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Thema: Fragen zum K 70-Fahrwerk


Weiß von euch jemand, welchen Lenkrollradius der K 70 hat? Null oder positiv?
Konnte bislang keine Auskunft darüber finden.

Zweite Frage: ist das K 70-Fahrwerk im Vergleich zu modernen Autos auch heute noch als technisch gut zu bezeichnen oder inzwischen doch völlig überholt?

Gruß Daniel



Hallo Daniel,

der K70 hat einen Lenkrollradius Null, hier ein Auszug aus Wikipedia:
Ein Fahrzeug mit Lenkrollradius 0 überträgt fahrbahn- oder fahrzeugbedingte Kräfte (Reifendefekt) nicht an die Lenkung, erfordert jedoch einen höheren Kraftaufwand beim Lenkeinschlag des stehenden Fahrzeuges. Der Lenkrollradius 0 ist praktisch schwer zu verwirklichen, da jede Änderung des Reifendurchmessers durch Luftdruckänderung, Reifenverschleiß, Beladung oder Bremsverzögerung (=Laständerung auf der Vorderachse) wegen der Spreizung den Lenkrollradius vergrößert oder verkleinert. Dies trifft nur dann nicht zu, wenn die Lenkachse genau senkrecht steht und sich in der Radmitte befindet, wie etwa bei der Citroën DS, SM und GS. Bei diesen Fahrzeugen waren die vorderen Bremsen nicht (wie heute bei fast allen Fahrzeugen) in den Rädern, sondern innen an beiden Seiten des Differentialgetriebes angeordnet. Dadurch wurde zum einen die ungefederte Masse vermindert und zum anderen durch den Raumgewinn in den Rädern (bei DS, GS und SM) der Lenkrollradius null möglich. Bei allen Fahrzeugen mit innenliegenden Bremsen übertragen die Gelenkwellen die Bremskraft und werden daher stärker beansprucht.

Damit ist auch erklärt, das der K70 hohe Lenkkräfte benötigt.
Lenkrollradius Null, Sturz 0 Grad, Spur +/- 0 Grad.

Das Fahrwerk ist heute noch absolut auf der Höhe der Zeit, das einzige, was etwas gewöhnungsbedürftig ist, sind die langen Federwege. Wenn man sich einen BMW betrachtet (ältere) erkennt man eine gewisse Verwantschaft.

Gruß aus WW
petrod




Und der Nachlaufwinkel ist auch 0°, laut "Jetzt helfe ich mir selbst". Oder handelt es sich dabei um einen Druckfehler?

Gruß
Edgar



Hier mal die korrekten Achsmeßwerte für den K 70 gemäß der von Bosch bereitgestellten Autodata-Tabelle:

Spur: 0° 5' positiv - 0° 10' negativ
Sturz: 0° +/- 45'
Nachlauf: 0° +/- 20' (--> Edgar: 0° ist korrekt)
Spreizung: 9° 30' +/-30'

Bei meinem K 70 beträgt die Spreizung nach erfolgter Achsvermessung und -einstellung allerdings nach wie vor -0°45' links und -2°35' rechts, nicht aber den Sollwert von 9°. Muß man sich deshalb Sorgen machen?? Weil wenn Spur, Sturz und Nachlauf stimmen (Das tun sie jetzt), ist ja eigentlich alles i. O.





Hallo,

ich glaube schlicht, es ist ein Messfehler. Wenn die Spreizung so wäre, dann wäre das Fahrzeug krumm. Spreizung wird von der Mitte Federbeinlager zum Traggelenk bestimmt. Spreizung ist der Winkel zwischen der Senkrechten zum Rad und zu der Linie Drehpunkt Federbeinlager zum Achsgelenk zur Fahrzeugquerachse.
Dieses Werte sind nur bedingt veränderbar beim K70 nur durch Spur.
Die Spreizung ist durch die Vorderachskonstruktion vorgegeben. Wenn die Spreitzung wirklich raus ist, dann merkt man das an einem recht deutliches unsicheres Fahrverhalten.
Der K70 hat nur die Möglichkeit Spur einzustellen....... Sonst muß alles passen, die Toleranzen sind aber auch recht groß.
Gruß aus WW
petrod


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