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Thema: Kommentare zu Medienberichten Apr-Jun 2011


Hier die Beiträge.



Wenn im Herbst über ein Pistenausbauverbot abgestimmt wird, ist zu bedenken, dass dieses zu einer weiteren Verlagerung von Fluglärm in den Süden führen wird. Der VFSN verlangt in seinem Gegenvorschlag, dass diese Verlagerung durch flankierende Massnahmen verhindert wird. Auch hier war der Gang vors Bundesgericht notwendig, welches diesen Gegenvorschlag in allen wesentlichen Teilen für gültig erklärte – im Gegensatz zum Zürcher Kantonsrat.

Yvonne Wewerka, Pfaffhausen




Beim von den Nord- und Ostgemeinden kolportierten Pistenausbauverbot ohne flankierende Massnahmen geht es um eine einseitige Verlagerungspolitik von Fluglärm, die ausschliesslich den Süden treffen würde. Dieses ist deshalb in der vorgelegten Form strikte abzulehnen! Bund und Kanton haben sich bisher immer zum Prinzip "möglichst wenig Lärm für möglichst wenig Betroffene" bekannt. Das Bundesgericht hat in seinen jüngsten Entscheiden dieses Prinzip auch immer wieder bestätigt. Davon ist auch im SIL-Prozess nicht abzurücken.



Gegenvorschlag des VFSN = Schutz für ALLE Betroffenen!



Das Vorziehen der Sicherheitsabklärungen durch Skyguide macht Sinn.

http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Skyguide-ueberprueft-Sicherheit-auf-Flughafen-Zuerich/story/29917314

Bis Juli soll eine Gesamtauflistung der Sicherheitsprobleme vorliegen, erklärte Skyguide-CEO Daniel Weder heute Mittwoch. Prinzipiell wolle Skyguide die Sicherheit auf allen von ihr überwachten Flugplätzen ganzheitlich überprüfen und auflisten. Anschliessend sollen Risiken beseitigt werden, und es sollen Konzepte erarbeitet werden, wie mit den verbleibenden Risiken umgegangen werden solle.

Für den Flughafen Zürich hätte die Auflistung laut Weder bis Ende 2011 fertig sein sollen. Man habe sie um etwa ein halbes Jahr vorgezogen, nachdem am 15. März 2011 beinahe zwei Flugzeuge kollidiert wären.


Das Vorziehen der Sicherheitsabklärungen noch vor die im Herbst stattfindende Abstimmung über ein Pistenausbauverbot durch Skyguide macht Sinn. Es versetzt den Stimmbürger in die Lage, sich erstens besser ein Urteil zum Thema Sicherheit zu bilden und zweitens die egoistischen Lügenmärchen des Ostens zum reinen Zweck der Abschiebung von Fluglärm in den Süden noch leichter als bisher, zu durchschauen.



18.04.2011

Keine Lösung bei Fluglärm in Sicht

http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/schwarzwald-baar-kreis/Keine-Loesung-bei-Fluglaerm-in-Sicht;art372502,4838997

Schwarzwald-Baar (dsc) Landrat Karl Heim hat wenig Hoffnung, dass sich die deutsch-schweizerische Arbeitsgruppe zur Regelung der Flugbewegungen um den Flughafen Zürich in absehbarer Zeit grundsätzlich einigen wird. Erstmals hat sich die Gruppe im Oktober 2010 getroffen.

Die deutsche Position ist nach wie vor, höchstens 75 000 Anflüge über deutsches Gebiet auf den Züricher Flughafen zuzulassen. Die Schweizer sehen das anders. Im vergangenen Monat kam die Arbeitsgruppe nun erneut zusammen. „Eine inhaltliche Annäherung der beiden Seiten erfolgte nicht“, ließ der Landrat jetzt verlauten. Die Gespräche sollen zum Jahresende abgeschlossen werden. „Aus meiner Sicht glaube ich nicht an eine einvernehmliche Lösung“, sagte Heim.

Die südbadischen Landräte haben im Übrigen Briefe an den designierten Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) und SPD-Landesparteichef Nils Schmid geschickt, in dem sie darauf hinweisen, dass das Thema der Belastung des Flugraums durch den Flughafen Zürich auch in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden müsse.


Das man keine Lösung findet mit den süddeutschen Landräten, ist klar. Die Arbeitsgruppe braucht einen Kick von weiter oben - gemeinsam aus Berlin und Bern.




