| Autor |
Thema: Medienberichte Jan-März 2011 |
Fluglärm-BI kontra SPD
http://www.badische-zeitung.de/waldshut-tiengen/fluglaerm-bi-kontra-spd--42605579.html
Vorwurf der Untätigkeit.
WALDSHUT-TIENGEN (hjh/cr) Nach den kritischen Äußerungen im Kreistag zur ersten Sitzung des Fluglärm-Beirats reagiert die "Bürgerinitative Flugverkehrsbelastung" mit heftiger Kritik an der SPD. Der Kreistagssprecherin und langjährigen Bundestagsabgeordneten Karin Rehbock-Zureich unterstellt die BI in einer Medienmitteilung, dass sie "die Datenlage nicht kennt".
Die SPD-Frau hatte sich im Kreistag zum Fluglärm-Beirat ebenso kritisch geäußert wie CDU-Fraktionssprecher Martin Benz. Die Äußerung von Rehbock-Zureich: "die Datenlage diskutieren wir doch seit vielen Jahren", kommentiert die Initiative mit der Feststellung, zu SPD-Regierungszeiten sei die Datenlage "offenbar nur diskutiert" worden. So sei ein in der Sache richtiger Schritt wie die Deutsche Verordnung nicht zur Lösung des Gesamtproblems genutzt, sondern komplett übersehen worden, dass außerhalb der Schutzzeiten, die die Belastung um etwa sieben Prozent einschränkten, "die unbegrenzte Nutzung des süddeutschen Luftraums bestätigt wird".
Wie schwierig der Umgang mit konkreten Zahlen für die regionale SPD offenbar sei, so heißt es weiter, zeige eine Anfrage der Abgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter vom Januar, in der sie von 135 000 Anflügen über Deutschland spreche. Nach Datenlage seien 2010 aber nur etwa 100 000 Anflüge erfolgt. Entgegen Rehbock-Zureichs Äußerung sei klar, dass nach der Grundgesetzänderung ein Staatsvertrag zur Beleihung von Skyguide mit der Flugsicherung zwingend vorgeschrieben sei. Die SPD-Frau hatte vor einem Staatsvertrag gewarnt.
SPD-Frauen kontern Vorwürfe der Bürgerinitiative
"Es ist schon erstaunlich mit welcher Heftigkeit die Bürgerinitiative reagiert auf eine Frage nach der Zusammensetzung des Fluglärmbeirats. Nicht die Teilnahme der Bürgerinitiative wurde von meiner Seite thematisiert, sondern warum die gewählten Vertreter der betroffenen Gemeinden Hohentengen, Klettgau und Lauchringen nicht vertreten sind", entgegnet Karin Rehbock-Zureich nun ihrerseits in einer Pressemitteilung.
"Jahrzehntelang wurde dem Treiben des schweizer Flughafens Kloten von Seiten der CDU Regierung tatenlos zu gesehen. Ein SPD Verkehrsminister hat nach ergebnislosen Verhandlungen – auch zu einem Staatsvertrag – die Verordnung erlassen", äußert sich im gleichen Papier die Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter. Die Verordnung sei ein Meilenstein in der Eindämmung des Fluglärms und habe zur Entlastung der Bevölkerung geführt. Vom Europäischen Gericht sei sie vergangenes Jahr sogar bestätigt worden. Ausgerechnet der SPD Untätigkeit vorzuwerfen lasse an der Objektivität zweifeln.
Weiter fragen die SPD-Frauen, ob die Bürgerinitiative abgerückt sei von ihrer Forderung: "Die deutsche Bundesregierung passt umgehend die DVO an die Position der Region an. Das Risiko einer durch ein Urteil des EuGH späteren weiteren Anpassung ist kalkulierbar klein und sollte nicht berücksichtigt werden." Zudem wollen sie wissen, ob die BI an der Forderung der Zahl von 80 000 Flugbewegungen festhalte und ob die Aufarbeitung der Datenlage etwas an den Forderungen der Region an die Schweiz ändere.
Der An- und Abflug zum Flughafen Zürich müsse nicht durch einen Staatsvertrag geregelt werden. Die CDU-Landesregierung schreibe hierzu: "Rechtsfrieden werden wir (…) nur erreichen, wenn wir einen Staatsvertrag abschließen (...). Sollte sich dieser Weg als nicht gangbar erweisen (...) müssen die Interessen Südbadens mit anderen Mitteln verfolgt werden.". "Hier wird eine Entscheidung für die Region nur verzögert", so Rehbock-Zureich. Die Schweiz werde in Staatsvertragsverhandlungen nie der Festlegung auf eine Zahl der Flugbewegungen zustimmen, sondern auf Lärmkontingente pochen, die Kanzlerin Merkel ihr angeboten habe, so die SPD-Frauen.
|
|
|
|
Zwei Flieger rasten in Kloten aufeinander zu (Tagi, 15.3.11)
Heute Mittag starteten gleichzeitig zwei Flieger auf Pisten, die sich kreuzen. Ein Pilot musste den Start abbrechen. Jetzt ermittelt das Büro für Flugunfalluntersuchungen.
