Die Varusschlacht am Harz - Hintergründe, Fakten, historiographische Belege, neue Forschungsergebnisse. Auch Ihre weiterführende Meinung ist wichtig!
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Thema: Straße der Römer


Sehr geehrter Herr Dr. Willing,
Sie haben nirgendwo einen Zweifel daran gelassen Hobbyarchäologe zu sein, darauf bezieht sich mein Hinweis auch nicht.
Er bezieht sich darauf, daß nur ein Hobbyarchäologe die Nachweise einer römischen Brücke, einer römischen Straße, eines römischen Kastells nicht wertig genug einordnet, sondern sie irgendwelchen Kleinfunden gleichsetzt.
Eben das was Sie machen, wenn Sie nonchalant von sich geben „die von Ihnen aufgeführten römischen Funde in Ihrer Region“ reichen mir einfach noch nicht aus.
Die einzige bisher zwischen Weser und Elbe nachgewiesene Römerstraße reicht Ihnen also nicht aus um sie sich vor Ort anzusehen, die einzige bisher zwischen Weser und Elbe gelegene römische Brücke reicht Ihnen also nicht aus um ihren Spuren auch im Museum Halle (Außenmagazin) nachzugehen; doch eine Handvoll römischer Kleinschrott das wäre
für Sie Anlaß sich die Sache in Halberstadt anzusehen?
Allein diese Denkart diskreditiert Sie als archäologisch Interessierten.
Schließlich bringen Sie in Ihren Beitrag einen der typischen DDR-Unterstellungssätze ein, die nicht selten geeignet waren in Strafprozessen den Zeiger auf schuldig zu stellen, und die dann Menschen für Jahre hinter Gitter brachten.
Sie schreiben: “Ich kann auch nicht bestätigen, dass in Sachsen-Anhalt grundsätzlich römische Funde zurückgehalten wurden oder werden.“
Eine Frage an Sie, wo habe ich solche Auskunft von Ihnen erbeten?
In der Deutschen Sprache ist es gemeinhin so, daß man jemandem nur dann „etwas nicht bestätigen kann“, wenn dieser danach gefragt hat.
Wollten Sie hier Herrn Meller signalisieren ich hätte eine derartige Frage an Sie gerichtet, Sie aber als treuer Vasall hätten mich abblitzen lassen?

Dann kommt auch noch Ihr fachmännischer Rat
„Keine römischen Kleinfunde –kein römischer Saltus und keine Varusschlacht. Punkt“
Geschätzter Dr. Willing, vor lauter Ergebenheitsadressen Richtung Meller, scheint Ihnen in den letzten Monaten entgangen zu sein, daß Sie sich mit einigen Leuten austauschten die hier bei Halberstadt selbst bereits interessante Funde gemacht haben.
Aber lassen wir das, sehen wir uns nur die Konsequenz aus Ihrer deftigen Darstellung an, die muß lauten: Römische Kleinfunde bei Kalkriese –also bei Kalkriese die Varusschlacht.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Friebe



Sehr geehrter Herr Dr. Friebe, wie sehr muss Ihr Selbstbewusstsein gelitten haben, wenn Sie auf fachliche Argumente nur noch mit persönlichen Herabwürdigungen und Unterstellungen antworten müssen. Nicht nur ein Hobbyarchäologe, sondern alle mir persönlich bekannten Hauptamtlichen in Sachsen-Anhalt erkennen weder Ihre römische Straße noch Ihr römisches Kastell an. Vermutlich sind auch diese Personen diskreditiert, weil sie Wert auf römischen Kleinschrott zur eindeutigen Datierung legen.
Was meinen Satz betrifft, möchte ich Ihnen nicht länger schlaflose Nächte bereiten. Da Sie der deutschen Sprache offenkundig mächtig sind, werden Sie unschwer feststellen, dass durch das Fehlen des Wortes "Ihnen" nach dem "Ich kann" klar zum Ausdruck gebracht wird, dass ich mich nicht auf Ihre Anfrage, sondern auf eine häufig von verschiedenen Seiten geäußerte Meinung beziehe.
Und schließlich zeugt Ihre "Konsequenz aus meiner dürftigen Darstellung" geradezu von besonderer Weitsicht. Die römischen Kleinfunde in Kalkriese haben immerhin bewiesen, dass dort irgendwann nach der Zeitenwende irgendwelche Römer gewesen sein müssen. Für die Varusschlacht genügt das selbstverständlich nicht. Aber Sie wollen die Varusschlacht ja schon lokalisiert haben, bevor die Anwesenheit eines einzigen Römers in Ihrem Saltus überhaupt überzeugend nachgewiesen wurde. Sie haben sicherlich Verständnis dafür, dass ich zukünftig Ihrem Forum fern bleiben muss. Sie können sicherlich auf die Meinung eines Hobbyarchäologen verzichten, und ich muss darauf achten, dass Exkursionen in solche Hobbyforen nicht meiner wissenschaftlichen Reputation schaden. Mit freundlichen Grüßen B.Willing



Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser,
wie vorstehend von Herrn Dr. Willing erklärt, muß er zukünftig diesem Forum fern bleiben, da er darauf achten muß, daß Exkursionen in solche Hobbyforen nicht seiner wissenschaftlichen Reputation schaden. Dafür habe ich durchaus Verständnis.
Was ich aber nicht so recht verstehe betrifft seinen gegen mich erhobenen Vorwurf,
ich würde auf „fachliche Argumente“ nur noch mit persönlichen Herabwürdigungen und Unterstellungen antworten.
Er meint damit gewiß seinen „fachmännischen Rat“ den er mir am 28.09.07 gab:
„Keine römischen Kleinfunde- kein römischer Saltus und keine Varusschlacht. Punkt.“
Dabei sind wir schon wieder bei seiner „wissenschaftlichen Reputation“.
Reputierlich ist, wer korrekt vorgeht.
War er schon einmal in Halberstadt um sich römische Kleinfunde anzusehen?
Ich meine nein! Denn da wäre ich ja wohl die Anlaufadresse gewesen.
Haben sich viele Menschen aus Deutschland und dem Ausland in Halberstadt schon
römische Kleinfunde angesehen? Ja, denn sie kamen auf mich zu.
Haben viele Menschen aus Deutschland und dem Ausland bei Halberstadt selbst schon Kleinfunde gemacht? Ja, denn sie gingen mit meinen Freunden oder mir auch übers Feld.
Kurzum, Dr. Willing weiß aus eigenem Erleben nicht zu sagen, ob es römische Kleinfunde gibt oder ob nicht, gleichwohl schreibt er im Beitrag vom 27.09.07 09:02
„...und zweitens reichen mir, wie ich bereits mehrfach bemerkte, die von Ihnen aufgeführten römischen Funde in Ihrer Region einfach noch nicht aus.“
Was kann er mit diesem sibyllinischen Satz gemeint haben? Von mir wurde ihm zu keiner Zeit eine Aufstellung der hier im Raum Halberstadt gemachten Funde zugeleitet!
Oder meint er gar die Einzelstücke im Buch, die vor rd. 10 Jahren fotografiert wurden?
Damit seine Reputierlichkeit keinen Schaden nimmt, polstert er diese in seinem vorstehenden letzten Beitrag noch etwas aus, indem er unnütz und wahrheitswidrig schreibt:
„Nicht nur ein Hobbyarchäologe, sondern alle mir persönlich bekannten Hauptamtlichen in Sachsen-Anhalt erkennen weder Ihre römische Straße noch Ihr römisches Kastell an.“
Da muß man ihn doch einfach fragen, bittschön, welche römische Straße bzw. welches römische Kastell erkennen die Hauptamtlichen in Sachsen-Anhalt nicht an?
Da kein Hauptamtlicher in Sachsen-Anhalt die von mir neu entdeckte Römerstraße je gesehen hat, auch Hobbyarchäologe Dr. Willing nicht, kann sie auch von keinem beurteilt worden sein; man sollte Herrn Dr. Willing darauf aufmerksam machen, daß er hier offensichtlich unwahre Behauptungen aufstellt.
Was das römische Kastell angeht, verhält es sich ebenso. Ich habe dieses Kastell erst wenigen Freunden (aus anderen Bundesländern kommend) gezeigt, doch Dr. Willing weiß zu sagen, daß alle ihm bekannten Hauptamtlichen in Sachsen-Anhalt dieses Kastell, das definitiv noch keiner dieser Hauptamtlichen gesehen hat, nicht anerkennen.
Wenn diese Falschargumentationen, mit denen er meine Arbeit runterreden will, der Inbegriff jener „wissenschaftlichen Reputation“ sein sollte die Dr. Willing für sich reklamiert,
kann jeder Mensch froh sein solche nicht zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Rainer Friebe



