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Thema: Krummhorn in D?


Hallo,

ich habe ein gebrauchtes Tenorkrummhorn von G. Körber ersteigert. Es lässt sich wunderbar leicht spielen und klingt super.
ABER: Es scheint in D statt in C zu stehen (eine Spur zu tief allerdings). Jetzt frage ich mich, ob das alte Plastikrohrblatt einfach nicht mehr tut, was es soll (ist sicher 20-30 Jahre alt, denk ich), oder ob das Instrument tatsächlich in D konzipiert ist. Ich habe schon von Blockflöten in D gehört, aber ich finde es für Renaissanceinstrumente nicht sinnvoll, weil die meisten gut spielbaren Skalen nicht auf damals übliche Tonarten fallen.
Was meint ihr? Hat da jemand Erfahrung? Ich hoffe, dass ich das Ding mit einem neuen Rohr auf C bringe.



Ich spiele eine Tenorkrummhorn mit einem Plastikblatt von 1982 und es tut noch ausgezeichnet. Daher glaube ich nicht, dass das Blatt hinüber ist.
Das dein Krummhorn zu hoch ist kann verschiedene Ursachen haben, bzw. auch eine Kombination davon.
1. Du schreibst, das Krummhorn spielt sich sehr leicht. Das deutet darauf hin, dass das Blatt zu weit zu ist. Also an der Zwinge etwas aufmachen, dann wird das Blatt tiefer, braucht aber mehr Luft und mehr Druck.
2. Wenn das Krummhorn länger nicht gespielt wurde, ist das Holz wahrscheinlich stark ausgetrocknet. Dadurch kann die Innenbohrung sich etwas vergrößert haben. Dadurch wird es ebenfalls höher, da bei der engen Innenbohrung von ca. 4-5 mm ein Zehntel Millimeter schon einiges ausmacht. Da hilft viel spielen.
3. Das Blatt steckt zu weit drin, weil etwa der Vorbesitzer zuletzt bei kalten Temperaturen gespielt hat, wodurch das Krummhorn zunächst einmal tiefer wird, was er damit ausgleichen wollte, dass er das Blatt weiter rein geschoben hat. Also Blatt weiter heraus ziehen. Wenn das Blatt länger nicht mehr bewegt wurde, könnte sich allerdings der Kork mit der Bohrung verklebt haben! Hilft aber nichts, das Blatt muss weiter raus. Evtl. muss man den alten Kork dann aus der Bohrung und am Blatt entfernen und erneuern oder durch eine Wicklung ersetzen.



Das habe ich leider alles schon probiert. Ich habe sogar eine provisorische Hülsenverlängerung gebastelt, ohne das Instrument wesentlich höher zu bekommen. Es spielt sich auch nicht so ungewöhnlich weich, sondern eben, wie es soll. Knackig, aber nicht zu hart.
Was mich wundert, ist dass das Instrument gleich fast einen Ganzton daneben ist, aber in sich stimmt. Es scheint wenig gespielt worden zu sein, der Kork ist wie neu.
Das mit der Feuchtigkeit könnte noch ein Punkt sein. Aber ob es davon einen Ganzton sinken wird?
Bin schon gespannt, danke jedenfalls für die Hinweise. :-)



Hallo rrroman,

es gibt in der Tat einige Instrumente, die in D gebaut wurden. Zum Beispiel die Schalmeien von Schermer - das sind Renaissance-Schalmeien. Da die Geräte von Körber auch schon etwas älter sind, könnte ich mir vorstellen, das dies tatsächlich so gemeint ist.



Ist zwar schon ein paar Jahre her, aber ich biete aus dem Nachlass von Günther Körber einige tolle Instrumente zum Verkauf bei eBay an:

Historische Blasinstrumente



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