Heute Dienstag um etwa 12.40 kam es auf dem Flughafen Kloten zu einer kritischen Situation. Wie ein Leserreporter meldete, starteten auf der Pisten 16 und 28 ein Flieger. «Ich traute meinen Augen nicht, die beiden Flugzeuge fuhren aufeinander zu», so der Leserreporter zu Tagesanzeiger.ch. Die beiden Pisten kreuzen sich, Starts zur gleichen Zeit sind strengstens verboten.
«Der Flieger auf der Piste 16 war bereits zu schnell, er konnte den Start nicht mehr abbrechen», sagte der Leserreporter weiter. Deshalb habe der Pilot auf der Piste 28 das einzig Richtige getan und den Start abgebrochen. «Zum Glück hielt er rechtzeitig an», so der Augenzeuge.
Flugzeug zwei Stunden später noch immer am Boden
Skyguide-Sprecherin Maude Rivière bestätigt auf Anfrage, dass es heute einen Startabbruch gegeben hat. «Der Pilot hat auf Anweisung des Fluglotsen sofort angehalten», sagt Rivière. Der Vorfall werde nun intern sowie vom Büro für Flugunfalluntersuchungen untersucht. Es sei kein Schaden am Flugzeug entstanden. Angaben über Verletzte gibt es keine. Allerdings ist das Flugzeug, welches auf Piste 28 den Start abbrechen musste, auch zwei Stunden später noch am Boden. Es steht laut Skyguide kurz vor 15 Uhr jedoch wieder für den Start bereit.
Weshalb zwei Flugzeuge gleichzeitig starteten, ist zur Zeit unklar. «Zuerst muss abgeklärt werden, was sich genau ereignet hat. Details sind bisher keine bekannt», sagt Rivière. Wie oft es zu Startabbrüchen kommt, ist laut Rivière nicht bekannt. «Es handelt sich um einen Einzelfall.»
Um Kollisionen auf dem Flugfeld zu vermeiden, gibt es verschiedene Sicherhetiseinrichtungen. Unter anderem gibt es ein Überwachungssystem, das alle Bewegungen registriert. Es erkennt mögliche Konflikte und warnt die Fluglotsen im Tower frühzeitig.
Zuletzt bearbeitet: 15.03.11 15:36 von Kontrollator
|
|
Weiteres Treffen der Arbeitsgruppe Schweiz-Deutschland zum Fluglärm
http://www.news.admin.ch/dokumentation/00002/00015/?lang=de&msg-id=38124
Bern, 15.03.2011 -
Die deutsch-schweizerische Arbeitsgruppe zur Regelung des Fluglärmstreits um den Flughafen Zürich hat sich am 14. März 2011 am Flughafen Frankfurt zu einem weiteren Gespräch getroffen. Im Nachgang dieses Gesprächs halten die beiden Delegationen in einer gemeinsamen Stellungnahme folgende 8 Punkte fest:
1. Einer vertraglichen Lösung des Jahrzehnte währenden Konflikts zwischen beiden Staaten um den Flughafen Zürich wird der Vorzug vor einseitigen Massnahmen gegeben.
2. Beide Seiten sind sich darin einig, dass eine Vereinbarung alle aus heutiger Sicht strittigen Punkte regeln muss, um Rechtsfrieden auf beiden Seiten zu schaffen.
3. Die Schweiz nimmt zur Kenntnis, dass die deutsche Bundesregierung die Zahl der Anflüge über deutsches Gebiet auf den Flughafen Zürich deutlich reduzieren will; demgegenüber bevorzugt die Schweiz eine Lösung mit einer Lärmobergrenze.
4. Deutschland nimmt zur Kenntnis, dass die Schweiz bei den Sperrzeiten für Anflüge über deutsches Gebiet auf den Flughafen Zürich eine flexiblere Regelung, insbesondere am Morgen, haben möchte; demgegenüber will Deutschland die heutigen Sperrzeiten beibehalten.
