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Thema: Südanflug Juli-Sept 2011


Hier die Beiträge.


Zuletzt bearbeitet: 05.07.11 12:50 von Administrator


VFSN zum PistenAusbaustopp

http://www.vfsn.ch/index.php?option=content&task=view&id=2421&Itemid=1

Die Anhänger eines PistenAusbaustopps lehnen eine geringfügige Verlängerung (450 m) der Ostpiste ab, obwohl diese Verlängerung lediglich der Sicherheit dient und nicht zu einer Kapazitätserhöhung führt. Man befürwortet jedoch die kapazitätserhöhenden Schnellabrollwege auf der Südpiste und den Bau von über 100'000 Meter neuer Flugstrassen im Süden.

Das alles unter dem Deckmantel "Bevölkerungsschutz"!



Wer gegen die Fluglärmumverteilung in den Süden ist



muss bei der Behördeninitiative "Pistenausbau-Verbot" im November mit einem Nein stimmen.





VFSN Monatsrückblick Juni 2011

An Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten.

Zuerst wird der VFSN wegen seinem Referendum als Killer des Flughafens bezeichnet, die Initianten verweigerten im Vorfeld des Abstimmungskampfes jegliche Gespräche mit uns und nun verhalten sich die Repräsentanten aus Nord/West/Ost wie "Gummihälse" und haben sich aus rein taktischen Gründen zu einem doppelten JA entschlossen: Doppeltes Ja für Ausbaustopp (TA).



Anflüge auf Zürich-Kloten knapp über deutschen Wäldern?

In seinem Artikel "Deutscher Schulterschluss gegen Zürcher Fluglärm" (NZZ vom 13. Juli) informiert Andreas Schürer sachlich und unaufgeregt über die Entwicklung im Streit um die Anflugrouten auf Zürich-Kloten. Leider ist damit zu rechnen, dass die Politiker wie immer vor der Flughafenlobby einknicken werden, ohne sich um die betroffene Bevölkerung und die nun schon sattsam bekannten Tatsachen zu kümmern: Die Deutschen halten ihre aktuellen Lärmmessungen unter Verschluss, die deutsche Regierung hat Wichtigeres zu tun, als sich um die vor Jahren mit Angela Merkel vereinbarten und auch vorliegenden Lärmmessstudien zu kümmern, welche klar aufzeigten, dass der süddeutsche Raum "keinen" Fluglärm hat. Und die deutschen Luftfahrtgesellschaften beschwören zusammen mit den Flughafen-Verantwortlichen die Angst vor dem wirtschaftlichen Kollaps der Schweiz herauf.

Die zuständigen Leute in der Schweiz reden davon, dass hinter den Kulissen am Problem intensiv gearbeitet werde, versuchen zu beschwichtigen und erarbeiten daneben Pläne, wie man als Kompensation für die weiteren deutschen Restriktionen die Kapazität des Flughafens auch gegen den Willen der betroffenen Bevölkerung steigern könnte. Sie schrecken auch nicht davor zurück, zu behaupten, dass die im SIL vorgesehenen Südstarts nichts mit einer Kapazitätssteigerung zu tun haben, als ob in den vergangenen Jahren andere Wetterverhältnisse geherrscht hätten. Von den Politikern hört man – wie seit Jahren und trotz des Rücktritts von Bundesrat Leuenberger – nichts. Von Massnahmen aufgrund des hochgelobten ZFI auch nicht.

Leider wird die ganze journalistische Neutralität Ihres Artikels und damit Ihrer Zeitung durch das offensichtlich getürkte Bild der B-747 "über Hohentengen" jäh gestört, wenn nicht unglaubwürdig. Es vermittelt dem schnellen Leser den Eindruck, dass Hohentengen knapp vor der Pistenschwelle liege. Facts sind: Hohentengen liegt auf rund 400 m über Meer. Die Flugzeige fliegen in einer Höhe von 1300 bis 1400 m oder 900 bis 1000 m über Grund. Also keine Rede von einem Riesenvogel knapp über den deutschen Wäldern. Schade, dass sich hier die NZZ um der Sensation willen einen solchen journalistischen Fauxpas leistet.

Markus Willimann, Uetikon am See



Deutsche Luftraumsperrung (DVO)

Die direkteste Gegenmassnahme der Schweiz heisst

Keine deutschen Flieger zu deutschen Sperrzeiten!