Anstelle von ernsthaften Verhandlungen, nur Poker.

Die Deutschen werden in den Verhandlungen keinen Schritt vorwärts machen, bevor nicht das Resultat der Abstimmung über ein Pistenausbauverbot im Herbst bekannt ist. Die Äusserungen in der Presse sind als Bestandteil des Pokers entsprechend zu relativieren. Schliesslich werden sich die Fakten zuerst in Berlin, dann auch in Süddeutschland durchsetzen. Bis dann braucht es aber noch viel Zeit und vor allem Geduld.



Bantli:
Anstelle von ernsthaften Verhandlungen, nur Poker.

Die Deutschen werden in den Verhandlungen keinen Schritt vorwärts machen, bevor nicht das Resultat der Abstimmung über ein Pistenausbauverbot im Herbst bekannt ist. Die Äusserungen in der Presse sind als Bestandteil des Pokers entsprechend zu relativieren. Schliesslich werden sich die Fakten zuerst in Berlin, dann auch in Süddeutschland durchsetzen. Bis dann braucht es aber noch viel Zeit und vor allem Geduld.


Dein Wort ins Ohr des Aviatik-Gottes. Auf ein gutes Abschmettern der Pistenbauverbotsinitiative!



Zitat für Investoren

Wie wird man Millionär?

Man fängt als Milliardär an und investiert das Geld in eine Fluggesellschaft.

http://www.warrenbuffett.ch/fluggesellschaft.html

~ Warren Buffett



«Wir hätten allen Grund für mehr Selbstvertrauen», schreibt er. Damit wäre es auch möglich, dass die Schweizer den Deutschen für ihren Beitrag an Frieden und Wohlstand in den vergangenen 50 Jahren Dankbarkeit entgegenbringen: Die Rechnung für den Friedensraum rund um unser Land «bezahlte vor allem Bonn und dann Berlin».


Ja, seien wir den Deutschen dankbar dafür, dass sie nicht auch noch einen dritten Weltkrieg angefangen haben!


Zuletzt bearbeitet: 27.04.11 15:46 von Thomas


400 Autos, Stoßstange an Stoßstange vor dem Airport

http://www.allgemeine-zeitung.de/region/rheinhessen/10672368.htm

Bei der Sitzung der Anti-Fluglärm-Aktivisten rief Wagner dazu auf, dass täglich hunderte Autos auf der (vermeintlichen) Suche nach einem Parkplatz am Flughafen stundenlang immer wieder ums Terminal herumfahren sollen. „Wir müssen die Aktion mindestens vier Wochen durchziehen und sie da treffen, wo es ihr am meisten weh tut – bei der Pünktlichkeit.“

Konkret sprach Wagner von einem Corso von 400 Autos, die gen Aiport fahren sollen, das seien zwei Kilometer, wenn man Stoßstange auf Stoßstange fahre. „Ich bin überzeugt, dass wir mit den Mainzern, Wiesbadenern, Rheinhessen und Hessen 10.000 bis 12.000 Leute zusammenbekommen, die sich abwechseln. Ich selbst bin gerne bereit, vier Tage im Monat zu opfern, obwohl ich als Geschäftsmann eigentlich gar keine Zeit dazu habe.“


Von der Idee her ist dies zwar nichts neues, aber wir sind gespannt, ob unsere deutschen Leidensgenossen das schliesslich mit aller Konsequenz durchziehen. Wie hat der Deutsche Botschafter doch jüngst in Bern gesagt: Den Schweizern fehlt es an Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen! Dem kann man nur beipflichten. Ein wenig Neid schweizerischerseits ist da durchaus angebracht.



Flughafen Zürich

Politikbrief Nr. 11, April 2011.

http://www.flughafen-zuerich.ch/Portaldata/2/Resources/documents_unternehmen/luftfahrtpolitik/11_04_Politikbrief_April_2011.pdf

Dock B
Behördeninitiative II
Kantonaler Richtplan
Gastkolumne: Gerold Bührer, economiesuisse
Lärmmessstellen
Schweizerisches Flughafennetzwerk für Reisemedizin
Verkehrsentwicklung 2010


Der Flughafen Zürich nimmt sich das Maximum, was er bekommt! Auffallend ist dies insbesondere auch im Zusammenhang mit der zukünftigen Nutzung des Militärflugplatzes Dübendorf. Rücksicht auf alleine im Glatttal, Hundertausende von Betroffenen, wird da keine genommen. Deshalb sind die im SIL festzulegenden Rahmenbedingungen so wichtig. Der Stimmbürger hat es in der Hand, schon im Herbst bei der Abstimmung über ein Pistenausbauverbot mit der Annahme des VFSN-Gegenvorschlags dem Treiben endlich vernünftige Grenzen zu setzen.