5. Die Schweiz nimmt zur Kenntnis, dass Abflüge in deutsches Hoheitsgebiet auch künftig nicht unter 15.000 Fuss (ca. 4.600 m) erfolgen sollen.
6. Beide Seiten sind grundsätzlich übereingekommen, dass die deutsche Bevölkerung bzw. deren Interessenvertreter zukünftig bei für sie relevanten Massnahmen am und um den Flughafen Zürich grundsätzlich wie die schweizerische Bevölkerung mitwirken kann.
7. Beide Seiten sind sich einig, dass die Flugstreckenführung im europäischen Streckennetz grundsätzlich beibehalten wird.
8. Den Erlass einseitiger Massnahmen während der Gesprächsphase schliessen beide Seiten aus. Die Gespräche um eine einvernehmliche Lösung sollen spätestens bis Ende 2011 abgeschlossen werden.
Die Arbeitsgruppe wird innerhalb der nächsten Wochen erneut zusammenkommen. Die Arbeitsgruppe steht unter der Leitung von Peter Müller, Direktor des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL), und Gerold Reichle, Leiter der Abteilung Luft- und Raumfahrt im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Der schweizerischen Delegation gehören auch Vertreter des Kantons Zürich und der Flughafen Zürich AG an, auf deutscher Seite nahmen Vertreter des Landes Baden-Württemberg und des Landkreises Waldshut teil.
Adresse für Rückfragen:
Für Medienschaffende:
Kommunikation BAZL
Telefon: 031 324 23 35
Herausgeber:
Bundesamt für Zivilluftfahrt
Internet: http://www.bazl.admin.ch
|
|
15.3.2011 16.05 Uhr
Fluglärm: Schweiz und Deuschland streiten weiter
http://www.drs.ch/www/de/drs/nachrichten/nachrichtenticker/oid.bf9fee22bd7b63d332bb89fdab66788c.html?s=ch
Die Schweiz und Deutschland sind sich in der Frage des Fluglärms weiterhin uneins.
Eine deutsch-schweizerische Arbeitsgruppe hat bei einem Treffen in Frankfurt aber Grundsätze festgelegt, die als Basis für einen Vertrag dienen sollen.
Knackpunkte sind nach wie vor die Anflüge nach Zürich-Kloten über süddeutsches Gebiet. Deutschland will diese reduzieren.
Die Schweiz schlug als neue Idee vor, stattdessen eine Obergrenze für den Fluglärm festzulegen. Darauf seien die Deutschen aber nicht eingetreten, hiess es.
Laut einer Mitteilung des Bundesamtes für Zivilluftfahrt haben die Parteien aber beschlossen, bis Ende Jahr gemeinsam eine Lösung zu finden.
|
|
|
|
Aargauer Verein fordert Flugverbotszone über Atomanlagen
Über den Atomanlagen im unteren Aaretal im Aargau soll aus Sicherheitsgründen eine Flugverbotszone mit einem Radius von fünf Kilometern errichtet werden. Das fordert der Aargauer Verein «Gekröpfter Nordanflug Nein».
Die Flugverbotszone solle für alle An- und Abflugrouten gelten, teilte der Verein am Freitag mit. Das Flugregime gekröpfter Nordanflug (GNA) und die neue Abflugroute Surbtal-Bözberg müssten daher aus dem Sachplan Infrastruktur Luft (SIL) für den Flughafen Zürich gestrichen werden.
Die beiden Flugrouten würden in unmittelbarer Nähe über die Atomreaktoren Beznau I und II, über das Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Würenlingen AG sowie über das Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen AG führen.
Der Verein reagierte mit den Forderungen auf die nukleare Katastrophe in Japan. Die Bevölkerung habe ein Anrecht auf «höchstmögliche Sicherheit der Kernanlagen», hält der Verein fest.
Man habe in Stellungnahmem immer wieder auf das Restrisiko hingewiesen, das bei An- und Abflugrouten in erhöhtem Masse vorhanden sei. Seit zehn Jahre kämpft der Verein gegen den riskanten gekröpften Nordanflug.
Präsident des Vereins ist Kurt Schmid, Gemeindeammann von Lengnau im Surbtal. Er ist CVP-Ständeratskandidat und Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes.
Auch Regierung hat Sicherheitsbedenken
Im November hatte der Aargauer Regierungsrat in einer Stellungnahme zum SIL-Sachplan sein Nein zum GNA bekräftigt. Der Regierungsrat machte vor allem Sicherheitsgründe geltend. Die Wahrscheinlichkeit eines Flugzeugabsturzes nehme mit der Anzahl der Überflüge zu.