Kein 60-Kilometer Umweg-Fliegen wegen süddeutscher Luftraumsperrung!



Regen = Südanflüge
Fairlängerte Piste = Flüge da wo sie hingehören, nach Osten

NEIN zum Egoismus, JA zum Bevölkerungsschutz --> Pistenstop = NEIN









Mehr ...

http://www.vfsn.ch/images/stories/Bilder_Web/medieninfo_09.09.11.pdf



Die wundersame Wandlung von Argumenten der Pistenstopper


Ein paar Auszüge aus den news des BFO. Ursprünglich wurde die Behördeninitiative ins Lebens gerufen um dem Wachstum am Flughafen Grenzen zu setzen. Wer wie der VFSN gegen den Pistenstopp war, wurde sofort in die Flughafenturbo-Ecke gestellt.

28.11.2006: Pistenmoratorium eingereicht
Die Bevölkerung braucht heute ein klares Zeichen, dass man endlich begriffen hat, dass der Traum vom unbeschränktem und unbezahlbarem Wachstum ausgeträumt ist. Bezeichnend und aufschlussreich ist die Tatsache, dass keine einzige Gemeinde südlich des Flughafens dieses Pistenmoratorium unterstützt. Diese selbstgewählte Isolation nützt nur den Gemeinden, die immer noch von unbeschränktem Wachstum träumen.

Es ist naiv zu glauben, dass diese Strategie Erfolg haben wird. Wer nach Wachstum schreit, muss auch dessen Folgen tragen! Vielleicht haben die Gemeindeverantwortlichen bereits vergessen, wieso der Südanflug seit über drei Jahren widerrechtlich praktiziert wird: Unique first!

Das arrogante Verhalten der verantwortlichen Politiker und Fluglobby im Umgang mit unserem nördlichen Nachbar ist der Grund, wieso die Bevölkerung nun dafür zahlen muss. Ob die Lösung dieses Problems in der Isolation und dem Ruf nach weiterem Wachstum liegt, bezweifeln wir. Aber BFO ist ja auch nur für die Region östlich des Flughafens verantwortlich und dort heisst es einheitlich: KEIN PISTENAUSBAU!


02.01.2007: 6:1 und rote Karte für den Gewerbeverband
6:1 ist das Abstimmungsresultat im Zürcher Regierungsrat als es um einen Pistenausbau ging. Noch-Regierungsrätin Rita Fuhrer war dafür; der Rest gegen einen solchen Pistenausbau am Flughafen. Damit kommen 6 von 7 Regierungsräten unserer Forderung "Pistenausbau NEIN" sowie der gleichlautenden Behördeninitiative nach. Das Motiv von Fuhrer für den Antrag "Pistenverlängerung" ist klar: unbeschränktes Wachstum zu Lasten der Bevölkerung östlich des Flughafens.


02.10.2008: Regierungsrat hält Option Pistenausbau offen
Wie nicht anders erwartet, lehnt der Regierungsrat die Behördeninitiative "Keine Neu- und Ausbauten von Pisten" ab:
http://www.vd.zh.ch/internet/vd/de/Medien/Medienmittei/news_2008/261-6.html

Damit will man sich sämtliche Optionen für das künftige Flughafenwachstum offen halten. Ein Pistenausbau und eine völlige Neuordnung der An- und Abflugrouten soll die Kapazität maximieren; Verlierer sind die Bürgerinnen und Bürger, die durch diese Planspiele massive Mehrbelastungen erleiden müssen.

Das Zürcher Parlament wird in den nächsten drei Monaten - unabhängig vom Regierungsrat - über die Behördeninitiative abstimmen können. BFO erwartet ein klares JA zum Pistenausbau-Stopp und damit einen Denkzettel an die Flughafenturbos im Regierungsrat.


14.11.2008: Wo wird nach einem Pistenausbau geflogen?
Exakt diese Anflugwege werden mit der Variante J künftig an 9,5 Stunden täglich geflogen; rund 70'000 mal pro Jahr! Deutschland soll mit dem angestrebten Pistenausbau massiv entlastet werden; via Deutschland würden noch 65'000 Anflüge erfolgen (heute über 100'000). Gleichzeitig will man die Kapazitäten des Flughafens zulasten der eigenen Bevölkerung ausbauen.

