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Thema: DLZ: K70-Oldtimer-Treffen in Heide


Hallo K70-Fans,

heute steht ein Bericht über unser Pfingsttreffen in der Dithmarscher Landeszeitung, das folgende habe ich von der Online Ausgabe entnommen:

"Seiner Zeit weit voraus
K70-Oldtimer-Treffen in Heide: Vom einstigen Spitzenmodell zum Liebhaberstück

Von Werner Siems

Heide – Ein nicht alltäglicher Anblick bot sich den Auto-Interessierten auf dem Firmengelände des Autohauses Stotzem in der Meldorfer Straße. 15 Mitglieder des 1. Internationalen K70-Clubs trafen dort mit ihren Fahrzeugen zu ihrem Pfingst-Treffen ein, dem Haupttreffen der K70-Begeisterten.

Unter den Fahrzeugen waren auch zwei Sondermodelle, von denen im Mai 1973 nur 4000 Stück gebaut wurden – die ersten K70 mit einem 100-PS-Motor. Eines dieser Modelle – sonnengelb mit schwarzen Rallye-Streifen – fährt Jörg Ballwanz aus Ostwestfalen. Er ist der 1. Vorsitzende des 146 Mitglieder starken Clubs, in dem sich K70-Freunde aus ganz Europa und sogar aus Japan organisiert haben.

Koordiniert wurde das Treffen von Hans-Ulrich Neumann aus Faßberg, der bis vor sechs Jahren in Heide wohnte. Er erzählte von der ungewöhnlichen Geschichte des K70. Ursprünglich von NSU entwickelt, sollten die Fahrzeuge ab 1969 auf den Markt kommen. Nach der Übernahme durch VW wurde der K70 in die VW-Modellreihe integriert und ab 1970 in einem extra in Salzgitter gebauten Werk produziert. Damals sei es das Spitzenmodell des Wolfsburger Autobauers gewesen, berichtet Neumann. Allerdings bestand es aus sehr vielen Einzelteilen, so dass das Auto aufwändig zu produzieren war. Daher wurde die Produktion nach nur fünf Jahren Bauzeit eingestellt. „Der K70 ist ein richtiges Patchwork-Auto“, erklärte Neumann verschmitzt, aber immerhin habe es den Frontantrieb und die Wasserkühlung bei VW eingeführt.

Auf die Frage, was das Besondere am K70 sei, geraten Jörg Ballwanz und Hans-Ulrich Neumann ins Schwärmen. Der K70 sei seiner Zeit sehr weit voraus gewesen. Viele Dinge, die heute selbstverständlich sind, gehörten damals erstmals zur serienmäßigen Ausstattung der Basismodelle: zwei Bremskreise, Kontrollleuchten für angezogene Handbremse und Tankreserve, Rückfahrscheinwerfer, Intervall-Scheibenwischer und elektrisches Frischluftgebläse. Außerdem sei der K70 ein äußerst servicefreundliches Auto. Überall sei leicht heranzukommen, man könne alles selber machen – „sogar die Kupplung kann am Randstreifen innerhalb einer halben Stunde getauscht werden.“ „Das waren doch herrliche Zeiten“, sind sich die beiden einig. Nach einem Frühstück endete das Treffen mit einer Rundtour über Pahlen, Erfde, Friedrichstadt, Tönning und das Eider-Sperrwerk zurück nach Heide."

(C) Dithmarscher Landeszeitung, 19.05.2005, Onlineausgabe auf http://www.sh-nordsee.de

K70, man sieht sich am 3.7. in Salzgitter


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