Im Rahmen des SIL-Prozesses werde die Anflugroute für den gekröpften Nordanflug über die Atomreaktoren in der Beznau und in Würenlingen in Richtung Nordgrenze geführt.
Der Regierungsrat wies auf eine Weisung des BAZL hin, wonach Flugzeuge im Instrumentenflug in einem Umkreis von 1,5 Kilometer um Kernanlagen eine Flughöhe von mindestens 1'000 Meter einhalten müssen.
Damit soll die vom Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) spezifizierte Sicherheit der AKW gegen einen Flugzeugabsturz gewährleistet sein.
|
|
Fluglärm: Lösung möglich
http://www.badische-zeitung.de/waldshut-tiengen/fluglaerm-loesung-moeglich--42886127.html
Bürgerinitiative informiert.
WALDSHUT-TIENGEN (mhe). Trotz starrer Positionen ist die deutsch-schweizerische Auseinandersetzung um die Flugverkehrsbelastung durch den Flughafen Zürich-Kloten in Bewegung geraten. Eine für die deutsche Hochrheinregion und den Südschwarzwald befriedigende Lösung scheint in Reichweite. Das war der Tenor des Infoabends am Donnerstag in Lauchringen, in dem die Bürgerinitiative Flugverkehrsbelastung im Kreis Waldshut den aktuellen Sachstand vortrug.
Mit der erfolgten Einrichtung des Fluglärmbeirats sei zwar noch nicht das ganze Rennen, aber schon eine Etappe gewonnen worden, sagte BI-Vorsitzender Rolf Weckesser. "Wir sind auf einem sachgerechten Weg", bestätigte Wolfgang Schuh, der Vertreter der BI im Beirat. Der Fluglärmbeirat werde bis Mitte April dieses Jahres anhand aller Zahlen und Fakten den Zürcher Flugverkehr analysieren. Die Analyse soll der deutschen Seite im deutsch-schweizerischen Arbeitskreis Fakten für Entscheidungen liefern. Bis zum Jahresende ist laut Schuh mit einem Abschluss der deutsch-schweizerischen Gespräche zu rechnen und mit der Ausarbeitung entweder eines Staatsvertrags, oder einer neuen, angepassten deutschen Flugverordnung. Die Umsetzung des jeweiligen Ergebnisses würde dann nur noch etwa ein halbes Jahr dauern.
Wichtigster Eckpunkt der Neuregelung sei die Beschränkung der Überflüge auf jährlich maximal 80 000, nicht wie von der Schweiz bisher gefordert, eine von der Zahl der Flugbewegungen unabhängige Größe der Lärmbelastung. Einem entsprechenden Staatsvertrag stehe die BI positiv gegenüber. In diesem Zusammenhang erinnerte Schuh daran, dass nach der Grundgesetzänderung zur Flugüberwachung 2012 auch ein Staatsvertrag fällig werde, der die Luftüberwachung durch die Schweizer Skyguide regle.
Kommentar:
Die Lärmmessungen in Deutschland wurden nach den dort gültigen Gesetzen vorgenommen und danach von beiden Ländern, d.h. von Deutschland und der Schweiz für gut befunden. Dabei kam heraus, dass in Deutschland nach deutschem Recht keine Grenzwerte überschritten wurden. Jetzt greift die Bürgerinitiative Waldshut mangels Argumenten zur Trickkiste und pocht auf eine Begrenzung der Flugbewegungen, die erstens im deutschen Gesetz zum Schutz gegen Fluglärm nicht vorkommt und zweitens in Deutschland, mit Ausnahme der gegen die Schweiz verhängten DVO, nie zur Anwendung kommt. Schliesslich will der Fluglärm-Beirat neue Fakten liefern, als wären diese nicht schon längst bekannt. Einfach lachhaft, was sich die ewig gleichen Fanatiker um den BI-Vorsitzenden Rolf Weckesser herum wieder einmal leisten!
|
|
Flughafen entschädigt Immobilienbesitzer
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Flughafen-entschaedigt-Immobilienbesitzer/story/25148359
Aktualisiert um 14:06 Uhr
Der Flughafen Zürich hat bisher 130 Millionen Franken aus seinem Fluglärmfonds ausgeschüttet, 10 Millionen erhielten die Immobilienbesitzer.
Insgesamt sind für die Entschädigungen 740 Millionen Franken budgetiert. Der Betrag setzt sich zusammen aus Entschädigungen für Grundeigentümer, deren Immobilien wegen des Fluglärms an Wert verloren haben. Für diese sogenannten formellen Enteignungsentschädigungen müssten insgesamt 410 Millionen Franken ausgegeben werden, sagte Flughafen-CEO Thomas Kern heute Mittwoch vor den Medien in Zürich.