Sehr geehrter Herr Dr. Friebe, nur weiter so! Leider hatte ich Ihnen bescheinigt, dass Sie die deutsche Sprache beherrschen. Vermutlich etwas verfrüht, denn die von mir gemeinte Nichtanerkennung Ihrer "Entdeckungen" ist in die Zukunft gerichtet! Nach Ihrem Buch und der Art, wie Sie in den Jahren danach mit Ihren, auch wohlmeinenden, Kritikern umgegangen sind, wird man Ihnen hier in Sachsen-Anhalt nichts mehr abkaufen, es sei denn, Sie fänden einen Legionsadler. Die verheerenden Folgen Ihrer unbedachten Meinungsäußerung zur Frau Herman und das Ausschlagen meines wohlgemeinten Rates können Sie vermutlich immer noch nicht überschauen. Die Folgen könnten nämlich unter anderem sein, dass wichtige Personen Ihnen nun nichts mehr abkaufen dürfen! Sollten Sie den "Legionsadler" in Halberstadt oder Umgebung jedoch nicht finden, so prophezeihe ich Ihnen, dass Sie als "Dr. Pflug II" in die sachsen-anhaltische Geschichte eingehen werden. Mit einem kleinen Unterschied: Dr. Pflug warf den hauptamtlichen Historikern immer nur ihre "Froschperspektive" vor. Zu weiteren Herabwürdigungen ließ er sich nicht hinreißen. Und das ehrt ihn. Einen schönen Sonntag allen Lesern! B.Willing



Moderator
Sehr geehrter Herr Reifenbein,
werten Sie die Dinge sachlich.
Leicht erkennbar, wer die Wahrheit sagt und wer sich nur im Runterreden übt.


Zuletzt bearbeitet: 30.09.07 13:53 von Administrator


Sehr geehrter Herr Dr. Willing,
ist es Ihnen eigentlich nicht peinlich hier eine Unwahrheit mit der nächsten zu entschuldigen?
Laut tönen Sie im Beitrag vom 29.09.07 20:23
„Nicht nur ein Hobbyarchäologe, sondern alle mir persönlich bekannten Hauptamtlichen in Sachsen-Anhalt erkennen weder Ihre römische Straße noch Ihr römisches Kastell an.“
Nachdem ich die Fragwürdigkeit Ihrer Behauptung in meinem Beitrag vom 30.09.07 5:46 deutlich gemacht habe, ziehen sie Ihre Behauptung nicht etwa zurück, sondern versuchen sich im „Zukunftsspagat“, indem Sie aus Ihrer unwahren wirklich haltlosen Behauptung jetzt einen Sprachirrtum machen möchten. Dazu heißt es bei Ihnen im Beitrag vom 30.09.07 08:17
„Leider hatte ich Ihnen bescheinigt, dass Sie die deutsche Sprache beherrschen. Vermutlich etwas verfrüht, denn die von mir gemeinte Nichtanerkennung Ihrer „Entdeckungen“ ist in die Zukunft gerichtet!“
Sehr geehrter Herr Dr. Willing, mit solchem Eiertanz können Sie wirklich keinen erwachsenen Menschen von der Redlichkeit Ihrer Absichten überzeugen.
Das wird noch unterstrichen wenn man Ihre Philippika gegen mich liest, da haben Sie nun alles eingebaut von dem Sie sich Zustimmung durch Dritte erhoffen; eine unwürdige Übung.
Nachdem ich 1990 in Halberstadt sah, wie mit den „Sozialisten“ umgegangen wurde die längst verloren hatten, ließ ich auf den Seiten meiner LKWs beidseitig folgende Aufschrift aufbringen: „Die über Nacht sich umgestellt, die allen Herren dienen können, das sind die Praktiker der Welt –man könnte sie auch Lumpen nennen“.
Das, Herr Dr. Willing, war meine Ansicht die ich auch kundtat. Opportun war das nicht aber ehrlich. Und da kommt dann solch ein „Praktiker der Welt“ daher, der mir meine Ansicht und Meinung zur Sache Frau Herman vorwerfen möchte, einer der ängstlich nur aus zweiter Hand lebt und sich überall anbiedert. Glauben Sie wirklich ich wäre davon beeindruckt?
Ob Sie mir etwas abkaufen, oder „wichtige Personen“ mir „nichts mehr abkaufen dürfen“,
ist ein Argument für „Nichts“, schlicht gesagt unwürdiges Geplärre.
Lassen Sie doch einfach diesen sinnlosen Schwanengesang.

