von Wert einer Gitterbox E-Schrott kann man in Afrika
ein Jahr lang leben, wenn man dort am unteren limit liegt.
Auf solchem Niveau machen Reparaturen absolut Sinn.
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Reparaturen machen immer Sinn. Woher kommt denn das westliche Gehaltsniveau? Das muss so hoch sein, weil unser System permanentes Wachstum voraussetzt. Da was wider jeder Natur ist, muss man das halt fiktiv über steigende Löhne-Preise-Löhne-Preise... machen, und bei jeder Steigerung verdienen die sehr gut mit, die keinen Meter zur Wertschöpfung beitragen.
Egalegalegal, ist mir nur so rausgerutscht.
Eigentlich wollte ich mich dafür bedanken:
"Und irgendwo zwischen ehrenamtlicher Arbeit und der Wegwerf-Markt-Strategie der Hersteller liegt die Normalität begraben, die vielen Menschen eine handwerkliche Existenz ermöglichen könnte - armes Deutschland."
So was in der Art habe ich neulich auf einen Jubelbeitrag auf das Repair Cafe in einem nicht unbekanten Sozialnetzwerk geschrieben. Es scheint wirklich so zu sein, eine Reparatur muss umsonst sein, denn wenn sie gerecht entlohnt würde, wäre sie ja teurer als der Kaufpreis von dem heutigen Schrott.
Wir reparieren zum Glück immer noch sehr viel und würde sehr begrüßen, wenn das noch viel mehr machen würden, aber ich bin auf jeden Fall auf der Seite derer, die davon leben wollen und müssen. Das Bewusstsein von der Endlichkeit der Ressourcen und daher der tiefempfundene Wunsch, Dinge zu erhalten, hat sich leider noch gar nicht durchgesetzt
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Ich persönlich repariere viel für wirklich gute Freunde und Bekannte, allerdings erwarte ich auch keine Gegenleistung, sonst wird man enttäuscht.
GENAU DAS !
Allerdings wenn man nicht erwartet, kann es ganz gut sein, das man total überrascht ist, das man nicht nur Spass mit der Reperatur hatte, sondern sogar noch lächendelnde Augen, oder gar ein Dankeschön erhält.
An den ganzen Finanziellen mist würde ich echt nicht denken.
Man darf nie vergessen, das wir hier in Deutschland eine so hohe Produktivität haben, das wir von den "LOHNSTÜCKKOSTEN" sowas von günstig sind, das wir immer noch lange keine probleme haben werden, mit China zu konkurrieren..
Das gilt natürlich nicht für alle Industriezweige.. z.B. Textil. Dort lässt sich die Produktivität z.B. nicht unendlich erhöhen.
Das geht bei uns in der Firma los.. wenn da z.B.ein Monitor rumzickt wird er ausgetauscht.
Denn eine Stunde eines Mitarbeiteiters kostet mitunter mehr, als ein neuer Monitor...
.. allerdings landet der alte bei mir.. und wenn ich nach x Stunden Entspannung den fehler gefunden habe, wird sich irgendein dahergelaufener, über nen Monitor freuen.
Wobei wir echt "resourcenschonend" sind. Also PC's werden dank Linux bei uns so lange betrieben, bis sie auseinanderfallen.
Und ich/wir merken uns sehr wohl, welche Marke wie lange im Schnitt so hält.
Übrigens... wollte ich schon länger mal posten : In Siegen gibts ne "Givebox"

Dort wird demnächst der grosse Röhren-Tv von Mutti stehen, die jetzt unbedingt nen Flachbildschirm haben will (ich gebe zu... ich bin schuld... ich habe Mutti ne Wii geschenkt)
Eigentlich bin ich ja der Meinung, man solle alle Idiotenlaternen verschrotten.. aber vielleicht kann man ja jemanden dadurch glücklich machen.
Zumindest mich.. denn ich muss mich dann nicht dauernd wiederholen :
"MAMI ! ICH WILL KEINE IDIOTENLATERNE! *wääähhhhh*"
Aber wenn die Typen aus der Arche B so weitermachen.. kommt unsere grosse Zeit noch.. ;-)
z.B. nach dem Kriesch.. wurden sogar Glühbirnen und ausgelutschte Röhren aufgemacht, repariert, gegettert, und wieder zugemacht.
Wieviele Radios wurden aus den Wehrmachtsröhren RV12P2000 gebaut ? usw...
Und bis dahin schult einen die "Sinnlose" Reperatur oder Selbstbau auf alle fälle.
Was man dabei lernt, kann man gut und gerne auch im Beruf anwenden. Und sei es nur als "Berater Berater.. " ;-)
lg JAn
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Vielleicht muß man das Prinzip dahingehend ändern, daß einem im Reparaturcafe nur Hilfe zur Selbsthilfe geboten wird. Also unter Anleitung selbst reparieren. Dann geht man beim nächsten Neukauf nach ganz anderen Kriterien los...
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Meine Eltern jammern immer, wenn ich fast jede Neuanschaffung aufschraube. (Da mache ich aber neuerdings immer mehr Ausnahmen, Handy und Laptop sind kaum noch reparabel )
Dass man die Technik und deren Schwachpunkte dadurch erst einschätzen kann, haben sie noch nicht ganz gerafft.
Beim Schrottsammeln ist es auch ganz nützlich, zu wissen, dass z.B. in einigen Flachbildfernsehern Digitalverstärker drin sind^^
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