Weitere 270 Millionen Franken fliessen in Schallschutzmassnahmen. Die übrigen 60 Millionen Franken werden für operatives Lärmmanagement – beispielsweise Rechtskosten – aufgewendet.
Grossteil für Schallschutzmassnahmen ausgegeben
Von den 130 Millionen Franken, die bereits ausgeschüttet worden seien, wurden etwa 10 Millionen Franken an Immobilienbesitzer bezahlt, deren Haus weniger wert ist. Etwa 120 Millionen Franken seien in Schallschutzmassnahmen geflossen, sagte Daniel Schmucki, Finanzchef der Flughafen Zürich AG, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.
Im letzten Sommer hatte das Bundesgericht entschieden, dass nur Personen, die ihre Liegenschaft vor 1961 erworben haben, eine Lärmentschädigung wegen der Ostanflüge auf den Flughafen Zürich beanspruchen können. Das Bundesgericht hatte mit diesem Entscheid dem Bundesverwaltungsgericht widersprochen und den Kreis der Berechtigten stark eingeschränkt. (fsc/sda)
Erstellt: 23.03.2011, 14:05 Uhr
|
|
Shopping
23. März 2011
Ein Supermarkt mit Landebahn
http://www.20min.ch/finance/news/story/Ein-Supermarkt-mit-Landebahn-20014007
von Alex Hämmerli - Bald sollen auch ankommende Passagiere in Kloten zollfrei einkaufen dürfen. Schon jetzt gehört der Flughafen Zürich zu den grössten Einkaufszentren der Schweiz.
Am Flughafen Zürich läuft das Geschäft. 2009 liess jeder abfliegende Passagier im Schnitt satte 42 Franken in den Kassen der Shops, Bars und Restaurants liegen. «Andere Flughäfen wünschten sich, ihre Passagiere würden so viel Geld ausgeben», freut sich Sprecher Marc Rauch. Vergleichbare Flughäfen in Europa kommen meist auf nicht mehr als 20 bis 30 Franken Umsatz pro Kopf.
Shopping-Konzepte
Der Flughafen Zürich hat zwei verschiedene Shopping-Konzepte. Im Passagierbereich setzt man eher aufs Premium-Segment. Soll heissen: Parfümerien, Boutiquen und Uhrengeschäfte sind unter den bevorzugten Mietern. Im öffentlichen Bereich will man mit einem breiteren Angebot und insbesondere mit langen Öffnungszeiten punkten.
Schon jetzt ist der Flughafen Zürich eines der grössten Einkaufszentren der Schweiz. Laut dem Marktforschungsunternehmen Gfk liegt der Airport mit seiner Verkaufsfläche von 26 500 Quadratmetern auf Platz 14. An der Spitze steht der Megakomplex «Shopping&Tivoli» im Aargauischen Spreitenbach mit fast 70 000 Quadratmetern. Der Duty-Free-Bereich des Flughafens umfasst für sich alleine genommen aktuell 2100 Quadratmeter.
Duty-Free für Ankömmlinge
Ab Sommer dürfte am Flughafen Zürich weiter ausgebaut werden. Denn das Parlament hat beschlossen, dass bald auch ankommende Passagiere an Schweizer Flughäfen zollfrei einkaufen dürfen. Einzig das grüne Licht des Bundesrats fehlt noch. Doch dieses ist nach der Zustimmung von National- und Ständerat wohl nur noch Formsache.
1900 Quadratmeter an neuer Ladenfläche dürften dann hinzukommen – und die Umsätze entsprechend anschwellen. Geht man davon aus, dass die ankommenden Passagiere ähnlich ausgabefreudig sind wie diejenigen, die abreisen, dürfte sich der Duty-Free-Umsatz fast verdoppeln. «Die neuen Läden werden sich zweifelsohne in den Verkaufszahlen niederschlagen», so Sprecher Rauch. 2010 machten die Läden im Flughafen Zürich 482 Millionen Franken Umsatz. Zum Vergleich: Das verkaufsstärkste Shoppingcenter der Schweiz, das Glattzentrum im Zürcher Wallisellen, wies laut Gfk 2009 einen Umsatz von 666 Millionen Franken aus.