Ich habe den Vorzug in meiner Arbeit unabhängig zu sein, muß vor keinem einen
Bückling machen, mich nicht einschmeicheln, oder mich nicht rühmen diesem oder jenem schon mal die Hand geschüttelt zu haben um Aufmerksamkeit zu erregen.
Das, sehr geehrter Herr Dr. Willing, sind Kriterien der Unabhängigkeit.

Mit freundlichen Grüßen
Rainer Friebe



Sehr geehrter Herr Dr. Friebe, nach fortgesetzten öffentlichen Unterstellungen und Herabwürdigungen nun auch noch eine schwere Beleidung! Was meinen Sie denn, was Sie dafür erwartet? Ich sage es Ihnen: Zunächst gar nichts! Denn erstens pflege ich, im Gegensatz zu Ihnen, wissenschaftliche Auseinandersetzungen nicht persönlichen, oder sogar juristischen Mitteln fortzusetzen. Und zweitens tun Sie mir aufrichtig leid. Sie haben in den letzten siebzehn Jahren absolut nichts dazu gelernt. Sie haben weder die Mentalität noch die Sprache der ehemaligen DDR-Bürger erschlossen, sonst hätten Sie nicht immer das ganze Gegenteil aus meinen Sätzen herausgelesen. Sie haben auch nicht begriffen, dass es bestimmte Entwicklungen, aber auch moralische Verpflichtungen gibt, denen man sich nicht entziehen darf, wenn man nicht ausgegrenzt werden will. Kurz- Sie sind in Mitteldeutschland ein Fremdkörper geblieben, wenn auch ein aufrechter und unabhängiger. Deshalb dürfen Sie mir auch glauben, dass mein Satz tatsächlich zukunftsbezogen war, denn in Zukunft wird von Ihnen vermutlich kaum jemand mehr auch nur den berühmten Knochen annehmen. Sie dürfen zudem sicher sein, dass ich mich nie wieder erdreiste, Ihnen einen Rat aufzudrängen. Mit freundlichen Grüßen Hobbyarchäologe B.Willing



Sehr geehrter Herr Friebe,

ich habe mir mal die Mühe gemacht und unter "Bilder" ihre Funde und Schauplätze mal genauer angesehen. Wo bitte sind die gemachten römischen Funde von denen Sie andauernd sprechen? Ich hoffe doch mal nicht die mittelalterlichen Prospektionsfunde von Dedeleben unter der Rubrik "Bilder". Das wäre mehr als dürftig. Ich kann die ganze Aufregung hier im Forum überhaupt nicht verstehen. Wenn ich mir den bisherigen Fundkomplex in Waldgirmes (15% bisher ausgegraben) bzw. Kalkriese oder Köln (aktuelle Arbeiten am U-Bahnschacht) ansehe und den von Halbertadt gegenüber stelle, so fällt es einem nicht sehr schwer eine klare Aussage über die römische Anwesenheit zu treffen. Herr Friebe, ich würde Sie bitten klar definierte römische Funde (z.B. Terra Sigillata, Fibelteile, Gürtelschnallen, Münzen etc.) unter ihre Rubrik "Bilder" einzustellen. Ich denke mal das würde die Lage hier ungemein beruhigen. Ich denke das dürfte Ihnen ja nicht schwer fallen, nach Ihren bisher gemachten Aussagen. Vielleicht borgt Ihnen ja Frau Lenneps ihre Terra Sigillata Scherben, die sie vor geraumer Zeit bei ihrer letzten Begehung bei Ihnen gefunden hat. So aber wie es im Moment aussieht, müssen Sie sich nicht über unangenehme Fragen oder unbequeme Antworten wundern.

