Die wundersame Wandlung von Argumenten der Pistenstopper
Ein paar Auszüge aus den news des BFO. Ursprünglich wurde die Behördeninitiative ins Lebens gerufen um dem Wachstum am Flughafen Grenzen zu setzen. Wer wie der VFSN gegen den Pistenstopp war, wurde sofort in die Flughafenturbo-Ecke gestellt.
28.11.2006: Pistenmoratorium eingereicht
Die Bevölkerung braucht heute ein klares Zeichen, dass man endlich begriffen hat, dass der Traum vom unbeschränktem und unbezahlbarem Wachstum ausgeträumt ist. Bezeichnend und aufschlussreich ist die Tatsache, dass keine einzige Gemeinde südlich des Flughafens dieses Pistenmoratorium unterstützt. Diese selbstgewählte Isolation nützt nur den Gemeinden, die immer noch von unbeschränktem Wachstum träumen.
Es ist naiv zu glauben, dass diese Strategie Erfolg haben wird. Wer nach Wachstum schreit, muss auch dessen Folgen tragen! Vielleicht haben die Gemeindeverantwortlichen bereits vergessen, wieso der Südanflug seit über drei Jahren widerrechtlich praktiziert wird: Unique first!
Das arrogante Verhalten der verantwortlichen Politiker und Fluglobby im Umgang mit unserem nördlichen Nachbar ist der Grund, wieso die Bevölkerung nun dafür zahlen muss. Ob die Lösung dieses Problems in der Isolation und dem Ruf nach weiterem Wachstum liegt, bezweifeln wir. Aber BFO ist ja auch nur für die Region östlich des Flughafens verantwortlich und dort heisst es einheitlich: KEIN PISTENAUSBAU!
02.01.2007: 6:1 und rote Karte für den Gewerbeverband
6:1 ist das Abstimmungsresultat im Zürcher Regierungsrat als es um einen Pistenausbau ging. Noch-Regierungsrätin Rita Fuhrer war dafür; der Rest gegen einen solchen Pistenausbau am Flughafen. Damit kommen 6 von 7 Regierungsräten unserer Forderung "Pistenausbau NEIN" sowie der gleichlautenden Behördeninitiative nach. Das Motiv von Fuhrer für den Antrag "Pistenverlängerung" ist klar: unbeschränktes Wachstum zu Lasten der Bevölkerung östlich des Flughafens.
02.10.2008: Regierungsrat hält Option Pistenausbau offen
Wie nicht anders erwartet, lehnt der Regierungsrat die Behördeninitiative "Keine Neu- und Ausbauten von Pisten" ab:
http://www.vd.zh.ch/internet/vd/de/Medien/Medienmittei/news_2008/261-6.html
Damit will man sich sämtliche Optionen für das künftige Flughafenwachstum offen halten. Ein Pistenausbau und eine völlige Neuordnung der An- und Abflugrouten soll die Kapazität maximieren; Verlierer sind die Bürgerinnen und Bürger, die durch diese Planspiele massive Mehrbelastungen erleiden müssen.
Das Zürcher Parlament wird in den nächsten drei Monaten - unabhängig vom Regierungsrat - über die Behördeninitiative abstimmen können. BFO erwartet ein klares JA zum Pistenausbau-Stopp und damit einen Denkzettel an die Flughafenturbos im Regierungsrat.
14.11.2008: Wo wird nach einem Pistenausbau geflogen?
Exakt diese Anflugwege werden mit der Variante J künftig an 9,5 Stunden täglich geflogen; rund 70'000 mal pro Jahr! Deutschland soll mit dem angestrebten Pistenausbau massiv entlastet werden; via Deutschland würden noch 65'000 Anflüge erfolgen (heute über 100'000). Gleichzeitig will man die Kapazitäten des Flughafens zulasten der eigenen Bevölkerung ausbauen.
Aus diesem Grund gibt es nur ein einziges Fazit: Ein Pistenausbau ist ein Kniefall und eine Kapitulation vor Deutschland und ein Verrat an der eigenen Bevölkerung, die dadurch massiv mehr belastet werden soll. Da es sich bei den verwendeten Flugspuren um tatsächlich geflogene Routen handelt, sind dies Fakten und keine Vermutungen! Lassen sie sich also aus den Kreisen der Flughafenlobby keinen Sand in die Augen streuen. Jeder, der einen Pistenausbau verfolgt oder ein Moratorium ablehnt, will die Kapazitäten ausbauen und den Streit mit Deutschland mit einem Kniefall beilegen. Ihnen ist es dabei egal, wer den Fluglärm künftig zu tragen hat. Wer die grossen Verlieren sein werden, haben wir ihnen heute aufgezeigt. Wo die Abflugwege bei der Variante J durchgehen, zeigen wir ihnen demnächst.
23.01.2009: Peinliches Lobbying
Parlamentarier, die sich gegen ein Pistenmoratorium entscheiden, sind in zwielichtiger Gesellschaft. Nur die ausgewiesensen Flughafenturbos und ihre Lobbyorganisationen fordern ein NEIN zum Pistenmoratorium und träumen weiter von Kapazitätsausbau und Mega-Hub zu Lasten der Bevölkerung.
26.03.2009: Südschneiser sagen JA zum "Stopp Pistenausbau"
Die Südschneiser, organisiert via Verein Flugschneise Süd Nein (VFSN), vollziehen einen grossen Richtungswechsel. Von der Aussichtslosigkeit ihres Strebens nach einem Pisten- und Kapazitätsausbau eingeholt, wird das Anliegen "Stopp Pistenausbau" nun plötzlich doch unterstützt! Nach der klaren Niederlage im Kantonsrat und der wenig schmeichelnden Liaison mit den Flughafenturbos (Weltoffenes Zürich, Komitee Pro Flughafen etc.) ist dieser Schwenker nachvollziehbar. Wie kann man als Fluglärmbürgerorganisation auch einen Flughafenausbau fordern?!
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Haben das jetzt alle hier begriffen? Wer gegen den Pistenstopp ist, der will unbegrenztes Wachstum, der ist ein Flughafenturbo.
Ja und jetzt kommt die wundersame Wandlung die nur ein BFO schafft:
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08.09.2011: Die Wahrheit über Pistenausbauten
Kapazitätsausweitung: Gemäss BAZL, Flughafen Zürich AG, dem Zürcher Regierungsrat und der Flughafenlobby entsteht durch den Pistenausbau kein Kapazitätsgewinn. Das bedeutet, dass ohne ein Pistenausbau kein einziges Flugzeug weniger fliegen muss. Ein Ausbaustopp der Pisten behindert die Kapazität in keinster Art und Weise.
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LOL. Da wird also von Flughafengegnern eine Initiative ins Leben gerufen die absolut gar nichts bewirkt?
Bin mal gespannt wie BFO die wundersame Wandlung erklärt. Das wird er schaffen, denn: BFO deckt auf.
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