Mit dem so genannten Arrival Duty-Free werden rund 60 neue Arbeitsplätze geschaffen, schätzt man beim Flughafen. Profitieren wird die Flugplatzbetreiberin durch zusätzliche Mieterträge sowie eine Umsatzbeteiligung an den Erträgen der Shops und Gastro-Betrieben.
|
|
Richter verlangen vom Flughafen Zürich ein Schallschutz-Konzept für Südanflüge
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Richter-verlangen-vom-Flughafen-Zuerich-ein-SchallschutzKonzept-fuer-Suedanfluege/story/12853842
Von Romeo Regenass. Aktualisiert um 04:00 Uhr 1 Kommentar
Aus dem Fluglärmfonds sind 120 Millionen Franken in den Schallschutz geflossen. Weitere 150 Millionen stehen bereit – auch für den Süden.
Jeder in Kloten abfliegende Passagier bezahlt einen «Lärmfünfliber»: 5 Franken landen im Fluglärmfonds, zusammen mit den Landegebühren der Fluggesellschaften, die je nach Lärm höher oder tiefer ausfallen.
Kürzlich hat das Bundesgericht in einem Urteil zum vorläufigen Betriebsreglement den Flughafen verpflichtet, die auf frühestens 2013 angekündigte Revision der Lärmgebühren vorzuziehen. Lenkungswirksamere Gebühren sollen dazu führen, dass die Fluggesellschaften insbesondere am frühen Morgen entweder leisere Flugzeuge einsetzen oder den Flughafen Zürich meiden.
Aktuellen Grenzwerte reichen nicht
Das ist die eine Hausaufgabe, welche die Richter in Lausanne dem Flughafen aufgegeben haben. Die andere ist nicht weniger aufwendig – und erst noch dringend: Bis Ende Jahr muss der Flughafen beim Bundesamt für Zivilluftfahrt ein Konzept für Schallschutzmassnahmen im Bereich der Südanflüge einreichen. Das Bundesgericht war zum Schluss gekommen, dass die aktuellen Grenzwerte nicht genügend Schutz böten gegen Fluglärm, der geballt zu besonders sensiblen Tagesrandstunden auftritt: «Insbesondere die seit 2003 eingeführten morgendlichen Südanflüge führen zum Teil zu übermässigen Lärmimmissionen.»
Das Konzept soll aufzeigen, wie Schallschutzmassnahmen die betroffenen Anwohner vor zu frühem Erwachen schützen können. Laut Sprecherin Sonja Zöchling arbeitet der Flughafen auf der Basis der Schweizerischen Lärmschutzverordnung intensiv daran; infrage kommen Schallschutzfenster- und -lüfter. «Vieles ist offen, und das macht es schwierig. Es ist völlig unklar, wie das Resultat aussehen wird.»
Bisher hat der Flughafen Zürich gemäss Angaben an der Medienkonferenz von gestern Mittwoch aus dem Fluglärmfonds 130 Millionen Franken ausgeschüttet. 120 Millionen davon flossen laut Finanzchef Daniel Schmucki in Schallschutzmassnahmen. In einem über die Jahre gefüllten 740-Millionen-Topf stehen weitere 150 Millionen für den Schallschutz bereit.
Viel Geld für Entschädigungen
410 Millionen Franken sind budgetiert als Entschädigung für Grundeigentümer, deren Immobilien wegen des Fluglärms an Wert verloren haben. Ausbezahlt wurden davon allerdings erst 10 Millionen. Weitere 60 Millionen sind für ein operatives Lärm-Management reserviert; dazu gehören etwa Rechtskosten.
Mit 138,5 Millionen Franken Jahresgewinn bei 862,9 Millionen Franken Umsatz konnte Flughafen-Chef Thomas Kern ein respektables Ergebnis präsentieren. Gemessen am Vorjahr entspricht das zwar einem Gewinnrückgang von gut 27 Prozent, doch 2009 war der Gewinn durch einen Teilverkauf des Engagements im Flughafenbau in Indien um 75 Millionen Franken geprägt gewesen.
Gutes Geschäft mit Fracht
Derzeit wird am Flughafen das Dock B mit 9 Standplätzen und das zentrale Gebäude für die Sicherheitskontrolle gebaut. Beide Gebäude sollen im Dezember in Betrieb genommen werden. Das Dock B erlaubt eine flexible Abfertigung von Flügen in- und ausserhalb des Schengen-Raums, was dem Flughafenbetreiber grosse Anpassungsfähigkeit an den Flugbetrieb ermöglicht.