Kauder wies auch darauf hin, dass er tags zuvor ein ausführliches Gespräch mit dem Schweizerischen Botschafter in Berlin Tim Guldimann geführt hatte. Er habe den Botschafter gebeten, der Regierung in Bern erneut darzulegen, dass die süddeutsche Position unverrückbar sei. Bis zum Jahresende erhoffen sich Kauder und die Bürgerinitiativen eine abschließende Lösung im Fluglärm.


Das kleine Kauderlein meint, er könne in Berlin ganz gross auf die Pauke hauen, weil sein Bruder dort eine grosse Nummer (CDU-Fraktionsvorsitzender) ist. So eine Art Schatten-Antischweizminister...



Die Fairteiler mit ihrem 700'000fränkigen Abstimmungskampf für die Behördeninitiativen II (vom VFSN zurecht in "Lärmabschiebungsinitiative" umbenannt) tun offenbar alles, um die Bewohner im Süden nicht zu provozieren, sogar das Referendum des VFSN empfehlen sie zur Annahme (Aber bei der Stichfrage natürlich die Lärmabschiebungsinitiative) - man hat bei den Fairteilern offenbar die Hoffnung, dass die Leute im Süden so dumm sein werden, der Fairteilerei zum Durchbruch zu verhelfen.



Falschaussage in Zürichsee-Zeitung (VFSN)

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2425&Itemid=1

Mit aller Deutlichkeit distanziere ich mich von der Aussage in der Zürichsee-Zeitung vom 25. Juni 2011 "Morf hält die Gelassenen für naiv."Eine solche Aussage wurde von mir nicht gemacht und ist auch nicht auf den von mir genehmigten Skript.
Ich bedaure es ausserodentlich, dass Herr Andreas Schürer das Vertrauen, dass wir in den vergangen Jahren aufgebaut haben so verletzt.
Ich werde von der Zürichsee Zeitung eine Richtigstellung verlangen.

Thomas Morf


Herr Andreas Schürer ist mit dem Satz "Morf hält die Gelassenen für naiv." leider ein Missgeschick unterlaufen. Thomas Morf hat dies sicher nicht so gesagt, aber wahrscheinlich indirekt durchblicken lassen. Mit den von Herr Andreas Schürer darauf erwähnten Gelassenen waren natürlich sinngemäss nicht die zitierten Gemeinderäte oder etwa Richard Hirt vom Fluglärmforum Süd gemeint, sondern alle untätigen Fatalisten, die meinen, es komme alles nicht so schlimm heraus und am Schluss könne man ohnehin nichts machen. Das geht leider aus dem Text zu wenig klar hervor und lässt viel Raum für Missinterpretationen offen. Ausserdem erscheint der Satz für den Leser wie ein Zitat. Dass sich Thomas Morf dagegen wehrt, ist verständlich. Man darf aber deswegen nicht aus einer Fliege ein Elephant machen. Die verlangte Richtigstellung in der ZSZ genügt.



Es gibt sie wirklich, die naiven Gelassenen.

Gelassenheit ist nicht automatisch mit Faulheit, Trägheit oder gar Naivität gleichzusetzen. Viele Politiker gerade im Fluglärmforum Süd geben sich nach aussen zwar relativ gelassen, kämpfen aber trotzdem mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen neue, illegale Flugrouten über den dicht besiedelten Süden. Es sind vielmehr die faulen und naiven Bürger im Süden angesprochen, welche vom reinen Prinzip Hoffnung leben und sich in keiner Form gegen die drohenden Südan- und -abflüge wehren. Andere Leute sollen für sie die Kastanien aus dem Feuer holen! Dies ist höchst unsolidarisch und deshalb auch zu Recht zu kritisieren.


Zuletzt bearbeitet: 27.06.11 18:20 von Administrator
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