Aus diesem Grund gibt es nur ein einziges Fazit: Ein Pistenausbau ist ein Kniefall und eine Kapitulation vor Deutschland und ein Verrat an der eigenen Bevölkerung, die dadurch massiv mehr belastet werden soll. Da es sich bei den verwendeten Flugspuren um tatsächlich geflogene Routen handelt, sind dies Fakten und keine Vermutungen! Lassen sie sich also aus den Kreisen der Flughafenlobby keinen Sand in die Augen streuen. Jeder, der einen Pistenausbau verfolgt oder ein Moratorium ablehnt, will die Kapazitäten ausbauen und den Streit mit Deutschland mit einem Kniefall beilegen. Ihnen ist es dabei egal, wer den Fluglärm künftig zu tragen hat. Wer die grossen Verlieren sein werden, haben wir ihnen heute aufgezeigt. Wo die Abflugwege bei der Variante J durchgehen, zeigen wir ihnen demnächst.


23.01.2009: Peinliches Lobbying
Parlamentarier, die sich gegen ein Pistenmoratorium entscheiden, sind in zwielichtiger Gesellschaft. Nur die ausgewiesensen Flughafenturbos und ihre Lobbyorganisationen fordern ein NEIN zum Pistenmoratorium und träumen weiter von Kapazitätsausbau und Mega-Hub zu Lasten der Bevölkerung.


26.03.2009: Südschneiser sagen JA zum "Stopp Pistenausbau"
Die Südschneiser, organisiert via Verein Flugschneise Süd Nein (VFSN), vollziehen einen grossen Richtungswechsel. Von der Aussichtslosigkeit ihres Strebens nach einem Pisten- und Kapazitätsausbau eingeholt, wird das Anliegen "Stopp Pistenausbau" nun plötzlich doch unterstützt! Nach der klaren Niederlage im Kantonsrat und der wenig schmeichelnden Liaison mit den Flughafenturbos (Weltoffenes Zürich, Komitee Pro Flughafen etc.) ist dieser Schwenker nachvollziehbar. Wie kann man als Fluglärmbürgerorganisation auch einen Flughafenausbau fordern?!


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Haben das jetzt alle hier begriffen? Wer gegen den Pistenstopp ist, der will unbegrenztes Wachstum, der ist ein Flughafenturbo.

Ja und jetzt kommt die wundersame Wandlung die nur ein BFO schafft:
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08.09.2011: Die Wahrheit über Pistenausbauten
Kapazitätsausweitung: Gemäss BAZL, Flughafen Zürich AG, dem Zürcher Regierungsrat und der Flughafenlobby entsteht durch den Pistenausbau kein Kapazitätsgewinn. Das bedeutet, dass ohne ein Pistenausbau kein einziges Flugzeug weniger fliegen muss. Ein Ausbaustopp der Pisten behindert die Kapazität in keinster Art und Weise.


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LOL. Da wird also von Flughafengegnern eine Initiative ins Leben gerufen die absolut gar nichts bewirkt?

Bin mal gespannt wie BFO die wundersame Wandlung erklärt. Das wird er schaffen, denn: BFO deckt auf.







Abstimmung Pistenausbaustopp NEIN!

Wichtige Gründe, warum die Pistenausbaustopp-Initiative mit einem NEIN am 27. Nov 2011 abzulehnen ist.

  • Ein Pistenausbaustopp bewirkt eine Fluglärmverteilung, welche die Stimmbürger bereits einmal wuchtig verworfen haben.

  • Ein Pistenausbaustopp ist nichts anderes als der klägliche Versuch der Nord- und Ostgemeinden, das letzte Abstimmungsresultat NEIN zur Fluglärmverteilung zu ignorieren und den Flugverkehr über die Stadt Zürich und den Süden umzuleiten.

  • Ein Pistenausbaustopp bewirkt eine einseitige Entlastung des Ostens und Nordens auf Kosten der Stadt Zürich und des Südens.

  • Ein Pistenausbaustopp ist eine Mogelpackung, weil er nicht alle Bewohner rings um den Flughafen schützt.

  • Ein Pistenausbaustopp bevormundet den Stimmbürger, der nicht mehr über allfällige Pistenänderungen abstimmen kann.

  • Ein Pistenausbaustopp erschwert die Verhandlungen mit Deutschland oder verunmöglicht sie sogar.

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