Mit der Bauerei sind temporäre Ladenschliessungen verbunden, sodass das Nicht-Fluggeschäft in den Shoppingzonen etwas leiden wird. Dennoch will der Flughafen das Ergebnis um 10 bis 15 Prozent steigern. Dazu beitragen sollen insbesondere die Passagiere aus dem Heimmarkt Schweiz, die bis Ende Februar deutlich stärker zunahmen als die Transferpassagiere. Diese bringen dem Flughafen auch mehr Gebühren als Transferpassagiere. Ebenfalls gut läuft das Geschäft mit der Fracht – ein Frühindikator für die Konjunktur. Gegenüber 2009 wurden letztes Jahr 19,3 Prozent Tonnen mehr abgefertigt; in den ersten zwei Monaten des Jahres lag das Plus immerhin noch bei knapp 4 Prozent.
Zollfrei shoppen bei Ankunft
Grosse Hoffnungen setzt der Flughafen auf das Dutyfree-Geschäft mit ankommenden Passagieren. Wird dagegen nicht noch das Referendum ergriffen, kann man ab Anfang Juni auf 1900 Quadratmeter Fläche Tabak, Alkoholika, Parfüms und Schokolade einkaufen statt am Rollband auf das Gepäck warten. Laut Kern schafft dies 60 bis 80 Stellen. Der Flughafen erwartet zusätzliche Einnahmen zwischen 10 und 15 Millionen Franken und Umsätze von gegen 50 Millionen für die Betreiber der Läden. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 23.03.2011, 22:19 Uhr
|
|
Fluglotse eingeschlafen? Flugzeuge landen ohne Tower-Unterstützung
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Fluglotse-eingeschlafen-Flugzeuge-landen-ohne-TowerUnterstuetzung/story/10762778
Aktualisiert um 16:38 Uhr
In Washington mussten heute zwei Passagierflugzeuge ohne die Unterstützung von Fluglotsen landen. US-amerikanische Medien mutmassen, dass der Tower-Arbeiter eingeschlafen ist.
Nach vergeblicher Kontaktaufnahme mit dem Tower haben zwei Maschinen mit insgesamt 165 Menschen an Bord auf dem Washingtoner Inlandsflughafen ohne Fluglotsen landen müssen. Der Zwischenfall auf dem Ronald Reagan National Airport zieht eine Untersuchung nach sich.
Medienberichte, wonach der einzige diensthabende Fluglotse eingeschlafen sei, bestätigte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB am Donnerstag nicht. Kurz nach Mitternacht am Mittwoch fragte ein Flugzeug von American Airlines mit 97 Menschen an Bord den Angaben zufolge beim Tower in Washington die Landung an, bekam aber keine Antwort.
Anschliessend habe die Maschine Warteschleifen über der US- Hauptstadt gedreht, ehe sich die Piloten zu einer Landung ohne Tower- Unterstützung entschlossen hätten. Das gleiche Schicksal ereilte kurz darauf eine Maschine der Fluglinie United mit 68 Menschen an Bord. Erst nach Landung des United-Flugzeugs habe sich der Lotse wieder gemeldet, sagte NTSB- Sprecher Peter Knudson.
Nicht mehr alleine
Die «Washington Post» berichtete, dass der Fluglotse weder auf die Funksprüche der Piloten, noch auf Anrufe von Kollegen anderer Flughäfen in der Region reagiert habe.
Die anderen Fluglotsen hätten den verschollenen Kollegen demnach auch über Lautsprecher im Tower ausrufen lassen. US-Medien spekulierten am Donnerstag, dass der Fluglotse womöglich eingeschlafen sei.
Wegen des geringen Flugaufkommens ist der Tower des Washingtoner Inlandsflughafen zwischen Mitternacht und 6 Uhr nur mit einem Lotsen besetzt. US-Verkehrsminister Ray LaHood wies die Luftfahrtbehörde FAA an, dass künftig zwei Lotsen die Nachtschicht am Reagan Airport übernehmen müssen.
Der Zwischenfall am Mittwoch war nicht das erste Mal, dass im dortigen Tower das grosse Schweigen herrschte. Laut «Washington Post» hatte sich ein Lotse vor zwei Jahren in der Nacht versehentlich aus dem Kontrollraum ausgesperrt.
(mrs/sda)
Erstellt: 24.03.2011, 16:36 Uhr
|
|
Täglich fliegen laut BAZL rund 3000 Flugzeuge über die Schweiz.