Mit freundlichen Grüssen

K. Berlin



Hallo Frau Berlin,
auch ich verstehe die Aufgeregtheit hier im Forum nicht.
Herr Friebe hat eine Geschichtsbetrachtung vorgenommen,
die im Ergebnis eine Schlacht aus der Römerzeit in ein anderes Gebiet verortet als dem, das seit etwa 300 Jahren als Austragungsgebiet der Schlacht angesehen wurde.
Er hat, nüchtern betrachtet, eine Historikarbeit abgeliefert (in meinen Augen eine sehr gute, insoweit bin ich Partei).
Jetzt kann solche Arbeit wie jede andere auch angegriffen werden, indem der Nachweis geführt wird dass die Grundlagen der Arbeit falsch sind, Folgerungen in der Arbeit nicht den Denkgesetzen entsprechen oder was sich ein Kontrahent dazu sonst noch ausdenkt.
Doch dass jemand für solche Historikarbeit auch zwingend Fundbeweise liefern muss ist neu.
In Kalkriese liegt der Fall anders, es gab zahlreiche Funde die kriegerische Taten beweisen,
den historischen Kontext für die Hypothese Varusschlacht kann man in Kalkriese aber nicht liefern, weil die Historik dort keine Varusschlacht belegt.
Ihre Vergleiche zur römischen Anwesenheit, die Sie an Waldgirmes, Kalkriese, Köln kontra Halberstadt festmachen, haben Sie gewiss nicht ernst gemeint.
Bis dann
Uwe



Hallo Herr Ohnesorg,

das Kalkriese kein Varusschlachtfeld sein kann, wird von mir auch nicht angezweifelt. Das Problem was Halberstadt hat, ist nun mal der Nachweis (hier komme ich wieder auf die Funde) der bisher leider nicht erbracht wurde. Das ist schade. Es ist doch so,verliert ein Mensch eine für ihn wertvolle Sache (Geld, Kette etc.) in Friedenszeiten hat er die Möglichkeit in aller Ruhe zur Nachsuche. In Kriegszeiten bzw. in einer Schlacht hat er nun mal nicht diese Möglichkeiten. Folglich müssen Gegenstände auf dem Schlachtfeld liegen geblieben sein. Selbst bei einer Absuche nach der Schlacht bleibt genug liegen, was nicht verwertet wurde. Siehe Waldgirmes (Scherben, Glasperlen, Bronzeschrott etc.) Ich habe bisher noch von keinem leeren Schlachtfeld gehört, wo nichts liegen geblieben ist. Egal aus welcher Zeit. Es könnte hier genau so gut Albrecht der Bär bzw. die Sachsenfürsten gegen Kaiser Heinrich V. gewesen sein, welche (1115?) die Landstriche um Halberstadt verwüstet haben. Was mich ein wenig dabei stört ist die Tatsache, dass Halberstadt als römischer Saltus völlig isoliert bzw. abgeschnitten gewesen wäre. Das ergibt kein Bild. Die römische Geschichtsschreibung schreibt zwar von einzelen, aber ausdrücklich von zusammenhängenden! Gebieten. Bis zur Weser kann ich das ganz klar nachvollziehen. Egal ob von Süden (Mainz), oder von Westen (Vetera). Von Süden habe ich Mainz (Rhein) - Waldgirmes (Lahn) - Hedemünden (Werra/Weser). Von Westen Vetera (Rhein) - Haltern (Lippe) - Anreppen (Lippe) - Paderborn (Alme/Lippe). Beide haben römische Rennstrassen. Das Problem was später Germanicus nach Varus hatte war, dass er die Weserlinie nicht mehr halten konnte. Die Verluste waren zu hoch, deshalb beorderte Tiberius ihn auch zurück. Der Rhein wurde wieder zur Grenze für Rom bis zur Zeit des Domitian (Chattenkriege). Die Elbe war in weite Ferne gerückt. Drusus machte nur eine Expedition bis dort hin, mehr nicht.

Mit freundlichen Grüßen

K. Berlin

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