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/20394524
Bedenkt man, dass jeder dieser Flieger so viel Dreck wie 100-200 Autos ausstösst, so ist die Belastung für die Umwelt identisch, wie wenn gegen 500'000 Autos quer durch die Schweiz fahren. Ganz einfach betrachtet, der Luftverkehr generiert mehr Dreck als alle Autos. Mit dem Kerosin könnte man locker den Strom erzeugen, den alle AKW's der Schweiz produzieren, nicht unbedingt sinnvoll, aber auch nicht sinnloser als die Flüge der meisten. Ich kenne Leute, die fliegen jedes 2. Wochenende irgendwo hin, kostet ja fast nichts. Es ist einfach bedenklich, dass diese Drecksbranche steuerfrei arbeiten kann. Seit neustem sind nun auch noch die Läden steuerfrei, tolle Lobby.

|
|
Martin Graf für den Osten in den Regierungsrat
Sehr geehrte Mitstreiterinnen und Mitstreiter
Am 3. April 2011 wird das Kantonsparlament und der Zürcher Regierungsrat neu gewählt. Diverse Mitglieder haben uns nach unserer Meinung gefragt. Als Fluglärmorganisation setzten wir uns für die Anliegen der lärmgeplagten Bevölkerung ein. Dies erwarten wir auch vom Zürcher Regierungsrat. Aus dieser Optik haben wir uns für eine Wahlempfehlung entschieden:
Für die bevorstehenden Regierungsratswahlen vom 3. April 2011 empfehlen wir Ihnen, Martin Graf als neues Regierungsratsmitglied zu wählen.
Martin Graf kennt die Fluglärmproblematik bestens und wir kennen Martin Graf. Er bietet persönlich die beste Gewähr für uns im Osten, dass die vom Fluglärm und den anderen Emissionen des Luftverkehrs geplagte Bevölkerung angemessen berücksichtigt wird. Als Stadtpräsident von Illnau-Effretikon und Bezirksvertreter im Bezirk Pfäffikon hat sich Martin Graf stets in unserem Sinn für das gemeinsame Anliegen eingesetzt.
Bei den Kantonsratswahlen empfehlen wir Ihnen aus Sicht der Fluglärmproblematik die GLP (Grünliberale Partei), SP und die Grünen. Diese Parteien setzen sich am ehesten breitflächig für einen Schutz der Bevölkerung ein.
Auch verschiedene Vertreter anderen Parteien sind aus unserer Sicht wählbar und engagieren sich teils hervorragend in dieser Problematik.
Die Mitglieder des Kantonsrats werden pro Bezirk gewählt. BFO verzichtet auf eine umfangreiche Analyse von einzelnen Personen und damit auf Wahlempfehlungen von Einzelpersonen in den Bezirken.
BÜRGERPROTEST FLUGLÄRM OST
Email: mailto:info@fluglaerm-ost.ch
|
|
Einfluss der Kondensstreifen auf das Klima:
Wiki - Kondensstreifen
Der Luftverkehr beeinflusst das Klima hauptsächlich über drei Arten:
Emission von Kohlendioxid
Stickoxiden
Bildung von Kondensstreifen.
Die anthropogenen Kondensstreifen bedecken einen kleinen Teil des Himmels und reduzieren damit durch Reflexion an ihrer Oberseite tagsüber die Sonneneinstrahlung (kühlender Effekt) und erhöhen so die planetare Albedo (vgl. Wolke). Andererseits absorbieren Eiskristalle die vom Erdboden kommende Strahlung und re-emittieren weniger energiereiche Strahlung (Treibhauseffekt), was eine Erwärmung nach sich zieht. Es wird daher vermutet, dass das Klima durch die Kondensstreifen des Flugverkehrs beeinflusst wird. Die Stärke dieses Effekts und seine Rolle in Bezug auf die globale Verdunkelung bzw. auch globale Erwärmung sind bisher nur mit großen Unsicherheiten bekannt, es wird jedoch lokal ein Einfluss auf die Globalstrahlung von bis zu 2 W/m2 geschätzt. Linienförmige Kondensstreifen bedecken dabei im Mittel etwa 0,5 % des Himmels über Zentraleuropa, am Tag mit 0,7 % etwas mehr als mit rund 0,25 % in der Nacht. Dabei sind die schwer messbaren Kondensstreifen-Zirren nicht berücksichtigt und es gibt Anzeichen, dass der Bedeckungsgrad aller Kondensstreifen weitaus höher liegt.

Uploaded with ImageShack.us
Heutiger Beitrag in der Wetterbox des Radio DRS 1 zu Kondensstreifen:
rtsp://a1168.v23910e.c23910.g.vr.akamaistream.net/ondemand/7/1168/23910/51328479/audio.drs.ch/local/logdepot/drs1log/1103270900_start0915.smi
(Obige Adresse mit einem Mediaplayer öffnen)
Zuletzt bearbeitet: 27.03.11 11:29 von Flughafenpolitik
|
|
|